{"id":72975,"date":"2023-11-11T12:46:36","date_gmt":"2023-11-11T10:46:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=72975"},"modified":"2023-11-11T12:46:36","modified_gmt":"2023-11-11T10:46:36","slug":"eugh-zu-den-steuervorbescheiden-tax-rulings-irlands-gegenueber-apple","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/eugh-zu-den-steuervorbescheiden-tax-rulings-irlands-gegenueber-apple\/","title":{"rendered":"EuGH zu den Steuervorbescheiden (tax rulings) Irlands gegen\u00fcber Apple"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Europ\u00e4ische Gerichtshofs (EuGH) vom 09.11.2023 bezieht sich auf die Schlussantr\u00e4ge in der Rechtssache C-465\/20 P, die sich mit den Steuervorbescheiden (tax rulings) Irlands gegen\u00fcber Apple befasst. Hier sind die wesentlichen Punkte:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li><strong>Hintergrund:<\/strong> Irland erteilte 1991 und 2007 zwei Steuervorbescheide f\u00fcr die Apple-Gesellschaften Apple Sales International (ASI) und Apple Operations Europe (AOE), die in Irland gegr\u00fcndet wurden, aber dort nicht steuerans\u00e4ssig sind. Diese Vorbescheide billigten die Methode, die ASI und AOE zur Bestimmung ihrer in Irland zu versteuernden Gewinne vorschlugen.<\/li><li><strong>Entscheidung der Europ\u00e4ischen Kommission 2016:<\/strong> Die Kommission kam zu dem Schluss, dass diese Steuervorbescheide zwischen 1991 und 2014 eine rechtswidrige und mit dem Binnenmarkt unvereinbare staatliche Beihilfe darstellten. Sie ordnete die R\u00fcckforderung dieser Beihilfen von Irland an, da sie den Apple-Konzern beg\u00fcnstigt h\u00e4tten.<\/li><li><strong>Urteil des Gerichts 2020:<\/strong> Das Gericht erkl\u00e4rte den Beschluss der Kommission f\u00fcr nichtig, da die Kommission nicht nachgewiesen habe, dass durch die Steuervorbescheide ein Vorteil entstanden sei.<\/li><li><strong>Schlussantr\u00e4ge des Generalanwalts Giovanni Pitruzzella:<\/strong> Der Generalanwalt schl\u00e4gt vor, das Urteil des Gerichts aufzuheben und den Fall zur erneuten Entscheidung zur\u00fcckzuverweisen. Er sieht Rechtsfehler in der Beurteilung des Gerichts, insbesondere in Bezug darauf, dass die Kommission nicht hinreichend dargelegt habe, dass die von ASI und AOE gehaltenen Lizenzen des geistigen Eigentums und die damit verbundenen Gewinne steuerlich den irischen Zweigniederlassungen zugeordnet werden m\u00fcssten.<\/li><li><strong>Folgen und methodische Fehler:<\/strong> Der Generalanwalt bem\u00e4ngelt auch die Bewertung des Gerichts bez\u00fcglich des Vorliegens und der Folgen einiger methodischer Fehler in den Steuervorbescheiden.<\/li><li><strong>N\u00e4chste Schritte:<\/strong> Der Fall soll erneut vom Gericht gepr\u00fcft werden, um eine neue Entscheidung zu treffen.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Entwicklungen sind Teil eines langj\u00e4hrigen und komplexen Rechtsstreits, der die Praktiken der Steuerverwaltung in Bezug auf gro\u00dfe multinationale Unternehmen und deren \u00dcbereinstimmung mit EU-Beihilferecht betrifft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Europ\u00e4ische Gerichtshofs (EuGH) vom 09.11.2023 bezieht sich auf die Schlussantr\u00e4ge in der Rechtssache C-465\/20 P, die sich mit den Steuervorbescheiden (tax rulings) Irlands gegen\u00fcber Apple befasst. 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