{"id":73036,"date":"2023-11-18T13:03:01","date_gmt":"2023-11-18T11:03:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=73036"},"modified":"2023-11-18T13:03:01","modified_gmt":"2023-11-18T11:03:01","slug":"rechtsanwaltsfachangestellte-gesetzliche-mindestverguetung-fuer-auszubildende-erhoeht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/rechtsanwaltsfachangestellte-gesetzliche-mindestverguetung-fuer-auszubildende-erhoeht\/","title":{"rendered":"<strong>Rechtsanwaltsfachangestellte: gesetzliche Mindestverg\u00fctung f\u00fcr Auszubildende erh\u00f6ht<\/strong>"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die gesetzliche Mindestverg\u00fctung f\u00fcr Auszubildende wurde f\u00fcr das Jahr 2024 fortgeschrieben und dabei erh\u00f6ht. Das betrifft auch angehende Rechtsanwalts- bzw. Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte, f\u00fcr die zus\u00e4tzlich auch die Verg\u00fctungsempfehlungen der Kammern gelten.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die gesetzliche Mindestverg\u00fctung f\u00fcr Auszubildende wurde f\u00fcr die Zeit vom 01.01. bis zum 31.12.2024 fortgeschrieben. Nach der Ende Oktober ver\u00f6ffentlichten Bekanntmachung zur Fortschreibung der H\u00f6he der Mindestverg\u00fctung f\u00fcr Berufsausbildungen nach dem Berufsbildungsgesetz (2024) betr\u00e4gt die H\u00f6he der monatlichen Mindestverg\u00fctung nach \u00a7 17 II 1 BBiG f\u00fcr im Jahr 2024 begonnene Ausbildungsverh\u00e4ltnisse 649 Euro im ersten Lehrjahr, 766 Euro im zweiten Lehrjahr, 876 Euro im dritten und 909 Euro im vierten Lehrjahr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die gesetzliche Mindestverg\u00fctung f\u00fcr Auszubildende wurde zum 01.01.2020 durch das Gesetz zur Modernisierung und St\u00e4rkung der beruflichen Bildung (BBiMoG) eingef\u00fchrt. Der Fortschreibungsmechanismus nach \u00a7 17 II BBiG, der eine j\u00e4hrliche Anpassung der Mindestverg\u00fctung vorsieht, greift zum 01.01.2024 erstmals ein. Unterhalb der gesetzlichen Mindestverg\u00fctung ist Verg\u00fctung nicht angemessen, sodass der Ausbildungsvertrag nicht eingetragen werden kann. Dies hat zur Folge, dass die oder der betroffene Auszubildende nicht zur Abschlusspr\u00fcfung zugelassen wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Rechtsanwaltskammern geben regelm\u00e4\u00dfig Empfehlungen zur H\u00f6he der Ausbildungsverg\u00fctung f\u00fcr angehende Rechtsanwalts- bzw. Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte. Diese liegen deutlich \u00fcber der gesetzlichen Mindestverg\u00fctung. Nach der Rechtsprechung vor Inkrafttreten des BBiMoG waren Ausbildungsverh\u00e4ltnisse, bei denen die Verg\u00fctungsempfehlungen der Kammern um mehr als 20 % unterschritten wurden, nicht einzutragen. In welchem Verh\u00e4ltnis die Verg\u00fctungsempfehlungen der Kammern zur gesetzlichen Mindestverg\u00fctung stehen, ist nicht abschlie\u00dfend gekl\u00e4rt; auf diese Unstimmigkeit hatte die BRAK bereits im Gesetzgebungsverfahren hingewiesen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Auswirkungen f\u00fcr Rechtsanwaltsfachangestellte<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Erh\u00f6hung der gesetzlichen Mindestverg\u00fctung f\u00fcr Auszubildende hat auch Auswirkungen f\u00fcr Rechtsanwaltsfachangestellte. Zwar sind die Verg\u00fctungsempfehlungen der Kammern f\u00fcr diese Berufsgruppe deutlich h\u00f6her als die gesetzliche Mindestverg\u00fctung. Die Erh\u00f6hung der Mindestverg\u00fctung kann aber dennoch dazu f\u00fchren, dass die Verg\u00fctungsempfehlungen der Kammern angepasst werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die BRAK hat bereits angek\u00fcndigt, dass sie die Auswirkungen der Erh\u00f6hung der gesetzlichen Mindestverg\u00fctung f\u00fcr die Verg\u00fctungsempfehlungen der Kammern pr\u00fcfen wird. Die Kammern werden sich in ihrer n\u00e4chsten Sitzung mit dieser Frage befassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Erh\u00f6hung der gesetzlichen Mindestverg\u00fctung f\u00fcr Auszubildende ist ein positiver Schritt f\u00fcr die Auszubildenden in Deutschland. Sie st\u00e4rkt die Position der Auszubildenden und tr\u00e4gt dazu bei, dass diese eine angemessene Verg\u00fctung erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Rechtsanwaltsfachangestellte ist es abzuwarten, ob die Verg\u00fctungsempfehlungen der Kammern an die Erh\u00f6hung der gesetzlichen Mindestverg\u00fctung angepasst werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die gesetzliche Mindestverg\u00fctung f\u00fcr Auszubildende wurde f\u00fcr das Jahr 2024 fortgeschrieben und dabei erh\u00f6ht. Das betrifft auch angehende Rechtsanwalts- bzw. Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte, f\u00fcr die zus\u00e4tzlich auch die Verg\u00fctungsempfehlungen der Kammern gelten. Die gesetzliche Mindestverg\u00fctung f\u00fcr Auszubildende wurde f\u00fcr die Zeit vom 01.01. bis zum 31.12.2024 fortgeschrieben. 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