{"id":73341,"date":"2024-01-01T16:49:25","date_gmt":"2024-01-01T14:49:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=73341"},"modified":"2024-01-01T16:49:25","modified_gmt":"2024-01-01T14:49:25","slug":"verfassungsmaessigkeit-der-hoehe-der-aussetzungszinsen-bestaetigt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/verfassungsmaessigkeit-der-hoehe-der-aussetzungszinsen-bestaetigt\/","title":{"rendered":"Verfassungsm\u00e4\u00dfigkeit der H\u00f6he der Aussetzungszinsen best\u00e4tigt"},"content":{"rendered":"\n<p>Das Finanzgericht Baden-W\u00fcrttemberg hat in seinem Urteil vom 11. Mai 2023 (1 K 180\/22) entschieden, dass die H\u00f6he der Aussetzungszinsen nach \u00a7\u00a7 237, 238 der Abgabenordnung (AO) von monatlich 0,5% verfassungsgem\u00e4\u00df ist. Dieses Urteil bezieht sich auf die Zinsen, die im Rahmen der Aussetzung der Vollziehung von Steuerbescheiden anfallen, eine Situation, die typischerweise entsteht, wenn Steuerpflichtige gegen Steuerbescheide Einspruch einlegen und eine Aussetzung der Vollziehung beantragen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wesentliche Punkte des Urteils:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ol><li><strong>Anwendung der Aussetzungszinsen:<\/strong> Die Entstehung von Aussetzungszinsen beruht in der Regel auf einem Antrag der Steuerpflichtigen oder wird zumindest bewusst in Kauf genommen. Dies unterscheidet die Aussetzungszinsen von anderen Zinsarten wie der Vollverzinsung nach \u00a7 233a AO.<\/li><li><strong>Verfassungsm\u00e4\u00dfigkeit der Zinsh\u00f6he:<\/strong> Das Bundesverfassungsgericht hat in seiner Entscheidung zur Vollverzinsung keine Unvereinbarkeitserkl\u00e4rung f\u00fcr andere Verzinsungstatbest\u00e4nde wie die Aussetzungszinsen abgegeben. Das Finanzgericht Baden-W\u00fcrttemberg best\u00e4tigt, dass die monatliche Zinsh\u00f6he von 0,5% verfassungsgem\u00e4\u00df ist, da Steuerpflichtige die M\u00f6glichkeit haben, die Verwirklichung des Zinstatbestands zu beeinflussen.<\/li><li><strong>Sachverhalt des Falls:<\/strong> Der Kl\u00e4ger hatte gegen Umsatzsteuer\u00e4nderungsbescheide Einspruch eingelegt und Aussetzung der Vollziehung beantragt. Nach teilweisem Erfolg seiner Klagen setzte das Finanzamt Aussetzungszinsen fest, gegen die der Kl\u00e4ger erneut klagte.<\/li><li><strong>Zinsberechnung und -laufzeit:<\/strong> Das Gericht best\u00e4tigte die Berechnung und den Laufzeitbeginn der Zinsen ab dem jeweiligen F\u00e4lligkeitstag der Umsatzsteuer bis einen Monat nach Bekanntgabe der Einspruchsentscheidung.<\/li><li><strong>Keine Verwirkung des Zinsanspruchs:<\/strong> Das Gericht sah keinen Grund f\u00fcr eine Verwirkung des Zinsanspruchs aufgrund der Dauer des Rechtsbehelfsverfahrens, insbesondere da der Kl\u00e4ger durch die sp\u00e4tere Zahlung der Steuern einen Zinsvorteil erlangte.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Das Urteil tr\u00e4gt zur Kl\u00e4rung der Rechtslage bei und best\u00e4tigt die Anwendung der Aussetzungszinsen in der aktuellen H\u00f6he als verfassungskonform. Die Revision wurde zugelassen, insbesondere im Hinblick auf ein anh\u00e4ngiges Verfahren beim Bundesfinanzhof zur Verfassungsm\u00e4\u00dfigkeit der H\u00f6he der Aussetzungszinsen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Finanzgericht Baden-W\u00fcrttemberg hat in seinem Urteil vom 11. Mai 2023 (1 K 180\/22) entschieden, dass die H\u00f6he der Aussetzungszinsen nach \u00a7\u00a7 237, 238 der Abgabenordnung (AO) von monatlich 0,5% verfassungsgem\u00e4\u00df ist. 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