{"id":73349,"date":"2024-01-01T16:54:20","date_gmt":"2024-01-01T14:54:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=73349"},"modified":"2024-01-01T16:54:20","modified_gmt":"2024-01-01T14:54:20","slug":"entgeltaufteilung-bei-sparmenues-nach-der-food-and-paper-methode","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/entgeltaufteilung-bei-sparmenues-nach-der-food-and-paper-methode\/","title":{"rendered":"Entgeltaufteilung bei Sparmen\u00fcs nach der \u201eFood-and-Paper\u201c-Methode"},"content":{"rendered":"\n<p>Das Finanzgericht Baden-W\u00fcrttemberg hat in seinem Urteil vom 9. November 2022 (12 K 3098\/19) entschieden, dass die Aufteilung des Pauschalentgelts f\u00fcr sogenannte Spar-Men\u00fcs in zwei Entgeltbestandteile nach der sogenannten \u201eFood-and-Paper\u201c-Methode erfolgen kann. Diese Methode basiert auf dem Wareneinsatz und ist insbesondere dann zul\u00e4ssig, wenn die Aufteilung maschinell durch einfache Rechenleistung erfolgt und nicht zu ungerechtfertigten Vorteilen f\u00fchrt. Eine Aufteilung nach dem Verh\u00e4ltnis der Einzelverkaufspreise (EVP-Methode) ist in solchen F\u00e4llen nicht geboten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wesentliche Punkte des Urteils:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ol><li><strong>Sachverhalt:<\/strong> Der Kl\u00e4ger betreibt Franchise-Restaurants und bietet Spar-Men\u00fcs zum Verzehr au\u00dfer Haus an. Diese Men\u00fcs bestehen aus Speisen und Getr\u00e4nken zu einem einheitlichen Gesamtpreis. Das Finanzamt forderte eine Aufteilung des Gesamtpreises nach dem Verh\u00e4ltnis der Einzelverkaufspreise, w\u00e4hrend der Kl\u00e4ger die Food-and-Paper-Methode anwendete.<\/li><li><strong>Entscheidung des Gerichts:<\/strong> Das Finanzgericht Baden-W\u00fcrttemberg entschied zugunsten des Kl\u00e4gers, dass die Food-and-Paper-Methode eine zul\u00e4ssige Aufteilungsmethode darstellt. Diese Methode basiert auf tagesaktuellen Einkaufspreisen und erfolgt maschinell, was sie f\u00fcr den Kl\u00e4ger zur einfachstm\u00f6glichen Aufteilungsmethode macht.<\/li><li><strong>Begr\u00fcndung:<\/strong><ul><li><strong>Zwei selbst\u00e4ndige Lieferungen:<\/strong> Mit der Ausgabe der Sparmen\u00fcs f\u00fchrt der Kl\u00e4ger mindestens zwei selbst\u00e4ndige Lieferungen aus, die unterschiedlichen Steuers\u00e4tzen unterliegen k\u00f6nnen.<\/li><li><strong>Einfachstm\u00f6gliche Berechnungs- oder Bewertungsmethode:<\/strong> Das Gericht betonte, dass die einfachstm\u00f6gliche Methode zur Aufteilung des Gesamtpreises verwendet werden sollte. Die Food-and-Paper-Methode wurde als solche anerkannt, da sie maschinell und auf Basis tagesaktueller Daten erfolgt.<\/li><li><strong>Keine ungerechtfertigten Vorteile:<\/strong> Das Gericht fand keine Anhaltspunkte daf\u00fcr, dass die Anwendung der Food-and-Paper-Methode zu ungerechtfertigten Steuervorteilen f\u00fchrt.<\/li><\/ul><\/li><li><strong>Relevanz der Methode f\u00fcr den Steuerpflichtigen:<\/strong> Das Gericht stellte klar, dass nicht die Sicht der Finanzverwaltung, sondern die konkrete Ausgestaltung beim Steuerpflichtigen ma\u00dfgeblich ist. F\u00fcr den Kl\u00e4ger fehlte es an einem Mehraufwand bei der Ermittlung der Einkaufspreise, was die Food-and-Paper-Methode zur praktikablen Option machte.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Das Urteil des Finanzgerichts Baden-W\u00fcrttemberg bietet wichtige Orientierung f\u00fcr Unternehmen im Gastronomiebereich, insbesondere f\u00fcr diejenigen, die Pauschalangebote wie Spar-Men\u00fcs anbieten. Es unterstreicht die Zul\u00e4ssigkeit der Food-and-Paper-Methode zur Aufteilung des Gesamtpreises in steuerbare Entgeltbestandteile, sofern diese Methode maschinell und ohne ungerechtfertigte Vorteile erfolgt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Finanzgericht Baden-W\u00fcrttemberg hat in seinem Urteil vom 9. November 2022 (12 K 3098\/19) entschieden, dass die Aufteilung des Pauschalentgelts f\u00fcr sogenannte Spar-Men\u00fcs in zwei Entgeltbestandteile nach der sogenannten \u201eFood-and-Paper\u201c-Methode erfolgen kann. 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