{"id":74668,"date":"2024-06-11T12:15:10","date_gmt":"2024-06-11T10:15:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=74668"},"modified":"2024-06-11T12:15:10","modified_gmt":"2024-06-11T10:15:10","slug":"pfaendungsfreigrenzen-was-arbeitgeber-ueber-lohnpfaendungen-wissen-muessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/pfaendungsfreigrenzen-was-arbeitgeber-ueber-lohnpfaendungen-wissen-muessen\/","title":{"rendered":"Pf\u00e4ndungsfreigrenzen: Was Arbeitgeber \u00fcber Lohnpf\u00e4ndungen wissen m\u00fcssen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Arbeitgeber m\u00fcssen Sie bei einer Lohnpf\u00e4ndung das zu pf\u00e4ndende Einkommen Ihrer Besch\u00e4ftigten berechnen. Hierbei spielt die sogenannte Pf\u00e4ndungsfreigrenze eine entscheidende Rolle, die j\u00e4hrlich zum 1. Juli angepasst wird. Im Folgenden erhalten Sie einen \u00dcberblick \u00fcber die aktuellen Pf\u00e4ndungsfreigrenzen und was Sie als Arbeitgeber beachten m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Aktuelle Pf\u00e4ndungsfreigrenzen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Pf\u00e4ndungsfreigrenzen f\u00fcr das Jahr 2024 sind wie folgt festgelegt:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>01.07.2023 &#8211; 30.06.2024:<\/strong> 1.402,28 EUR<\/li><li><strong>01.07.2024 &#8211; 30.06.2025:<\/strong> 1.491,75 EUR<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Betr\u00e4ge beziehen sich auf das Nettoeinkommen der betroffenen Person. Wenn Unterhaltspflichten bestehen, erh\u00f6ht sich der Pf\u00e4ndungsfreibetrag je nach Anzahl der unterhaltsberechtigten Personen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Pf\u00e4ndungstabellen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die detaillierten Pf\u00e4ndungstabellen, die alle pf\u00e4ndbaren Betr\u00e4ge je nach Anzahl der unterhaltspflichtigen Personen und dem Nettolohn auflisten, sind im Bundesgesetzblatt ver\u00f6ffentlicht und auch auf der Webseite gesetze-im-internet.de verf\u00fcgbar.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Bedeutung der Pf\u00e4ndungsfreigrenze<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Pf\u00e4ndungsfreigrenze stellt sicher, dass verschuldete Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer trotz einer Gehaltspf\u00e4ndung noch ihre laufenden Kosten wie Miete, Essen und Strom bezahlen k\u00f6nnen. Der monatliche unpf\u00e4ndbare Grundbetrag sorgt daf\u00fcr, dass die Existenz der Betroffenen gesichert bleibt. Mit weiteren unterhaltsberechtigten Personen im Haushalt erh\u00f6ht sich dieser Betrag entsprechend.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Was ist zu tun bei einer Lohnpf\u00e4ndung?<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn Sie als Arbeitgeber einen Pf\u00e4ndungs- und \u00dcberweisungsbeschluss erhalten, sind Sie verpflichtet, innerhalb von zwei Wochen der Gl\u00e4ubigerin bzw. dem Gl\u00e4ubiger mitzuteilen, inwieweit Sie die Pf\u00e4ndung anerkennen und ob bereits andere Gl\u00e4ubiger den Lohn gepf\u00e4ndet haben. Reagieren Sie nicht, k\u00f6nnen Sie verklagt werden und machen sich schadensersatzpflichtig, wenn Sie den vollen Lohn weiterhin an die Arbeitnehmerin bzw. den Arbeitnehmer auszahlen. Die Kosten f\u00fcr die Bearbeitung der Lohnpf\u00e4ndung tragen Sie selbst.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Sonderregelungen und Schutzregelungen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einige Einkommensbestandteile sind der Pf\u00e4ndung nicht oder nur bedingt unterworfen. Dazu z\u00e4hlen z. B. Aufwandsentsch\u00e4digungen, Gefahrenzulagen, Erziehungsgelder sowie verschiedene Formen von Renten und Unterst\u00fctzungsleistungen (\u00a7\u00a7 850a, 850b ZPO).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Fall der Vollstreckung von Unterhaltsanspr\u00fcchen gelten ebenfalls Sonderregelungen. Hier sind die ver\u00f6ffentlichten Pf\u00e4ndungsfreigrenzen nicht anwendbar, und der Schuldnerin bzw. dem Schuldner verbleibt unter Umst\u00e4nden ein deutlich niedrigerer Betrag (\u00a7 850d ZPO).<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Fehler in der Pf\u00e4ndungstabelle 2024<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gab einen Fehler in der urspr\u00fcnglich ver\u00f6ffentlichten Pf\u00e4ndungstabelle im Bundesgesetzblatt vom 16. Mai 2024. Dieser Fehler wurde inzwischen korrigiert. Die korrekten Werte k\u00f6nnen Sie der aktuellen Fassung des Bundesgesetzblattes entnehmen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Fazit<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die j\u00e4hrliche Anpassung der Pf\u00e4ndungsfreigrenzen ist wichtig, um sicherzustellen, dass die Existenz der verschuldeten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gesichert bleibt. Als Arbeitgeber m\u00fcssen Sie diese Freigrenzen bei der Berechnung des pf\u00e4ndbaren Einkommens ber\u00fccksichtigen und sich an die rechtlichen Vorgaben halten. Bleiben Sie \u00fcber die aktuellen Regelungen informiert, um rechtssicher zu handeln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr detaillierte Informationen und die aktuellen Pf\u00e4ndungstabellen besuchen Sie bitte der <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/Steuerrechner\/Pfaendungsrechner.html\">Webseite<\/a> oder konsultieren Sie das Bundesgesetzblatt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Arbeitgeber m\u00fcssen Sie bei einer Lohnpf\u00e4ndung das zu pf\u00e4ndende Einkommen Ihrer Besch\u00e4ftigten berechnen. Hierbei spielt die sogenannte Pf\u00e4ndungsfreigrenze eine entscheidende Rolle, die j\u00e4hrlich zum 1. Juli angepasst wird. Im Folgenden erhalten Sie einen \u00dcberblick \u00fcber die aktuellen Pf\u00e4ndungsfreigrenzen und was Sie als Arbeitgeber beachten m\u00fcssen. 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