{"id":74969,"date":"2024-07-19T11:26:47","date_gmt":"2024-07-19T09:26:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=74969"},"modified":"2024-07-19T11:26:47","modified_gmt":"2024-07-19T09:26:47","slug":"zusammenfassung-der-stellungnahme-der-wpk-zum-referentenentwurf-des-zweiten-jahressteuergesetzes-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/zusammenfassung-der-stellungnahme-der-wpk-zum-referentenentwurf-des-zweiten-jahressteuergesetzes-2024\/","title":{"rendered":"Zusammenfassung der Stellungnahme der WPK zum Referentenentwurf des Zweiten Jahressteuergesetzes 2024"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Kernpunkte:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat einen Referentenentwurf f\u00fcr ein Zweites Jahressteuergesetz 2024 vorgelegt, der die Wiedereinf\u00fchrung einer Anzeigepflicht f\u00fcr bestimmte innerstaatliche Steuergestaltungen beinhaltet.<\/li><li>Die Wirtschaftspr\u00fcferkammer (WPK) hat den Entwurf in ihrer Stellungnahme vom 17. Juli 2024 scharf kritisiert.<\/li><li>Die WPK lehnt die Anzeigepflicht f\u00fcr innerstaatliche Steuergestaltungen erneut kategorisch ab. Sie argumentiert, dass es bei solchen Gestaltungen keine Gefahr der Ausnutzung von Unterschieden in nationalen Steuersystemen gebe, wie dies bei grenz\u00fcberschreitenden Steuergestaltungen der Fall sei.<\/li><li>Dar\u00fcber hinaus fordert die WPK, dass der Gesetzgeber die Erfahrungen mit den Anzeigepflichten f\u00fcr grenz\u00fcberschreitende Gestaltungen evaluieren sollte, bevor er neue Anzeigepflichten einf\u00fchrt. Eine solche Evaluierung findet derzeit auf EU-Ebene statt und sollte abgewartet werden.<\/li><li>Die WPK schl\u00e4gt vor, dass das BMF vor Inkrafttreten des Gesetzes ein Schreiben ver\u00f6ffentlicht, in dem es bestimmte Steuergestaltungen als bekannt und somit nicht anzeigepflichtig einstuft.<\/li><li>Des Weiteren sollten Konzerngesellschaften, die Klein- und Kleinstkapitalgesellschaften sind, von der Anzeigepflicht ausgenommen werden.<\/li><li>Die WPK fordert au\u00dferdem eine Konkretisierung der Kriterien nach \u00a7 138l Abs. 3 Satz 1 Nr. 3 lit. a, c, f AO\u2011E.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zus\u00e4tzliche Informationen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Die Anzeigepflicht w\u00fcrde sich an den Regelungen f\u00fcr grenz\u00fcberschreitende Steuergestaltungen (\u00a7\u00a7 138d bis 138h AO) orientieren.<\/li><li>Die WPK bef\u00fcrchtet, dass die Anzeigepflicht f\u00fcr Steuerpflichtige zu hoch w\u00e4re und keine effektive Ma\u00dfnahme zur Bek\u00e4mpfung von Steuervermeidung darstellt.<\/li><li>Die WPK schl\u00e4gt vor, dass das BMF sich auf andere Ma\u00dfnahmen zur Bek\u00e4mpfung von Steuervermeidung konzentrieren sollte, wie z. B. die St\u00e4rkung der Risikobewertung und der Durchsetzung.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ich hoffe, diese Zusammenfassung ist hilfreich. Bitte lassen Sie mich wissen, wenn Sie weitere Fragen haben.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kernpunkte: Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat einen Referentenentwurf f\u00fcr ein Zweites Jahressteuergesetz 2024 vorgelegt, der die Wiedereinf\u00fchrung einer Anzeigepflicht f\u00fcr bestimmte innerstaatliche Steuergestaltungen beinhaltet. Die Wirtschaftspr\u00fcferkammer (WPK) hat den Entwurf in ihrer Stellungnahme vom 17. Juli 2024 scharf kritisiert. Die WPK lehnt die Anzeigepflicht f\u00fcr innerstaatliche Steuergestaltungen erneut kategorisch ab. 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