{"id":74982,"date":"2024-07-21T08:25:31","date_gmt":"2024-07-21T06:25:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=74982"},"modified":"2024-07-21T08:25:31","modified_gmt":"2024-07-21T06:25:31","slug":"zusammenfassung-der-pressemitteilung-der-hans-boeckler-stiftung-staat-hat-kalte-progression-zwischen-2021-und-2024-fuer-die-meisten-arbeitnehmerinnen-haushalte-ausgeglichen-kaufkraft-bei-vielen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/zusammenfassung-der-pressemitteilung-der-hans-boeckler-stiftung-staat-hat-kalte-progression-zwischen-2021-und-2024-fuer-die-meisten-arbeitnehmerinnen-haushalte-ausgeglichen-kaufkraft-bei-vielen\/","title":{"rendered":"<strong>Zusammenfassung der Pressemitteilung der Hans-B\u00f6ckler-Stiftung: &#8222;Staat hat kalte Progression zwischen 2021 und 2024 f\u00fcr die meisten Arbeitnehmer*innen-Haushalte ausgeglichen &#8211; Kaufkraft bei vielen Haushalten wieder auf Niveau von 2021&#8220;<\/strong>"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die wichtigsten Punkte:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>Kalte Progression weitgehend ausgeglichen:<\/strong> Die Bundesregierung hat die kalte Progression f\u00fcr die meisten Arbeitnehmer*innen-Haushalte durch Steuer- und Abgabenanpassungen ausgeglichen oder sogar \u00fcberkompensiert.<\/li><li><strong>Kaufkraftentwicklung gemischt:<\/strong> Trotz des ausgeglichenen Steuersystems ist die Kaufkraft vieler Haushalte aufgrund der hohen Inflation nicht auf das Niveau von 2021 zur\u00fcckgekehrt.<\/li><li><strong>Verlierer:<\/strong> Familien mit mittlerem Einkommen, insbesondere Alleinerziehende und Paarfamilien mit Kindern, haben durch die unterproportionale Erh\u00f6hung des Kindergeldes und die gestiegenen Sozialabgaben Kaufkraftverluste hinnehmen m\u00fcssen.<\/li><li><strong>Gewinner:<\/strong> Singles mit hohen Einkommen und Personen im Niedriglohnbereich haben teils deutlich von den Entlastungen profitiert.<\/li><li><strong>Inflationsausgleichspr\u00e4mie:<\/strong> Die einmalige Inflationsausgleichspr\u00e4mie hat f\u00fcr viele Arbeitnehmer*innen im mittleren Einkommensbereich zu einem tempor\u00e4ren Kaufkraftzuwachs gef\u00fchrt.<\/li><li><strong>Tarifabschl\u00fcsse:<\/strong> Tarifliche Lohnsteigerungen spielen eine wichtige Rolle, um die Kaufkraftverluste der letzten Jahre auszugleichen.<\/li><li><strong>Langfristige Perspektive:<\/strong> Ab 2025, wenn die Inflationsausgleichspr\u00e4mie wegf\u00e4llt, sind weitere Ma\u00dfnahmen zur St\u00e4rkung der Kaufkraft, insbesondere f\u00fcr Familien mit mittlerem Einkommen, notwendig.<\/li><li><strong>Erh\u00f6hte Kindergeldleistungen:<\/strong> Die Forscher der Hans-B\u00f6ckler-Stiftung empfehlen eine st\u00e4rkere Erh\u00f6hung des Kindergeldes, um Familien mit Kindern gezielter zu entlasten.<\/li><li><strong>Vermeidung weiterer Steuerentlastungen f\u00fcr Spitzenverdiener:<\/strong> Weitere \u00c4nderungen des Einkommensteuertarifs zugunsten von Spitzenverdienern, wie vom Bundesfinanzministerium vorgeschlagen, werden von den Forschern als wenig zielgenau und nicht zielf\u00fchrend kritisiert.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Studie im Detail:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Studie des IMK der Hans-B\u00f6ckler-Stiftung untersucht die Entwicklung der &#8222;kalten Progression&#8220;, der Steuer- und Abgabenbelastung sowie der Kaufkraft von Arbeitnehmer*innen-Haushalten in Deutschland zwischen 2021 und 2024. Die Ergebnisse zeigen, dass die kalte Progression f\u00fcr die meisten Haushalte ausgeglichen wurde, die Kaufkraftentwicklung jedoch aufgrund der hohen Inflation gemischt ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Methodische Einschr\u00e4nkungen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Studie basiert auf der repr\u00e4sentativen Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) und kann daher keine differenzierten Aussagen zu Besch\u00e4ftigten aus einzelnen Branchen treffen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Fazit:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Bundesregierung hat die <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/kalte-progression.html\">kalte Progression<\/a> f\u00fcr die meisten Arbeitnehmer*innen-Haushalte ausgeglichen. Die Kaufkraftentwicklung ist jedoch weiterhin durch die hohe Inflation belastet. Um die Kaufkraft aller Haushalte zu st\u00e4rken, sind weitere Ma\u00dfnahmen, insbesondere eine st\u00e4rkere Erh\u00f6hung des Kindergeldes, notwendig.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die wichtigsten Punkte: Kalte Progression weitgehend ausgeglichen: Die Bundesregierung hat die kalte Progression f\u00fcr die meisten Arbeitnehmer*innen-Haushalte durch Steuer- und Abgabenanpassungen ausgeglichen oder sogar \u00fcberkompensiert. Kaufkraftentwicklung gemischt: Trotz des ausgeglichenen Steuersystems ist die Kaufkraft vieler Haushalte aufgrund der hohen Inflation nicht auf das Niveau von 2021 zur\u00fcckgekehrt. 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