{"id":75375,"date":"2024-09-11T15:58:14","date_gmt":"2024-09-11T13:58:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=75375"},"modified":"2024-09-11T15:58:14","modified_gmt":"2024-09-11T13:58:14","slug":"eugh-hebt-das-urteil-des-eug-betreffend-die-steuervorbescheide-die-irland-apple-erteilt-hat-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/eugh-hebt-das-urteil-des-eug-betreffend-die-steuervorbescheide-die-irland-apple-erteilt-hat-auf\/","title":{"rendered":"<strong>EuGH hebt das Urteil des EuG betreffend die Steuervorbescheide, die Irland Apple erteilt hat, auf<\/strong>"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>EuGH, Pressemitteilung vom 10.09.2024 zum Urteil C-465\/20 P vom 10.09.2024<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einer bedeutenden rechtlichen Wendung hat der Europ\u00e4ische Gerichtshof (EuGH) das Urteil des Gerichts der Europ\u00e4ischen Union (EuG) aufgehoben, das sich mit den Steuervorbescheiden befasste, die Irland dem Technologieriesen Apple gew\u00e4hrt hatte. Der EuGH hat den Rechtsstreit endg\u00fcltig entschieden und best\u00e4tigte den Beschluss der Europ\u00e4ischen Kommission von 2016, wonach Irland Apple rechtswidrige Beihilfen gew\u00e4hrt hatte, die nun zur\u00fcckgefordert werden m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Europ\u00e4ische Kommission hatte 2016 festgestellt, dass Irland zwischen 1991 und 2014 dem Apple-Konzern Steuerverg\u00fcnstigungen einger\u00e4umt hatte, die als staatliche Beihilfe zu klassifizieren sind. Diese Entscheidung wurde daraufhin vom EuG im Jahr 2020 f\u00fcr nichtig erkl\u00e4rt, da die Kommission nicht hinreichend bewiesen hatte, dass diesen Gesellschaften ein selektiver Vorteil verschafft worden sei.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der EuGH hob dieses Urteil jedoch aufgrund einer Berufung der Kommission auf und stellte fest, dass das EuG f\u00e4lschlicherweise angenommen hatte, die Kommission habe nicht nachgewiesen, dass die Gewinne, die Apple au\u00dferhalb der USA erwirtschaftet hatte, den irischen Zweigniederlassungen steuerlich zugeordnet werden mussten. Der Gerichtshof betonte, dass die Entscheidungen des EuG auf unzutreffenden Annahmen beruhten und entschied, dass die von Apple erzielten Gewinne, die durch die Verwaltung von geistigem Eigentum entstanden sind, steuerlich den irischen Niederlassungen zuzuordnen seien.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieses Urteil bekr\u00e4ftigt die Auffassung der Europ\u00e4ischen Kommission, dass Irland Apple rechtswidrige Steuervorteile in H\u00f6he von 13 Milliarden Euro gew\u00e4hrt habe, und ordnet deren R\u00fcckforderung an. Der Fall markiert einen entscheidenden Moment in der Debatte \u00fcber Steuerverg\u00fcnstigungen f\u00fcr multinationale Unternehmen in der EU.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Quelle: Europ\u00e4ischer Gerichtshof<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>EuGH, Pressemitteilung vom 10.09.2024 zum Urteil C-465\/20 P vom 10.09.2024 In einer bedeutenden rechtlichen Wendung hat der Europ\u00e4ische Gerichtshof (EuGH) das Urteil des Gerichts der Europ\u00e4ischen Union (EuG) aufgehoben, das sich mit den Steuervorbescheiden befasste, die Irland dem Technologieriesen Apple gew\u00e4hrt hatte. 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