{"id":75666,"date":"2024-10-11T10:49:00","date_gmt":"2024-10-11T08:49:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=75666"},"modified":"2024-10-11T10:49:00","modified_gmt":"2024-10-11T08:49:00","slug":"bfh-bemessungsgrundlage-der-grunderwerbsteuer-bei-verlaengerung-eines-erbbaurechts-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/bfh-bemessungsgrundlage-der-grunderwerbsteuer-bei-verlaengerung-eines-erbbaurechts-2\/","title":{"rendered":"<strong>BFH: Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer bei Verl\u00e4ngerung eines Erbbaurechts<\/strong>"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>BFH, Urteil II R 36\/23 vom 10.07.2024<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In einer teilweise parallelen Entscheidung zu dem Urteil II R 3\/22 hat der Bundesfinanzhof (BFH) am 10. Juli 2024 (Az. II R 36\/23) ebenfalls klargestellt, dass bei der Verl\u00e4ngerung eines Erbbaurechts die Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer der kapitalisierte Erbbauzins f\u00fcr den Verl\u00e4ngerungszeitraum ist. Eine Abzinsung des Kapitalwerts auf den Zeitpunkt der Vereinbarung \u00fcber die Verl\u00e4ngerung ist auch in diesem Fall nicht vorzunehmen.<\/p>\n\n\n\n<h3>Sachverhalt<\/h3>\n\n\n\n<p>Wie im Urteil II R 3\/22, wurde ein Erbbaurecht vor Ablauf der urspr\u00fcnglichen Laufzeit verl\u00e4ngert, und die Vertragsparteien einigten sich auf die Zahlung eines Erbbauzinses f\u00fcr den Verl\u00e4ngerungszeitraum. Das Finanzamt setzte die Grunderwerbsteuer auf Grundlage des kapitalisierten Erbbauzinses fest, ohne eine Abzinsung des Kapitalwerts auf den Zeitpunkt der Verl\u00e4ngerungsvereinbarung vorzunehmen.<\/p>\n\n\n\n<h3>Entscheidung des BFH<\/h3>\n\n\n\n<p>Der BFH best\u00e4tigte in diesem Urteil ebenfalls, dass der kapitalisierte Erbbauzins f\u00fcr den Verl\u00e4ngerungszeitraum die korrekte Bemessungsgrundlage f\u00fcr die Grunderwerbsteuer ist. Eine Abzinsung auf den Zeitpunkt der Vereinbarung \u00fcber die Verl\u00e4ngerung ist nicht erforderlich. Dies begr\u00fcndete das Gericht damit, dass die Verl\u00e4ngerung eines Erbbaurechts steuerlich wie der Erwerb eines neuen Rechts f\u00fcr den Verl\u00e4ngerungszeitraum zu behandeln ist.<\/p>\n\n\n\n<h3>Bedeutung f\u00fcr die Praxis<\/h3>\n\n\n\n<p>Auch dieses Urteil hat Auswirkungen auf die steuerliche Behandlung von Erbbaurechten bei Verl\u00e4ngerungen. Steuerpflichtige m\u00fcssen bei der Verl\u00e4ngerung eines Erbbaurechts damit rechnen, dass die Grunderwerbsteuer auf Basis des kapitalisierten Erbbauzinses f\u00fcr den Verl\u00e4ngerungszeitraum berechnet wird, ohne eine Abzinsung auf den Zeitpunkt der Verl\u00e4ngerungsvereinbarung.<\/p>\n\n\n\n<h3>Fazit<\/h3>\n\n\n\n<p>Der BFH hat mit diesem Urteil erneut best\u00e4tigt, dass bei der Verl\u00e4ngerung eines Erbbaurechts der kapitalisierte Erbbauzins die Bemessungsgrundlage f\u00fcr die Grunderwerbsteuer darstellt und keine Abzinsung vorzunehmen ist. Dies ist f\u00fcr die Vertragsgestaltung und steuerliche Planung von Erbbaurechtsvertr\u00e4gen relevant.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Quelle:<\/strong> Bundesfinanzhof, Urteil II R 36\/23 vom 10.07.2024.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BFH, Urteil II R 36\/23 vom 10.07.2024 In einer teilweise parallelen Entscheidung zu dem Urteil II R 3\/22 hat der Bundesfinanzhof (BFH) am 10. Juli 2024 (Az. 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