{"id":75705,"date":"2024-10-17T11:08:47","date_gmt":"2024-10-17T09:08:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=75705"},"modified":"2024-10-17T11:08:47","modified_gmt":"2024-10-17T09:08:47","slug":"hoehere-steuerfreibetraege-fuer-2024-beschlossen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/hoehere-steuerfreibetraege-fuer-2024-beschlossen\/","title":{"rendered":"<strong>H\u00f6here Steuerfreibetr\u00e4ge f\u00fcr 2024 beschlossen<\/strong>"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Mittwoch hat der Finanzausschuss des Deutschen Bundestags den Gesetzentwurf zur Erh\u00f6hung der steuerlichen Freibetr\u00e4ge (20\/12783) gebilligt, der r\u00fcckwirkend f\u00fcr das Jahr 2024 gelten soll. Der Grundfreibetrag in der Einkommensteuer wird um 180 Euro auf 11.784 Euro erh\u00f6ht, w\u00e4hrend der steuerliche Kinderfreibetrag um 228 Euro auf 6.612 Euro ansteigt. Die endg\u00fcltige Verabschiedung im Plenum ist f\u00fcr Freitag vorgesehen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Hintergrund der Erh\u00f6hung<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Erh\u00f6hung der Freibetr\u00e4ge beruht auf einem verfassungsrechtlichen Gebot, wie es in der kurzen Debatte im Finanzausschuss von der SPD-Fraktion betont wurde. Die CDU\/CSU-Fraktion stimmte diesem Argument zu, kritisierte jedoch die sp\u00e4te Umsetzung der Erh\u00f6hung, da dies f\u00fcr Unternehmen eine zus\u00e4tzliche b\u00fcrokratische Belastung darstelle. Im Gegensatz dazu lobte die Fraktion von B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen die rechtzeitige Verabschiedung des Gesetzentwurfs.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kritik und Vorschl\u00e4ge zur Steuerpolitik<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die FDP-Fraktion unterstrich, dass unter ihrer Regierungsbeteiligung weiterhin die Tarifeckwerte in der Einkommensteuer verschoben werden, um die Steuerlast in Grenzen zu halten. Ein entsprechender Entwurf des Steuerfortentwicklungsgesetzes (20\/12778) mit Regelungen zur Anpassung dieser Werte stand allerdings am Mittwoch nicht auf der Tagesordnung des Ausschusses.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die AfD-Fraktion pl\u00e4dierte f\u00fcr eine Dynamisierung der Freibetr\u00e4ge in Form eines \u201eSteuertarifs auf R\u00e4dern\u201c, um die sogenannte Kalte Progression auszugleichen. Diese Steuerlast entsteht, wenn Lohnerh\u00f6hungen durch die Inflation zwar zu einem h\u00f6heren Nominaleinkommen f\u00fchren, aber durch die progressiven Steuers\u00e4tze faktisch eine h\u00f6here Steuerlast zur Folge haben, ohne dass der Lebensstandard steigt. Die Fraktion Die Linke hingegen kritisierte, dass das Existenzminimum zu niedrig angesetzt sei.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Abstimmungsergebnisse<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr den Gesetzentwurf zur Erh\u00f6hung der steuerlichen Freibetr\u00e4ge stimmten die Fraktionen von SPD, CDU\/CSU, B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen, FDP sowie die Gruppe Die Linke. Die AfD-Fraktion enthielt sich.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Fazit<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Erh\u00f6hung der steuerlichen Freibetr\u00e4ge f\u00fcr 2024 bringt eine Entlastung f\u00fcr Steuerzahler und Familien. W\u00e4hrend die Ma\u00dfnahmen als notwendige Anpassung an verfassungsrechtliche Vorgaben bewertet werden, bleibt die Diskussion \u00fcber die generelle Steuerpolitik und die Kalte Progression weiterhin ein umstrittenes Thema. Der Bundestag wird am Freitag endg\u00fcltig \u00fcber den Gesetzentwurf entscheiden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Quellen:<\/strong><br \/>Deutscher Bundestag, hib-Nr. 705\/2024<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Mittwoch hat der Finanzausschuss des Deutschen Bundestags den Gesetzentwurf zur Erh\u00f6hung der steuerlichen Freibetr\u00e4ge (20\/12783) gebilligt, der r\u00fcckwirkend f\u00fcr das Jahr 2024 gelten soll. Der Grundfreibetrag in der Einkommensteuer wird um 180 Euro auf 11.784 Euro erh\u00f6ht, w\u00e4hrend der steuerliche Kinderfreibetrag um 228 Euro auf 6.612 Euro ansteigt. 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