{"id":75824,"date":"2024-11-08T17:11:10","date_gmt":"2024-11-08T15:11:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=75824"},"modified":"2024-11-08T17:11:10","modified_gmt":"2024-11-08T15:11:10","slug":"wpk-stellungnahme-zum-regierungsentwurf-des-jahressteuergesetzes-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wpk-stellungnahme-zum-regierungsentwurf-des-jahressteuergesetzes-2024\/","title":{"rendered":"<strong>WPK-Stellungnahme zum Regierungsentwurf des Jahressteuergesetzes 2024<\/strong>"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Wirtschaftspr\u00fcferkammer (WPK) hat am 4. November 2024 eine Stellungnahme zum Regierungsentwurf des Jahressteuergesetzes 2024 in der Fassung der Beschlussempfehlung des Finanzausschusses des Bundestages abgegeben. Der Bundestag hat das Gesetz bereits am 18. Oktober 2024 verabschiedet; die Zustimmung des Bundesrates steht jedoch noch aus.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kernpunkte der Stellungnahme:<\/h3>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li><strong>Kritik an der geplanten Einschr\u00e4nkung der Kommunikation \u00fcber spezielle elektronische Postf\u00e4cher<\/strong><br \/>Der Referentenentwurf des Jahressteuergesetzes 2024 sah urspr\u00fcnglich vor, dass die Nutzung besonderer elektronischer Anwalts-, Notar- oder Steuerberaterpostf\u00e4cher f\u00fcr die Kommunikation mit Finanzbeh\u00f6rden nur erlaubt sein soll, wenn es gesetzlich ausdr\u00fccklich zugelassen ist (\u00a7 87a Abs. 1 Satz 2 AO-E). Diese Regelung wurde im Regierungsentwurf zun\u00e4chst gestrichen, in der Beschlussempfehlung des Finanzausschusses jedoch wieder aufgenommen. Die WPK und andere Fachverb\u00e4nde sehen hierin eine unn\u00f6tige Belastung f\u00fcr Steuerberater und Rechtsanw\u00e4lte.<\/li><li><strong>Notwendigkeit des Ausbaus bestehender digitaler Systeme<\/strong><br \/>Die WPK betont, dass die Digitalisierung der Verwaltung dringend vorangetrieben werden muss, um B\u00fcrokratie abzubauen. Dazu sollten etablierte Systeme zur Kommunikation mit den Finanzbeh\u00f6rden, wie z. B. ELSTER und ERiC, weiterentwickelt und verbessert werden, anstatt alternative Kommunikationssysteme einzuf\u00fchren. Dies w\u00fcrde den b\u00fcrokratischen Aufwand erh\u00f6hen und nicht den gew\u00fcnschten Nutzen bringen.<\/li><li><strong>Technische Einschr\u00e4nkungen der bestehenden Systeme<\/strong><br \/>Nach Ansicht der WPK ist die Kommunikation \u00fcber ELSTER und ERiC technisch unzureichend, da beispielsweise Anh\u00e4nge nur in begrenzter Gr\u00f6\u00dfe m\u00f6glich sind und die Kommunikation h\u00e4ufig auf spezifische Bescheide beschr\u00e4nkt ist. Eine Erleichterung f\u00fcr Steuerberater und Rechtsanw\u00e4lte, insbesondere durch die Nutzung ihrer speziellen elektronischen Postf\u00e4cher, w\u00e4re sinnvoll und sollte gesetzlich erm\u00f6glicht werden.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die WPK fordert, dass der Gesetzgeber diese Anregungen im weiteren Gesetzgebungsverfahren ber\u00fccksichtigt, da die vorgeschlagene Regelung erhebliche Auswirkungen auf die berufliche Praxis ihrer Mitglieder haben w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Quelle: Wirtschaftspr\u00fcferkammer (WPK)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Wirtschaftspr\u00fcferkammer (WPK) hat am 4. November 2024 eine Stellungnahme zum Regierungsentwurf des Jahressteuergesetzes 2024 in der Fassung der Beschlussempfehlung des Finanzausschusses des Bundestages abgegeben. Der Bundestag hat das Gesetz bereits am 18. Oktober 2024 verabschiedet; die Zustimmung des Bundesrates steht jedoch noch aus. 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