{"id":75967,"date":"2024-11-25T13:22:27","date_gmt":"2024-11-25T11:22:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=75967"},"modified":"2024-11-25T13:22:27","modified_gmt":"2024-11-25T11:22:27","slug":"siebte-verordnung-zur-aenderung-der-mitteilungsverordnung-wichtige-neuerungen-ab-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/siebte-verordnung-zur-aenderung-der-mitteilungsverordnung-wichtige-neuerungen-ab-2025\/","title":{"rendered":"<strong>Siebte Verordnung zur \u00c4nderung der Mitteilungsverordnung: Wichtige Neuerungen ab 2025<\/strong>"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 22. November 2024 hat der Bundesrat der <strong>Siebten Verordnung zur \u00c4nderung der Mitteilungsverordnung (MV)<\/strong> zugestimmt. Mit dieser Anpassung werden wesentliche \u00c4nderungen eingef\u00fchrt, die sowohl Beh\u00f6rden als auch Unternehmen betreffen. Hier die wichtigsten Neuerungen im \u00dcberblick:<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Anhebung der Bagatellgrenze<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bislang mussten \u00f6ffentliche Stellen s\u00e4mtliche Zahlungen an die Finanzbeh\u00f6rden melden, sofern sie im Kalenderjahr einen Betrag von 1.500 Euro \u00fcberschritten. Diese Grenze wird <strong>ab dem 01.01.2025 auf 3.000 Euro angehoben<\/strong>, um der Inflation Rechnung zu tragen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was bedeutet das konkret?<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Zahlungen unter 3.000 Euro pro Jahr an denselben Empf\u00e4nger m\u00fcssen k\u00fcnftig nicht mehr gemeldet werden.<\/li><li>Zahlungen, die nach <strong>\u00a7 2 Absatz 1 oder 2 MV<\/strong> nicht mitzuteilen sind (z. B. Zahlungen auf Gesch\u00e4ftskonten oder im Steuerabzugsverfahren erfasst), bleiben bei der Pr\u00fcfung der Bagatellgrenze unber\u00fccksichtigt.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wer ist betroffen?<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die \u00c4nderungen gelten f\u00fcr:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Beh\u00f6rden und andere \u00f6ffentliche Stellen (au\u00dfer \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten).<\/li><li>Empf\u00e4nger von Zahlungen, die im Rahmen land- und forstwirtschaftlicher, gewerblicher oder freiberuflicher T\u00e4tigkeiten erfolgen.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Mitteilungen \u00fcber Ordnungsgelder<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Bundesamt f\u00fcr Justiz ist verpflichtet, den Finanzbeh\u00f6rden Mitteilungen \u00fcber festgesetzte Ordnungsgelder nach <strong>\u00a7 335 HGB<\/strong> zu machen, sofern die Betr\u00e4ge <strong>mindestens 5.000 Euro<\/strong> betragen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ziel der \u00c4nderung:<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Ordnungsgelder sollen k\u00fcnftig <strong>automationsgest\u00fctzt<\/strong> dem jeweiligen Unternehmen zugeordnet werden k\u00f6nnen, um unzul\u00e4ssige Betriebsausgabenabz\u00fcge aufzudecken.<\/li><li>Daf\u00fcr m\u00fcssen die Mitteilungen zus\u00e4tzliche Unternehmensdaten enthalten, um eine eindeutige Identifizierung zu erm\u00f6glichen.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wichtige Neuerung:<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>Abweichend vom bisherigen Recht<\/strong> m\u00fcssen k\u00fcnftig stets die Unternehmensdaten \u00fcbermittelt werden, auch wenn das Ordnungsgeld gegen eine handelnde Person (z. B. Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer) festgesetzt wurde.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Automationsgest\u00fctzte Datenverarbeitung<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die \u00dcbermittlung aller Mitteilungen erfolgt k\u00fcnftig <strong>\u00fcber die amtlich bestimmte Schnittstelle<\/strong> nach <strong>\u00a7 93c AO<\/strong>. Dies erleichtert die Bearbeitung und Verarbeitung durch die Finanzbeh\u00f6rden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Fazit<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Siebte Verordnung zur \u00c4nderung der Mitteilungsverordnung bringt sp\u00fcrbare Entlastungen f\u00fcr kleinere Zahlungsempf\u00e4nger, die von der angehobenen Bagatellgrenze profitieren. Gleichzeitig versch\u00e4rft sie die Meldepflichten bei Ordnungsgeldern, um Missbrauch zu verhindern und eine automatisierte Zuordnung zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unternehmen und \u00f6ffentliche Stellen sollten sich rechtzeitig auf die \u00c4nderungen einstellen und ihre internen Prozesse anpassen, um ab dem 01.01.2025 den neuen Vorgaben zu entsprechen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr weitere Informationen finden Sie die vollst\u00e4ndige Verordnung unter <strong>Drs. 468\/24<\/strong>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 22. November 2024 hat der Bundesrat der Siebten Verordnung zur \u00c4nderung der Mitteilungsverordnung (MV) zugestimmt. Mit dieser Anpassung werden wesentliche \u00c4nderungen eingef\u00fchrt, die sowohl Beh\u00f6rden als auch Unternehmen betreffen. 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