{"id":76019,"date":"2024-11-30T13:19:01","date_gmt":"2024-11-30T11:19:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=76019"},"modified":"2024-11-30T13:19:01","modified_gmt":"2024-11-30T11:19:01","slug":"aussergewoehnliche-belastungen-nachweisfuehrung-bei-krankheitskosten-e-rezept","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/aussergewoehnliche-belastungen-nachweisfuehrung-bei-krankheitskosten-e-rezept\/","title":{"rendered":"Au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastungen: Nachweisf\u00fchrung bei Krankheitskosten (E-Rezept)"},"content":{"rendered":"\n<h4>\u00dcberblick: BMF-Schreiben vom 26.11.2024 (IV C 3 &#8211; S 2284\/20\/10002 :005)<\/h4>\n\n\n\n<p>Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat in einem aktuellen Schreiben die Nachweisf\u00fchrung f\u00fcr au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastungen bei Krankheitskosten konkretisiert. Besonders im Fokus steht der Nachweis der Zwangsl\u00e4ufigkeit bei der Verwendung von E-Rezepten ab dem Veranlagungszeitraum 2024.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h4>Kernaussagen des Schreibens:<\/h4>\n\n\n\n<ol><li><strong>Nachweis der Zwangsl\u00e4ufigkeit bei E-Rezepten<\/strong><br \/>Die Zwangsl\u00e4ufigkeit von Krankheitskosten nach \u00a7 64 Abs. 1 Nr. 1 der Einkommensteuer-Durchf\u00fchrungsverordnung (EStDV) kann bei Verwendung eines E-Rezepts wie folgt nachgewiesen werden:<ul><li><strong>Kassenbeleg der Apotheke<\/strong>,<\/li><li><strong>Rechnung der Online-Apotheke<\/strong>, oder<\/li><li>Bei Privatversicherten: <strong>Kostenbeleg der Apotheke<\/strong>.<\/li><\/ul><\/li><li><strong>Erforderliche Angaben auf dem Beleg<\/strong><br \/>Der Kassenbeleg oder die Rechnung muss folgende Informationen enthalten:<ul><li><strong>Name der steuerpflichtigen Person<\/strong> (optional f\u00fcr 2024),<\/li><li>Art der Leistung (z. B. Name des Arzneimittels),<\/li><li>Betrag bzw. Zuzahlungsbetrag,<\/li><li>Art des Rezepts (z. B. Kassenrezept, Privatrezept).<\/li><\/ul><\/li><li><strong>\u00dcbergangsregelung f\u00fcr 2024<\/strong><br \/>F\u00fcr den Veranlagungszeitraum 2024 wird es nicht beanstandet, wenn der Name der steuerpflichtigen Person auf dem Beleg fehlt. Dies bietet eine \u00dcbergangsphase f\u00fcr Steuerpflichtige, Apotheken und Softwareanbieter, um sich auf die neuen Anforderungen einzustellen.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h4>Bedeutung f\u00fcr Steuerpflichtige<\/h4>\n\n\n\n<p>Das Schreiben bringt insbesondere f\u00fcr Steuerpflichtige mit Krankheitskosten mehr Klarheit bei der Nachweisf\u00fchrung im Rahmen der Steuererkl\u00e4rung. Die explizite Anerkennung von E-Rezepten und die \u00dcbergangsregelung schaffen Rechtssicherheit und vereinfachen die steuerliche Ber\u00fccksichtigung au\u00dfergew\u00f6hnlicher Belastungen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h4>Handlungsempfehlungen:<\/h4>\n\n\n\n<ol><li><strong>Belege sorgf\u00e4ltig aufbewahren<\/strong><br \/>Sammeln Sie alle Kassenbelege und Rechnungen von Apotheken und pr\u00fcfen Sie, ob die geforderten Angaben enthalten sind. Insbesondere bei Online-Apotheken sollten Sie darauf achten, dass die notwendigen Informationen vollst\u00e4ndig sind.<\/li><li><strong>Privatversicherte: Kostenbelege nutzen<\/strong><br \/>Privatversicherte k\u00f6nnen alternativ den Kostenbeleg der Apotheke verwenden. Pr\u00fcfen Sie, ob dieser die Anforderungen des BMF-Schreibens erf\u00fcllt.<\/li><li><strong>\u00dcbergangsregelung nutzen<\/strong><br \/>F\u00fcr 2024 ist der Name der steuerpflichtigen Person auf dem Beleg noch nicht verpflichtend. Nutzen Sie diese Erleichterung, falls \u00e4ltere Kassensysteme oder Belegarten diese Angabe nicht enthalten.<\/li><li><strong>Steuerberater hinzuziehen<\/strong><br \/>Bei Unsicherheiten oder einer umfangreichen Krankheitskostenabrechnung empfiehlt es sich, einen Steuerberater hinzuzuziehen, um eine optimale steuerliche Ber\u00fccksichtigung sicherzustellen.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h4>Fazit<\/h4>\n\n\n\n<p>Das BMF-Schreiben erleichtert die Nachweisf\u00fchrung bei au\u00dfergew\u00f6hnlichen Belastungen und schafft Rechtssicherheit bei der Nutzung von E-Rezepten. Durch die klaren Vorgaben wird der Umgang mit Krankheitskosten in der Steuererkl\u00e4rung ab 2024 einfacher und transparenter.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr weiterf\u00fchrende Fragen oder Unterst\u00fctzung bei der steuerlichen Geltendmachung von Krankheitskosten stehen wir Ihnen gerne zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p><strong>Quelle:<\/strong> Bundesministerium der Finanzen, Schreiben vom 26.11.2024 (IV C 3 &#8211; S 2284\/20\/10002 :005).<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcberblick: BMF-Schreiben vom 26.11.2024 (IV C 3 &#8211; S 2284\/20\/10002 :005) Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat in einem aktuellen Schreiben die Nachweisf\u00fchrung f\u00fcr au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastungen bei Krankheitskosten konkretisiert. Besonders im Fokus steht der Nachweis der Zwangsl\u00e4ufigkeit bei der Verwendung von E-Rezepten ab dem Veranlagungszeitraum 2024. 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