{"id":76136,"date":"2024-12-11T12:21:52","date_gmt":"2024-12-11T10:21:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=76136"},"modified":"2024-12-11T12:21:52","modified_gmt":"2024-12-11T10:21:52","slug":"vorsteuerabzug-bei-kreditinstituten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/vorsteuerabzug-bei-kreditinstituten\/","title":{"rendered":"<strong>Vorsteuerabzug bei Kreditinstituten<\/strong>"},"content":{"rendered":"\n<p>Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat mit dem Schreiben III C 2 &#8211; S 7306\/19\/10003 :004 vom 09.12.2024 neue Regelungen zur Zuordnung von Eingangs- zu Ausgangsums\u00e4tzen sowie zur Vorsteueraufteilung nach \u00a7 15 Abs. 4 UStG f\u00fcr Kreditinstitute ver\u00f6ffentlicht. Diese umfassenden Leitlinien zielen darauf ab, die Vorgehensweise bei der Ermittlung abziehbarer Vorsteuerbetr\u00e4ge zu konkretisieren und zu standardisieren. Nachfolgend ein \u00dcberblick \u00fcber die zentralen Punkte:<\/p>\n\n\n\n<h3><strong>I. Grundlagen zur Ermittlung der abziehbaren Vorsteuerbetr\u00e4ge<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<ol><li><strong>Allgemeine Grunds\u00e4tze<\/strong><br \/>Das BMF stellt klar, dass die Vorsteuer nur insoweit abgezogen werden kann, wie die Eingangsleistungen f\u00fcr unternehmerische Zwecke verwendet werden. Dies setzt eine genaue Zuordnung zu steuerpflichtigen Ausgangsums\u00e4tzen voraus.<\/li><li><strong>Grundlagen der Vorsteueraufteilung<\/strong><br \/>Kreditinstitute, die sowohl steuerpflichtige als auch steuerfreie Ums\u00e4tze ausf\u00fchren, m\u00fcssen die Vorsteuer nach einem sachgerechten Ma\u00dfstab aufteilen.<\/li><li><strong>Aufzeichnungspflichten<\/strong><br \/>Eine pr\u00e4zise und nachvollziehbare Dokumentation ist unabdingbar, um den Vorsteuerabzug zu sichern und bei einer Pr\u00fcfung bestehen zu k\u00f6nnen.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<h3><strong>II. Aufteilung der Vorsteuerbetr\u00e4ge bei Kreditinstituten<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<ol><li><strong>Abgrenzung zwischen unternehmerischem und nichtunternehmerischem Bereich<\/strong><br \/>Das BMF beschreibt detailliert, wie Eingangsleistungen den unterschiedlichen Bereichen zugeordnet werden k\u00f6nnen.<\/li><li><strong>Zuordnung der unternehmerisch bezogenen Eingangsleistungen zu den Ausgangsums\u00e4tzen<\/strong><ul><li><strong>2.1. Segmentierung<\/strong><br \/>Die Segmentierung nach Gesch\u00e4ftsfeldern oder Produktgruppen wird als eine m\u00f6gliche Methode zur Zuordnung beschrieben.<\/li><li><strong>2.2. Andere Zuordnungsm\u00f6glichkeiten<\/strong><br \/>Neben der Segmentierung sind alternative Zuordnungsmethoden zul\u00e4ssig, sofern diese sachgerecht und nachvollziehbar sind.<\/li><\/ul><\/li><li><strong>Aufteilungsma\u00dfst\u00e4be bei Kreditinstituten<\/strong><ul><li><strong>3.1. Allgemeines<\/strong><br \/>Die Wahl eines sachgerechten Ma\u00dfstabs ist entscheidend. Dies kann beispielsweise der Umsatzschl\u00fcssel oder ein anderer spezifischer Verteilungsma\u00dfstab sein.<\/li><li><strong>3.2. Vorsteueraufteilung bei Segmentierung<\/strong><br \/>Bei der Segmentierung ist sicherzustellen, dass die Aufteilung f\u00fcr jedes Segment getrennt und konsistent erfolgt.<\/li><li><strong>3.3. Vorsteueraufteilung in anderen F\u00e4llen<\/strong><br \/>Hierbei werden weitere Methoden beschrieben, die insbesondere bei komplexeren Gesch\u00e4ftsmodellen angewandt werden k\u00f6nnen.<\/li><\/ul><\/li><\/ol>\n\n\n\n<h3><strong>III. Grenz\u00fcberschreitende Unternehmensstrukturen in der Kreditwirtschaft<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<ol><li><strong>Inl\u00e4ndische unselbst\u00e4ndige Betriebsst\u00e4tten ausl\u00e4ndischer Kreditinstitute<\/strong><br \/>Das BMF definiert die Anforderungen an die Zuordnung der Vorsteuer in diesen speziellen F\u00e4llen.<\/li><li><strong>Ausl\u00e4ndische unselbst\u00e4ndige Betriebsst\u00e4tten inl\u00e4ndischer Kreditinstitute<\/strong><br \/>Auch hier werden klare Leitlinien zur Vorsteueraufteilung und den Dokumentationspflichten gegeben.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<h3><strong>Anwendungsregelung<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die Grunds\u00e4tze dieses Schreibens sind in allen offenen F\u00e4llen anzuwenden. Bis zum 31. Dezember 2025 wird jedoch nicht beanstandet, wenn ein Unternehmer sich auf die Grunds\u00e4tze des BMF-Schreibens vom 12. April 2005 beruft, sofern dessen Voraussetzungen vorliegen und keine widersprechenden neueren Regelungen gelten.<\/p>\n\n\n\n<h3><strong>Schlussbestimmung<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Das Schreiben wird im Bundessteuerblatt Teil I ver\u00f6ffentlicht und steht in vollem Umfang auf der Website des BMF zur Verf\u00fcgung. Unternehmen in der Kreditwirtschaft sollten die neuen Leitlinien pr\u00fcfen und umsetzen, um potenzielle Risiken bei der Vorsteueraufteilung zu minimieren. Eine fundierte steuerliche Beratung kann hierbei wertvolle Unterst\u00fctzung leisten.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-file\"><object class=\"wp-block-file__embed\" data=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/2024-12-09-vorsteuerabzug-Kreditinstitute.pdf\" type=\"application\/pdf\" style=\"width:100%;height:600px\" aria-label=\"Einbettung von 2024-12-09-vorsteuerabzug-Kreditinstitute.\"><\/object><a id=\"wp-block-file--media-805a32a1-796a-4d90-a9cf-c0d62809faf2\" href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/2024-12-09-vorsteuerabzug-Kreditinstitute.pdf\">2024-12-09-vorsteuerabzug-Kreditinstitute<\/a><a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/2024-12-09-vorsteuerabzug-Kreditinstitute.pdf\" class=\"wp-block-file__button\" download aria-describedby=\"wp-block-file--media-805a32a1-796a-4d90-a9cf-c0d62809faf2\">Herunterladen<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat mit dem Schreiben III C 2 &#8211; S 7306\/19\/10003 :004 vom 09.12.2024 neue Regelungen zur Zuordnung von Eingangs- zu Ausgangsums\u00e4tzen sowie zur Vorsteueraufteilung nach \u00a7 15 Abs. 4 UStG f\u00fcr Kreditinstitute ver\u00f6ffentlicht. 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