{"id":77271,"date":"2025-05-15T17:10:21","date_gmt":"2025-05-15T15:10:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=77271"},"modified":"2025-05-15T17:10:21","modified_gmt":"2025-05-15T15:10:21","slug":"entgeltfortzahlung-bei-erneuter-arbeitsunfaehigkeit-was-arbeitgeber-wissen-muessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/entgeltfortzahlung-bei-erneuter-arbeitsunfaehigkeit-was-arbeitgeber-wissen-muessen\/","title":{"rendered":"Entgeltfortzahlung bei erneuter Arbeitsunf\u00e4higkeit: Was Arbeitgeber wissen m\u00fcssen"},"content":{"rendered":"\n<p>Wenn Mitarbeitende krank sind, m\u00fcssen Arbeitgeber in der Regel bis zu sechs Wochen das Gehalt weiterzahlen. Doch was passiert, wenn nach der ersten Krankheit eine weitere Arbeitsunf\u00e4higkeit gemeldet wird? Hier erkl\u00e4ren wir die wichtigsten Regeln.<\/p>\n\n\n\n<h2>Grundsatz: Sechs Wochen Entgeltfortzahlung<\/h2>\n\n\n\n<p>Arbeitgeber zahlen das Gehalt bei Krankheit bis zu <strong>42 Kalendertagen<\/strong> (sechs Wochen) weiter. Danach \u00fcbernimmt die Krankenkasse mit dem <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/Steuerrechner\/Krankengeld.html\">Krankengeld<\/a>. Durch Arbeits- oder Tarifvertr\u00e4ge kann die Entgeltfortzahlung l\u00e4nger geregelt sein.<\/p>\n\n\n\n<h2>Fall 1: Erneute Arbeitsunf\u00e4higkeit mit gleicher Diagnose<\/h2>\n\n\n\n<p>Wird ein Mitarbeiter <strong>wegen derselben Krankheit<\/strong> erneut arbeitsunf\u00e4hig, gilt:<\/p>\n\n\n\n<ul><li class=\"\"><strong>Keine neue Sechs-Wochen-Frist<\/strong> \u2013 die Fehlzeiten werden zusammengerechnet.<\/li><li class=\"\"><strong>Ausnahme<\/strong>: Ein neuer Anspruch entsteht, wenn<br \/>\u2794 zwischen den beiden Erkrankungen mindestens <strong>sechs Monate<\/strong> Arbeitsf\u00e4higkeit lagen<br \/><strong>oder<\/strong><br \/>\u2794 seit Beginn der ersten Erkrankung <strong>zw\u00f6lf Monate<\/strong> vergangen sind.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h2>Fall 2: Unterschiedliche Erkrankungen folgen aufeinander<\/h2>\n\n\n\n<p>Tritt <strong>eine neue Krankheit<\/strong> auf, gelten besondere Regeln:<\/p>\n\n\n\n<ul><li class=\"\"><strong>Wenn<\/strong> der Mitarbeiter <strong>zwischendurch arbeitsf\u00e4hig<\/strong> war (auch nur kurz), beginnt f\u00fcr die neue Erkrankung eine <strong>neue Sechs-Wochen-Frist<\/strong>.<\/li><li class=\"\"><strong>Wenn nicht<\/strong> (d. h., die zweite Krankheit tritt w\u00e4hrend der ersten Krankschreibung ein), darf der Arbeitgeber <strong>zusammenrechnen<\/strong> \u2013 die Entgeltfortzahlung endet dann <strong>nach 42 Tagen<\/strong> insgesamt.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>\u25b6\ufe0e Wichtiger Hinweis: Das hat auch das <strong>Bundesarbeitsgericht<\/strong> 2019 best\u00e4tigt (BAG-Urteil vom 11.12.2019, 5 AZR 505\/18).<\/p>\n\n\n\n<h2>Achtung: Keine telefonische Auskunft der Krankenkasse!<\/h2>\n\n\n\n<p>Arbeitgeber d\u00fcrfen nicht einfach bei der Krankenkasse anrufen, um zu kl\u00e4ren, ob eine Vorerkrankung anrechenbar ist.<br \/><strong>Richtig<\/strong> ist die Abfrage \u00fcber den <strong>Daten\u00fcbermittlungsweg DTA EEL<\/strong> (Abgabegrund 41) \u2013 entweder \u00fcber das Lohnabrechnungsprogramm oder das SV-Meldeportal.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Tipp:<\/strong><br \/>Kl\u00e4ren Sie fr\u00fchzeitig, ob es sich um eine Fortsetzungserkrankung oder um eine neue Erkrankung handelt, um unn\u00f6tige Kosten oder Fehler bei der Entgeltabrechnung zu vermeiden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn Mitarbeitende krank sind, m\u00fcssen Arbeitgeber in der Regel bis zu sechs Wochen das Gehalt weiterzahlen. 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