{"id":77972,"date":"2025-08-14T10:35:25","date_gmt":"2025-08-14T08:35:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=77972"},"modified":"2025-08-14T10:35:25","modified_gmt":"2025-08-14T08:35:25","slug":"neuer-bmf-entwurf-zur-e-rechnung-dstv-fordert-praxisnahe-klarstellungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/neuer-bmf-entwurf-zur-e-rechnung-dstv-fordert-praxisnahe-klarstellungen\/","title":{"rendered":"Neuer BMF-Entwurf zur E-Rechnung \u2013 DStV fordert praxisnahe Klarstellungen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Mitteilung des DStV vom 12.08.2025<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Knapp ein Jahr nach Ver\u00f6ffentlichung des ersten Entwurfs hat das Bundesministerium der Finanzen (BMF) einen \u00fcberarbeiteten <strong>Entwurf zur Einf\u00fchrung der E-Rechnung<\/strong> vorgelegt. Neben zus\u00e4tzlichen Hinweisen enth\u00e4lt der Entwurf Anpassungen des Umsatzsteuer-Anwendungserlasses (UStAE). Ziel ist es, offene Praxisfragen zu kl\u00e4ren \u2013 doch nach Ansicht des Deutschen Steuerberaterverbands e.V. (DStV) bleiben wichtige Punkte weiterhin unklar.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3>Zentrale Kritikpunkte des DStV<\/h3>\n\n\n\n<h4>1. Unklare Fehlerbehandlung<\/h4>\n\n\n\n<p>Der Entwurf enth\u00e4lt neue Vorgaben zum Umgang mit <strong>Format- und inhaltlichen Fehlern<\/strong> in E-Rechnungen. Auch wird die <strong>Validierung<\/strong> st\u00e4rker betont.<br \/>Allerdings bleiben wesentliche Fragen offen:<\/p>\n\n\n\n<ul><li><strong>Abgrenzung technischer und inhaltlicher Fehler<\/strong> unklar<\/li><li><strong>Rechtsfolgen<\/strong> bei Fehlern nicht eindeutig geregelt<\/li><li>Keine Angaben, <strong>wie<\/strong> die Finanzverwaltung die Einhaltung pr\u00fcfen will<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Forderung des DStV:<\/strong> Klare und praxistaugliche Regeln sowie Sanktionsfreiheit bei rein technischen Fehlern.<\/p>\n\n\n\n<h4>2. Abweichung von bestehenden Prozessen<\/h4>\n\n\n\n<p>Entgegen fr\u00fcheren Zusagen (\u201ealles, was mit der Papierrechnung geht, geht auch mit der E-Rechnung\u201c) sieht der Entwurf \u00c4nderungen vor, die <strong>mehr B\u00fcrokratie<\/strong> bedeuten:<\/p>\n\n\n\n<ul><li>Bei <strong>Baurechnungen<\/strong> sollen \u00c4nderungen im Leistungsumfang k\u00fcnftig <strong>eine neue Rechnung<\/strong> erfordern (Ausnahme: reine Betrags\u00e4nderung).<\/li><li><strong>Verweise auf andere Unterlagen<\/strong> sollen entfallen; stattdessen m\u00fcssen s\u00e4mtliche relevanten Inhalte im strukturierten Teil der E-Rechnung eingebettet werden.<br \/>\u27a1\ufe0f Folge: <strong>Erh\u00f6htes Datenvolumen<\/strong> und zus\u00e4tzlicher Aufwand.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Forderung des DStV:<\/strong> Orientierung an den bisherigen Abl\u00e4ufen und Vermeidung unn\u00f6tiger B\u00fcrokratie.<\/p>\n\n\n\n<h4>3. Positiv: Erleichterung f\u00fcr Kleinunternehmer<\/h4>\n\n\n\n<p>Das BMF hat die Kritik des DStV zur bisherigen Verwaltungsauffassung aufgegriffen:<br \/>Kleinunternehmer d\u00fcrfen k\u00fcnftig ihre Rechnungen an inl\u00e4ndische Unternehmer <strong>ohne Zustimmung<\/strong> des Empf\u00e4ngers als E-Rechnung ausstellen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3>Blick in die Zukunft: Meldesystem ab 2030<\/h3>\n\n\n\n<p>Parallel arbeitet das BMF bereits an einem <strong>Meldesystem f\u00fcr Umsatzdaten<\/strong>. Der DStV setzt sich daf\u00fcr ein:<\/p>\n\n\n\n<ul><li>Steuerberater aktiv in den Datenaustausch einzubinden<\/li><li>Umsatzsteuer-Voranmeldungen beizubehalten<\/li><li>Die Qualit\u00e4t und bew\u00e4hrte Prozesse im Interesse kleiner und mittlerer Unternehmen zu sichern<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Der Verband lehnt Forderungen ab, die Erkl\u00e4rungspflichten allein auf Basis von Rechnungsdaten zu gestalten \u2013 dies w\u00fcrde die <strong>Berechnung der Steuerschuld erheblich verkomplizieren<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>\ud83d\udca1 <strong>Praxis-Hinweis:<\/strong><br \/>Unternehmen sollten sich fr\u00fchzeitig mit den geplanten \u00c4nderungen befassen und pr\u00fcfen, ob bestehende ERP- und Rechnungsprozesse die neuen Anforderungen abbilden k\u00f6nnen. Gerade in Branchen mit komplexen Leistungs\u00e4nderungen, wie dem Baugewerbe, ist mit Anpassungsbedarf zu rechnen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>\ud83d\udccc <strong>Quelle:<\/strong> Deutscher Steuerberaterverband e.V. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mitteilung des DStV vom 12.08.2025 Knapp ein Jahr nach Ver\u00f6ffentlichung des ersten Entwurfs hat das Bundesministerium der Finanzen (BMF) einen \u00fcberarbeiteten Entwurf zur Einf\u00fchrung der E-Rechnung vorgelegt. Neben zus\u00e4tzlichen Hinweisen enth\u00e4lt der Entwurf Anpassungen des Umsatzsteuer-Anwendungserlasses (UStAE). Ziel ist es, offene Praxisfragen zu kl\u00e4ren \u2013 doch nach Ansicht des Deutschen Steuerberaterverbands e.V. 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