{"id":78505,"date":"2025-10-17T12:05:38","date_gmt":"2025-10-17T10:05:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=78505"},"modified":"2025-10-17T12:05:38","modified_gmt":"2025-10-17T10:05:38","slug":"bundesrat-warnt-vor-erheblichen-steuerausfaellen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/bundesrat-warnt-vor-erheblichen-steuerausfaellen\/","title":{"rendered":"Bundesrat warnt vor erheblichen Steuerausf\u00e4llen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Mitteilung des Bundesrats vom 17. Oktober 2025<\/strong><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3>Steuer\u00e4nderungsgesetz 2025: L\u00e4nder und Kommunen schlagen Alarm<\/h3>\n\n\n\n<p>Mit einer ausf\u00fchrlichen Stellungnahme hat sich der <strong>Bundesrat<\/strong> zum geplanten <strong>Steuer\u00e4nderungsgesetz 2025<\/strong> positioniert.<br \/>Das umfangreiche Gesetzespaket der Bundesregierung sieht zahlreiche steuerliche Entlastungen f\u00fcr B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger vor \u2013 darunter insbesondere die <strong>dauerhafte Senkung der Umsatzsteuer in der Gastronomie<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Die L\u00e4nderkammer warnt jedoch eindringlich vor den finanziellen Folgen f\u00fcr L\u00e4nder und Gemeinden.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3>L\u00e4nder bef\u00fcrchten Mindereinnahmen von \u00fcber 12 Milliarden Euro<\/h3>\n\n\n\n<p>Nach Berechnungen des Bundesrats w\u00fcrde das Entlastungspaket zu erheblichen Steuerausf\u00e4llen f\u00fchren:<\/p>\n\n\n\n<ul><li><strong>L\u00e4nder:<\/strong> rund <strong>11,2 Milliarden Euro<\/strong> weniger Einnahmen<\/li><li><strong>Gemeinden:<\/strong> etwa <strong>1,4 Milliarden Euro<\/strong> weniger Einnahmen<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Da Bund, L\u00e4nder und Gemeinden sich die Steuereinnahmen teilen, m\u00fcssten letztere <strong>die H\u00e4lfte der Mindereinnahmen<\/strong> tragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Bundesrat erinnert daran, dass L\u00e4nder und Kommunen bereits durch steigende Ausgaben in Bereichen wie <strong>Bildung, Betreuung, Gesundheit, Digitalisierung, Integration, Klimaschutz und innere Sicherheit<\/strong> stark belastet sind. Das Einnahmenwachstum halte mit dem Ausgabenanstieg nicht Schritt \u2013 die geplanten Entlastungen w\u00fcrden die Finanzlage weiter versch\u00e4rfen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3>Forderung nach Kompensation durch den Bund<\/h3>\n\n\n\n<p>Die L\u00e4nder fordern daher, dass der Bund <strong>dauerhafte und umfassende Ausgleichsma\u00dfnahmen<\/strong> bereitstellt. Nur so k\u00f6nne die <strong>Handlungsf\u00e4higkeit der L\u00e4nder- und Gemeindehaushalte<\/strong> gew\u00e4hrleistet bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Ohne Kompensation drohe eine weitere Einschr\u00e4nkung \u00f6ffentlicher Leistungen auf kommunaler Ebene.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3>Digitale Zahlungspflicht in der Gastronomie gefordert<\/h3>\n\n\n\n<p>Ein weiterer Vorschlag des Bundesrats betrifft die Gastronomie:<br \/>Restaurants und Caf\u00e9s sollen k\u00fcnftig <strong>verpflichtend eine g\u00e4ngige digitale Zahlungsm\u00f6glichkeit<\/strong> (z. B. EC- oder Kreditkarte) anbieten m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies k\u00f6nne, so die Argumentation, <strong>zur Steuerehrlichkeit beitragen<\/strong> und dabei helfen, Umsatzsteuerausf\u00e4lle zu reduzieren.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3>Bundesregierung plant dauerhafte Senkung der \u201eGastrosteuer\u201c<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Bundesregierung plant, den Umsatzsteuersatz f\u00fcr <strong>Speisen in der Gastronomie<\/strong> ab dem <strong>1. Januar 2026 dauerhaft von 19 % auf 7 %<\/strong> zu senken.<br \/>Davon ausgenommen bleiben <strong>Getr\u00e4nke<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Von der Reduzierung sollen auch profitieren:<\/p>\n\n\n\n<ul><li><strong>B\u00e4ckereien und Metzgereien<\/strong>,<\/li><li>der <strong>Lebensmitteleinzelhandel<\/strong>,<\/li><li><strong>Catering-Unternehmen<\/strong> sowie<\/li><li>Anbieter im Bereich der <strong>Kita-, Schul- und Krankenhausverpflegung<\/strong>.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Laut Bundesregierung f\u00fchrt die Ma\u00dfnahme zu einer <strong>j\u00e4hrlichen Entlastung von rund 3,6 Mrd. Euro<\/strong> f\u00fcr Betriebe und Verbraucher.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3>Weitere Entlastungsma\u00dfnahmen: Entfernungspauschale &amp; Mobilit\u00e4tspr\u00e4mie<\/h3>\n\n\n\n<p>Ebenfalls zum <strong>1. Januar 2026<\/strong> sollen folgende \u00c4nderungen in Kraft treten:<\/p>\n\n\n\n<ul><li><strong>Erh\u00f6hung der Entfernungspauschale<\/strong> auf <strong>38 Cent pro Kilometer<\/strong> ab dem <strong>ersten Kilometer<\/strong> (bisher ab dem 21. Kilometer) \u2192 gesch\u00e4tzte Entlastung: <strong>1,1 Mrd. Euro<\/strong><\/li><li><strong>Dauerhafte Verl\u00e4ngerung der Mobilit\u00e4tspr\u00e4mie<\/strong> f\u00fcr Geringverdiener<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Damit will die Bundesregierung Pendlerinnen und Pendler gezielt entlasten und die Mobilit\u00e4t im l\u00e4ndlichen Raum f\u00f6rdern.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3>St\u00e4rkung des Ehrenamts: Erweiterte Haftungsprivilegien<\/h3>\n\n\n\n<p>Dar\u00fcber hinaus enth\u00e4lt der Gesetzentwurf Verbesserungen im <strong>Vereinsrecht<\/strong>.<br \/>Ehrenamtlich T\u00e4tige sollen k\u00fcnftig <strong>besser haftungsrechtlich abgesichert<\/strong> werden. Ziel ist es, mehr Menschen zu motivieren, sich in Vereinen zu engagieren, und die <strong>gesellschaftliche Anerkennung<\/strong> des Ehrenamts weiter zu st\u00e4rken.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3>N\u00e4chste Schritte im Gesetzgebungsverfahren<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Stellungnahme des Bundesrats wurde an die Bundesregierung weitergeleitet.<br \/>Als n\u00e4chstes befasst sich der <strong>Bundestag<\/strong> mit dem Gesetzentwurf. Nach der parlamentarischen Beratung wird das Gesetz erneut dem Bundesrat vorgelegt, der abschlie\u00dfend \u00fcber seine Zustimmung entscheidet.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3>Fazit<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Entwurf des Steuer\u00e4nderungsgesetzes 2025 zeigt:<br \/>Die Bundesregierung will B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger sowie Unternehmen steuerlich entlasten \u2013 doch die <strong>finanzielle Lastverteilung zwischen Bund, L\u00e4ndern und Gemeinden<\/strong> bleibt umstritten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Diskussion um <strong>Kompensation, Digitalisierung in der Gastronomie und steuerliche Gerechtigkeit<\/strong> d\u00fcrfte die politische Agenda in den kommenden Monaten pr\u00e4gen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Quelle:<\/strong> Bundesrat <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mitteilung des Bundesrats vom 17. 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