{"id":78567,"date":"2025-10-26T18:08:42","date_gmt":"2025-10-26T16:08:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=78567"},"modified":"2025-10-26T18:08:42","modified_gmt":"2025-10-26T16:08:42","slug":"uebergangsfrist-bis-ende-2027-fuer-bildungsleistungen-bmf-reagiert-auf-kritik-des-dstv","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/uebergangsfrist-bis-ende-2027-fuer-bildungsleistungen-bmf-reagiert-auf-kritik-des-dstv\/","title":{"rendered":"<strong>\u00dcbergangsfrist bis Ende 2027 f\u00fcr Bildungsleistungen: BMF reagiert auf Kritik des DStV<\/strong>"},"content":{"rendered":"\n<p>Das Bundesfinanzministerium hat mit Schreiben vom <strong>24. Oktober 2025<\/strong> (Az. III C 3 \u2013 S 7179\/00054\/001\/094) auf die massiven Unsicherheiten rund um die neue Umsatzsteuerbefreiung f\u00fcr Bildungsleistungen reagiert. Nach intensiver Intervention des <strong>Deutschen Steuerberaterverbands (DStV)<\/strong> gilt nun eine <strong>\u00dcbergangsregelung bis zum 31.12.2027<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h4><strong>Hintergrund<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Mit dem <strong>Jahressteuergesetz 2024<\/strong> wurde \u00a7 4 Nr. 21 UStG neu gefasst, um die Umsatzsteuerbefreiung f\u00fcr Bildungsleistungen an EU-Recht anzupassen. Die kurzfristige Gesetzes\u00e4nderung f\u00fchrte jedoch zu erheblicher Unsicherheit bei Bildungstr\u00e4gern, Dozenten und der Steuerpraxis. Auch der erste Entwurf des BMF-Schreibens brachte keine Klarheit \u2013 im Gegenteil, er versch\u00e4rfte die Unsicherheiten.<\/p>\n\n\n\n<h4><strong>\u00dcbergangsregelung<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Laut Randziffer 5 des neuen BMF-Schreibens gilt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p>F\u00fcr Ums\u00e4tze, die <strong>vor dem 01.01.2028<\/strong> ausgef\u00fchrt werden, wird es <strong>nicht beanstandet<\/strong>, wenn Unternehmer ihre Leistungen weiterhin nach den bisherigen UStAE-Regelungen (Stand 31.12.2024) als steuerfrei oder steuerpflichtig behandeln.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Damit bleibt der <strong>Status quo<\/strong> f\u00fcr die Praxis bis Ende 2027 bestehen \u2013 ein gro\u00dfer Erfolg f\u00fcr den DStV und eine dringend ben\u00f6tigte <strong>Atempause f\u00fcr Bildungseinrichtungen und selbstst\u00e4ndige Lehrkr\u00e4fte<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h4><strong>Weiterhin offene Punkte<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Trotzdem bleibt Unsicherheit beim <strong>Bescheinigungsverfahren<\/strong>: Liegt keine Bescheinigung nach \u00a7 4 Nr. 21 Satz 1 Buchst. a Doppelbuchst. bb UStG vor, sollen die Finanzbeh\u00f6rden im Einzelfall selbst pr\u00fcfen, ob eine beg\u00fcnstigte Bildungsleistung vorliegt. Der DStV will diese Regelung noch eingehend analysieren und sich ggf. f\u00fcr weitere Klarstellungen einsetzen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Praxis-Tipp:<\/strong><br \/>Dozenten, Bildungstr\u00e4ger und steuerliche Berater sollten <strong>vorerst keine \u00fcberst\u00fcrzten \u00c4nderungen<\/strong> an der USt-Behandlung von Bildungsleistungen vornehmen. Bis Ende 2027 darf die bisherige Rechtslage weiter angewandt werden \u2013 eine wichtige Entlastung f\u00fcr die Umstellungsphase.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Bundesfinanzministerium hat mit Schreiben vom 24. Oktober 2025 (Az. III C 3 \u2013 S 7179\/00054\/001\/094) auf die massiven Unsicherheiten rund um die neue Umsatzsteuerbefreiung f\u00fcr Bildungsleistungen reagiert. Nach intensiver Intervention des Deutschen Steuerberaterverbands (DStV) gilt nun eine \u00dcbergangsregelung bis zum 31.12.2027. 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