{"id":78570,"date":"2025-10-28T12:05:53","date_gmt":"2025-10-28T10:05:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=78570"},"modified":"2025-10-28T12:05:53","modified_gmt":"2025-10-28T10:05:53","slug":"steuereinnahmen-deutschland-braucht-reformen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/steuereinnahmen-deutschland-braucht-reformen\/","title":{"rendered":"<strong>Steuereinnahmen: Deutschland braucht Reformen<\/strong>"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>DIHK, Mitteilung vom 27.10.2025<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wie eng wirtschaftliches Wachstum und staatliche Einnahmen miteinander verkn\u00fcpft sind, zeigt erneut die aktuelle Steuersch\u00e4tzung des Arbeitskreises Steuersch\u00e4tzungen. Die am 23. Oktober 2025 ver\u00f6ffentlichten Ergebnisse machen deutlich: Zus\u00e4tzliche finanzielle Spielr\u00e4ume sind nicht in Sicht. Im Gegenteil \u2013 bereits f\u00fcr den Bundeshaushalt 2027 wird im Bundesfinanzministerium eine Finanzierungsl\u00fccke von rund <strong>30 Milliarden Euro<\/strong> erwartet.<\/p>\n\n\n\n<h2><strong>Kaum Mehreinnahmen \u2013 trotz leichter Erholung<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Zwar rechnet der Bund im Vergleich zur Steuersch\u00e4tzung vom Mai 2025 mit kleinen Plusbetr\u00e4gen:<\/p>\n\n\n\n<ul><li><strong>2025:<\/strong> knapp <strong>+2 Milliarden Euro<\/strong>,<\/li><li><strong>2026:<\/strong> rund <strong>+5 Milliarden Euro<\/strong>.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Doch ab <strong>2027<\/strong> fallen die Einnahmen wieder niedriger aus. In der Summe bedeutet das: <strong>Bis 2029 gibt es keine zus\u00e4tzlichen Steuereinnahmen<\/strong> gegen\u00fcber der Fr\u00fchjahrsprognose. L\u00e4nder und Kommunen schneiden nur minimal besser ab.<\/p>\n\n\n\n<h2><strong>Konjunktur erholt sich nur langsam<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die Prognose basiert auf der Herbstprojektion der Bundesregierung. F\u00fcr 2026 wird ein Wachstum des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von <strong>1,3 %<\/strong>, f\u00fcr 2027 von <strong>1,4 %<\/strong> erwartet. F\u00fcr das laufende Jahr ergibt sich ein Mini-Plus von <strong>0,2 %<\/strong> \u2013 ein kleiner Lichtblick im Vergleich zum Fr\u00fchjahr.<\/p>\n\n\n\n<p>Da die Erholung vor allem von der <strong>Binnennachfrage<\/strong> getragen wird, steigen insbesondere:<\/p>\n\n\n\n<ul><li><strong>Umsatzsteuer<\/strong>: +3 % gegen\u00fcber 2024<\/li><li><strong>Lohnsteuer<\/strong>: +5 %<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h2><strong>Unternehmensteuern bremsen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die schwache wirtschaftliche Entwicklung schl\u00e4gt jedoch bei den <strong>Unternehmensteuern<\/strong> deutlich durch:<\/p>\n\n\n\n<ul><li><strong>K\u00f6rperschaftsteuer<\/strong>: \u20132 % gegen\u00fcber 2024<\/li><li><strong>Gewerbesteuer<\/strong>: Stagnation<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Positiv ist lediglich die veranlagte Einkommensteuer (insbesondere Selbstst\u00e4ndige &amp; Personengesellschaften): <strong>+6 %<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h2><strong>Investitionen allein bringen keinen Durchbruch<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Mit dem Sonderverm\u00f6gen <strong>\u201eInfrastruktur und Klimaschutz\u201c<\/strong> plant die Bundesregierung Investitionen von <strong>500 Milliarden Euro<\/strong>. Richtig eingesetzt k\u00f6nnen diese Mittel Impulse setzen \u2013 allerdings nur, wenn sie tats\u00e4chlich in Projekte flie\u00dfen, die private Investitionen stimulieren und B\u00fcrokratieabbau unterst\u00fctzen. Ohne diese Wirkung verpufft der Effekt.<\/p>\n\n\n\n<h2><strong>Deutschland braucht mehr Wettbewerbsf\u00e4higkeit<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die Wirtschaft macht klar: <strong>Wohlstand entsteht in Unternehmen.<\/strong><br \/>\u00d6ffentliche Investitionen werden durch Steuern finanziert, die letztlich aus privater Wertsch\u00f6pfung stammen. Daher braucht es dringend stabile und verl\u00e4ssliche Rahmenbedingungen, damit Unternehmen im internationalen Wettbewerb Schritt halten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit verbunden sind zentrale Forderungen:<br \/>\u2705 bessere Standortbedingungen<br \/>\u2705 weniger B\u00fcrokratie<br \/>\u2705 zielgerichtete \u00f6ffentliche Ausgaben<br \/>\u2705 Fokus auf Wachstum und Innovation<\/p>\n\n\n\n<p>Ein eindrucksvoller Zahlenbeleg:<br \/><strong>1 Prozentpunkt zus\u00e4tzliches Wirtschaftswachstum bringt rund 10 Milliarden Euro mehr Steuereinnahmen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3><strong>Fazit<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die Steuersch\u00e4tzung zeigt: Ohne umfassende wirtschaftspolitische Reformen wird es eng f\u00fcr die \u00f6ffentlichen Haushalte. Investitionen sind wichtig \u2013 aber sie m\u00fcssen Wachstum erzeugen. Deshalb ben\u00f6tigen Unternehmen moderne Infrastruktur, Planungssicherheit und wettbewerbsf\u00e4hige steuerliche Rahmenbedingungen. Nur mit st\u00e4rkerem Wachstum steigen langfristig auch die Steuereinnahmen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Quelle:<\/strong> DIHK<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DIHK, Mitteilung vom 27.10.2025 Wie eng wirtschaftliches Wachstum und staatliche Einnahmen miteinander verkn\u00fcpft sind, zeigt erneut die aktuelle Steuersch\u00e4tzung des Arbeitskreises Steuersch\u00e4tzungen. Die am 23. Oktober 2025 ver\u00f6ffentlichten Ergebnisse machen deutlich: Zus\u00e4tzliche finanzielle Spielr\u00e4ume sind nicht in Sicht. 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