{"id":78596,"date":"2025-10-29T19:10:39","date_gmt":"2025-10-29T17:10:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=78596"},"modified":"2025-10-29T19:10:39","modified_gmt":"2025-10-29T17:10:39","slug":"steuereinnahmen-stagnieren-dihk-fordert-reformen-fuer-mehr-wachstum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/steuereinnahmen-stagnieren-dihk-fordert-reformen-fuer-mehr-wachstum\/","title":{"rendered":"<strong>Steuereinnahmen stagnieren \u2013 DIHK fordert Reformen f\u00fcr mehr Wachstum<\/strong>"},"content":{"rendered":"\n<p>Die am 23. Oktober 2025 ver\u00f6ffentlichten Ergebnisse des <strong>Arbeitskreises Steuersch\u00e4tzungen<\/strong> zeigen: Trotz einzelner positiver Signale bleiben die Steuereinnahmen in Deutschland auf absehbare Zeit hinter Erwartungen zur\u00fcck. Die <strong>Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK)<\/strong> warnt deshalb vor ausbleibenden finanziellen Spielr\u00e4umen \u2013 und fordert strukturelle Reformen zur St\u00e4rkung der Wirtschaft.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2>\u2705 Keine zus\u00e4tzlichen Einnahmen bis 2029<\/h2>\n\n\n\n<p>Zwar rechnet der Bund kurzfristig mit leichten Mehreinnahmen:<\/p>\n\n\n\n<ul><li><strong>+ 2 Mrd. \u20ac<\/strong> f\u00fcr 2025<\/li><li><strong>+ 5 Mrd. \u20ac<\/strong> f\u00fcr 2026<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Doch ab 2027 drehen die Zahlen ins Minus. Insgesamt ergeben sich bis 2029 <strong>keine h\u00f6heren Steuereinnahmen<\/strong> gegen\u00fcber der Mai-Prognose. Gleichzeitig droht laut Bundesfinanzministerium bereits <strong>im Bundeshaushalt 2027 ein Loch von 30 Mrd. Euro<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch bei L\u00e4ndern und Kommunen sind die Aussichten nur minimal besser. Zus\u00e4tzlicher finanzieller Spielraum? Praktisch nicht vorhanden.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2>\u2705 Trotz Konjunkturerholung: Unternehmensteuern schw\u00e4cheln<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Sch\u00e4tzung basiert auf einer vorsichtigen wirtschaftlichen Erholung:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><thead><tr><th>Jahr<\/th><th>erwartetes BIP-Wachstum<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>2025<\/td><td>+0,2 %<\/td><\/tr><tr><td>2026<\/td><td>+1,3 %<\/td><\/tr><tr><td>2027<\/td><td>+1,4 %<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>Positive Effekte entstehen vor allem durch die <strong>Binnennachfrage<\/strong>. Deshalb steigen:<\/p>\n\n\n\n<ul><li>Umsatzsteuer (2025: <strong>+3 %<\/strong>)<\/li><li>Lohnsteuer (2025: <strong>+5 %<\/strong>)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Problematisch<\/strong> bleibt jedoch die Lage der Unternehmen:<\/p>\n\n\n\n<ul><li>K\u00f6rperschaftsteuer: <strong>\u22122 %<\/strong> in 2025<\/li><li>Gewerbesteuer: stagniert<\/li><li>einzig die veranlagte Einkommensteuer (Selbstst\u00e4ndige\/Personengesellschaften): <strong>+6 %<\/strong><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Die DIHK folgert: Ohne starke Unternehmen gibt es keine wachsenden Steuereinnahmen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2>\u2705 Investitionen allein reichen nicht<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Bundesregierung will mit dem <strong>Sonderverm\u00f6gen \u201eInfrastruktur und Klimaschutz\u201c<\/strong> rund <strong>500 Milliarden Euro<\/strong> zus\u00e4tzlich investieren. Diese Mittel sollen Digitalisierung, Verkehrswege und Energieinfrastruktur modernisieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Der DIHK betont aber:<br \/>\u2705 nur wenn diese Ma\u00dfnahmen <strong>private Investitionen erleichtern<\/strong>, entsteht nachhaltiges Wachstum.<\/p>\n\n\n\n<p>Andernfalls verpufft ein Gro\u00dfteil des Effekts.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2>\u2705 Kernaussage der Wirtschaft: Deutschland braucht Reformen<\/h2>\n\n\n\n<p>Aus Sicht der Unternehmen gilt:<\/p>\n\n\n\n<ul><li>Staatlicher Wohlstand entsteht <strong>durch wirtschaftliche Wertsch\u00f6pfung<\/strong> in Betrieben<\/li><li>Investitionen des Staates m\u00fcssen <strong>Wettbewerbsf\u00e4higkeit erh\u00f6hen<\/strong><\/li><li>\u00d6ffentliche Ausgaben sollten st\u00e4rker darauf gepr\u00fcft werden, ob sie Wachstum f\u00f6rdern<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Wirtschaftswachstum wirkt direkt auf die Steuereinnahmen:<br \/>\u27a1 <strong>1 Prozentpunkt mehr Wachstum bringt rund 10 Milliarden \u20ac zus\u00e4tzliche Steuereinnahmen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2>\u2705 Fazit<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Prognose zeigt deutlich:<br \/>Ohne mehr wirtschaftliche Dynamik werden Steuereinnahmen stagnieren, Haushaltsl\u00f6cher wachsen und politischer Spielraum sinken.<\/p>\n\n\n\n<p>Der DIHK fordert daher:<br \/>\u2714 Fokus auf Wettbewerbsf\u00e4higkeit<br \/>\u2714 B\u00fcrokratieabbau<br \/>\u2714 Investitionsanreize<br \/>\u2714 steuerliche Rahmenbedingungen, die Innovation und private Investitionen f\u00f6rdern<\/p>\n\n\n\n<p>Nur dann kann die Wirtschaft wachsen \u2013 und der Staat wieder mit steigenden Einnahmen rechnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die am 23. 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