{"id":78816,"date":"2025-12-08T18:21:33","date_gmt":"2025-12-08T16:21:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=78816"},"modified":"2025-12-08T18:21:33","modified_gmt":"2025-12-08T16:21:33","slug":"wohn-riester-bfh-schraenkt-beguenstigte-darlehenstilgung-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wohn-riester-bfh-schraenkt-beguenstigte-darlehenstilgung-ein\/","title":{"rendered":"<strong>Wohn-Riester: BFH schr\u00e4nkt beg\u00fcnstigte Darlehenstilgung ein<\/strong>"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Bundesfinanzhof hat klargestellt, dass beim Wohn-Riester die <strong>Tilgung eines Darlehens des Ehegatten<\/strong> <em>nicht<\/em> als beg\u00fcnstigte wohnungswirtschaftliche Verwendung gilt. Entscheidend ist, <strong>wer das Darlehen aufgenommen hat<\/strong> \u2013 und zwar rechtlich.<\/p>\n\n\n\n<h3>\ud83d\udd0d Kernaussage des BFH<\/h3>\n\n\n\n<ul><li>Beg\u00fcnstigt ist nur die <strong>Tilgung eines eigenen Darlehens des Zulageberechtigten<\/strong>.<\/li><li>Wird dagegen ein Kredit des Ehepartners getilgt, liegt <strong>keine f\u00f6rderf\u00e4hige Verwendung nach \u00a7 92a Abs. 1 S. 1 Nr. 1 EStG<\/strong> vor.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h3>\u2757 Warum diese strenge Auslegung?<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Zweck des Wohn-Riester besteht darin,<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p><em>\u201emietfreies Wohnen im Alter f\u00fcr den Zulageberechtigten zu sichern.\u201c<\/em><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Dieser Zweck wird nur erreicht, wenn <strong>der Gef\u00f6rderte selbst entschuldet wird<\/strong>.<br \/>Die Tilgung eines <em>fremden<\/em> Kredits \u2013 auch des Ehepartners \u2013 entlastet hingegen nicht den Riester-Sparer selbst und f\u00e4llt daher <strong>nicht unter die F\u00f6rderung<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h3>\ud83d\udca1 Was bedeutet das f\u00fcr die Praxis?<\/h3>\n\n\n\n<ul><li>Ehegattenfinanzierungen sollten <strong>fr\u00fchzeitig rechtlich sauber strukturiert werden<\/strong>.<\/li><li>Um die Wohn-Riester-F\u00f6rderung zu nutzen, muss der Zulageberechtigte <strong>selbst Darlehensnehmer<\/strong> sein oder zumindest <strong>Mitdarlehensnehmer<\/strong> (nicht nur Miteigent\u00fcmer!).<\/li><li>Reine \u201eInnenvereinbarungen\u201c zwischen Ehegatten helfen nicht \u2013 ausschlaggebend sind die Kreditvertr\u00e4ge.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h3>\ud83d\udccc Praxistipp<\/h3>\n\n\n\n<p>Wenn Immobilienkredite <strong>nur auf den Ehegatten<\/strong> laufen, sollte vor Einsatz von Riester-Kapital gepr\u00fcft werden:<\/p>\n\n\n\n<ul><li>Umschuldung \/ gemeinsame Schuld\u00fcbernahme<\/li><li>\u00c4nderung der Darlehensvertr\u00e4ge<\/li><li>oder Verzicht auf Riester-Tilgungspl\u00e4ne<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Andernfalls drohen:<\/p>\n\n\n\n<ul><li>R\u00fcckzahlungsverpflichtungen<\/li><li>Verlust der Zulage<\/li><li>Verzinsung \u00fcber das Wohnf\u00f6rderkonto<\/li><\/ul>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>Bei geplantem Einsatz von Wohn-Riester zur Entschuldung sollten Kredit- und Eigentumsverh\u00e4ltnisse also im Vorfeld exakt abgestimmt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Bundesfinanzhof hat klargestellt, dass beim Wohn-Riester die Tilgung eines Darlehens des Ehegatten nicht als beg\u00fcnstigte wohnungswirtschaftliche Verwendung gilt. 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