{"id":78837,"date":"2025-12-10T12:57:39","date_gmt":"2025-12-10T10:57:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=78837"},"modified":"2025-12-10T12:57:39","modified_gmt":"2025-12-10T10:57:39","slug":"update-digitaler-steuerbescheid-ab-2026-was-jetzt-gilt-und-worauf-sie-achten-muessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/update-digitaler-steuerbescheid-ab-2026-was-jetzt-gilt-und-worauf-sie-achten-muessen\/","title":{"rendered":"<strong>Update: Digitaler Steuerbescheid ab 2026 \u2013 was jetzt gilt und worauf Sie achten m\u00fcssen<\/strong>"},"content":{"rendered":"\n<p>Der digitale Steuerbescheid sollte urspr\u00fcnglich bereits ab dem 1. Januar 2026 verpflichtender Regelfall werden. Kurz vor Jahreswechsel wurde jedoch nachjustiert: Der Deutsche Steuerberaterverband (DStV) meldet, dass zentrale Regelungen zur elektronischen Bekanntgabe erneut verschoben bzw. pr\u00e4zisiert wurden.<\/p>\n\n\n\n<h3>1. Digitale Bekanntgabe nicht wie geplant ab 2026 verpflichtend<\/h3>\n\n\n\n<p>Mit dem <em>B\u00fcrokratieentlastungsgesetz IV (BEG IV)<\/em> sollte die elektronische Bekanntgabe ab 2026 zum Standard werden.<br \/>Nach neuer Beschlusslage gilt jedoch:<\/p>\n\n\n\n<ul><li>Die verbindliche Anwendung der neuen Bekanntgaberegelung wird <strong>auf den 01.01.2027 verschoben<\/strong>.<\/li><li>Bis dahin steht es weiterhin im <strong>Ermessen des Finanzamts<\/strong>, ob der Bescheid digital oder postalisch erfolgt.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h3>2. Einwilligung bleibt auch 2026 m\u00f6glich<\/h3>\n\n\n\n<p>Wichtig f\u00fcr Berater und Steuerpflichtige:<\/p>\n\n\n\n<ul><li>Die <strong>Einwilligung in die digitale Bekanntgabe<\/strong> \u00fcber Vollmachtsdatenbank (VDB) oder ELSTER ist auch ab 2026 weiterhin m\u00f6glich.<\/li><li>Das BMF best\u00e4tigte, dass diese Einwilligung von der Finanzverwaltung weiterhin ber\u00fccksichtigt wird.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h3>3. Antrag auf Papierbescheide erst ab 2027 notwendig<\/h3>\n\n\n\n<p>Abweichend von urspr\u00fcnglichen Entw\u00fcrfen:<\/p>\n\n\n\n<ul><li><strong>Erst ab 2027<\/strong> muss aktiv ein Antrag gestellt werden, wenn ein Steuerpflichtiger weiterhin <strong>postalische Bescheide<\/strong> erhalten m\u00f6chte.<\/li><li>Eine elektronische Antragserfassung wird im Laufe des Jahres 2026 bereitgestellt.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h3>4. Was bedeutet das f\u00fcr Berater in der Praxis?<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><thead><tr><th>Jahr<\/th><th>Form der Bekanntgabe<\/th><th>Erforderliches Handeln<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>2026<\/td><td>digital oder postalisch<\/td><td>keine Antragspflicht, Einwilligung weiterhin m\u00f6glich<\/td><\/tr><tr><td>ab 2027<\/td><td>Standard: digital<\/td><td>Antrag n\u00f6tig, wenn Papierform gew\u00fcnscht<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<h3>5. Bewertung und Ausblick<\/h3>\n\n\n\n<p>Der DStV begr\u00fc\u00dft die Klarstellung des BMF ausdr\u00fccklich.<\/p>\n\n\n\n<p>Grund: Es bestand die Sorge, dass Berater ab 2026 keine M\u00f6glichkeit mehr h\u00e4tten, aktiv eine digitale Bescheid\u00fcbermittlung auszul\u00f6sen. Nun steht fest:<br \/>Die Digitalisierung kommt \u2013 aber mit planbarer \u00dcbergangszeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Der digitale Steuerbescheid bleibt damit auch 2026 <strong>Ausbauprojekt, nicht Verpflichtung<\/strong>. Die Finanzverwaltung erh\u00e4lt Zeit f\u00fcr technische Stabilit\u00e4t und fl\u00e4chendeckende Umsetzung.<\/p>\n\n\n\n<h3>Fazit<\/h3>\n\n\n\n<ul><li>Die digitale Bekanntgabe bleibt freiwillig, aber nutzbar.<\/li><li>Der verpflichtende Schritt erfolgt <strong>erst ab 2027<\/strong>.<\/li><li>Die technische Umsetzung (insbesondere Antragsplattform f\u00fcr Papierbescheide) folgt in 2026.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Die Entwicklung ist aus Sicht der Beraterschaft zu begr\u00fc\u00dfen: Sie verhindert Umsetzungsdruck bei laufenden Deklarationsprozessen und schafft Rechtssicherheit, bevor die Pflicht greift.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der digitale Steuerbescheid sollte urspr\u00fcnglich bereits ab dem 1. Januar 2026 verpflichtender Regelfall werden. Kurz vor Jahreswechsel wurde jedoch nachjustiert: Der Deutsche Steuerberaterverband (DStV) meldet, dass zentrale Regelungen zur elektronischen Bekanntgabe erneut verschoben bzw. pr\u00e4zisiert wurden. 1. 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