{"id":79032,"date":"2026-01-15T19:11:43","date_gmt":"2026-01-15T17:11:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=79032"},"modified":"2026-01-15T19:11:43","modified_gmt":"2026-01-15T17:11:43","slug":"dienstwagen-fuer-gesellschafter-geschaeftsfuehrer-worauf-sie-bei-der-privatnutzung-achten-muessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/dienstwagen-fuer-gesellschafter-geschaeftsfuehrer-worauf-sie-bei-der-privatnutzung-achten-muessen\/","title":{"rendered":"Dienstwagen f\u00fcr Gesellschafter-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer: Worauf Sie bei der Privatnutzung achten m\u00fcssen"},"content":{"rendered":"\n<p>Die private Nutzung von Dienstwagen durch Gesellschafter-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer ist ein Dauerbrenner bei Betriebspr\u00fcfungen. Die steuerlichen Konsequenzen unterscheiden sich erheblich, je nachdem ob die Privatnutzung erlaubt oder verboten ist. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie achten m\u00fcssen und wie Sie teure Fehler vermeiden.<\/p>\n\n\n\n<h2>Die zwei Welten der Dienstwagennutzung<\/h2>\n\n\n\n<p>Bei der steuerlichen Behandlung von Dienstwagen f\u00fcr Gesellschafter-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer einer GmbH oder anderen Kapitalgesellschaft ist grundlegend zu unterscheiden:<\/p>\n\n\n\n<h3>Szenario 1: Privatnutzung ist erlaubt<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Die vertragliche Regelung:<\/strong> Der Anstellungsvertrag oder eine Zusatzvereinbarung gestattet dem Gesellschafter-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer ausdr\u00fccklich die private Nutzung des Dienstwagens.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die steuerlichen Folgen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>F\u00fcr die Gesellschaft:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>Alle Pkw-Kosten (einschlie\u00dflich der auf die Privatnutzung entfallenden) sind als Betriebsausgaben abzugsf\u00e4hig<\/li><li>Die Privatnutzung stellt Arbeitslohn dar und muss als solcher behandelt werden<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>F\u00fcr den Gesellschafter-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>Er erzielt Arbeitslohn in H\u00f6he des geldwerten Vorteils<\/li><li>Dieser kann nach der <strong>1-Prozent-Methode<\/strong> oder per <strong>Fahrtenbuch<\/strong> ermittelt werden<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h4>Die 1-Prozent-Methode<\/h4>\n\n\n\n<p><strong>Berechnung:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>1 % des Bruttolistenpreises pro Monat f\u00fcr private Fahrten<\/li><li>Plus 0,03 % des Bruttolistenpreises pro Entfernungskilometer zwischen Wohnung und Arbeitsst\u00e4tte (oder 0,002 % f\u00fcr jeden Arbeitstag bei Fahrten an weniger als 15 Tagen pro Monat)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Beispiel:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>Bruttolistenpreis: 50.000 Euro<\/li><li>Entfernung Wohnung \u2013 Firma: 20 km<\/li><li>Monatlicher geldwerter Vorteil: 500 Euro (1 % von 50.000) + 300 Euro (0,03 % \u00d7 50.000 \u00d7 20) = <strong>800 Euro<\/strong><\/li><\/ul>\n\n\n\n<h4>Die Fahrtenbuchmethode<\/h4>\n\n\n\n<p>Alternativ kann ein ordnungsgem\u00e4\u00dfes Fahrtenbuch gef\u00fchrt werden. Dann werden nur die tats\u00e4chlich auf Privatfahrten entfallenden Kosten als geldwerter Vorteil angesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vorteile:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>Oft g\u00fcnstiger bei geringer Privatnutzung<\/li><li>Exakte Abrechnung der tats\u00e4chlichen Privatfahrten<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Nachteile:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>Hoher Dokumentationsaufwand<\/li><li>Strenge Anforderungen des Finanzamts<\/li><li>Bei Fehlern droht Verwerfen des Fahrtenbuchs<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h3>Szenario 2: Privatnutzung ist verboten<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Die vertragliche Regelung:<\/strong> Der Anstellungsvertrag verbietet die private Nutzung des Dienstwagens ausdr\u00fccklich.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die steuerlichen Folgen bei tats\u00e4chlicher Privatnutzung:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>F\u00fcr die Gesellschaft:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>Die auf die Privatnutzung entfallenden Kosten sind <strong>keine<\/strong> Betriebsausgaben<\/li><li>Es liegt eine <strong>verdeckte Gewinnaussch\u00fcttung (vGA)<\/strong> vor<\/li><li>Diese ist dem steuerlichen Gewinn der GmbH hinzuzurechnen<\/li><li>Folge: H\u00f6here K\u00f6rperschaftsteuer und Gewerbesteuer<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>F\u00fcr den Gesellschafter-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>Er erzielt <strong>Kapitaleinnahmen<\/strong> (keine Lohneink\u00fcnfte!)<\/li><li>H\u00f6he: Entstandene Aufwendungen plus angemessener Gewinnaufschlag<\/li><li>Diese unterliegen der Abgeltungsteuer bzw. dem pers\u00f6nlichen Steuersatz<\/li><li>Zus\u00e4tzlich f\u00e4llt Kapitalertragsteuer an<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Bewertung der vGA:<\/strong> Das Finanzamt akzeptiert auch hier die Bewertung nach der 1-Prozent-Methode, sodass nicht der schwer zu ermittelnde &#8222;gemeine Wert&#8220; angesetzt werden muss.<\/p>\n\n\n\n<h2>Der entscheidende Unterschied: Arbeitslohn vs. verdeckte Gewinnaussch\u00fcttung<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Unterscheidung zwischen erlaubter und unerlaubter Privatnutzung hat gravierende Konsequenzen:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><thead><tr><th>Aspekt<\/th><th>Erlaubte Privatnutzung<\/th><th>Verbotene Privatnutzung<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td><strong>Einkunftsart<\/strong><\/td><td>Arbeitslohn<\/td><td>Kapitaleinnahmen (vGA)<\/td><\/tr><tr><td><strong>Betriebsausgaben<\/strong><\/td><td>Voll abzugsf\u00e4hig<\/td><td>Hinzurechnung zum Gewinn<\/td><\/tr><tr><td><strong>Besteuerung GmbH<\/strong><\/td><td>Keine zus\u00e4tzliche Steuer<\/td><td>Mehr K\u00f6rperschaftsteuer + Gewerbesteuer<\/td><\/tr><tr><td><strong>Besteuerung Gesellschafter<\/strong><\/td><td>Lohnsteuer<\/td><td>Abgeltungsteuer\/pers\u00f6nlicher Steuersatz<\/td><\/tr><tr><td><strong>Sozialversicherung<\/strong><\/td><td>Prinzipiell relevant<\/td><td>Nicht relevant<\/td><\/tr><tr><td><strong>Vertragliche Grundlage<\/strong><\/td><td>Ausdr\u00fccklich gestattet<\/td><td>Ausdr\u00fccklich verboten<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<h2>Die wichtige Voraussetzung: Zeitnahe Verbuchung und Lohnsteuerabf\u00fchrung<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Finanzverwaltung stellt f\u00fcr die Anerkennung einer erlaubten Privatnutzung strenge formale Anforderungen:<\/p>\n\n\n\n<h3>1. Zeitnahe Verbuchung des Lohnaufwands<\/h3>\n\n\n\n<p>Der geldwerte Vorteil aus der Dienstwagennutzung muss <strong>zeitnah<\/strong> als Lohnaufwand verbucht werden. &#8222;Zeitnah&#8220; bedeutet in der Regel:<\/p>\n\n\n\n<ul><li>Monatliche Verbuchung<\/li><li>Sp\u00e4testens mit der Lohnabrechnung des jeweiligen Monats<\/li><li>Nicht erst am Jahresende oder nach Betriebspr\u00fcfung<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Wichtig:<\/strong> Eine nachtr\u00e4gliche Korrektur wird vom Finanzamt oft nicht mehr akzeptiert. Die fehlende zeitnahe Verbuchung kann dazu f\u00fchren, dass die Privatnutzung als unerlaubt behandelt wird \u2013 mit allen negativen Konsequenzen.<\/p>\n\n\n\n<h3>2. Abf\u00fchrung der Lohnsteuer<\/h3>\n\n\n\n<p>Die auf den geldwerten Vorteil entfallende Lohnsteuer muss tats\u00e4chlich an das Finanzamt abgef\u00fchrt werden:<\/p>\n\n\n\n<ul><li>Monatliche Anmeldung und Zahlung<\/li><li>Im Rahmen der regul\u00e4ren Lohnsteueranmeldung<\/li><li>Keine blo\u00dfe &#8222;buchungstechnische&#8220; Behandlung<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Praxistipp:<\/strong> Dokumentieren Sie die Lohnsteuerabf\u00fchrung sorgf\u00e4ltig. Im Streitfall m\u00fcssen Sie nachweisen k\u00f6nnen, dass die Lohnsteuer tats\u00e4chlich und zeitnah abgef\u00fchrt wurde.<\/p>\n\n\n\n<h2>Rechtsprechung des BFH: Keine automatische Unterstellung der Privatnutzung<\/h2>\n\n\n\n<p>Ein wichtiges Urteil des Bundesfinanzhofs vom 21. M\u00e4rz 2013 (Az. VI R 46\/12) sch\u00fctzt Gesellschafter-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer vor \u00fcberzogenen Annahmen des Finanzamts:<\/p>\n\n\n\n<h3>Die Kernaussage<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Das Finanzamt darf eine private Nutzung des Dienstwagens nicht ohne weiteres unterstellen<\/strong>, auch wenn der Gesellschafter-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer aufgrund seiner Position theoretisch die M\u00f6glichkeit h\u00e4tte, sich \u00fcber das Privatnutzungsverbot hinwegzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<h3>Was bedeutet das konkret?<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Wenn die Privatnutzung vertraglich verboten ist<\/strong>, muss das Finanzamt nachweisen oder zumindest glaubhaft machen, dass tats\u00e4chlich eine Privatnutzung stattgefunden hat. Blo\u00dfe Vermutungen oder die Stellung als Gesellschafter-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer reichen nicht aus.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Beispiele f\u00fcr Indizien, die das Finanzamt vorbringen k\u00f6nnte:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>Aufzeichnungen \u00fcber Wochenendfahrten<\/li><li>Kilometerstand bei Werkstattaufenthalten<\/li><li>Tankbelege au\u00dferhalb der Gesch\u00e4ftszeiten<\/li><li>Aussagen von Mitarbeitern oder Dritten<\/li><li>Logische Ungereimtheiten im Fahrtenbuch<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Aber:<\/strong> Die blo\u00dfe M\u00f6glichkeit zur Privatnutzung oder die Vermutung aufgrund der Stellung reichen nicht aus.<\/p>\n\n\n\n<h2>Praktische Handlungsempfehlungen<\/h2>\n\n\n\n<h3>Wenn Privatnutzung erlaubt sein soll<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>1. Klare vertragliche Regelung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>Nehmen Sie die Privatnutzung ausdr\u00fccklich in den Anstellungsvertrag oder eine Zusatzvereinbarung auf<\/li><li>Regeln Sie auch Details wie Tankkarten, Wartung etc.<\/li><li>Dokumentieren Sie den Beschluss der Gesellschafterversammlung<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>2. Zeitnahe und korrekte Abrechnung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>Erfassen Sie den geldwerten Vorteil monatlich in der Lohnabrechnung<\/li><li>F\u00fchren Sie die Lohnsteuer zeitnah ab<\/li><li>Dokumentieren Sie alles l\u00fcckenlos<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>3. Wahl der Bewertungsmethode<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>Pr\u00fcfen Sie, ob 1-Prozent-Methode oder Fahrtenbuch g\u00fcnstiger ist<\/li><li>Bei Fahrtenbuch: Erf\u00fcllen Sie alle formalen Anforderungen<\/li><li>Treffen Sie die Entscheidung zu Jahresbeginn und dokumentieren Sie diese<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>4. Dokumentation f\u00fcr Betriebspr\u00fcfung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>Halten Sie alle Unterlagen bereit<\/li><li>Dokumentieren Sie Lohnsteueranmeldungen<\/li><li>Bewahren Sie Gesellschafterbeschl\u00fcsse auf<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h3>Wenn Privatnutzung verboten sein soll<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>1. Eindeutiges Verbot formulieren<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>Das Privatnutzungsverbot muss klar und unmissverst\u00e4ndlich im Vertrag stehen<\/li><li>Regeln Sie auch Ausnahmen (z.B. Heimfahrten mit Genehmigung)<\/li><li>Dokumentieren Sie den Beschluss der Gesellschafterversammlung<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>2. Kontrollen einrichten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>F\u00fchren Sie ein betriebliches Fahrtenbuch<\/li><li>Dokumentieren Sie Kilometerst\u00e4nde<\/li><li>Halten Sie Tankbelege nach Datum sortiert<\/li><li>Protokollieren Sie die Fahrzeugnutzung<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>3. Konsequent durchsetzen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>\u00dcberwachen Sie die Einhaltung des Verbots<\/li><li>Reagieren Sie auf Verst\u00f6\u00dfe<\/li><li>Dokumentieren Sie Ihre Kontrollma\u00dfnahmen<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>4. Alternative Regelungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>Falls gelegentliche Privatfahrten n\u00f6tig sind: Einzelgenehmigungen mit Dokumentation<\/li><li>Oder: Kostenerstattung durch den Gesellschafter-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer<\/li><li>Erw\u00e4gen Sie die Vereinbarung eines privaten Nutzungsrechts mit entsprechender Besteuerung<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h2>Typische Fehler und wie Sie sie vermeiden<\/h2>\n\n\n\n<h3>Fehler 1: Unklare vertragliche Regelung<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Problem:<\/strong> Der Anstellungsvertrag schweigt zur Privatnutzung oder ist unklar formuliert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>L\u00f6sung:<\/strong> Treffen Sie eine eindeutige Regelung \u2013 entweder ausdr\u00fcckliche Erlaubnis oder ausdr\u00fcckliches Verbot.<\/p>\n\n\n\n<h3>Fehler 2: Fehlende oder versp\u00e4tete Lohnsteuerabf\u00fchrung<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Problem:<\/strong> Der geldwerte Vorteil wird erst am Jahresende oder nach Betriebspr\u00fcfung erfasst.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>L\u00f6sung:<\/strong> Monatliche Erfassung und Abf\u00fchrung der Lohnsteuer als fester Bestandteil der Lohnabrechnung.<\/p>\n\n\n\n<h3>Fehler 3: Mangelnde Dokumentation<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Problem:<\/strong> Bei Betriebspr\u00fcfung k\u00f6nnen die zeitnahe Verbuchung und Lohnsteuerabf\u00fchrung nicht nachgewiesen werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>L\u00f6sung:<\/strong> Sorgf\u00e4ltige Dokumentation aller Schritte, Aufbewahrung der Lohnsteueranmeldungen und Zahlungsbelege.<\/p>\n\n\n\n<h3>Fehler 4: Fahrtenbuch mit M\u00e4ngeln<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Problem:<\/strong> Das Fahrtenbuch wird unvollst\u00e4ndig oder nicht zeitnah gef\u00fchrt und wird verworfen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>L\u00f6sung:<\/strong> Wenn Fahrtenbuch, dann richtig: L\u00fcckenlos, zeitnah, mit allen erforderlichen Angaben. Oder: Nutzung der 1-Prozent-Methode.<\/p>\n\n\n\n<h3>Fehler 5: Keine Reaktion auf Pr\u00fcferfeststellungen<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Problem:<\/strong> Feststellungen der Betriebspr\u00fcfung werden akzeptiert, ohne die Rechtslage zu pr\u00fcfen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>L\u00f6sung:<\/strong> Holen Sie fachkundigen Rat ein. Oft lohnt sich der Widerspruch gegen Pr\u00fcferfeststellungen.<\/p>\n\n\n\n<h2>Sonderf\u00e4lle und Besonderheiten<\/h2>\n\n\n\n<h3>Mehrere Fahrzeuge<\/h3>\n\n\n\n<p>Hat der Gesellschafter-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer mehrere Dienstwagen zur Verf\u00fcgung, kann f\u00fcr jedes Fahrzeug nur einer zur privaten Nutzung \u00fcberlassen werden. Weitere Fahrzeuge m\u00fcssen gesondert bewertet werden, falls sie privat genutzt werden.<\/p>\n\n\n\n<h3>Pool-Fahrzeuge<\/h3>\n\n\n\n<p>Bei echten Pool-Fahrzeugen, die mehreren Mitarbeitern zur Verf\u00fcgung stehen und nicht individuell zugeordnet sind, kann die Besteuerung entfallen, wenn die private Nutzung nahezu ausgeschlossen ist.<\/p>\n\n\n\n<h3>Elektro- und Hybridfahrzeuge<\/h3>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Elektro- und Hybridfahrzeuge gelten erm\u00e4\u00dfigte S\u00e4tze:<\/p>\n\n\n\n<ul><li>Reine Elektrofahrzeuge: 0,25 % statt 1 %<\/li><li>Plug-in-Hybride (bei Erf\u00fcllung bestimmter Voraussetzungen): 0,5 % statt 1 %<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h3>Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsst\u00e4tte<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Berechnung mit 0,03 % pro Entfernungskilometer gilt nur, wenn der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer regelm\u00e4\u00dfig zur Betriebsst\u00e4tte f\u00e4hrt. Bei unregelm\u00e4\u00dfigen Fahrten kann die g\u00fcnstigere 0,002 %-Regelung greifen.<\/p>\n\n\n\n<h2>Fazit und Checkliste<\/h2>\n\n\n\n<p>Die private Dienstwagennutzung durch Gesellschafter-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer ist ein komplexes Thema mit erheblichen steuerlichen Auswirkungen. Entscheidend ist:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Checkliste f\u00fcr die Praxis:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>[ ] Klare vertragliche Regelung zur Privatnutzung getroffen<\/li><li>[ ] Gesellschafterbeschluss zur Vertragsgestaltung dokumentiert<\/li><li>[ ] Monatliche Erfassung des geldwerten Vorteils in der Lohnabrechnung<\/li><li>[ ] Zeitnahe Abf\u00fchrung der Lohnsteuer<\/li><li>[ ] Wahl zwischen 1-Prozent-Methode und Fahrtenbuch getroffen<\/li><li>[ ] Bei Fahrtenbuch: Alle formalen Anforderungen erf\u00fcllt<\/li><li>[ ] Dokumentation f\u00fcr Betriebspr\u00fcfung vorbereitet<\/li><li>[ ] Bei Privatnutzungsverbot: Kontrollen eingerichtet<\/li><li>[ ] Regelm\u00e4\u00dfige \u00dcberpr\u00fcfung der Regelungen und Anpassung bei Bedarf<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Die richtige Gestaltung von Beginn an kann erhebliche Steuerbelastungen vermeiden. Bei Unsicherheiten oder bevorstehenden Betriebspr\u00fcfungen sollten Sie rechtzeitig fachkundigen Rat einholen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sind Sie Gesellschafter-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und nutzen einen Dienstwagen? Wir \u00fcberpr\u00fcfen Ihre Vertragsgestaltung und optimieren die steuerliche Behandlung!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Informationen und aktuelle Steuertipps finden Sie auf <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/\">www.steuerschroeder.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><em>Hinweis: Dieser Beitrag gibt den Rechtsstand Januar 2026 wieder und ersetzt keine individuelle Beratung.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die private Nutzung von Dienstwagen durch Gesellschafter-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer ist ein Dauerbrenner bei Betriebspr\u00fcfungen. Die steuerlichen Konsequenzen unterscheiden sich erheblich, je nachdem ob die Privatnutzung erlaubt oder verboten ist. 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