{"id":79053,"date":"2026-01-21T17:21:05","date_gmt":"2026-01-21T15:21:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=79053"},"modified":"2026-01-21T17:21:05","modified_gmt":"2026-01-21T15:21:05","slug":"teleologische-reduktion-des-%c2%a7-22-abs-1-satz-1-2-halbsatz-umwstg-bei-sperrfristverstoessen-im-ersten-zeitjahr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/teleologische-reduktion-des-%c2%a7-22-abs-1-satz-1-2-halbsatz-umwstg-bei-sperrfristverstoessen-im-ersten-zeitjahr\/","title":{"rendered":"Teleologische Reduktion des \u00a7 22 Abs. 1 Satz 1 2. Halbsatz UmwStG bei Sperrfristverst\u00f6\u00dfen im ersten Zeitjahr"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>FG Niedersachsen, Urteil vom 02.04.2025 \u2013 9 K 147\/22 (nicht rechtskr\u00e4ftig), Mitteilung vom 21.01.2026; Revision anh\u00e4ngig: BFH X R 14\/25<\/strong> (<a href=\"https:\/\/finanzgericht.niedersachsen.de\/aktuelles\/presseinformationen\/newsletter-1-2026-vom-21-januar-2026-247665.html\">finanzgericht.niedersachsen.de<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Warum das Urteil praxisrelevant ist<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Umwandlungssteuerrecht kennt f\u00fcr Einbringungen zu Buch- oder Zwischenwerten eine <strong>Sperrfristlogik<\/strong>: Wird innerhalb von sieben Jahren ein sperrfristsch\u00e4dliches Ereignis verwirklicht, l\u00f6st dies regelm\u00e4\u00dfig eine <strong>Nachversteuerung (Einbringungsgewinn I)<\/strong> im Einbringungsjahr aus (\u00a7 22 Abs. 1 UmwStG). Umstritten ist seit l\u00e4ngerem, ob der gesetzliche Ausschluss der tariflichen Beg\u00fcnstigungen (insb. <strong>\u00a7 16 Abs. 4 EStG<\/strong> und <strong>\u00a7 34 EStG<\/strong>) in <strong>allen<\/strong> Sperrfristf\u00e4llen zwingend gilt \u2013 oder ob jedenfalls bei Verst\u00f6\u00dfen <strong>innerhalb des ersten Zeitjahres<\/strong> eine <strong>teleologische Reduktion<\/strong> geboten ist. Genau hierzu positioniert sich das FG Niedersachsen deutlich zugunsten der Steuerpflichtigen. (<a href=\"https:\/\/finanzgericht.niedersachsen.de\/aktuelles\/presseinformationen\/newsletter-1-2026-vom-21-januar-2026-247665.html\">finanzgericht.niedersachsen.de<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. Sachverhalt in Kurzform<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kl\u00e4ger (\u00c4rzte) betrieben ihre Praxis \u00fcber Jahre in einer <strong>Partnerschaftsgesellschaft (PartG)<\/strong>. Am <strong>28.08.2019<\/strong> beschlossen sie den <strong>Formwechsel<\/strong> in eine GmbH. Noch am selben Tag schlossen sie einen Vertrag \u00fcber den <strong>Verkauf s\u00e4mtlicher GmbH-Anteile<\/strong> an einen fremden Dritten <strong>mit Wirkung zum 01.01.2020, 0 Uhr<\/strong>; der Vollzug stand unter aufschiebenden Bedingungen (u. a. Zulassungsausschuss). Steuerlich wurde der Formwechsel <strong>r\u00fcckwirkend zum 01.01.2019<\/strong> behandelt. (<a href=\"https:\/\/finanzgericht.niedersachsen.de\/aktuelles\/presseinformationen\/newsletter-1-2026-vom-21-januar-2026-247665.html\">finanzgericht.niedersachsen.de<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Feststellungsverfahren 2019 wurde ein <strong>(zeitanteilig) um 1\/7 geminderter Einbringungsgewinn I<\/strong> erkl\u00e4rt; die Kl\u00e4ger begehrten sp\u00e4ter eine Behandlung <strong>ohne 1\/7-Abschmelzung<\/strong> (weil Versto\u00df im ersten Zeitjahr) und zugleich <strong>beg\u00fcnstigte Besteuerung nach \u00a7 16 i. V. m. \u00a7 34 EStG<\/strong>. (<a href=\"https:\/\/finanzgericht.niedersachsen.de\/aktuelles\/presseinformationen\/newsletter-1-2026-vom-21-januar-2026-247665.html\">finanzgericht.niedersachsen.de<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">3. Die Kernfragen des Verfahrens<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Zentrum standen drei Punkte:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li><strong>Liegt \u00fcberhaupt ein Einbringungsgewinn I vor?<\/strong> (insb. beim Formwechsel)<\/li><li><strong>F\u00e4llt die Ver\u00e4u\u00dferung in das \u201eerste Zeitjahr\u201c der Sperrfrist \u2013 und wie ist die Frist zu berechnen?<\/strong><\/li><li><strong>Sind \u00a7 16 Abs. 4 und \u00a7 34 EStG trotz \u00a7 22 Abs. 1 Satz 1 2. Halbsatz UmwStG anwendbar (teleologische Reduktion)?<\/strong> (<a href=\"https:\/\/voris.wolterskluwer-online.de\/browse\/document\/73fa3333-45e0-4749-a956-26e3c2e371fc\">Niedersachsen-Vorschriften<\/a>)<\/li><\/ol>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">4. Entscheidung des FG Niedersachsen<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">4.1 Formwechsel als Anwendungsfall der Sperrfrist (Einbringungsgewinn I)<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Gericht stellt klar: Der Gesetzgeber behandelt den Formwechsel nach \u00a7 25 UmwStG im Ergebnis <strong>wie eine Sacheinlage<\/strong> (Anteile\/Unternehmerposition) in eine Kapitalgesellschaft gegen Gew\u00e4hrung neuer Anteile; eine sp\u00e4tere Ver\u00e4u\u00dferung der erhaltenen GmbH-Anteile kann daher einen <strong>Einbringungsgewinn I<\/strong> nach \u00a7 22 Abs. 1 UmwStG ausl\u00f6sen. (<a href=\"https:\/\/voris.wolterskluwer-online.de\/browse\/document\/73fa3333-45e0-4749-a956-26e3c2e371fc\">Niedersachsen-Vorschriften<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">4.2 Taggenaue Fristberechnung nach BGB \u2013 Versto\u00df im ersten Zeitjahr<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders wichtig ist Leitsatz 1: Der <strong>siebenj\u00e4hrige Zeitraum<\/strong> ist <strong>taggenau<\/strong> nach <strong>\u00a7\u00a7 187 Abs. 1, 188 Abs. 2 BGB<\/strong> zu berechnen. Dadurch konnte das FG die Ver\u00e4u\u00dferung mit Wirkung \u201e01.01.2020, 0 Uhr\u201c noch dem <strong>ersten Zeitjahr<\/strong> zuordnen. Praktisch bedeutet das: Die Abschmelzung um <strong>1\/7<\/strong> nach \u00a7 22 Abs. 1 Satz 3 UmwStG setzt erst nach <strong>Ablauf eines vollen Zeitjahres<\/strong> ein \u2013 im Erstjahr gibt es daher <strong>keine<\/strong> Abschmelzung. (<a href=\"https:\/\/voris.wolterskluwer-online.de\/browse\/document\/73fa3333-45e0-4749-a956-26e3c2e371fc\">Niedersachsen-Vorschriften<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">4.3 Teleologische Reduktion: \u00a7 16 Abs. 4 und \u00a7 34 EStG sind im Erstjahr anwendbar<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der \u201ePaukenschlag\u201c ist Leitsatz 2: Das FG reduziert \u00a7 22 Abs. 1 Satz 1 2. Halbsatz UmwStG teleologisch dahin, dass die Beg\u00fcnstigungen <strong>doch<\/strong> gelten, wenn das sperrfristsch\u00e4dliche Ereignis <strong>bereits innerhalb des ersten Zeitjahres<\/strong> eintritt. (<a href=\"https:\/\/voris.wolterskluwer-online.de\/browse\/document\/73fa3333-45e0-4749-a956-26e3c2e371fc\">Niedersachsen-Vorschriften<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. Begr\u00fcndungslinien des Gerichts (kompakt)<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das FG st\u00fctzt die teleologische Reduktion im Wesentlichen auf vier Argumentationsstr\u00e4nge:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li><strong>Normzweck \/ Missbrauchsabwehr trifft das Erstjahr typischerweise nicht<\/strong><br \/>\u00a7 22 Abs. 1 UmwStG soll sicherstellen, dass stille Reserven nicht \u201eherausgeschleust\u201c werden (z. B. durch Wechsel ins K\u00f6rperschaftsteuerregime und anschlie\u00dfende Beg\u00fcnstigungen wie \u00a7 3 Nr. 40 EStG, \u00a7 8b KStG oder DBA-Schachtelprivileg). Bei einem Verkauf <strong>im Erstjahr<\/strong> liege regelm\u00e4\u00dfig <strong>weder<\/strong> eine Vermeidung der Besteuerung stiller Reserven <strong>noch<\/strong> eine Statusverbesserung (ESt \u2192 KSt) vor; vielmehr kommt es zur <strong>vollst\u00e4ndigen Besteuerung im Einkommensteuerregime<\/strong>. (<a href=\"https:\/\/voris.wolterskluwer-online.de\/browse\/document\/73fa3333-45e0-4749-a956-26e3c2e371fc\">Niedersachsen-Vorschriften<\/a>)<\/li><li><strong>Zweck des Beg\u00fcnstigungsausschlusses: Verhinderung der Doppelbeg\u00fcnstigung<\/strong><br \/>Der Ausschluss von \u00a7 16 Abs. 4 und \u00a7 34 EStG sollte nach Auffassung des FG vor allem verhindern, dass die <strong>Abschmelzung<\/strong> (1\/7 pro Zeitjahr) und die <strong>Tarifbeg\u00fcnstigung<\/strong> kumulativ wirken. Im ersten Zeitjahr hat die Abschmelzung aber noch nicht begonnen \u2013 Anhaltspunkte, dass der Gesetzgeber die Beg\u00fcnstigungen <strong>auch dann<\/strong> ausschlie\u00dfen wollte, finden sich nach dem FG in den Materialien nicht. (<a href=\"https:\/\/voris.wolterskluwer-online.de\/browse\/document\/73fa3333-45e0-4749-a956-26e3c2e371fc\">Niedersachsen-Vorschriften<\/a>)<\/li><li><strong>Systematik\/Praktikabilit\u00e4t: Keine Doppelbeg\u00fcnstigung wegen Aufteilung \u00a7 16 \/ \u00a7 17<\/strong><br \/>Das Gericht betont, dass bei dem sperrfristsch\u00e4dlichen Vorgang eine Aufteilung in <strong>Einbringungsgewinn I (als \u00a7 16-Gewinn)<\/strong> und <strong>Ver\u00e4u\u00dferungsgewinn (\u00a7 17 EStG)<\/strong> vorzunehmen ist; dadurch entstehe keine unzul\u00e4ssige Doppelbeg\u00fcnstigung oder Besserstellung. (<a href=\"https:\/\/voris.wolterskluwer-online.de\/browse\/document\/73fa3333-45e0-4749-a956-26e3c2e371fc\">Niedersachsen-Vorschriften<\/a>)<\/li><li><strong>Gleichheitsrechtlicher Impuls: Vergleich zu \u00a7 20 Abs. 4 UmwStG<\/strong><br \/>Wirtschaftlich f\u00fchre ein Erstjahresversto\u00df zu einer \u201enachtr\u00e4glichen\u201c Besteuerung s\u00e4mtlicher stiller Reserven im Einbringungsjahr \u2013 \u00e4hnlich wie bei Einlagen zum gemeinen Wert nach \u00a7 20 Abs. 4 UmwStG. Eine vollst\u00e4ndige Versagung jeglicher Beg\u00fcnstigung beim Einbringungsgewinn I im Erstjahr sei daher gleichheitsrechtlich nicht \u00fcberzeugend begr\u00fcndbar. (<a href=\"https:\/\/voris.wolterskluwer-online.de\/browse\/document\/73fa3333-45e0-4749-a956-26e3c2e371fc\">Niedersachsen-Vorschriften<\/a>)<\/li><\/ol>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">6. Einordnung und Auswirkungen f\u00fcr die Beratungspraxis<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">6.1 Gestaltungs- und Verfahrenshinweise<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>Offene F\u00e4lle sichern:<\/strong> In vergleichbaren Sachverhalten sollten Sie das Urteil in Einspruchs-\/Klageverfahren ausdr\u00fccklich aufgreifen (teleologische Reduktion im Erstjahr, taggenaue Fristberechnung). (<a href=\"https:\/\/voris.wolterskluwer-online.de\/browse\/document\/73fa3333-45e0-4749-a956-26e3c2e371fc\">Niedersachsen-Vorschriften<\/a>)<\/li><li><strong>Fristen taggenau pr\u00fcfen:<\/strong> Gerade bei \u201e00:00 Uhr\u201c-Zeitpunkten und R\u00fcckwirkungsstichtagen kann die <strong>Berechnung nach \u00a7\u00a7 187, 188 BGB<\/strong> entscheidend sein. (<a href=\"https:\/\/voris.wolterskluwer-online.de\/browse\/document\/73fa3333-45e0-4749-a956-26e3c2e371fc\">Niedersachsen-Vorschriften<\/a>)<\/li><li><strong>Risikoabh\u00e4ngige Positionierung:<\/strong> Da die Revision anh\u00e4ngig ist (<strong>BFH X R 14\/25<\/strong>), ist die Rechtslage nicht final gekl\u00e4rt; prozessual kann ein Ruhen\/Abwarten bis zur BFH-Entscheidung sinnvoll sein (je nach Verfahrensstand und Risikoappetit). (<a href=\"https:\/\/finanzgericht.niedersachsen.de\/aktuelles\/presseinformationen\/newsletter-1-2026-vom-21-januar-2026-247665.html\">finanzgericht.niedersachsen.de<\/a>)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">6.2 Was Sie inhaltlich mitnehmen sollten<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Das FG trennt sauber zwischen <strong>Sperrfristmechanik<\/strong> (Einbringungsgewinn I, Abschmelzung) und <strong>Beg\u00fcnstigungslogik<\/strong> (\u00a7 16\/\u00a7 34).<\/li><li>Der Beg\u00fcnstigungsausschluss wird als <strong>zweckgebundenes Korrektiv<\/strong> verstanden (gegen Doppelbeg\u00fcnstigung), nicht als starre \u201eSanktionsnorm um jeden Preis\u201c. (<a href=\"https:\/\/voris.wolterskluwer-online.de\/browse\/document\/73fa3333-45e0-4749-a956-26e3c2e371fc\">Niedersachsen-Vorschriften<\/a>)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">7. Ausblick: BFH wird Leitplanken setzen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das FG hat die Revision wegen grunds\u00e4tzlicher Bedeutung zugelassen; beim BFH wird das Verfahren unter <strong>X R 14\/25<\/strong> gef\u00fchrt. Die Entscheidung wird voraussichtlich Ma\u00dfst\u00e4be setzen, ob (und ggf. wie eng) eine teleologische Reduktion des \u00a7 22 Abs. 1 Satz 1 2. Halbsatz UmwStG im Erstjahr zul\u00e4ssig ist. (<a href=\"https:\/\/finanzgericht.niedersachsen.de\/aktuelles\/presseinformationen\/newsletter-1-2026-vom-21-januar-2026-247665.html\">finanzgericht.niedersachsen.de<\/a>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>FG Niedersachsen, Urteil vom 02.04.2025 \u2013 9 K 147\/22 (nicht rechtskr\u00e4ftig), Mitteilung vom 21.01.2026; Revision anh\u00e4ngig: BFH X R 14\/25 (finanzgericht.niedersachsen.de) 1. Warum das Urteil praxisrelevant ist Das Umwandlungssteuerrecht kennt f\u00fcr Einbringungen zu Buch- oder Zwischenwerten eine Sperrfristlogik: Wird innerhalb von sieben Jahren ein sperrfristsch\u00e4dliches Ereignis verwirklicht, l\u00f6st dies regelm\u00e4\u00dfig eine Nachversteuerung (Einbringungsgewinn I) im &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/teleologische-reduktion-des-%c2%a7-22-abs-1-satz-1-2-halbsatz-umwstg-bei-sperrfristverstoessen-im-ersten-zeitjahr\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Teleologische Reduktion des \u00a7 22 Abs. 1 Satz 1 2. 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