{"id":79167,"date":"2026-03-05T17:15:07","date_gmt":"2026-03-05T15:15:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=79167"},"modified":"2026-03-05T17:15:07","modified_gmt":"2026-03-05T15:15:07","slug":"fkaustg-neuer-datensatz-fuer-meldungen-an-das-bzst-ab-2027-was-finanzinstitute-jetzt-wissen-muessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/fkaustg-neuer-datensatz-fuer-meldungen-an-das-bzst-ab-2027-was-finanzinstitute-jetzt-wissen-muessen\/","title":{"rendered":"FKAustG: Neuer Datensatz f\u00fcr Meldungen an das BZSt ab 2027 \u2013 Was Finanzinstitute jetzt wissen m\u00fcssen"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Internationaler Informationsaustausch \u00b7 14. Januar 2026<\/em><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>Das BMF hat mit Schreiben vom 14. Januar 2026 den amtlich vorgeschriebenen Datensatz sowie die amtlich bestimmte Schnittstelle f\u00fcr Meldungen nach dem Finanzkonten-Informationsaustauschgesetz (FKAustG) neu bekanntgegeben. Hintergrund ist die Umsetzung der EU-Richtlinie 2023\/2226, die bestehende Meldepflichten erheblich erweitert. Betroffene Finanzinstitute m\u00fcssen den neuen Datensatz erstmals f\u00fcr \u00dcbermittlungen ab dem 1. Januar 2027 verwenden.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2>Hintergrund: Was ist das FKAustG?<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Finanzkonten-Informationsaustauschgesetz bildet die nationale Rechtsgrundlage f\u00fcr den automatischen Austausch von Finanzkontodaten zwischen Steuerbeh\u00f6rden \u2013 den sogenannten Common Reporting Standard (CRS). Nach \u00a7 5 Abs. 1 FKAustG sind meldepflichtige Finanzinstitute verpflichtet, die in \u00a7 8 FKAustG genannten Kontoinformationen an das Bundeszentralamt f\u00fcr Steuern (BZSt) zu \u00fcbermitteln. Das BZSt leitet die Daten anschlie\u00dfend an die Steuerbeh\u00f6rden der jeweiligen Ans\u00e4ssigkeitsstaaten der Kontoinhaber weiter.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2>Was hat sich ge\u00e4ndert?<\/h2>\n\n\n\n<p>Mit dem Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2023\/2226 wurde das FKAustG ge\u00e4ndert. Die wesentlichen Neuerungen:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Erweiterte Meldepflichten ab 2027.<\/strong> Finanzinstitute werden k\u00fcnftig zur \u00dcbermittlung zus\u00e4tzlicher Informationen an das BZSt verpflichtet. Welche Datenkategorien konkret neu hinzukommen, ergibt sich aus den aktualisierten Kommunikationshandb\u00fcchern des BZSt (abrufbar unter <a href=\"http:\/\/www.bzst.bund.de\">www.bzst.bund.de<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Neuer amtlich vorgeschriebener Datensatz.<\/strong> Infolge der gesetzlichen \u00c4nderungen war eine Anpassung des technischen Datenschemas erforderlich. Das BMF hat diesen Datensatz nun nach \u00a7 87b Abs. 1 AO i.V.m. \u00a7 5 Abs. 1 Satz 2 FKAustG neu ver\u00f6ffentlicht. Die \u00dcbermittlung hat weiterhin im Wege der Datenfern\u00fcbertragung zu erfolgen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Inkrafttreten.<\/strong> Die gesetzlichen \u00c4nderungen sind am Tag nach der Verk\u00fcndung im Bundesgesetzblatt in Kraft getreten. Der neue Datensatz ist jedoch erst f\u00fcr Meldungen ab dem 1. Januar 2027 verpflichtend anzuwenden.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2>Bedeutung f\u00fcr die Praxis<\/h2>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Steuerberater, die Finanzinstitute oder deren Compliance-Abteilungen betreuen, ergibt sich konkreter Handlungsbedarf:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Technische Systemanpassungen.<\/strong> Der neue Datensatz erfordert in aller Regel Anpassungen in den internen Meldeprozessen und IT-Systemen. Da bis zum Erstanwendungszeitpunkt (1. Januar 2027) noch Zeit bleibt, sollten Finanzinstitute dennoch fr\u00fchzeitig mit der Implementierung beginnen \u2013 Erfahrungen aus vergangenen CRS-Zyklen zeigen, dass der Aufwand regelm\u00e4\u00dfig untersch\u00e4tzt wird.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kommunikationshandb\u00fccher des BZSt pr\u00fcfen.<\/strong> Die technischen Details zur Datenstruktur und Schnittstellenspezifikation sind nicht im BMF-Schreiben selbst, sondern in den auf der BZSt-Website hinterlegten Kommunikationshandb\u00fcchern dokumentiert. Diese sollten umgehend ausgewertet werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Erweiterte Datenkategorien identifizieren.<\/strong> Finanzinstitute sollten pr\u00fcfen, ob und in welchem Umfang die neu meldepflichtigen Informationen bereits heute erhoben und vorgehalten werden \u2013 oder ob Anpassungen in der Kontoer\u00f6ffnungsdokumentation und Datenhaltung erforderlich sind.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schulungsbedarf.<\/strong> Compliance- und Steuerabteilungen sollten \u00fcber die \u00c4nderungen informiert werden, insbesondere im Hinblick auf die erweiterten Sorgfaltspflichten, die mit den neuen Meldepflichten einhergehen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2>Fazit<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Neufassung des amtlich vorgeschriebenen Datensatzes ist kein rein technischer Vorgang \u2013 sie spiegelt eine inhaltliche Ausweitung des automatischen Informationsaustauschs wider, die auf die EU-Richtlinie 2023\/2226 zur\u00fcckgeht. F\u00fcr betroffene Finanzinstitute beginnt jetzt die Vorbereitungsphase. Steuerberater sollten ihre Mandanten aktiv auf den Handlungsbedarf hinweisen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><em>Quelle: BMF-Schreiben (koordinierter L\u00e4ndererlass) IV D 3 &#8211; S 1316\/00708\/051\/005 vom 14.01.2026; Ver\u00f6ffentlichung im Bundessteuerblatt Teil I.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Internationaler Informationsaustausch \u00b7 14. Januar 2026 Das BMF hat mit Schreiben vom 14. Januar 2026 den amtlich vorgeschriebenen Datensatz sowie die amtlich bestimmte Schnittstelle f\u00fcr Meldungen nach dem Finanzkonten-Informationsaustauschgesetz (FKAustG) neu bekanntgegeben. Hintergrund ist die Umsetzung der EU-Richtlinie 2023\/2226, die bestehende Meldepflichten erheblich erweitert. 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