{"id":79455,"date":"2026-05-07T17:27:44","date_gmt":"2026-05-07T15:27:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=79455"},"modified":"2026-05-07T17:27:44","modified_gmt":"2026-05-07T15:27:44","slug":"vorsicht-vor-betrugsversuchen-im-namen-des-bundesfinanzministeriums","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/vorsicht-vor-betrugsversuchen-im-namen-des-bundesfinanzministeriums\/","title":{"rendered":"Vorsicht vor Betrugsversuchen im Namen des Bundesfinanzministeriums"},"content":{"rendered":"\n<p>Das Bundesministerium der Finanzen warnt aktuell vor vermehrten Betrugsversuchen im Namen des BMF. Dabei werden B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger mit gef\u00e4lschten Schreiben, E-Mails oder Zahlungsaufforderungen kontaktiert. Ziel der T\u00e4ter ist es regelm\u00e4\u00dfig, Geldzahlungen zu veranlassen oder pers\u00f6nliche Daten zu erhalten.<\/p>\n\n\n\n<h2>Gef\u00e4lschte Schreiben mit Zahlungsaufforderung \u00fcber 550 Euro<\/h2>\n\n\n\n<p>Aktuell erhalten Verbraucher gef\u00e4lschte Schreiben mit dem Titel <strong>\u201eFormal Notice of Final Statutory Tax Clearance Requirement and Reinstatement Assurance\u201c<\/strong>. Darin werden sie aufgefordert, einen Betrag von <strong>550 Euro<\/strong> zu zahlen. Angeblich soll dadurch eine Sperrung des Bankkontos aufgehoben werden. Nach Angaben des BMF handelt es sich hierbei um einen Betrugsversuch.<\/p>\n\n\n\n<p>Solche Schreiben sollten keinesfalls ungepr\u00fcft beantwortet werden. Insbesondere sollte keine Zahlung geleistet und keine Kopie von Ausweisdokumenten, Bankdaten oder Zugangsdaten \u00fcbermittelt werden.<\/p>\n\n\n\n<h2>Angebliche Anlageangebote des Bundesfinanzministers<\/h2>\n\n\n\n<p>Ebenfalls warnt das BMF vor Schreiben, in denen der Bundesfinanzminister angeblich bestimmte Anlagem\u00f6glichkeiten bewirbt. Auch diese Schreiben sind nach Darstellung des BMF grunds\u00e4tzlich F\u00e4lschungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Beh\u00f6rden werben keine privaten Geldanlagen an. Wenn ein Schreiben den Eindruck erweckt, eine staatliche Stelle empfehle eine Investition, sollte dies als deutliches Warnsignal verstanden werden.<\/p>\n\n\n\n<h2>Gef\u00e4lschte E-Mails zu angeblichen Steuererstattungen<\/h2>\n\n\n\n<p>Besonders h\u00e4ufig werden auch gef\u00e4lschte E-Mails versendet. Darin wird behauptet, eine R\u00fcckerstattung habe nicht zugestellt werden k\u00f6nnen. Die Empf\u00e4nger sollen daraufhin Kontakt aufnehmen und werden sp\u00e4ter h\u00e4ufig zu Zahlungen oder zur Herausgabe pers\u00f6nlicher Daten aufgefordert. Das BMF weist ausdr\u00fccklich darauf hin, dass diese E-Mails nicht vom Bundesfinanzministerium stammen.<\/p>\n\n\n\n<p>Steuererstattungen werden in Deutschland grunds\u00e4tzlich nicht durch das Bundesfinanzministerium per E-Mail abgewickelt. Zust\u00e4ndig ist in der Regel das jeweilige Finanzamt.<\/p>\n\n\n\n<h2>Missbrauch von Bankverbindungen der Bundeskasse<\/h2>\n\n\n\n<p>Nach den aktuellen Warnhinweisen werden auch Bankverbindungen der Bundeskasse missbr\u00e4uchlich verwendet. B\u00fcrger werden insbesondere im Zusammenhang mit angeblichen Trading-Aktivit\u00e4ten privater Unternehmen aufgefordert, Zahlungen zugunsten der Bundeskasse zu leisten. Das BMF stellt klar, dass die Bundeskasse mit diesen Aktivit\u00e4ten nicht in Zusammenhang steht.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch eine echte Bankverbindung einer Beh\u00f6rde bedeutet daher nicht automatisch, dass die Zahlungsaufforderung berechtigt ist. Entscheidend ist immer, ob ein wirksamer Bescheid oder eine nachvollziehbare beh\u00f6rdliche Zahlungsaufforderung vorliegt.<\/p>\n\n\n\n<h2>Auch gef\u00e4lschte E-Mails im Namen des BZSt im Umlauf<\/h2>\n\n\n\n<p>Neben dem BMF werden auch andere Beh\u00f6rdennamen missbraucht. Im Namen des Bundeszentralamts f\u00fcr Steuern werden nach den Hinweisen des BMF derzeit gef\u00e4lschte Schreiben versendet, in denen beispielsweise Versp\u00e4tungszuschl\u00e4ge, Bearbeitungsgeb\u00fchren oder Kostenbescheide zur Offenlegungspflicht geltend gemacht werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch hier gilt: Zahlungsaufforderungen sollten sorgf\u00e4ltig gepr\u00fcft werden. Im Zweifel sollte nicht auf die in der E-Mail genannte Kontaktadresse geantwortet werden. Stattdessen sollte die Beh\u00f6rde \u00fcber die offiziellen Kontaktwege kontaktiert werden.<\/p>\n\n\n\n<h2>Besondere Vorsicht bei angeblichen Krypto-Gewinnen<\/h2>\n\n\n\n<p>Das BMF weist au\u00dferdem auf Betrugsf\u00e4lle im Zusammenhang mit Kryptow\u00e4hrungen hin. Betroffene investieren zun\u00e4chst bei vermeintlichen Kryptob\u00f6rsen. Anschlie\u00dfend wird ihnen ein hoher Gewinn in Aussicht gestellt. F\u00fcr dessen Auszahlung sollen sie angeblich Geb\u00fchren zahlen, etwa an internationale Institutionen wie die Anti-Money Laundering Authority. Nach den Hinweisen des BMF beginnt der Betrug h\u00e4ufig bereits bei der vermeintlichen Kryptob\u00f6rse.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer in Kryptow\u00e4hrungen investieren m\u00f6chte, sollte Anbieter vorher genau pr\u00fcfen. Bei Zweifeln kann eine R\u00fcckfrage bei der Hausbank oder der BaFin sinnvoll sein.<\/p>\n\n\n\n<h2>Woran Sie Betrugsversuche erkennen k\u00f6nnen<\/h2>\n\n\n\n<p>Typische Warnsignale sind:<\/p>\n\n\n\n<ul><li>ungew\u00f6hnliche Zahlungsaufforderungen per E-Mail, SMS oder WhatsApp,<\/li><li>angebliche Geb\u00fchren f\u00fcr Steuererstattungen, Erbschaften oder Krypto-Gewinne,<\/li><li>Zahlungsdruck durch kurze Fristen,<\/li><li>ausl\u00e4ndisch oder ungew\u00f6hnlich formulierte Schreiben,<\/li><li>Aufforderungen zur Zahlung auf unbekannte Konten,<\/li><li>angebliche Beh\u00f6rdenkontakte \u00fcber private E-Mail-Adressen,<\/li><li>Aufforderungen zur \u00dcbermittlung von Ausweisen, Bankdaten oder Zugangsdaten.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Wichtig: Das BMF, internationale Organisationen wie IWF, EZB oder AMLA und vergleichbare Institutionen setzen gegen\u00fcber B\u00fcrgern keine Steuern fest und erheben keine solchen Geb\u00fchren. Nach den Hinweisen des BMF werden Steuern in Deutschland durch die Finanz\u00e4mter festgesetzt, regelm\u00e4\u00dfig auf dem Postweg.<\/p>\n\n\n\n<h2>Was sollten Betroffene tun?<\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn Sie ein verd\u00e4chtiges Schreiben oder eine verd\u00e4chtige E-Mail erhalten, sollten Sie:<\/p>\n\n\n\n<ol><li><strong>nicht zahlen<\/strong>,<\/li><li><strong>keine Links anklicken<\/strong>,<\/li><li><strong>keine Anh\u00e4nge \u00f6ffnen<\/strong>,<\/li><li><strong>keine pers\u00f6nlichen Daten \u00fcbermitteln<\/strong>,<\/li><li><strong>die Echtheit \u00fcber offizielle Kontaktwege pr\u00fcfen<\/strong>,<\/li><li><strong>bei bereits erfolgter Zahlung unverz\u00fcglich Bank und Polizei informieren<\/strong>.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Wenn bereits Geld gezahlt wurde, sollte der Vorgang dokumentiert werden. Bewahren Sie E-Mails, Schreiben, Zahlungsnachweise und Screenshots auf. Diese Unterlagen k\u00f6nnen f\u00fcr die Bank, die Polizei oder eine sp\u00e4tere rechtliche Pr\u00fcfung wichtig sein.<\/p>\n\n\n\n<h2>Fazit<\/h2>\n\n\n\n<p>Betrugsversuche im Namen von Finanzbeh\u00f6rden wirken zunehmend professionell. Gef\u00e4lschte Schreiben, echte Beh\u00f6rdennamen und teilweise sogar missbr\u00e4uchlich verwendete Bankverbindungen k\u00f6nnen den Eindruck einer amtlichen Zahlungsaufforderung erwecken.<\/p>\n\n\n\n<p>Gerade deshalb gilt: <strong>Zahlen Sie nicht vorschnell. Pr\u00fcfen Sie jede ungew\u00f6hnliche Zahlungsaufforderung sorgf\u00e4ltig.<\/strong> Im Zweifel sollte direkt Kontakt mit der zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rde, der Bank, der BaFin oder der Polizei aufgenommen werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Quelle:<\/strong> Bundesministerium der Finanzen, Warnmeldungen vom 04.05.2026.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Bundesministerium der Finanzen warnt aktuell vor vermehrten Betrugsversuchen im Namen des BMF. 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