{"id":79472,"date":"2026-05-11T17:12:10","date_gmt":"2026-05-11T15:12:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=79472"},"modified":"2026-05-11T17:12:10","modified_gmt":"2026-05-11T15:12:10","slug":"wichtig-fuer-gruender-vorsteuerabzug-bei-anschaffungen-vor-der-gmbh-gruendung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wichtig-fuer-gruender-vorsteuerabzug-bei-anschaffungen-vor-der-gmbh-gruendung\/","title":{"rendered":"<strong>Wichtig f\u00fcr Gr\u00fcnder: Vorsteuerabzug bei Anschaffungen vor der GmbH-Gr\u00fcndung<\/strong>"},"content":{"rendered":"\n<p>Wer eine GmbH gr\u00fcndet, muss oft schon vor der offiziellen Eintragung im Handelsregister investieren \u2013 zum Beispiel in B\u00fcroeinrichtung, Software oder einen Firmenwagen. Ein aktuelles Urteil des Finanzgerichts Niedersachsen (Az. 5 K 111\/24) st\u00e4rkt Gr\u00fcndern nun den R\u00fccken, wenn es um die R\u00fcckerstattung der Umsatzsteuer (Vorsteuer) geht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Problem: Die &#8222;falsche&#8220; Adresse auf der Rechnung<\/strong> H\u00e4ufig wird die Rechnung f\u00fcr solche Erstinvestitionen noch auf den Namen des Gr\u00fcnders pers\u00f6nlich ausgestellt, da die GmbH rechtlich noch nicht voll existiert. Das Finanzamt verweigert in diesen F\u00e4llen oft den Vorsteuerabzug, weil der Rechnungsempf\u00e4nger (der Gr\u00fcnder) nicht identisch mit dem sp\u00e4teren Nutzer (die GmbH) ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Entscheidung des Gerichts:<\/strong> Das Finanzgericht entschied zugunsten einer GmbH, die einen PKW als Sacheinlage von der Gr\u00fcnderin erhalten hatte. Obwohl die Rechnung auf die Gr\u00fcnderin lautete, durfte die GmbH die Vorsteuer in H\u00f6he von mehreren tausend Euro abziehen. Die wichtigsten Gr\u00fcnde:<\/p>\n\n\n\n<ul><li><strong>Wirtschaftliche Realit\u00e4t z\u00e4hlt:<\/strong> Da der Wagen sofort f\u00fcr den Betrieb der GmbH genutzt wurde, darf der Vorsteuerabzug nicht an blo\u00dfen Formalit\u00e4ten scheitern.<\/li><li><strong>Neutralit\u00e4t der Steuer:<\/strong> Die Umsatzsteuer soll Unternehmen nicht belasten. Wenn klar ist, dass die Anschaffung f\u00fcr die Firma gedacht war, muss das Finanzamt die Steuer erstatten.<\/li><li><strong>Wichtiges Detail:<\/strong> In diesem Fall war auf der Rechnung bereits die sp\u00e4tere Gesch\u00e4ftsadresse der GmbH angegeben, was den Zusammenhang verdeutlichte.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Was bedeutet das f\u00fcr Sie?<\/strong> Sollten Sie gerade in der Gr\u00fcndungsphase stehen oder vor Kurzem gegr\u00fcndet haben, pr\u00fcfen wir gerne Ihre Rechnungen aus der Vorbereitungszeit. Auch wenn diese formal &#8222;falsch&#8220; adressiert sind, besteht nach diesem Urteil eine gute Chance, die Vorsteuer vom Finanzamt zur\u00fcckzuerhalten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hinweis:<\/strong> Das Finanzamt hat gegen das Urteil Revision eingelegt. Der Bundesfinanzhof wird den Fall nun abschlie\u00dfend pr\u00fcfen. Wir empfehlen daher, entsprechende Antr\u00e4ge fr\u00fchzeitig zu stellen und bei Ablehnung unter Verweis auf das laufende Verfahren (Az. V R 24\/25) Einspruch einzulegen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr R\u00fcckfragen zur optimalen Gestaltung Ihrer Gr\u00fcndungsrechnungen stehen wir Ihnen gerne zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer eine GmbH gr\u00fcndet, muss oft schon vor der offiziellen Eintragung im Handelsregister investieren \u2013 zum Beispiel in B\u00fcroeinrichtung, Software oder einen Firmenwagen. 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