{"id":79727,"date":"2026-07-05T17:57:26","date_gmt":"2026-07-05T15:57:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=79727"},"modified":"2026-07-05T17:57:26","modified_gmt":"2026-07-05T15:57:26","slug":"aussetzungszinsen-vor-2019-vorlaeufiger-rechtsschutz-in-voller-hoehe-moeglich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/aussetzungszinsen-vor-2019-vorlaeufiger-rechtsschutz-in-voller-hoehe-moeglich\/","title":{"rendered":"Aussetzungszinsen vor 2019: Vorl\u00e4ufiger Rechtsschutz in voller H\u00f6he m\u00f6glich"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Rechtsstand: 05.07.2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer gegen einen Steuerbescheid vorgeht und zugleich <strong>Aussetzung der Vollziehung<\/strong> erh\u00e4lt, gewinnt zun\u00e4chst Liquidit\u00e4t. Wird der Einspruch oder die Klage sp\u00e4ter aber endg\u00fcltig verloren, verlangt das Finanzamt regelm\u00e4\u00dfig <strong>Aussetzungszinsen<\/strong>. Nach der Abgabenordnung betr\u00e4gt der Zinssatz weiterhin <strong>0,5 % pro Monat<\/strong>, also <strong>6 % pro Jahr<\/strong>. Genau dieser Zinssatz steht nun erneut im Fokus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das <strong>Finanzgericht M\u00fcnster<\/strong> hat mit Beschluss vom <strong>03.06.2026<\/strong> entschieden: F\u00fcr <strong>Verzinsungszeitr\u00e4ume vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2018<\/strong> bestehen ernstliche Zweifel an der Verfassungsm\u00e4\u00dfigkeit des Zinssatzes. Deshalb wurde die Vollziehung der festgesetzten Aussetzungszinsen <strong>in voller H\u00f6he ausgesetzt<\/strong>. Der Beschluss ist nicht rechtskr\u00e4ftig; beim Bundesfinanzhof ist die Beschwerde unter <strong>VIII B 59\/26 (AdV)<\/strong> anh\u00e4ngig.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Worum ging es im Streitfall?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein zusammen veranlagtes Ehepaar wandte sich gegen Zinsbescheide. Betroffen waren unter anderem <strong>Aussetzungszinsen zur Einkommensteuer<\/strong> f\u00fcr Zeitr\u00e4ume zwischen dem 01.01.2014 und dem 31.12.2018. Das Finanzgericht M\u00fcnster gab dem Antrag insoweit statt: Die Zinsen m\u00fcssen vorl\u00e4ufig nicht gezahlt werden, soweit sie auf diese Aussetzungszinsen entfallen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wichtig ist die Unterscheidung: Der Antrag hatte <strong>nur bei den Aussetzungszinsen<\/strong> Erfolg. Soweit das Ehepaar auch <strong>Nachzahlungszinsen<\/strong> f\u00fcr Zeitr\u00e4ume vor 2019 angreifen wollte, blieb es erfolglos. Grund: F\u00fcr Nachzahlungszinsen hatte das Bundesverfassungsgericht zwar den Zinssatz von 6 % pro Jahr ab 2014 beanstandet, zugleich aber die Weitergeltung der Regelung bis einschlie\u00dflich 2018 angeordnet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was sind Aussetzungszinsen?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Legen Sie Einspruch oder Klage gegen einen Steuerbescheid ein, m\u00fcssen Sie die festgesetzte Steuer grunds\u00e4tzlich trotzdem zahlen. Die <strong>Aussetzung der Vollziehung<\/strong>, kurz <strong>AdV<\/strong>, kann diese Zahlungspflicht vorl\u00e4ufig stoppen. Bleibt der Rechtsbehelf am Ende endg\u00fcltig erfolglos, erhebt das Finanzamt f\u00fcr den Zeitraum der Aussetzung <strong>Aussetzungszinsen<\/strong> nach \u00a7 237 AO. Die H\u00f6he richtet sich nach \u00a7 238 Abs. 1 AO und betr\u00e4gt derzeit <strong>0,5 % je vollem Monat<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Beispiel:<\/strong><br \/>Wird eine strittige Steuer von 50.000 \u20ac f\u00fcr 24 volle Monate von der Vollziehung ausgesetzt und bleibt der Rechtsbehelf sp\u00e4ter erfolglos, ergeben sich bei 0,5 % pro Monat Aussetzungszinsen von 6.000 \u20ac.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Rechnung:<br \/>50.000 \u20ac \u00d7 0,5 % \u00d7 24 Monate = 6.000 \u20ac<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Warum ist die Entscheidung so wichtig?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Entscheidung ist deshalb praxisrelevant, weil sie eine bisher offene L\u00fccke betrifft: <strong>Aussetzungszinsen f\u00fcr Zeitr\u00e4ume vor 2019<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Bundesverfassungsgericht hatte 2021 \u00fcber die H\u00f6he der <strong>Nachzahlungs- und Erstattungszinsen<\/strong> nach \u00a7 233a AO entschieden. Danach war der Zinssatz von 0,5 % pro Monat f\u00fcr Verzinsungszeitr\u00e4ume ab dem 01.01.2014 mit dem Grundgesetz unvereinbar; f\u00fcr Zeitr\u00e4ume bis einschlie\u00dflich 2018 blieb die Regelung jedoch weiter anwendbar. F\u00fcr <strong>Aussetzungszinsen<\/strong> traf das Bundesverfassungsgericht ausdr\u00fccklich keine abschlie\u00dfende Entscheidung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Aussetzungszinsen ab 2019 liegt bereits eine Vorlage des Bundesfinanzhofs an das Bundesverfassungsgericht vor. Der BFH fragt dort, ob \u00a7 237 in Verbindung mit \u00a7 238 Abs. 1 Satz 1 AO f\u00fcr den Zeitraum vom <strong>01.01.2019 bis zum 15.04.2021<\/strong> verfassungsgem\u00e4\u00df ist, soweit weiterhin 0,5 % pro Monat angesetzt werden. Dieses Verfahren ist beim Bundesverfassungsgericht unter <strong>1 BvL 8\/24<\/strong> anh\u00e4ngig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das FG M\u00fcnster geht nun einen Schritt weiter: Es h\u00e4lt auch f\u00fcr <strong>2014 bis 2018<\/strong> ernstliche verfassungsrechtliche Zweifel f\u00fcr m\u00f6glich. Seine Begr\u00fcndung: Wenn derselbe Zinssatz bei Nachzahlungszinsen ab 2014 verfassungsrechtlich problematisch war, k\u00f6nnen die tragenden Erw\u00e4gungen auch auf Aussetzungszinsen \u00fcbertragbar sein.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Volle Aussetzung statt nur Differenzbetrag<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders bemerkenswert ist, dass das Finanzgericht M\u00fcnster die Vollziehung <strong>in voller H\u00f6he<\/strong> ausgesetzt hat. Damit weicht es bewusst von einem BFH-Beschluss vom <strong>24.10.2024<\/strong> ab. Der BFH hatte f\u00fcr Zeitr\u00e4ume ab 2019 Aussetzung nur in H\u00f6he des Differenzbetrags zwischen 0,5 % und 0,15 % pro Monat gew\u00e4hrt, also in H\u00f6he von <strong>0,35 % pro Monat<\/strong>. F\u00fcr Zeitr\u00e4ume vor 2019 hatte der BFH in dieser Entscheidung keine Aussetzung gew\u00e4hrt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Unterschied: F\u00fcr Nachzahlungszinsen gilt ab 2019 ein abgesenkter Zinssatz von <strong>0,15 % pro Monat<\/strong> nach \u00a7 238 Abs. 1a AO. F\u00fcr Zeitr\u00e4ume vor 2019 gibt es nach Auffassung des FG M\u00fcnster jedoch keinen solchen niedrigeren Vergleichszinssatz. Deshalb k\u00f6nne die Aussetzung bei Aussetzungszinsen 2014 bis 2018 nicht nur auf einen Differenzbetrag begrenzt werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was bedeutet das f\u00fcr Steuerpflichtige?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Steuerpflichtige mit <strong>noch offenen Aussetzungszinsen<\/strong> aus den Jahren 2014 bis 2018 kann sich ein Antrag auf <strong>Aussetzung der Vollziehung<\/strong> oder ein entsprechender Einspruch gegen den Zinsbescheid lohnen. Das gilt vor allem, wenn die Zinsen auf einer Aussetzung der Vollziehung beruhen und der Verzinsungszeitraum ganz oder teilweise zwischen dem 01.01.2014 und dem 31.12.2018 liegt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei ist wichtig: Die Entscheidung des FG M\u00fcnster ist <strong>nicht rechtskr\u00e4ftig<\/strong>. Der Bundesfinanzhof wird im Beschwerdeverfahren <strong>VIII B 59\/26 (AdV)<\/strong> entscheiden, ob er die Linie des FG M\u00fcnster best\u00e4tigt oder korrigiert. Bis dahin bleibt die Rechtslage offen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Steuer-Tipp: Zinsbescheide genau auf Zeitr\u00e4ume pr\u00fcfen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pr\u00fcfen Sie bei Aussetzungszinsen nicht nur die H\u00f6he des Betrags, sondern vor allem den <strong>genauen Verzinsungszeitraum<\/strong>. Entscheidend ist nicht zwingend das Steuerjahr, sondern der Zeitraum, f\u00fcr den Zinsen berechnet wurden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders relevant sind F\u00e4lle, in denen der Zinslauf ganz oder teilweise in diese Phase f\u00e4llt:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>01.01.2014 bis 31.12.2018: neue Argumentationslinie des FG M\u00fcnster<\/li><li>ab 01.01.2019: bereits beim Bundesverfassungsgericht anh\u00e4ngige Grundsatzfrage<\/li><li>vor 01.01.2014: nach der bisherigen Argumentation deutlich schwieriger<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Achtung: Aussetzungszinsen sind nicht Nachzahlungszinsen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein h\u00e4ufiger Fehler ist, Nachzahlungszinsen und Aussetzungszinsen gleichzusetzen. Beide k\u00f6nnen zwar nach \u00a7 238 AO mit einem Zinssatz berechnet werden, sie beruhen aber auf unterschiedlichen Vorschriften und unterschiedlichen Situationen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Nachzahlungszinsen<\/strong> entstehen, wenn zwischen Steuerentstehung und Steuerfestsetzung Zeit vergeht.<br \/><strong>Aussetzungszinsen<\/strong> entstehen, wenn die Zahlung einer strittigen Steuer wegen AdV vorl\u00e4ufig aufgeschoben wurde und der Rechtsbehelf sp\u00e4ter erfolglos bleibt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Unterscheidung ist entscheidend, weil das Bundesverfassungsgericht 2021 unmittelbar nur \u00fcber Nachzahlungs- und Erstattungszinsen entschieden hat.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Checkliste: Was Sie jetzt tun sollten<\/h2>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Pr\u00fcfen Sie, ob ein Bescheid \u00fcber <strong>Aussetzungszinsen<\/strong> vorliegt.<\/li><li>Kontrollieren Sie, ob Verzinsungszeitr\u00e4ume zwischen <strong>01.01.2014 und 31.12.2018<\/strong> betroffen sind.<\/li><li>Pr\u00fcfen Sie, ob der Zinsbescheid noch offen, angefochten oder \u00e4nderbar ist.<\/li><li>Erw\u00e4gen Sie Einspruch und Antrag auf Aussetzung der Vollziehung unter Hinweis auf <strong>FG M\u00fcnster, Beschluss vom 03.06.2026 \u2013 9 V 583\/26<\/strong>.<\/li><li>Behalten Sie das BFH-Beschwerdeverfahren <strong>VIII B 59\/26 (AdV)<\/strong> im Blick.<\/li><li>Lassen Sie im Einzelfall pr\u00fcfen, ob zus\u00e4tzlich Ruhen des Verfahrens oder eine Bezugnahme auf das BVerfG-Verfahren <strong>1 BvL 8\/24<\/strong> sinnvoll ist.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">FAQ zu Aussetzungszinsen vor 2019<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Sind Aussetzungszinsen f\u00fcr 2014 bis 2018 jetzt automatisch verfassungswidrig?<\/strong><br \/>Nein. Das FG M\u00fcnster hat im Verfahren des vorl\u00e4ufigen Rechtsschutzes ernstliche Zweifel bejaht. Eine endg\u00fcltige Entscheidung \u00fcber die Verfassungsm\u00e4\u00dfigkeit liegt noch nicht vor.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Muss ich festgesetzte Aussetzungszinsen jetzt nicht mehr zahlen?<\/strong><br \/>Nicht automatisch. Sie ben\u00f6tigen grunds\u00e4tzlich einen offenen Rechtsbehelf und einen Antrag auf Aussetzung der Vollziehung. Ob dieser Erfolg hat, h\u00e4ngt vom Einzelfall ab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Gilt die Entscheidung auch f\u00fcr Nachzahlungszinsen?<\/strong><br \/>Nein. F\u00fcr Nachzahlungszinsen bis einschlie\u00dflich 2018 bleibt es grunds\u00e4tzlich bei der Fortgeltungsanordnung des Bundesverfassungsgerichts.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Warum geht es gerade um den Zeitraum 2014 bis 2018?<\/strong><br \/>Weil das Bundesverfassungsgericht den Zinssatz von 6 % pro Jahr bei Nachzahlungszinsen ab 2014 f\u00fcr verfassungsrechtlich problematisch hielt, aber f\u00fcr Nachzahlungszinsen bis Ende 2018 die Weitergeltung angeordnet hat. F\u00fcr Aussetzungszinsen blieb diese Frage offen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Was ist ab 2019 anders?<\/strong><br \/>Ab 2019 betr\u00e4gt der Zinssatz f\u00fcr Nachzahlungs- und Erstattungszinsen nach \u00a7 233a AO nur noch 0,15 % pro Monat. Aussetzungszinsen werden dagegen weiterhin mit 0,5 % pro Monat berechnet. Diese Spreizung ist ein zentraler Grund f\u00fcr die verfassungsrechtliche Diskussion.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Sollte ich gegen einen Zinsbescheid Einspruch einlegen?<\/strong><br \/>Bei erheblichen Aussetzungszinsen und offenen Verzinsungszeitr\u00e4umen ab 2014 sollte ein Einspruch zumindest gepr\u00fcft werden. Entscheidend sind Fristen, Bestandskraft und die genaue Zusammensetzung der Zinsen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fazit<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Beschluss des FG M\u00fcnster er\u00f6ffnet f\u00fcr Steuerpflichtige mit offenen <strong>Aussetzungszinsen f\u00fcr Zeitr\u00e4ume von 2014 bis 2018<\/strong> eine neue Verteidigungslinie. Besonders relevant ist, dass das Gericht die Vollziehung nicht nur teilweise, sondern <strong>in voller H\u00f6he<\/strong> ausgesetzt hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Noch ist die Entscheidung jedoch nicht rechtskr\u00e4ftig. Der Bundesfinanzhof muss im Verfahren <strong>VIII B 59\/26 (AdV)<\/strong> kl\u00e4ren, ob die Argumentation des FG M\u00fcnster Bestand hat. Bis dahin sollten betroffene Zinsbescheide sorgf\u00e4ltig gepr\u00fcft und verfahrensrechtlich offengehalten werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Beitrag stellt keine individuelle steuerliche Beratung dar und ersetzt nicht das Gespr\u00e4ch mit einem Steuerberater.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Quellenverzeichnis<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>FG M\u00fcnster, Beschluss vom 03.06.2026 \u2013 9 V 583\/26, nicht rechtskr\u00e4ftig; Beschwerde beim BFH unter VIII B 59\/26 (AdV).<\/li><li>FG M\u00fcnster, Pressemitteilung Nr. 5 vom 01.07.2026: \u201eAussetzungszinsen f\u00fcr Zeitr\u00e4ume vor 2019: Vorl\u00e4ufiger Rechtsschutz in voller H\u00f6he\u201c.<\/li><li>\u00a7 237 AO: Zinsen bei Aussetzung der Vollziehung.<\/li><li>\u00a7 238 Abs. 1 AO: Zinssatz 0,5 % je Monat; \u00a7 238 Abs. 1a AO: 0,15 % je Monat f\u00fcr Nachzahlungs- und Erstattungszinsen nach \u00a7 233a AO ab 01.01.2019.<\/li><li>BVerfG, Beschluss vom 08.07.2021 \u2013 1 BvR 2237\/14, 1 BvR 2422\/17, zur Vollverzinsung nach \u00a7 233a AO i. V. m. \u00a7 238 AO.<\/li><li>BFH, Vorlagebeschluss vom 08.05.2024 \u2013 VIII R 9\/23; anh\u00e4ngig beim BVerfG unter 1 BvL 8\/24.<\/li><li>BFH, Beschluss vom 24.10.2024 \u2013 VI B 35\/24 (AdV), zur teilweisen Aussetzung in H\u00f6he eines Differenzzinssatzes von 0,35 % je Monat ab 2019.<\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rechtsstand: 05.07.2026 Wer gegen einen Steuerbescheid vorgeht und zugleich Aussetzung der Vollziehung erh\u00e4lt, gewinnt zun\u00e4chst Liquidit\u00e4t. Wird der Einspruch oder die Klage sp\u00e4ter aber endg\u00fcltig verloren, verlangt das Finanzamt regelm\u00e4\u00dfig Aussetzungszinsen. Nach der Abgabenordnung betr\u00e4gt der Zinssatz weiterhin 0,5 % pro Monat, also 6 % pro Jahr. 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