{"id":79733,"date":"2026-07-05T18:26:50","date_gmt":"2026-07-05T16:26:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=79733"},"modified":"2026-07-05T18:26:50","modified_gmt":"2026-07-05T16:26:50","slug":"grundsteuer-baden-wuerttemberg-bfh-haelt-landesmodell-fuer-verfassungsgemaess","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/grundsteuer-baden-wuerttemberg-bfh-haelt-landesmodell-fuer-verfassungsgemaess\/","title":{"rendered":"Grundsteuer Baden-W\u00fcrttemberg: BFH h\u00e4lt Landesmodell f\u00fcr verfassungsgem\u00e4\u00df"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Bundesfinanzhof hat mit zwei Urteilen zur <strong>Grundsteuer Baden-W\u00fcrttemberg<\/strong> wichtige Klarheit geschaffen: Das <strong>Landesgrundsteuergesetz Baden-W\u00fcrttemberg<\/strong> ist nach Auffassung des BFH verfassungsgem\u00e4\u00df. Betroffen sind vor allem Eigent\u00fcmerinnen und Eigent\u00fcmer, deren Grundst\u00fccke nach dem baden-w\u00fcrttembergischen <strong>modifizierten Bodenwertmodell<\/strong> bewertet werden. Grundlage sind die Urteile vom 22.04.2026 in den Verfahren <strong>II R 26\/24<\/strong> und <strong>II R 27\/24<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h2>Worum ging es in den BFH-Verfahren?<\/h2>\n\n\n\n<p>In beiden Verfahren wehrten sich Grundst\u00fcckseigent\u00fcmer gegen die Bewertung ihrer Grundst\u00fccke nach dem baden-w\u00fcrttembergischen Landesgrundsteuergesetz. Das zentrale Problem: In Baden-W\u00fcrttemberg wird der Grundsteuerwert f\u00fcr Grundst\u00fccke im Wesentlichen durch die Formel <strong>Grundst\u00fccksfl\u00e4che \u00d7 Bodenrichtwert<\/strong> ermittelt. Die Bebauung spielt auf dieser ersten Bewertungsstufe keine Rolle.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Verfahren <strong>II R 26\/24<\/strong> ging es um ein Grundst\u00fcck in Karlsruhe. Das Finanzamt hatte die gesamte Grundst\u00fccksfl\u00e4che von <strong>1.109 m\u00b2<\/strong> mit dem Bodenrichtwert von <strong>510 \u20ac\/m\u00b2<\/strong> bewertet und daraus einen Grundsteuerwert von <strong>565.500 \u20ac<\/strong> festgestellt. Die Kl\u00e4gerin wollte f\u00fcr einen hinteren Grundst\u00fccksteil einen niedrigeren Wert ansetzen, weil dieser nach ihrer Auffassung nur eingeschr\u00e4nkt nutzbar war.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Verfahren <strong>II R 27\/24<\/strong> betraf der Streit ein Grundst\u00fcck in Stuttgart mit <strong>434 m\u00b2<\/strong> Fl\u00e4che und einem Bodenrichtwert von <strong>1.400 \u20ac\/m\u00b2<\/strong>. Das Finanzamt stellte den Grundsteuerwert auf <strong>607.600 \u20ac<\/strong> fest. Auch hier wandten sich die Kl\u00e4ger gegen die pauschale Anwendung des Bodenrichtwerts.<\/p>\n\n\n\n<h2>Was hat der BFH entschieden?<\/h2>\n\n\n\n<p>Der BFH hat die Revisionen in beiden Verfahren zur\u00fcckgewiesen. Damit blieben die Entscheidungen des Finanzgerichts Baden-W\u00fcrttemberg und die angegriffenen Grundsteuerwertbescheide im Ergebnis bestehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die wichtigste Aussage lautet: Nach <strong>\u00a7 38 Abs. 1 LGrStG BW<\/strong> ist der Bodenrichtwert des Richtwertgrundst\u00fccks grunds\u00e4tzlich <strong>pauschal und ohne individuelle Anpassung<\/strong> auf alle Grundst\u00fccke innerhalb derselben Bodenrichtwertzone anzuwenden. Grundst\u00fccksbezogene Besonderheiten, etwa eine besondere Tiefe, eingeschr\u00e4nkte Nutzungsm\u00f6glichkeiten oder abweichende Teilfl\u00e4chen, f\u00fchren nicht automatisch zu einem niedrigeren Grundsteuerwert.<\/p>\n\n\n\n<h2>Warum ist das Landesgrundsteuergesetz Baden-W\u00fcrttemberg verfassungsgem\u00e4\u00df?<\/h2>\n\n\n\n<p>Der BFH h\u00e4lt das baden-w\u00fcrttembergische Modell sowohl formell als auch materiell-rechtlich f\u00fcr verfassungsgem\u00e4\u00df. Formell durfte Baden-W\u00fcrttemberg nach Auffassung des Gerichts ein eigenes Grundsteuermodell schaffen. Die Gesetzgebungskompetenz ergibt sich aus <strong>Art. 105 Abs. 2 Satz 1 GG<\/strong> in Verbindung mit <strong>Art. 72 Abs. 3 Satz 1 Nr. 7 GG<\/strong>. Danach k\u00f6nnen die L\u00e4nder bei der Grundsteuer vom Bundesmodell abweichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch materiell-rechtlich sieht der BFH keinen Versto\u00df gegen den Gleichheitssatz aus <strong>Art. 3 Abs. 1 GG<\/strong>. Der Gesetzgeber darf bei Massenverfahren typisieren und pauschalieren, wenn das Verfahren noch realit\u00e4ts- und relationsgerecht bleibt. Genau das bejaht der BFH f\u00fcr die Ankn\u00fcpfung an Bodenrichtwerte und Grundst\u00fccksfl\u00e4chen.<\/p>\n\n\n\n<h2>Warum werden Geb\u00e4ude nicht ber\u00fccksichtigt?<\/h2>\n\n\n\n<p>Ein h\u00e4ufiger Kritikpunkt am baden-w\u00fcrttembergischen Modell lautet: Ein unbebautes Grundst\u00fcck kann auf der ersten Stufe genauso bewertet werden wie ein bebautes Grundst\u00fcck gleicher Fl\u00e4che in derselben Bodenrichtwertzone. Der BFH h\u00e4lt dies dennoch f\u00fcr zul\u00e4ssig.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach Auffassung des Gerichts darf Baden-W\u00fcrttemberg an den <strong>Bodenwert<\/strong> ankn\u00fcpfen, weil dieser die Lage, die Nutzbarkeit und das wirtschaftliche Potenzial eines Grundst\u00fccks typisiert abbildet. Der Belastungsgrund der Steuer liegt nach dem BFH nicht nur in der Nutzung kommunaler Infrastruktur, sondern auch im Potenzial einer ertragbringenden Nutzung des Grundbesitzes.<\/p>\n\n\n\n<p>Wichtig ist aber: Die Wohnnutzung wird nicht v\u00f6llig ignoriert. Sie wirkt sich \u00fcber die <strong>Steuermesszahl<\/strong> aus. Bei \u00fcberwiegender Wohnnutzung wird die Steuermesszahl nach <strong>\u00a7 40 Abs. 3 LGrStG BW<\/strong> um <strong>30 %<\/strong> erm\u00e4\u00dfigt.<\/p>\n\n\n\n<h2>K\u00f6nnen Eigent\u00fcmer trotzdem einen niedrigeren Wert nachweisen?<\/h2>\n\n\n\n<p>Ja, aber nur unter engen Voraussetzungen. Ein geringerer Bodenwert kann nach <strong>\u00a7 38 Abs. 4 LGrStG BW<\/strong> ber\u00fccksichtigt werden, wenn durch ein <strong>qualifiziertes Gutachten<\/strong> nachgewiesen wird, dass der tats\u00e4chliche Wert des Grund und Bodens zum Hauptfeststellungszeitpunkt um <strong>mehr als 30 %<\/strong> vom gesetzlich ermittelten Wert abweicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Verfahren <strong>II R 26\/24<\/strong> scheiterte die Kl\u00e4gerin unter anderem daran, dass die zun\u00e4chst festgestellte Abweichung nur <strong>24 %<\/strong> betrug und ein sp\u00e4ter vorgelegtes Gutachten im Revisionsverfahren nicht mehr ber\u00fccksichtigt werden konnte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Steuer-Tipp:<\/strong><br \/>Eigent\u00fcmer sollten nicht pauschal gegen den Bodenrichtwert argumentieren, sondern konkret pr\u00fcfen lassen, ob ein qualifiziertes Gutachten einen um mehr als <strong>30 %<\/strong> niedrigeren tats\u00e4chlichen Bodenwert belegen kann. Besonders relevant kann das bei Grundst\u00fccken mit erheblichen Nutzungseinschr\u00e4nkungen, ungew\u00f6hnlichem Zuschnitt oder besonderen Belastungen sein.<\/p>\n\n\n\n<h2>Was bedeutet das Urteil f\u00fcr laufende Einspr\u00fcche?<\/h2>\n\n\n\n<p>Das BFH-Urteil schw\u00e4cht Einspr\u00fcche, die sich allein auf die angebliche Verfassungswidrigkeit des baden-w\u00fcrttembergischen Grundsteuermodells st\u00fctzen. Der BFH sieht das Landesgrundsteuergesetz Baden-W\u00fcrttemberg gerade nicht als verfassungswidrig an.<\/p>\n\n\n\n<p>Anders kann es sein, wenn im konkreten Einzelfall Fehler vorliegen, etwa bei der Grundst\u00fccksfl\u00e4che, der Zuordnung zur Bodenrichtwertzone oder bei der Frage, ob die Voraussetzungen f\u00fcr eine Erm\u00e4\u00dfigung der Steuermesszahl erf\u00fcllt sind. Auch ein qualifiziertes Gutachten nach <strong>\u00a7 38 Abs. 4 LGrStG BW<\/strong> bleibt weiterhin ein m\u00f6glicher Ansatzpunkt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Achtung \/ H\u00e4ufiger Fehler:<\/strong><br \/>Ein Einspruch gegen den Grundsteuerwertbescheid ersetzt kein qualifiziertes Gutachten. Wer einen niedrigeren tats\u00e4chlichen Bodenwert geltend machen will, muss die formalen Anforderungen des <strong>\u00a7 38 Abs. 4 LGrStG BW<\/strong> erf\u00fcllen.<\/p>\n\n\n\n<h2>Kurzes Rechenbeispiel: Wie wirkt das Bodenwertmodell?<\/h2>\n\n\n\n<p>Ein Grundst\u00fcck in Baden-W\u00fcrttemberg hat:<\/p>\n\n\n\n<ul><li>Grundst\u00fccksfl\u00e4che: <strong>500 m\u00b2<\/strong><\/li><li>Bodenrichtwert: <strong>600 \u20ac\/m\u00b2<\/strong><\/li><li>Nutzung: \u00fcberwiegend Wohnen<\/li><li>Hebesatz der Gemeinde: <strong>350 %<\/strong><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Berechnung:<\/p>\n\n\n\n<ol><li>Grundsteuerwert: <strong>500 m\u00b2 \u00d7 600 \u20ac\/m\u00b2 = 300.000 \u20ac<\/strong><\/li><li>Steuermesszahl Grundst\u00fccke: <strong>1,3 \u2030<\/strong><\/li><li>Erm\u00e4\u00dfigung bei \u00fcberwiegender Wohnnutzung: <strong>30 %<\/strong><\/li><li>Effektive Steuermesszahl: <strong>0,91 \u2030<\/strong><\/li><li>Grundsteuermessbetrag: <strong>300.000 \u20ac \u00d7 0,91 \u2030 = 273 \u20ac<\/strong><\/li><li>Grundsteuer: <strong>273 \u20ac \u00d7 350 % = 955,50 \u20ac<\/strong><\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Die konkrete Grundsteuer h\u00e4ngt also nicht nur vom Bodenrichtwert, sondern auch vom kommunalen Hebesatz ab. Die Gemeinde legt diesen Hebesatz fest.<\/p>\n\n\n\n<h2>Checkliste: Was sollten Eigent\u00fcmer jetzt pr\u00fcfen?<\/h2>\n\n\n\n<p>Pr\u00fcfen Sie insbesondere:<\/p>\n\n\n\n<ul><li>Ist die Grundst\u00fccksfl\u00e4che im Bescheid korrekt?<\/li><li>Wurde die richtige Bodenrichtwertzone angesetzt?<\/li><li>Ist die \u00fcberwiegende Wohnnutzung korrekt ber\u00fccksichtigt?<\/li><li>Kommen weitere Erm\u00e4\u00dfigungen in Betracht, etwa f\u00fcr sozialen Wohnungsbau oder Kulturdenkm\u00e4ler?<\/li><li>Gibt es objektive Gr\u00fcnde f\u00fcr einen um mehr als <strong>30 %<\/strong> niedrigeren Bodenwert?<\/li><li>Ist ein qualifiziertes Gutachten wirtschaftlich sinnvoll?<\/li><li>Ist der richtige Bescheid angegriffen worden: Grundsteuerwertbescheid, Grundsteuermessbescheid oder Grundsteuerbescheid der Gemeinde?<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h2>Fazit: Mehr Rechtssicherheit, aber Einzelfallpr\u00fcfung bleibt wichtig<\/h2>\n\n\n\n<p>Die BFH-Urteile <strong>II R 26\/24<\/strong> und <strong>II R 27\/24<\/strong> bringen f\u00fcr Baden-W\u00fcrttemberg erhebliche Rechtssicherheit. Das Landesgrundsteuergesetz ist nach Auffassung des BFH verfassungsgem\u00e4\u00df. Die pauschale Anwendung des Bodenrichtwerts innerhalb einer Bodenrichtwertzone ist grunds\u00e4tzlich zul\u00e4ssig.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Eigent\u00fcmer bedeutet das: Allgemeine verfassungsrechtliche Einw\u00e4nde haben nach diesen Entscheidungen deutlich geringere Erfolgsaussichten. Erfolgversprechender ist eine konkrete Pr\u00fcfung des eigenen Bescheids \u2013 insbesondere bei falschen Fl\u00e4chenangaben, fehlerhafter Zonenzuordnung, nicht ber\u00fccksichtigten Erm\u00e4\u00dfigungen oder einem nachweisbar deutlich niedrigeren tats\u00e4chlichen Bodenwert.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Beitrag stellt keine individuelle steuerliche Beratung dar und ersetzt nicht das Gespr\u00e4ch mit einem Steuerberater.<\/p>\n\n\n\n<h2>FAQ zur BFH-Entscheidung<\/h2>\n\n\n\n<h3>Ist die Grundsteuer in Baden-W\u00fcrttemberg verfassungswidrig?<\/h3>\n\n\n\n<p>Nach den BFH-Urteilen vom 22.04.2026 in den Verfahren <strong>II R 26\/24<\/strong> und <strong>II R 27\/24<\/strong> h\u00e4lt der Bundesfinanzhof das Landesgrundsteuergesetz Baden-W\u00fcrttemberg nicht f\u00fcr verfassungswidrig.<\/p>\n\n\n\n<h3>Warum z\u00e4hlt in Baden-W\u00fcrttemberg vor allem der Bodenrichtwert?<\/h3>\n\n\n\n<p>Baden-W\u00fcrttemberg nutzt bei der Grundsteuer B das modifizierte Bodenwertmodell. Der Grundsteuerwert ergibt sich im Kern aus Grundst\u00fccksfl\u00e4che und Bodenrichtwert. Die Bebauung wird auf dieser Bewertungsstufe nicht ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n\n\n\n<h3>Kann ich geltend machen, dass mein Grundst\u00fcck weniger wert ist?<\/h3>\n\n\n\n<p>Ja. Daf\u00fcr muss nach <strong>\u00a7 38 Abs. 4 LGrStG BW<\/strong> ein qualifiziertes Gutachten einen um mehr als <strong>30 %<\/strong> niedrigeren tats\u00e4chlichen Wert des Grund und Bodens nachweisen.<\/p>\n\n\n\n<h3>Reicht ein gro\u00dfer Garten f\u00fcr einen niedrigeren Grundsteuerwert aus?<\/h3>\n\n\n\n<p>Nicht automatisch. Der BFH hat entschieden, dass der Bodenrichtwert innerhalb der Bodenrichtwertzone grunds\u00e4tzlich pauschal anzuwenden ist. Ein niedrigerer Wert kommt nur unter den Voraussetzungen des <strong>\u00a7 38 Abs. 4 LGrStG BW<\/strong> in Betracht.<\/p>\n\n\n\n<h3>Wird Wohnen bei der Grundsteuer Baden-W\u00fcrttemberg beg\u00fcnstigt?<\/h3>\n\n\n\n<p>Ja. Dient ein Grundst\u00fcck \u00fcberwiegend Wohnzwecken, wird die Steuermesszahl nach <strong>\u00a7 40 Abs. 3 LGrStG BW<\/strong> um <strong>30 %<\/strong> erm\u00e4\u00dfigt.<\/p>\n\n\n\n<h3>Wer legt die endg\u00fcltige Grundsteuer fest?<\/h3>\n\n\n\n<p>Das Finanzamt stellt den Grundsteuerwert und den Grundsteuermessbetrag fest. Die endg\u00fcltige Grundsteuer ergibt sich erst durch Anwendung des kommunalen Hebesatzes, den die jeweilige Gemeinde festlegt.<\/p>\n\n\n\n<h3>Sollte ich meinen Grundsteuerbescheid noch pr\u00fcfen lassen?<\/h3>\n\n\n\n<p>Ja, insbesondere wenn konkrete Fehler m\u00f6glich sind. Verfassungsrechtliche Pauschaleinw\u00e4nde sind nach den BFH-Urteilen zwar schwieriger geworden, Einzelfehler bei Fl\u00e4che, Bodenrichtwertzone, Nutzung oder Erm\u00e4\u00dfigungen k\u00f6nnen aber weiterhin relevant sein.<\/p>\n\n\n\n<h2>Vorschl\u00e4ge f\u00fcr interne Verlinkungen<\/h2>\n\n\n\n<ul><li><a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/Steuerrechner\/Grundsteuer.html\">Grundsteuerbescheid pr\u00fcfen lassen: Worauf Eigent\u00fcmer achten sollten<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/immobiliensteuerrecht.html\">Immobilienbesteuerung: Steuerliche Folgen f\u00fcr Eigent\u00fcmer und Vermieter<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/Einspruch-Klage-Finanzgericht.html\">Einspruch gegen Steuerbescheid: Fristen, Chancen und Risiken<\/a><\/li><\/ul>\n\n\n\n<h2>Quellenverzeichnis<\/h2>\n\n\n\n<ul><li>BFH, Urteil vom 22.04.2026, <strong>II R 26\/24<\/strong>, Vorinstanz FG Baden-W\u00fcrttemberg vom 11.06.2024, <strong>8 K 1582\/23<\/strong>.<\/li><li>BFH, Urteil vom 22.04.2026, <strong>II R 27\/24<\/strong>, Vorinstanz FG Baden-W\u00fcrttemberg vom 11.06.2024, <strong>8 K 2368\/22<\/strong>.<\/li><li>BFH, Pressemitteilung Nr. 032\/26 vom 20.05.2026: \u201eLandesgrundsteuergesetz Baden-W\u00fcrttemberg ist nicht verfassungswidrig\u201c.<\/li><li><strong>\u00a7 38 LGrStG BW<\/strong>: Bewertung von Grundst\u00fccken; Bodenrichtwert \u00d7 Grundst\u00fccksfl\u00e4che; Nachweis eines niedrigeren Bodenwerts nur unter den Voraussetzungen des Abs. 4.<\/li><li><strong>\u00a7 40 Abs. 3 LGrStG BW<\/strong>: Erm\u00e4\u00dfigung der Steuermesszahl um 30 % bei \u00fcberwiegender Wohnnutzung.<\/li><li><strong>Art. 105 Abs. 2 Satz 1 GG<\/strong>, <strong>Art. 72 Abs. 3 Satz 1 Nr. 7 GG<\/strong>: Gesetzgebungskompetenz und L\u00e4nder\u00f6ffnungsklausel f\u00fcr die Grundsteuer.<\/li><li><strong>Art. 3 Abs. 1 GG<\/strong>: Allgemeiner Gleichheitssatz.<\/li><li><strong>Art. 20a GG<\/strong>: Schutz der nat\u00fcrlichen Lebensgrundlagen; vom BFH im Zusammenhang mit dem LGrStG BW gepr\u00fcft und nicht als verletzt angesehen.<\/li><li>Ministerium f\u00fcr Finanzen Baden-W\u00fcrttemberg \/ Finanz\u00e4mter Baden-W\u00fcrttemberg: Berechnung der Grundsteuer, Steuermesszahlen, Hebesatz und Hinweise zum Gutachtennachweis.<\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Bundesfinanzhof hat mit zwei Urteilen zur Grundsteuer Baden-W\u00fcrttemberg wichtige Klarheit geschaffen: Das Landesgrundsteuergesetz Baden-W\u00fcrttemberg ist nach Auffassung des BFH verfassungsgem\u00e4\u00df. Betroffen sind vor allem Eigent\u00fcmerinnen und Eigent\u00fcmer, deren Grundst\u00fccke nach dem baden-w\u00fcrttembergischen modifizierten Bodenwertmodell bewertet werden. Grundlage sind die Urteile vom 22.04.2026 in den Verfahren II R 26\/24 und II R 27\/24. 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