{"id":80705,"date":"2026-08-07T15:48:53","date_gmt":"2026-08-07T13:48:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=80705"},"modified":"2026-08-07T15:48:53","modified_gmt":"2026-08-07T13:48:53","slug":"bverfg-prueft-erbschaftsteuer-was-die-verfahren-im-oktober-2026-fuer-erben-und-unternehmer-bedeuten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/bverfg-prueft-erbschaftsteuer-was-die-verfahren-im-oktober-2026-fuer-erben-und-unternehmer-bedeuten\/","title":{"rendered":"BVerfG pr\u00fcft Erbschaftsteuer: Was die Verfahren im Oktober 2026 f\u00fcr Erben und Unternehmer bedeuten"},"content":{"rendered":"\n<p>Erbschaftsteuer. Was Erben, Familienunternehmen und Nachfolgen jetzt wissen sollten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Rechtsstand:<\/strong> 7. August 2026<br \/><strong>Kategorie:<\/strong> Steuerrecht \/ Erbschaftsteuer \/ Unternehmensnachfolge<\/p>\n\n\n\n<h2>Warum die Erbschaftsteuer jetzt wieder im Fokus steht<\/h2>\n\n\n\n<p>Die <strong>Erbschaftsteuer<\/strong> steht erneut vor dem Bundesverfassungsgericht. Am <strong>12. Oktober 2026<\/strong> verhandelt der Erste Senat zur Frage der <strong>Gesetzgebungskompetenz des Bundes<\/strong> bei zentralen Regeln des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes. Am <strong>13. Oktober 2026<\/strong> folgt ein weiteres Verfahren zur <strong>Verschonung von Betriebsverm\u00f6gen<\/strong>. Betroffen sind damit zwei Kernfragen: Darf der Bund die Erbschaftsteuer in dieser Form einheitlich regeln? Und ist es verfassungsrechtlich zul\u00e4ssig, Unternehmensverm\u00f6gen deutlich st\u00e4rker zu beg\u00fcnstigen als Privatverm\u00f6gen?<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Erben, Familienunternehmen und Verm\u00f6gensnachfolgen ist das hoch relevant. Bis zu einer Entscheidung gilt das aktuelle Erbschaftsteuerrecht zwar weiter. Wer jedoch gr\u00f6\u00dfere Verm\u00f6gen, Immobilien oder Betriebsverm\u00f6gen \u00fcbertragen m\u00f6chte, sollte die Verfahren aufmerksam verfolgen und geplante Nachfolgen steuerlich sauber vorbereiten.<\/p>\n\n\n\n<h2>Worum geht es im ersten Verfahren zur Gesetzgebungskompetenz?<\/h2>\n\n\n\n<p>Im Verfahren <strong>1 BvF 1\/23<\/strong> greift die Bayerische Staatsregierung zentrale Vorschriften des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes an. Konkret geht es um die <strong>Bewertung von Grundbesitz<\/strong>, die <strong>pers\u00f6nlichen Freibetr\u00e4ge<\/strong> und die <strong>Steuers\u00e4tze<\/strong> nach \u00a7 12 Abs. 3, \u00a7 16 Abs. 1 und \u00a7 19 Abs. 1 ErbStG.<\/p>\n\n\n\n<p>Der verfassungsrechtliche Kern: Bayern h\u00e4lt die bundesgesetzliche Regelung f\u00fcr formell verfassungswidrig. Nach Art. 105 Abs. 2 GG hat der Bund f\u00fcr die \u00fcbrigen Steuern die konkurrierende Gesetzgebung, wenn ihm das Steueraufkommen ganz oder teilweise zusteht oder die Voraussetzungen des Art. 72 Abs. 2 GG vorliegen. Art. 72 GG regelt wiederum, wann der Bund bei konkurrierender Gesetzgebung t\u00e4tig werden darf.<\/p>\n\n\n\n<p>Daneben wird materiell ger\u00fcgt, dass Freibetr\u00e4ge und Steuers\u00e4tze nicht ausreichend an Preissteigerungen und regionale Immobilienwerte angepasst seien. In der Diskussion stehen insbesondere Art. 14 Abs. 1 GG, der Eigentum und Erbrecht gew\u00e4hrleistet, Art. 6 Abs. 1 GG zum Schutz von Ehe und Familie sowie Art. 3 Abs. 1 GG mit dem allgemeinen Gleichheitssatz.<\/p>\n\n\n\n<h3>Aktuelle Freibetr\u00e4ge nach \u00a7 16 ErbStG<\/h3>\n\n\n\n<p>Nach \u00a7 16 Abs. 1 ErbStG bleiben bei unbeschr\u00e4nkter Steuerpflicht unter anderem folgende Erwerbe steuerfrei:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><th>Erwerber<\/th><th>Pers\u00f6nlicher Freibetrag<\/th><\/tr><tr><td>Ehegatte \/ Lebenspartner<\/td><td>500.000 \u20ac<\/td><\/tr><tr><td>Kinder und Kinder verstorbener Kinder<\/td><td>400.000 \u20ac<\/td><\/tr><tr><td>Enkelkinder<\/td><td>200.000 \u20ac<\/td><\/tr><tr><td>\u00dcbrige Personen der Steuerklasse I<\/td><td>100.000 \u20ac<\/td><\/tr><tr><td>Personen der Steuerklasse II<\/td><td>20.000 \u20ac<\/td><\/tr><tr><td>\u00dcbrige Personen der Steuerklasse III<\/td><td>20.000 \u20ac<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>Diese Betr\u00e4ge ergeben sich aus \u00a7 16 Abs. 1 ErbStG.<\/p>\n\n\n\n<h2>Worum geht es im zweiten Verfahren zur Verschonung von Betriebsverm\u00f6gen?<\/h2>\n\n\n\n<p>Im Verfahren <strong>1 BvR 804\/22<\/strong> geht es um die Frage, ob die erbschaft- und schenkungsteuerlichen Beg\u00fcnstigungen f\u00fcr <strong>betriebliches Verm\u00f6gen<\/strong> mit dem Grundgesetz vereinbar sind oder Erwerber von nicht beg\u00fcnstigtem Privatverm\u00f6gen verfassungswidrig benachteiligen. Das BVerfG f\u00fchrt das Verfahren in seinen geplanten Entscheidungen ausdr\u00fccklich zu \u00a7\u00a7 13a, 13b, 13c, 19, 19a, 28a ErbStG und \u00a7 203 BewG.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Beschwerdef\u00fchrer erbte Privatverm\u00f6gen aus dem Nachlass seiner Tante, unter anderem Wertpapier- und Grundverm\u00f6gen, und wandte sich erfolglos gegen die Erbschaftsteuerbelastung. Seine Verfassungsbeschwerde zielt darauf, die Privilegierung von Betriebsverm\u00f6gen im Vergleich zu Privatverm\u00f6gen verfassungsrechtlich \u00fcberpr\u00fcfen zu lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das ErbStG sieht f\u00fcr beg\u00fcnstigtes Betriebsverm\u00f6gen weitreichende Verschonungsregelungen vor. Nach \u00a7 13a Abs. 1 ErbStG bleibt beg\u00fcnstigtes Verm\u00f6gen im Sinne des \u00a7 13b ErbStG grunds\u00e4tzlich zu <strong>85 % steuerfrei<\/strong>, wenn bestimmte Voraussetzungen erf\u00fcllt sind und der Erwerb die dort genannte Grenze von <strong>26 Mio. \u20ac<\/strong> nicht \u00fcbersteigt.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr sehr gro\u00dfe Erwerbe kann zus\u00e4tzlich die <strong>Verschonungsbedarfspr\u00fcfung<\/strong> nach \u00a7 28a ErbStG relevant werden. Dabei geht es vereinfacht gesagt darum, ob die Steuer aus verf\u00fcgbarem Verm\u00f6gen bezahlt werden kann. Genau diese weitreichenden Entlastungen stehen nun erneut im verfassungsrechtlichen Fokus.<\/p>\n\n\n\n<h2>Welche Steuers\u00e4tze gelten aktuell?<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Erbschaftsteuer wird nach \u00a7 19 Abs. 1 ErbStG je nach Steuerklasse und H\u00f6he des steuerpflichtigen Erwerbs erhoben. Die Steuers\u00e4tze reichen aktuell von <strong>7 % bis 30 %<\/strong> in Steuerklasse I, von <strong>15 % bis 43 %<\/strong> in Steuerklasse II und von <strong>30 % bis 50 %<\/strong> in Steuerklasse III.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td>Steuerpflichtiger Erwerb bis<\/td><td>Steuerklasse I<\/td><td>Steuerklasse II<\/td><td>Steuerklasse III<\/td><\/tr><tr><td>75.000 \u20ac<\/td><td>7 %<\/td><td>15 %<\/td><td>30 %<\/td><\/tr><tr><td>300.000 \u20ac<\/td><td>11 %<\/td><td>20 %<\/td><td>30 %<\/td><\/tr><tr><td>600.000 \u20ac<\/td><td>15 %<\/td><td>25 %<\/td><td>30 %<\/td><\/tr><tr><td>6.000.000 \u20ac<\/td><td>19 %<\/td><td>30 %<\/td><td>30 %<\/td><\/tr><tr><td>13.000.000 \u20ac<\/td><td>23 %<\/td><td>35 %<\/td><td>50 %<\/td><\/tr><tr><td>26.000.000 \u20ac<\/td><td>27 %<\/td><td>40 %<\/td><td>50 %<\/td><\/tr><tr><td>\u00fcber 26.000.000 \u20ac<\/td><td>30 %<\/td><td>43 %<\/td><td>50 %<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<h2>Was bedeutet das konkret f\u00fcr Erben?<\/h2>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Privatpersonen ist vor allem das erste Verfahren wichtig. Steigen Immobilienwerte deutlich, k\u00f6nnen die pers\u00f6nlichen Freibetr\u00e4ge schneller ausgesch\u00f6pft sein. Besonders betroffen sind Familien mit Immobilienverm\u00f6gen in hochpreisigen Regionen, bei denen der steuerliche Wert des Nachlasses die Freibetr\u00e4ge \u00fcbersteigt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Steuer-Tipp:<\/strong> Pr\u00fcfen Sie fr\u00fchzeitig, ob eine lebzeitige Verm\u00f6gens\u00fcbertragung sinnvoll ist. Pers\u00f6nliche Freibetr\u00e4ge k\u00f6nnen bei Schenkungen grunds\u00e4tzlich erneut nach Ablauf von zehn Jahren genutzt werden. Die konkrete Gestaltung sollte aber immer auf Verm\u00f6gen, Familienverh\u00e4ltnisse und Liquidit\u00e4t abgestimmt werden.<\/p>\n\n\n\n<h2>Was bedeutet das f\u00fcr Familienunternehmen?<\/h2>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Unternehmerinnen und Unternehmer steht das zweite Verfahren im Mittelpunkt. Die aktuellen Verschonungsregelungen sollen Unternehmensfortf\u00fchrungen erleichtern und Liquidit\u00e4tsbelastungen vermeiden. Sollte das BVerfG einzelne Regelungen beanstanden, k\u00f6nnte der Gesetzgeber zu Nachbesserungen verpflichtet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Das hei\u00dft nicht automatisch, dass bestehende Unternehmensnachfolgen r\u00fcckwirkend neu besteuert werden. M\u00f6glich w\u00e4ren aber \u00dcbergangsfristen, Neuregelungen oder strengere Voraussetzungen f\u00fcr k\u00fcnftige \u00dcbertragungen. Welche Rechtsfolgen eintreten, h\u00e4ngt vom sp\u00e4teren Urteil und einer m\u00f6glichen gesetzlichen Reaktion ab.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Achtung \/ H\u00e4ufiger Fehler:<\/strong> Viele Nachfolgeplanungen konzentrieren sich nur auf Freibetr\u00e4ge und Steuers\u00e4tze. Bei Betriebsverm\u00f6gen sind aber auch Lohnsummenregelungen, Behaltensfristen, Verwaltungsverm\u00f6gen, Unternehmensbewertung und Liquidit\u00e4tsplanung entscheidend.<\/p>\n\n\n\n<h2>Kommt jetzt automatisch eine Reform der Erbschaftsteuer?<\/h2>\n\n\n\n<p>Nein. Die m\u00fcndlichen Verhandlungen im Oktober 2026 bedeuten noch keine Entscheidung in der Sache. Bis zu einem Urteil bleibt das geltende Erbschaftsteuerrecht anwendbar. Erst wenn das BVerfG Regelungen f\u00fcr verfassungswidrig erkl\u00e4rt, muss gepr\u00fcft werden, ob und ab wann der Gesetzgeber \u00c4nderungen vornehmen muss.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig ist die Signalwirkung erheblich. Die Erbschaftsteuer war bereits mehrfach Gegenstand verfassungsgerichtlicher Verfahren. Besonders bekannt ist das BVerfG-Urteil vom <strong>17. Dezember 2014 \u2013 1 BvL 21\/12<\/strong>, in dem das Gericht die damaligen Beg\u00fcnstigungen f\u00fcr Betriebsverm\u00f6gen in wesentlichen Teilen beanstandete.<\/p>\n\n\n\n<h2>Checkliste: Was Sie jetzt pr\u00fcfen sollten<\/h2>\n\n\n\n<ol><li><strong>Verm\u00f6gensstruktur erfassen:<\/strong> Privatverm\u00f6gen, Immobilien, Betriebsverm\u00f6gen und Beteiligungen getrennt betrachten.<\/li><li><strong>Steuerwerte aktualisieren:<\/strong> Besonders Immobilien und Unternehmenswerte sollten realistisch bewertet werden.<\/li><li><strong>Freibetr\u00e4ge pr\u00fcfen:<\/strong> Wer kann welche Freibetr\u00e4ge nutzen und wann wurden fr\u00fchere Schenkungen vorgenommen?<\/li><li><strong>Liquidit\u00e4t planen:<\/strong> Kann eine m\u00f6gliche Steuerbelastung aus vorhandenen Mitteln getragen werden?<\/li><li><strong>Nachfolge dokumentieren:<\/strong> Testament, Gesellschaftsvertrag, Ehevertrag und Vollmachten sollten zusammenpassen.<\/li><li><strong>Betriebsverm\u00f6gen analysieren:<\/strong> Beg\u00fcnstigtes Verm\u00f6gen, Verwaltungsverm\u00f6gen und Behaltensfristen steuerlich pr\u00fcfen lassen.<\/li><li><strong>Verfahren beobachten:<\/strong> Die BVerfG-Entscheidungen k\u00f6nnen Reformdruck ausl\u00f6sen.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<h2>FAQ zur BVerfG-Pr\u00fcfung der Erbschaftsteuer<\/h2>\n\n\n\n<h3>Ist die Erbschaftsteuer aktuell verfassungswidrig?<\/h3>\n\n\n\n<p>Das steht derzeit nicht fest. Das BVerfG verhandelt im Oktober 2026 zwei Verfahren zur Erbschaftsteuer. Bis zu einer Entscheidung gilt das aktuelle Recht weiter.<\/p>\n\n\n\n<h3>Welche Verfahren sind anh\u00e4ngig?<\/h3>\n\n\n\n<p>Es geht um das Verfahren <strong>1 BvF 1\/23<\/strong> zur Gesetzgebungskompetenz, Grundbesitzbewertung, Freibetr\u00e4gen und Steuers\u00e4tzen sowie um das Verfahren <strong>1 BvR 804\/22<\/strong> zur Verschonung von Betriebsverm\u00f6gen.<\/p>\n\n\n\n<h3>K\u00f6nnen Freibetr\u00e4ge steigen?<\/h3>\n\n\n\n<p>Das ist m\u00f6glich, aber nicht sicher. Ob der Gesetzgeber Freibetr\u00e4ge \u00e4ndern muss, h\u00e4ngt davon ab, ob das BVerfG die aktuellen Regelungen beanstandet und welche Vorgaben es macht.<\/p>\n\n\n\n<h3>Betrifft das auch Schenkungen?<\/h3>\n\n\n\n<p>Ja. Das Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz regelt sowohl Erwerbe von Todes wegen als auch Schenkungen unter Lebenden. \u00c4nderungen k\u00f6nnten daher auch lebzeitige \u00dcbertragungen betreffen.<\/p>\n\n\n\n<h3>Was sollten Immobilieneigent\u00fcmer jetzt tun?<\/h3>\n\n\n\n<p>Immobilieneigent\u00fcmer sollten pr\u00fcfen, wie hoch der steuerliche Wert der Immobilie ist, welche Freibetr\u00e4ge zur Verf\u00fcgung stehen und ob eine gestaffelte \u00dcbertragung sinnvoll sein kann.<\/p>\n\n\n\n<h3>Was sollten Unternehmer jetzt beachten?<\/h3>\n\n\n\n<p>Unternehmer sollten Nachfolgepl\u00e4ne, Unternehmensbewertungen, Verwaltungsverm\u00f6gen, Lohnsummen und Behaltensfristen pr\u00fcfen. Gerade bei gr\u00f6\u00dferen Betriebsverm\u00f6gen kann die weitere Entwicklung erhebliche Bedeutung haben.<\/p>\n\n\n\n<h3>Sollte man mit \u00dcbertragungen bis zum Urteil warten?<\/h3>\n\n\n\n<p>Das l\u00e4sst sich nicht pauschal beantworten. Warten kann sinnvoll sein, birgt aber auch Risiken. Entscheidend sind Verm\u00f6gensart, Familienstruktur, Liquidit\u00e4t und Nachfolgeziele.<\/p>\n\n\n\n<h2>Fazit: Jetzt vorbereiten, aber nicht in Panik handeln<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht k\u00f6nnen die Erbschaftsteuerdebatte erheblich ver\u00e4ndern. F\u00fcr Erben, Immobilieneigent\u00fcmer und Familienunternehmen bedeutet das: Es besteht kein Anlass f\u00fcr \u00fcberst\u00fcrzte Ma\u00dfnahmen, aber sehr wohl f\u00fcr eine strukturierte Pr\u00fcfung.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer Verm\u00f6gen \u00fcbertragen, ein Unternehmen \u00fcbergeben oder eine Nachfolge steuerlich planen m\u00f6chte, sollte die aktuelle Rechtslage nutzen, Risiken dokumentieren und Gestaltungsspielr\u00e4ume rechtzeitig besprechen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Interne Verlinkungsvorschl\u00e4ge:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li><a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/erbschaftssteuer\/Erbschaftssteuer-Immobilien.html\">Erbschaftsteuer bei Immobilien<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/schenkungssteuer.html\">Schenkungsteuer und Freibetr\u00e4ge optimal nutzen<\/a><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Disclaimer:<\/strong> Dieser Beitrag stellt keine individuelle steuerliche Beratung dar und ersetzt nicht das Gespr\u00e4ch mit einem Steuerberater.<\/p>\n\n\n\n<h2>Quellenverzeichnis<\/h2>\n\n\n\n<ul><li>Bundesverfassungsgericht, Pressemitteilung vom 30. Juli 2026, m\u00fcndliche Verhandlung \u201eErbschaftsteuer \u2013 Gesetzgebungskompetenzen\u201c, Az. <strong>1 BvF 1\/23<\/strong>, Termin <strong>12. Oktober 2026, 14:00 Uhr<\/strong>.<\/li><li>Bundesverfassungsgericht, Pressemitteilung vom 30. Juli 2026, m\u00fcndliche Verhandlung \u201eErbschaftsteuer \u2013 Verschonung von Betriebsverm\u00f6gen\u201c, Az. <strong>1 BvR 804\/22<\/strong>, Termin <strong>13. Oktober 2026, 10:00 Uhr<\/strong>.<\/li><li>Bundesverfassungsgericht, geplante Entscheidungen Erster Senat, Verfahren <strong>1 BvR 804\/22<\/strong> zu \u00a7\u00a7 13a, 13b, 13c, 19, 19a, 28a ErbStG 2016 und \u00a7 203 BewG.<\/li><li>\u00a7 16 Abs. 1 ErbStG, pers\u00f6nliche Freibetr\u00e4ge, Rechtsstand Abruf 7. August 2026.<\/li><li>\u00a7 19 Abs. 1 ErbStG, Steuers\u00e4tze, Rechtsstand Abruf 7. August 2026.<\/li><li>\u00a7 13a ErbStG, Steuerbefreiung f\u00fcr Betriebsverm\u00f6gen; \u00a7 13b ErbStG, beg\u00fcnstigtes Verm\u00f6gen; \u00a7 28a ErbStG, Verschonungsbedarfspr\u00fcfung.<\/li><li>Art. 72 Abs. 2 GG und Art. 105 Abs. 2 GG, Gesetzgebungskompetenz im Steuerrecht.<\/li><li>Art. 3 Abs. 1 GG, Art. 6 Abs. 1 GG und Art. 14 Abs. 1 GG, Gleichheitssatz, Schutz von Ehe und Familie sowie Eigentums- und Erbrechtsgew\u00e4hrleistung.<\/li><li>Bundesverfassungsgericht, Urteil vom <strong>17. Dezember 2014 \u2013 1 BvL 21\/12<\/strong>, fr\u00fchere Pr\u00fcfung der Verschonung von Betriebsverm\u00f6gen.<\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erbschaftsteuer. Was Erben, Familienunternehmen und Nachfolgen jetzt wissen sollten. Rechtsstand: 7. August 2026Kategorie: Steuerrecht \/ Erbschaftsteuer \/ Unternehmensnachfolge Warum die Erbschaftsteuer jetzt wieder im Fokus steht Die Erbschaftsteuer steht erneut vor dem Bundesverfassungsgericht. Am 12. 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