{"id":81064,"date":"2026-11-05T18:15:39","date_gmt":"2026-11-05T16:15:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=81064"},"modified":"2026-11-05T18:15:39","modified_gmt":"2026-11-05T16:15:39","slug":"steueraenderungen-2027-was-unternehmer-jetzt-wissen-muessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/steueraenderungen-2027-was-unternehmer-jetzt-wissen-muessen\/","title":{"rendered":"Steuer\u00e4nderungen 2027: Was Unternehmer jetzt wissen m\u00fcssen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Neue Pflichten bei der E-Rechnung, ein h\u00f6herer Mindestlohn und weitere Steuerreformen:<\/strong> Der Jahreswechsel 2026\/2027 bringt wichtige Ver\u00e4nderungen f\u00fcr Unternehmen, Selbstst\u00e4ndige und Arbeitgeber. Wer sich rechtzeitig vorbereitet, kann steuerliche Risiken vermeiden und finanzielle Gestaltungsm\u00f6glichkeiten besser nutzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch welche <strong>Steuer\u00e4nderungen 2027<\/strong> stehen bereits fest? Welche neuen Regelungen sind noch geplant? Und wo besteht konkreter Handlungsbedarf?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir geben Ihnen einen \u00dcberblick \u00fcber die wichtigsten Entwicklungen und zeigen, worauf Sie jetzt achten sollten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Rechtsstand: 5. November 2026. Noch nicht abgeschlossene Gesetzgebungsverfahren sind ausdr\u00fccklich gekennzeichnet.<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. E-Rechnung 2027: F\u00fcr welche Unternehmen wird es ernst?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die verpflichtende elektronische Rechnungsstellung wird schrittweise eingef\u00fchrt. Seit dem 1. Januar 2025 m\u00fcssen inl\u00e4ndische Unternehmen grunds\u00e4tzlich in der Lage sein, elektronische Rechnungen zu empfangen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine E-Rechnung ist dabei mehr als eine gew\u00f6hnliche PDF-Datei. Sie muss in einem strukturierten elektronischen Format vorliegen, das eine automatisierte Verarbeitung erm\u00f6glicht. G\u00e4ngige Formate sind beispielsweise <strong>XRechnung und ZUGFeRD<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Welche \u00dcbergangsfristen gelten?<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Bis 31. Dezember 2026:<\/strong> Unternehmen d\u00fcrfen im Rahmen der gesetzlichen \u00dcbergangsregelungen weiterhin Papierrechnungen und mit Zustimmung des Empf\u00e4ngers sonstige elektronische Rechnungen ausstellen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Ab 1. Januar 2027:<\/strong> F\u00fcr Unternehmen mit einem Vorjahresumsatz von mehr als 800.000 Euro endet grunds\u00e4tzlich diese allgemeine \u00dcbergangsregelung. Eine Sonderregelung besteht f\u00fcr bestimmte EDI-Verfahren.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Bis 31. Dezember 2027:<\/strong> Unternehmen mit einem Vorjahresumsatz von h\u00f6chstens 800.000 Euro k\u00f6nnen die \u00dcbergangsregelung weiterhin nutzen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Ab 1. Januar 2028:<\/strong> Die Verpflichtung zur Ausstellung strukturierter E-Rechnungen gilt grunds\u00e4tzlich f\u00fcr alle betroffenen inl\u00e4ndischen B2B-Ums\u00e4tze. Gesetzliche Ausnahmen bleiben bestehen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wichtig:<\/strong> Kleinunternehmer sind grunds\u00e4tzlich von der Pflicht zur Ausstellung von E-Rechnungen ausgenommen. Elektronische Rechnungen empfangen k\u00f6nnen m\u00fcssen sie dennoch.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Steuer-Tipp: Rechnungsprozesse rechtzeitig \u00fcberpr\u00fcfen<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pr\u00fcfen Sie bereits jetzt, ob Ihre Buchhaltungssoftware E-Rechnungen empfangen, erstellen, verarbeiten und ordnungsgem\u00e4\u00df archivieren kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine fr\u00fchzeitige Umstellung hilft, Fehler bei der Rechnungsstellung und m\u00f6gliche Probleme beim Vorsteuerabzug zu vermeiden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Rechtsgrundlagen: \u00a7 14 UStG, \u00a7 27 Abs. 38 UStG.<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. Mindestlohn 2027: Was \u00e4ndert sich f\u00fcr Arbeitgeber?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum 1. Januar 2027 steigt der gesetzliche Mindestlohn von 13,90 Euro auf <strong>14,60 Euro brutto pro Stunde<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit erh\u00f6hen sich insbesondere f\u00fcr Unternehmen mit vielen Besch\u00e4ftigten im Niedriglohnbereich die Personalkosten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gleichzeitig steigt die monatliche Minijob-Verdienstgrenze von 603 Euro auf <strong>633 Euro<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Mindestlohn und Minijobs im Vergleich<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><th>Regelung<\/th><th>2026<\/th><th>2027<\/th><\/tr><tr><td>Gesetzlicher Mindestlohn<\/td><td>13,90 \u20ac\/Stunde<\/td><td>14,60 \u20ac\/Stunde<\/td><\/tr><tr><td>Minijob-Verdienstgrenze<\/td><td>603 \u20ac\/Monat<\/td><td>633 \u20ac\/Monat<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Praxisbeispiel: So steigen die Personalkosten<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Arbeitnehmer arbeitet monatlich 100 Stunden zum gesetzlichen Mindestlohn.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2026:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">100 Stunden \u00d7 13,90 Euro = 1.390 Euro Bruttolohn<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2027:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">100 Stunden \u00d7 14,60 Euro = 1.460 Euro Bruttolohn<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das entspricht einer Erh\u00f6hung von <strong>70 Euro monatlich beziehungsweise 840 Euro j\u00e4hrlich<\/strong> \u2013 ohne zus\u00e4tzliche Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Achtung: Minijob-Vertr\u00e4ge kontrollieren<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Arbeitgeber sollten insbesondere die vereinbarten Arbeitszeiten und monatlichen Verg\u00fctungen \u00fcberpr\u00fcfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wird die zul\u00e4ssige Verdienstgrenze \u00fcberschritten und greift keine gesetzliche Ausnahmeregelung, kann die Besch\u00e4ftigung ihren Minijob-Status verlieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Rechtsgrundlagen: \u00a7 1 MiLoG in Verbindung mit der F\u00fcnften Mindestlohnanpassungsverordnung; \u00a7 8 SGB IV.<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">3. Forschungszulage: Mehr steuerliche F\u00f6rderung f\u00fcr Unternehmen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Innovationen, Forschung und technische Entwicklungen sind h\u00e4ufig mit erheblichen Investitionen verbunden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit der Forschungszulage unterst\u00fctzt der Staat Unternehmen, die beg\u00fcnstigte Forschungs- und Entwicklungsvorhaben durchf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bereits zum 1. Januar 2026 wurden die F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten verbessert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die maximale j\u00e4hrliche Bemessungsgrundlage wurde von 10 Millionen Euro auf <strong>12 Millionen Euro<\/strong> angehoben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Grunds\u00e4tzlich betr\u00e4gt die Forschungszulage 25 Prozent der f\u00f6rderf\u00e4higen Bemessungsgrundlage. Kleine und mittlere Unternehmen k\u00f6nnen unter bestimmten Voraussetzungen einen erh\u00f6hten F\u00f6rdersatz von 35 Prozent erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dar\u00fcber hinaus wurden unter anderem die F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten bei Eigenleistungen sowie die Ber\u00fccksichtigung bestimmter Gemein- und Betriebskosten erweitert.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Welche Unternehmen k\u00f6nnen profitieren?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Forschungszulage kommt insbesondere f\u00fcr Unternehmen infrage, die:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>neue technische Produkte entwickeln,<\/li>\n\n\n\n<li>innovative Produktionsverfahren erproben,<\/li>\n\n\n\n<li>eigene Forschungs- und Entwicklungsprojekte durchf\u00fchren,<\/li>\n\n\n\n<li>neuartige Softwarel\u00f6sungen entwickeln oder<\/li>\n\n\n\n<li>technische Unsicherheiten durch systematische Forschung \u00fcberwinden.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicht jede Produktentwicklung erf\u00fcllt automatisch die F\u00f6rdervoraussetzungen. Entscheidend ist, ob ein beg\u00fcnstigtes Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im Sinne des Forschungszulagengesetzes vorliegt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Steuer-Tipp: F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten nicht verschenken<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch kleinere Unternehmen k\u00f6nnen von der Forschungszulage profitieren. Wer Entwicklungsprojekte plant oder bereits durchf\u00fchrt, sollte fr\u00fchzeitig pr\u00fcfen lassen, ob eine F\u00f6rderung m\u00f6glich ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine sorgf\u00e4ltige Dokumentation der Forschungsarbeiten und der angefallenen Kosten ist dabei besonders wichtig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Rechtsgrundlage: Forschungszulagengesetz (FZulG), insbesondere \u00a7\u00a7 2 bis 4.<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">4. Umsatzsteuerliche Organschaft: Mehr Flexibilit\u00e4t geplant<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine umsatzsteuerliche Organschaft liegt vor, wenn mehrere rechtlich selbstst\u00e4ndige Unternehmen finanziell, wirtschaftlich und organisatorisch eng miteinander verbunden sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter bestimmten Voraussetzungen werden diese Unternehmen umsatzsteuerlich als Einheit behandelt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Vorteil besteht darin, dass Leistungen innerhalb des Organkreises grunds\u00e4tzlich nicht als steuerbare Ums\u00e4tze zwischen selbstst\u00e4ndigen Unternehmern behandelt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Allerdings kann eine umsatzsteuerliche Organschaft auch erhebliche Risiken verursachen, beispielsweise wenn ihr Entstehen oder ihr Wegfall nicht rechtzeitig erkannt wird.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Was soll sich \u00e4ndern?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Entwurf des Jahressteuergesetzes 2026 sieht ein <strong>Wahlrecht f\u00fcr die umsatzsteuerliche Organschaft<\/strong> vor.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unternehmensgruppen sollen damit k\u00fcnftig bewusster entscheiden k\u00f6nnen, ob die Rechtsfolgen einer Organschaft eintreten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach der im Gesetzentwurf vorgesehenen Regelung soll die Neuregelung ab 2030 gelten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wichtig:<\/strong> Diese \u00c4nderung befindet sich zum zugrunde gelegten Rechtsstand noch im Gesetzgebungsverfahren und ist nicht als geltendes Recht anzuwenden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Empfehlung f\u00fcr Unternehmensgruppen<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unternehmen mit mehreren Gesellschaften sollten ihre bestehenden Strukturen fr\u00fchzeitig analysieren lassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Insbesondere ist zu pr\u00fcfen, ob bereits eine umsatzsteuerliche Organschaft besteht, welche steuerlichen Folgen daraus entstehen und ob sp\u00e4tere Wahlm\u00f6glichkeiten Vorteile bieten k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Rechtsgrundlage: \u00a7 2 Abs. 2 Nr. 2 UStG; geplante \u00c4nderungen im Jahressteuergesetz 2026.<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. Internationaler Steuerabzug: Vereinfachungen f\u00fcr Unternehmen vorgesehen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unternehmen, die Verg\u00fctungen f\u00fcr bestimmte Rechte\u00fcberlassungen an ausl\u00e4ndische Gesch\u00e4ftspartner zahlen, m\u00fcssen unter Umst\u00e4nden deutsche Quellensteuer einbehalten und abf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das betrifft beispielsweise Lizenzgeb\u00fchren oder die zeitlich begrenzte \u00dcberlassung bestimmter Nutzungsrechte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Steuerabzug betr\u00e4gt grunds\u00e4tzlich 15 Prozent zuz\u00fcglich Solidarit\u00e4tszuschlag auf den Steuerabzugsbetrag, soweit die gesetzlichen Voraussetzungen erf\u00fcllt sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doppelbesteuerungsabkommen k\u00f6nnen das deutsche Besteuerungsrecht einschr\u00e4nken. Eine Entlastung vom Steuerabzug setzt jedoch grunds\u00e4tzlich die Einhaltung der gesetzlichen Freistellungs- oder Erstattungsverfahren voraus.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Welche Erleichterungen sind geplant?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Jahressteuergesetz 2026 sieht nach dem zugrunde gelegten Entwurf eine deutliche Anhebung einer bestehenden Bagatellgrenze f\u00fcr bestimmte Rechteverg\u00fctungen vor.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dadurch k\u00f6nnten Unternehmen k\u00fcnftig bei entsprechenden Zahlungen administrativ entlastet werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Achtung:<\/strong> Die geplante \u00c4nderung ist noch nicht geltendes Recht. Bis zum Inkrafttreten m\u00fcssen Unternehmen die bestehenden Verpflichtungen zum Quellensteuerabzug beachten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Rechtsgrundlagen: \u00a7\u00a7 50a, 50c EStG; Entwurf des Jahressteuergesetzes 2026.<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">6. Steuerliche Jahreswechselplanung: Was sollten Unternehmen jetzt erledigen?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Jahreswechsel ist ein guter Zeitpunkt, bestehende Abl\u00e4ufe und steuerliche Gestaltungsm\u00f6glichkeiten zu \u00fcberpr\u00fcfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerade bei gesetzlichen \u00c4nderungen k\u00f6nnen rechtzeitige Vorbereitungen sp\u00e4tere Korrekturen und unn\u00f6tige Kosten vermeiden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ihre Checkliste f\u00fcr 2027<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>\u2610 <strong>E-Rechnung:<\/strong> Ist Ihre Buchhaltungssoftware auf die neuen Anforderungen vorbereitet?<\/li>\n\n\n\n<li>\u2610 <strong>\u00dcbergangsfristen:<\/strong> Welche E-Rechnungspflichten gelten f\u00fcr Ihr Unternehmen ab Januar 2027?<\/li>\n\n\n\n<li>\u2610 <strong>Mindestlohn:<\/strong> M\u00fcssen Arbeitsvertr\u00e4ge oder Lohnabrechnungen angepasst werden?<\/li>\n\n\n\n<li>\u2610 <strong>Minijobs:<\/strong> Passen Arbeitszeiten und Verg\u00fctungen zur neuen Verdienstgrenze?<\/li>\n\n\n\n<li>\u2610 <strong>Forschungszulage:<\/strong> Bestehen bislang ungenutzte F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten?<\/li>\n\n\n\n<li>\u2610 <strong>Unternehmensstruktur:<\/strong> Gibt es Risiken oder Gestaltungsm\u00f6glichkeiten bei der umsatzsteuerlichen Organschaft?<\/li>\n\n\n\n<li>\u2610 <strong>Auslandszahlungen:<\/strong> Sind die steuerlichen Verpflichtungen bei grenz\u00fcberschreitenden Verg\u00fctungen gekl\u00e4rt?<\/li>\n\n\n\n<li>\u2610 <strong>Steuerplanung:<\/strong> Sind geplante Investitionen und die steuerliche Liquidit\u00e4tsplanung auf das kommende Jahr abgestimmt?<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer diese Punkte rechtzeitig pr\u00fcft, schafft eine solide Grundlage f\u00fcr das neue Gesch\u00e4ftsjahr.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">7. H\u00e4ufige Fragen zu den Steuer\u00e4nderungen 2027<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Welche Steuer\u00e4nderungen gelten ab dem 1. Januar 2027?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu den wichtigen bereits beschlossenen \u00c4nderungen geh\u00f6ren der h\u00f6here gesetzliche Mindestlohn und die damit verbundene Anpassung der Minijob-Verdienstgrenze. Au\u00dferdem endet f\u00fcr bestimmte Unternehmen eine \u00dcbergangsfrist bei der verpflichtenden E-Rechnung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weitere steuerliche \u00c4nderungen sind im Jahressteuergesetz 2026 vorgesehen, befinden sich zum hier zugrunde gelegten Rechtsstand jedoch noch im Gesetzgebungsverfahren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">M\u00fcssen alle Unternehmen 2027 E-Rechnungen ausstellen?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicht ausnahmslos. F\u00fcr Unternehmen mit einem Vorjahresumsatz von h\u00f6chstens 800.000 Euro gilt grunds\u00e4tzlich noch eine \u00dcbergangsregelung. Au\u00dferdem bestehen gesetzliche Ausnahmen, etwa f\u00fcr bestimmte Ums\u00e4tze von Kleinunternehmern.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sind PDF-Rechnungen 2027 noch erlaubt?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter bestimmten Voraussetzungen ja. Eine gew\u00f6hnliche PDF-Rechnung erf\u00fcllt jedoch nicht die Anforderungen an eine strukturierte E-Rechnung im Sinne des Umsatzsteuergesetzes.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wie hoch ist der Mindestlohn 2027?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der gesetzliche Mindestlohn betr\u00e4gt ab dem 1. Januar 2027 grunds\u00e4tzlich 14,60 Euro brutto je Arbeitsstunde.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wie hoch ist die Minijob-Grenze 2027?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die regelm\u00e4\u00dfige monatliche Verdienstgrenze erh\u00f6ht sich auf 633 Euro. Ma\u00dfgeblich ist grunds\u00e4tzlich die Betrachtung des regelm\u00e4\u00dfigen Arbeitsentgelts im Jahresdurchschnitt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">K\u00f6nnen auch kleine Unternehmen die Forschungszulage erhalten?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ja. Die Forschungszulage ist grunds\u00e4tzlich unabh\u00e4ngig von der Unternehmensgr\u00f6\u00dfe und Rechtsform m\u00f6glich. Entscheidend ist, dass ein f\u00f6rderf\u00e4higes Forschungs- und Entwicklungsvorhaben vorliegt und die gesetzlichen Voraussetzungen erf\u00fcllt sind.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Was sollten Unternehmer vor dem Jahreswechsel besonders beachten?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders wichtig sind die \u00dcberpr\u00fcfung der E-Rechnungsprozesse, die Anpassung der Lohnabrechnung und die Pr\u00fcfung bislang ungenutzter steuerlicher F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fazit: Steuer\u00e4nderungen 2027 rechtzeitig vorbereiten<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Jahreswechsel 2026\/2027 bringt zahlreiche Ver\u00e4nderungen f\u00fcr Unternehmen, Selbstst\u00e4ndige und Arbeitgeber.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend einige \u00c4nderungen \u2013 etwa beim Mindestlohn und bei der E-Rechnung \u2013 bereits verbindlich feststehen, befinden sich andere Reformvorhaben noch im Gesetzgebungsverfahren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Unternehmer kommt es deshalb darauf an, <strong>zwischen geltendem Recht und geplanten \u00c4nderungen zu unterscheiden<\/strong> und notwendige Ma\u00dfnahmen fr\u00fchzeitig einzuleiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Insbesondere die elektronische Rechnungsstellung, die Lohnabrechnung und m\u00f6gliche steuerliche F\u00f6rderungen sollten rechtzeitig \u00fcberpr\u00fcft werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wir unterst\u00fctzen Sie bei Ihrer Steuerplanung f\u00fcr 2027<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Welche \u00c4nderungen betreffen Ihr Unternehmen konkret? Wo entstehen neue Pflichten und welche steuerlichen Vorteile k\u00f6nnen Sie nutzen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Unsere Steuerberatungskanzlei unterst\u00fctzt Sie dabei, die steuerlichen Ver\u00e4nderungen richtig einzuordnen, m\u00f6gliche Risiken zu erkennen und Ihre Unternehmensplanung f\u00fcr 2027 optimal vorzubereiten.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sprechen Sie uns gerne an und vereinbaren Sie einen pers\u00f6nlichen Beratungstermin.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine individuelle steuerliche Beratung dar und ersetzt nicht das Gespr\u00e4ch mit einem Steuerberater.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Quellen und Rechtsgrundlagen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Umsatzsteuergesetz: \u00a7\u00a7 2, 14 und 27 UStG<\/li>\n\n\n\n<li>Einkommensteuergesetz: \u00a7\u00a7 50a und 50c EStG<\/li>\n\n\n\n<li>Mindestlohngesetz und F\u00fcnfte Mindestlohnanpassungsverordnung<\/li>\n\n\n\n<li>Sozialgesetzbuch IV: \u00a7 8 SGB IV<\/li>\n\n\n\n<li>Forschungszulagengesetz: \u00a7\u00a7 2 bis 4 FZulG<\/li>\n\n\n\n<li>Bundesministerium der Finanzen: FAQ zur verpflichtenden E-Rechnung, Stand M\u00e4rz 2026<\/li>\n\n\n\n<li>Bundesministerium der Finanzen: Regierungsentwurf des Jahressteuergesetzes 2026, Kabinettsbeschluss vom 12. August 2026<\/li>\n\n\n\n<li>Mandanten-Information zum Jahresende 2026, Rechtsstand 3. November 2026<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Redaktioneller Vorbehalt: Der endg\u00fcltige Gesetzgebungsstand einzelner Reformvorhaben zum 5. November 2026 ist noch zu pr\u00fcfen. Entwurfsregelungen sind im Beitrag als geplant gekennzeichnet.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neue Pflichten bei der E-Rechnung, ein h\u00f6herer Mindestlohn und weitere Steuerreformen: Der Jahreswechsel 2026\/2027 bringt wichtige Ver\u00e4nderungen f\u00fcr Unternehmen, Selbstst\u00e4ndige und Arbeitgeber. Wer sich rechtzeitig vorbereitet, kann steuerliche Risiken vermeiden und finanzielle Gestaltungsm\u00f6glichkeiten besser nutzen. Doch welche Steuer\u00e4nderungen 2027 stehen bereits fest? Welche neuen Regelungen sind noch geplant? Und wo besteht konkreter Handlungsbedarf? Wir geben &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/steueraenderungen-2027-was-unternehmer-jetzt-wissen-muessen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Steuer\u00e4nderungen 2027: Was Unternehmer jetzt wissen m\u00fcssen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1730],"tags":[],"class_list":["post-81064","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-steuern-recht"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/81064","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=81064"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/81064\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":81065,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/81064\/revisions\/81065"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=81064"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=81064"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=81064"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}