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11 | Welche Nachweise müssen Sie vorlegen?

Bestimmte Angaben im Antrag müssen Sie durch Urkunden oder Bescheinigungen nachweisen, die Sie auf Wunsch zurückerhalten können. Kopien müssen in einwandfreiem Zustand sein und dürfen keinen Zweifel an der Ubereinstimmung mit dem Original aufkommen lassen.

Beim Antrag aufgrund der Geburt eines Kindes ist die Geburtsurkunde bzw. die Geburtsbescheinigung für Kindergeld jeweils im Original erforderlich und ausreichend, wenn keine Zweifel bestehen, dass das Kind in den Haushalt der Eltern aufgenommen ist. Zum späteren Nachweis des Vorhandenseins der Kinder und ihrer Zugehörigkeit zum Haushalt des Berechtigten ist eine schriftliche Erklärung über die Haushaltszugehörigkeit abzugeben.

Hinweis
Die Familienkasse führt Ihre Akte in elektronischer Form. Bitte beachten Sie, dass von Ihnen eingereichte Papierunterlagen nach Uberführung in die elektronische Form und nach einer begrenzten Aufbewahrungszeit vernichtet werden. Reichen Sie daher nach Möglichkeit Kopien von den erforderlichen Nachweisen ein. Sofern die Familienkasse Unterlagen im Original anfordert, teilen Sie bitte bis spätestens acht Wochen nach Einreichung mit, ob Sie diese wieder benötigen.

Nachweise, zum Beispiel: Geburtsurkunde, Haushaltsbescheinigung, Schulbescheinigung, Ausbildungsvertrag etc. einreichen sowie die erforderlichen Nachweise beifügen

Für über 18 Jahre alte Kinder sind folgende Unterlagen notwendig:

  • Für ein Kind in Schul- oder Berufsausbildung oder im Studium legen Sie bitte eine Bescheinigung der Schule oder Hochschule vor.
    Die Fortdauer eines Studiums ist jedes Jahr, und zwar spätestens im Oktober, nachzuweisen. Ergibt sich aus der Immatrikulationsbescheinigung für das laufende Semester, dass auch das vorangegangene Semester belegt war (ersichtlich aus der Anzahl der Fachsemester), ist für dieses kein gesonderter Nachweis erforderlich.
  • Für ein Kind in betrieblicher Berufsausbildung sind die Art und Dauer der Ausbildung nachzuweisen.
  • Für Kinder mit abgeschlossener Erstausbildung (vgl. Nummer 4.5) sind besondere Angaben und Nachweise erforderlich. Dies gilt nicht für Kinder ohne Arbeitsplatz und Kinder mit Behinderung.

Für ein über 25 Jahre altes Kind in Ausbildung (vgl. Nummer 4.1) ist die Dauer des noch abgeleisteten gesetzlichen Wehr- oder Zivildienstes durch eine Dienstzeitbescheinigung zu belegen.

Auch der Tag, an dem die Ausbildung endet, ist wegen des Wegfalls des Kindergeldanspruchs nachzuweisen. Hierfür legen Sie bitte eine Bescheinigung der Ausbildungsstätte oder bei schulischen Ausbildungen das Prüfungszeugnis vor. Darin enthaltene Beurteilungen und Benotungen können Sie unkenntlich machen.

  • Für Kinder ohne Arbeits- oder Ausbildungsplatz (vgl. Nummern 4.2 und 4.3) sind besondere Angaben und Nachweise erforderlich.
  • Für Kinder in einem freiwilligen sozialen oder ökologischen Jahr, einem Europäischen Freiwilligendienst, dem Bundesfreiwilligendienst, Internationalen Jugendfreiwilligendienst, einem entwicklungspolitischen Freiwilligendienst, einem anderen Dienst im Ausland oder einem Freiwilligendienst aller Generationen müssen Sie diesen Dienst durch eine Bescheinigung des Trägers nachweisen.
  • Für Kinder, die wegen körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung berücksichtigt werden sollen, legen Sie bitte eine amtliche Bescheinigung über die Behinderung vor. Im Allgemeinen ist der Behindertenausweis, der Feststellungsbescheid des Versorgungsamtes oder der Rentenbescheid ausreichend. Die Behinderung können Sie auch durch eine Bescheinigung oder ärztliches Gutachten des behandelnden Arztes nachweisen. Aus der Bescheinigung bzw. dem Gutachten muss folgendes hervorgehen:
    • Umfang der Behinderung,
    • Beginn der Behinderung, soweit das Kind das 25. Lebensjahr vollendet hat, und
    • Auswirkungen der Behinderung auf die Erwerbsfähigkeit des Kindes.

    Darüber hinaus sind die kindeseigenen finanziellen Mittel des Kindes mit Behinderung nachzuweisen (vgl. Nummer 4.6).

Soweit im Einzelfall weitere Auskünfte erforderlich sind, wird sich die Familienkasse mit Ihnen in Verbindung setzen.

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Quelle: Bundeszentralamt für Steuern

Steuergesetze zum Thema: Nachweise

EStG 22; 33; 50d; 51; 92a; 92b;
EStR 6.8; 10b.1; 32b; 32d; 33a.3; 46.2;
EStDV 65;
GewStG 9;
UStG 6; 7;
AO 122a; 147; 122a; 147;
UStAE 2.5; 2.8; 3.14; 3a.9a; 4.3.2; 4.3.3; 4.3.4; 4.7.1; 4.11b.1; 4.14.4; 4.14.5; 4.14.7; 4.26.1; 6.1; 6.5; 6.6; 6.7; 6.9; 6.10; 6.11; 6a.1; 6a.2; 6a.3; 6a.4; 6a.5; 6a.7; 6a.8; 7.1; 7.2; 7.3; 8.2; 8.3; 12.3; 12.9; 13b.3a; 14b.1; 15.2a; 15.12; 15a.1; 15a.6; 17.2; 2.5; 2.8; 3.14; 3a.9a; 4.3.2; 4.3.3; 4.3.4; 4.7.1; 4.11b.1; 4.14.4; 4.14.5; 4.14.7; 4.26.1; 6.1; 6.5; 6.6; 6.7; 6.9; 6.10; 6.11; 6a.1; 6a.2; 6a.3; 6a.4; 6a.5; 6a.7; 6a.8; 7.1; 7.2; 7.3; 8.2; 8.3; 12.3; 12.9; 13b.3a; 14b.1; 15.2a; 15.12; 15a.1; 15a.6; 17.2; 22.6;
GewStR 9.5;
UStR 31a; 47; 48; 56; 90; 91; 93; 131; 133; 135; 136; 137; 141; 142; 143; 146; 147; 163; 170; 190b; 192; 203; 214; 217b; 224; 259;
GewStDV 36;
AEAO 31; 53; 62; 63; 122; 171; 172;
HGB 294; 320; 321; 331;
ErbStR 10.6;
ErbStDV muster-3;
LStR 3.33; 9.10;
LStDV 4;
EStH 4.3.2.4; 15.6; 32.5; 32.7; 33.1.33.4; 33b;
KStH 8.5; 8b;
LStH 8.1.9.10; 9.6; 40a.1;
ErbStH E.7.4.1;
AStG 8;
StBerG 10b; 22; 31; 36; 37a; 44; 158;
BGB 497; 652; 655c; 675i; 676;
KraftStG 3a; 9;

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