Selbstständig machen

Steuerliche Aspekte auf dem Weg in die Selbstständigkeit

Tipps und Informationen, um sich erfolgreich selbständig zu machen


Sie möchten selbstständig und eigenverantwortlich handeln oder Sie suchen einen Ausweg aus der Arbeitslosigkeit? Es gibt viele Gründe für die Gründung eines eigenen Unternehmens bzw. den Weg in die Selbstständigkeit. Beziehen Sie jedoch in diesen Schritt immer das Finanzamt ein. Denn neben den wirtschaftlichen und finanziellen Rahmenbedingungen spielen vor allem steuerliche Aspekte eine besonders wichtige Rolle. Ich möchte Ihnen in diesem Schreiben die wesentlichen steuerlichen Aspekte auf Ihrem Weg in die Selbstständigkeit näher bringen:


Steuerliche Qualifizierung und Einkunftsart

Waren Sie bislang in einem Angestelltenverhältnis, gab es für Sie nur eine Einkunftsart, nämlich diejenige aus "nichtselbstständiger Arbeit". Das Einkommensteuerrecht kennt darüber hinaus weitere sechs Einkunftsarten. Als Unternehmer bzw. Selbstständiger bewegen Sie sich künftig – abhängig von der Art der selbstständigen Tätigkeit, die Sie als Unternehmer ausüben – zwischen folgenden drei sog. "Gewinneinkunftsarten":

  • Einkünfte aus Gewerbebetrieb
  • Einkünfte aus selbstständiger Arbeit
  • Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft

Die Zuordnung Ihrer Einkünfte zur zutreffenden Einkunftsart ist insbesondere von Bedeutung für die Ermittlung Ihres zu versteuernden Gewinns, der Höhe der Steuerbelastung, einer eventuellen Gewerbesteuerpflicht oder die Anmeldung Ihrer Tätigkeit beim Finanzamt.


Zählt Ihr künftiges Unternehmen als Gewerbebetrieb, müssen Sie z. B. die Betriebseröffnung bei der Gemeinde anzeigen und Gewerbesteuer zahlen. Bei Ausübung einer freiberuflichen Tätigkeit (Einkünfte aus selbstständiger Arbeit) müssen Sie sich hingegen nur dem Finanzamt gegenüber offenbaren. Eine Gewerbesteuerpflicht besteht für Sie nicht.


Darüber hinaus gibt es Unterschiede bei der Art der Ermittlung des steuerpflichtigen Gewinns. Als Gewerbetreibender sind Sie in der Regel bilanzierungs- und buchaltungspflichtig. Üben Sie selbstständige Arbeit aus, müssen Sie keine Bilanz erstellen, egal wie hoch Ihre Einkünfte sind. Ich erläutere Ihnen gerne die Details.

Formen der Gewinnermittlung

Unternehmer sind verpflichtet, eine Gewinnermittlung zu erstellen. Der Zeitraum der Gewinnermittlung ist grundsätzlich das Kalenderjahr. Bei der Gewinnermittlung wird in der Regel zwischen zwei Arten unterschieden: Bilanz mit Gewinn- und Verlustrechnung oder eine Einnahmenüberschussrechnung (EÜR).


1 Bilanzierung

Die Bilanz ist die klassische Form der Gewinnermittlung und bildet zusammen mit der Gewinn- und Verlustrechnung sowie gegebenenfalls Anhang und Lagebericht den Jahresabschluss. Einzelkaufleute, die bestimmte Schwellenwerte (600.000 € Umsatz oder 60.000 € Gewinn) in zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren nicht überschreiten, sind von der Verpflichtung zur Bilanzierung befreit.

Die Bilanz ermittelt sich aus dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Betriebsvermögen am Schluss des Wirtschaftsjahres und dem am Schluss des vorangegangenen Wirtschaftsjahres, vermehrt um den Wert der Entnahmen und vermindert um den Wert der Einlagen. Ergebnis: Diebestandsmäßigen Veränderungen ergeben sich aus derBilanz, die ertragsmäßigen aus der Gewinn- und Verlustrechnung. Es sind insbesondere Warenbestände, Forderungen und Verbindlichkeiten zu erfassen. Der Eigenverbrauch als Verwendung von Waren oder Leistungen für private Zwecke ist gewinnerhöhend zu buchen.


2 Einnahmenüberschussrechnung

Existenzgründer können die EÜR nutzen, sofern sie nicht durch gesetzliche Vorschriften verpflichtet sind, eine Bilanz zu erstellen. Die EÜR ist eine Geldverkehrsrechnung, bei welcher die Erlöse und Aufwendungen, die in dem Kalenderjahr erfolgt sind, maßgebend sind. Das Datum einer Ausgangsrechnung und die Verpflichtung zur Zahlung sind ohne Bedeutung. Einnahmen werden steuerlich in dem Jahr erfasst, in dem sie dem eigenen Konto gutgeschrieben werden. Es spielt keine Rolle, wann die Leistung erbracht wurde.

  • Ausgaben werden deckungsgleich zu den Einnahmen erst im Jahr der Zahlung berücksichtigt. Die Kosten werden daher gewinnmindernd in dem Jahr als Betriebsausgabe angesetzt, in dem die Überweisung ausgeführt worden ist.

· Anlagevermögen wird abweichend von der Bezahlung beim Zugang zum Betriebsvermögen wie folgt erfasst: Bei abnutzbarem Anlagevermögen werden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten über die Abschreibung (betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer) geltend gemacht. Wann die Gegenstände bezahlt werden, spielt für die AfA im Gegensatz zum Ansatz von Betriebsausgaben keine Rolle.

· Beim Verkauf von Gegenständen wird der Verkaufspreis als Einnahme und der noch nicht abgeschriebene Buchwert im Jahr der Veräußerung als Ausgabe angesetzt.

  • Die Verwendung betrieblicher Gegenstände für private Zwecke ist gewinnerhöhend zu erfassen .
  • Forderungen und Verbindlichkeiten werden nicht gesondert erfasst. Sie werden im Zeitpunkt der Zahlung steuerlich berücksichtigt.
  • Es können keine Rückstellungen oder periodengerechte Rechnungsabgrenzungen vorgenommen werden.

· Die im Bruttoerlös enthaltene Umsatzsteuer wird als Einnahme verbucht. Gleichermaßen ist bei bezahlten Rechnungen die enthaltene Vorsteuer eine Betriebsausgabe. Die Umsatzsteuerzahlung bzw. -er-stattung wird zusätzlich gebucht, so dass per saldo die Umsatzsteuer ein durchlaufender Posten ist.


Top Steuerliche Aspekte auf dem Weg in die Selbstständigkeit


Kontakt mit dem Finanzamt

Bevor Existenzgründer mit ihrem Vorhaben an den Start gehen, müssen sie Kontakt zu einer Reihe von Behörden aufnehmen. Dazu gehört auch das Finanzamt. Unternehmer müssen nach der Gewerbeanmeldung über das Browser-Programm www.elster.de einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung für Einzelunternehmen bzw. den Fragebogen für die Gründung von Personen- oder Kapitalgesellschaften ausfüllen und elektronisch einreichen. Es müssen Angaben zu ihren künftigen Umsätzen und Gewinnen gemacht werden. Diese Angaben dienen der steuerlichen Einordnung der Tätigkeit.

Als Arbeiter oder Angestellter hatten Sie bisher nur Ihre Steuererklärungen abgegeben und von Ihrem Finanzamt einen Steuerbescheid erhalten. Ganz so einfach wird es für Sie als selbstständiger Unternehmer allerdings nicht mehr.


Werden Sie als Einzelunternehmer gewerblich tätig oder üben Sie eine freiberufliche Tätigkeit aus, ist das Finanzamt zuständig, wo Ihre Betriebsstääte liegt. Sofern sich die Betriebsstätte bei Ihnen zu Hause bzw. in derselben Gemeinschaft liegt, bleibt Ihr Wohnsitzfinanzamt zuständig.

Gründen Sie eine Kapitalgesellschaft (GmbH) bzw. machen Sie sich als Personengesellschafter mit mehreren Geschäftspartnern selbstständig (z. B. als Gesellschafter eine Kommanditgesellschaft oder Offenen Handelsgesellschaft) gibt es für Sie künftig auch ein Betriebsstättenfinanzamt. Zuständiges Betriebsstättenfinanzamt ist jenes Finanzamt, in dessen Zuständigkeitsbereich sich der Betriebssitz Ihrer Gesellschaft befindet. Aufgabe des Betriebsstättenfinanzamts ist u. a. die Feststellung der Höhe des Anteils eines jeden Personengesellschafters am Gewinn der Gesellschaft, also der Feststellung Ihres Anteils und des Anteils Ihrer Geschäftspartner.


Hinweis

Um höhere Steuernachzahlungen im Folgejahr zu vermeiden, sollten die erwarteten Umsätze und Gewinne möglichst realistisch angegeben werden.

Nach der Bearbeitung teilt das Finanzamt dem Gründer eine Steuernummer zu. Anhand der Angaben zum vor-aussichtlichen Gewinn berechnet das Finanzamt die Vorauszahlungen für Einkommen- und Kirchensteuer sowie den Solidaritätszuschlag. Diese Vorauszahlungen können auf Antrag der tatsächlichen Gewinnentwicklung nach oben oder unten angepasst werden.

Als Gründer müssen Sie in den ersten beiden Unternehmensjahren die Umsatzsteuervoranmeldung monatlich abgeben. Nach dieser Phase legt das Finanzamt den Turnus anhand der bisherigen Zahllast fest (siehe Punkt 5.3).

Wer Arbeitnehmer beschäftigt, muss Lohnsteueranmeldungen abgeben. Grundsätzlich müssen alle Steuerdaten online mit ELSTER, dem System der elektronischen Übermittlung von Steuererklärungen, gemeldet werden.

Bis zum 31.07. des Folgejahres muss der Unternehmer die Einkommen-, Umsatz- und Gewerbesteuererklärung (diese nicht für Freiberufler) für das vergangene Jahr elektronisch einreichen. Sofern Unternehmer einen Steuerberater einschalten, hat dieser mit der Abgabe jeweils bis zum 28.02. des übernächsten Jahres Zeit. Nach Prüfung der Steuererklärungen und der Gewinnermittlung werden Steuern entweder nachgefordert oder erstattet.

Hinweis

Nicht selten geraten junge Unternehmer ohne ausreichende finanzielle Reserven in erhebliche Liquiditätsschwierigkeiten, wenn sie im Folgejahr sowohl eine Steuernachzahlung als auch die Einkommensteuervorauszahlung leisten müssen. Gründer sollten daher stets damit rechnen, Steuern nachzahlen zu müssen, und hier für finanzielle Reserven sorgen. Bei verspäteten Steuerzahlungen werden Säumniszuschläge von 1 % je Monat fällig.

Generell ist es sinnvoll, bereits vor der Eröffnung der selbständigen Tätigkeit einen Unternehmens- oder Steuerberater zu konsultieren. Die Fachleute helfen, Fehler zu vermeiden, und nehmen Gründern Arbeit ab, so dass sie sich besser auf das Gründungsvorhaben konzentrieren können. Während bei einer steuerlichen Beratung nach der Steuerberatergebührenverordnung abzurechnen ist, kann das Honorar bei betriebswirtschaftlichen Beratungen frei vereinbart werden.

1 Einordnung der Tätigkeit

Ob der Existenzgründer Unternehmer oder Freiberufler ist, zieht steuerlich unterschiedliche Konsequenzen nach sich. Daher ist diese wichtige Einordnung von Anfang an zu klären.Einkünfte aus Gewerbebetrieb (Unternehmer) und Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit (Freiberufler) unterliegen beide der Einkommensteuer, bei Unternehmern kann jedoch zusätzlich noch Gewerbesteuer anfallen und eine Pflicht zur Bilanzierung bestehen. Freiberufler hingegen können ihren Gewinn durch eine vereinfachte Einnahmen-überschussrechnung (EÜR) ermitteln. Für sie besteht keine Bilanzierungspflicht.

· Freiberuflich tätig sind Angehörige der freien Berufe (zum Beispiel Architekten, Journalisten, Wissenschaftler, Ärzte, Rechtsanwälte, Steuerberater, Ingenieure, zum Teil auch im EDV-Bereich Tätige). Sie erbringen ihre Arbeitsleistung unter Einsatz ihrer geistigen Fähigkeiten. Der Einsatz von Kapital und eine kaufmännische Organisation treten in den Hintergrund.

· Nach dem Einkommensteuergesetz sind Ihre Einkünfte als gewerblich einzuordnen, wenn Sie selbständig – also kein Arbeitnehmer –, nachhaltig und mit Gewinnerzielungsabsicht tätig sind und ihre Tätigkeit nicht als freiberuflich einzustufen ist.

Während bei Einzelunternehmen für die Annahme einer gewerblichen Tätigkeit alle Voraussetzungen erfüllt sein müssen, gelten bei Personengesellschaften Besonderheiten. Bei Existenzgründern gibt es immer wieder Streit mit dem Finanzamt, wenn in den ersten Jahren Verluste auflaufen. Denn Einkünfte kann nur erzielen, wer mit der Absicht vorgeht, aus seiner Tätigkeit einen Gewinn zu erzielen. Maßgebend ist jedoch nicht das Plus oder Minus eines Jahres, sondern ein Gewinnsaldo. Dieser Saldo muss sich in der Zeit von der Gründung bis zur Einstellung oder dem Verkauf ergeben. Sofern das Finanzamt nicht von sogenannter Liebhaberei ausgeht, wird es die Anerkennung der Verluste erst einmal aufschieben. Das geschieht, indem die Steuerbescheide insoweit vorläufig ergehen. Die Gewinnerzielungsabsicht wird nach einigen Jahren jahresübergreifend beurteilt.


2 Unterschiedliche Steuerbelastung

Es kann gravierende Unterschiede in der steuerlichen Belastung des Gewinns von Einzelunternehmen, Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften (GmbH, Limited) geben. Dies können Existenzgründer kaum durchschauen, zumal sie ihre künftige Gewinnsituation nicht exakt einschätzen können. Dennoch ist es wichtig, die wesentlichen Unterschiede zu kennen.

  • Die Besteuerung des Gewinns von Personengesellschaften (GbR, OHG, KG, Partnerschaft) und Einzelunternehmen erfolgt im Rahmen der Einkommensteuererklärung der Gesellschafter mit den persönlichen Steuersätzen. Alle Einkünfte des Unternehmers und seines Ehegatten (bei Zusammenveranlagung) werden zusammengerechnet. Die Einkommensteuer wird auf den Gesamtbetrag der Einkünfte berechnet, wobei der Steuersatz mit steigendem Einkommen bis 45 % ansteigt (Progression). Verluste werden im Rahmen der Zusammenrechnung mit anderen positiven Einkünften verrechnet.
  • Der GmbH-Gewinn unterliegt der Körperschaft­steuer. Hier gilt keine Progression, sondern unabhängig von der Gewinnhöhe ein Steuersatz von 15 %. Verluste der Kapitalgesellschaft werden nicht mit den persönlichen Einkünften der Gesellschafter verrechnet. Bei Gewinnausschüttungen unterliegen diese der Abgeltungsteuer von 25 %.

Einkünfte aus Gewerbebetrieb und Gewinne von Kapitalgesellschaften unterliegen der Gewerbesteuer. Diese beträgt rund 20 % des Gewerbeertrags. Jede Gemeinde setzt den Hebesatz selbst fest. Der Gewerbeertrag beruht auf dem Gewinn und kann sich durch Hinzurechnungen (im Wesentlichen Finanzierungskosten ab einer bestimmten Höhe) und Kürzungen verändern. Ein individueller Vergleich der steuerlichen Belastungen bei Personenunternehmen einerseits und der Kapitalgesellschaft andererseits unter Berücksichtigung aller Steuerarten ist daher vor der Gründung ratsam – wir beraten Sie hierzu gerne persönlich.


3 Die Regeln bei der Umsatzsteuer

Auf fast jeden getätigten Umsatz (beispielsweise Warenverkäufe, Leistungen) wird Umsatzsteuer fällig. Der allgemeine Satz beträgt 19 %, der ermäßigte Satz (zum Beispiel für Lebensmittel) 7 %. Der Unternehmer istverpflichtet, dem Kunden diese Umsatzsteuer in Rechnung zu stellen und im Rahmen der regel-mäßigen Umsatzsteuervoranmeldung an das Finanzamt abzuführen. Steuerbefreit sind typische Umsätze bestimmter Berufsgruppen (beispielsweise Heilbehandlungen).

Andererseits darf ein Unternehmer die Umsatzsteuer, die ihm von anderen Unternehmen in Rechnung gestellt wird, von seinen Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Finanzamt selbst abziehen: die sogenannte Vorsteuer. Dies wirkt sich positiv auf die Liquidität eines Unternehmens aus, denn gerade im ersten Jahr können zum Beispiel durch Investitionen hohe Vorsteuerbeträge anfallen.

Unternehmer müssen die Umsatzsteuervoranmeldung spätestens am zehnten Tag nach Ablauf des Voranmeldezeitraums abgeben und die Umsatzsteuer entrichten:

  • Betrug die Steuerschuld im vorangegangenen Kalenderjahr weniger als 1.000 €, ist nur eine Jahreserklärung abzugeben (Ausnahme: Existenzgründer).
  • Existenzgründer müssen im Jahr der Gründung und im darauffolgenden Jahr – unabhängig von der Höhe der Zahllast – die Voranmeldungen monatlich abgeben. Die Vorauszahlung wird zum Zehnten des Folgemonats fällig.
  • Der Voranmeldungszeitraum beträgt ein Vierteljahr, wenn die Steuerschuld nicht mehr als 7.500 € beträgt. Dann muss für jedes Quartal eine Voranmeldung eingereicht werden.
  • Lag die Steuerschuld des vorangegangenen Kalenderjahresüber 7.500 €, muss die Umsatzsteuer­voranmeldung monatlich (am 10. des Folgemonats) abgegeben werden. Maßgebend hierbei ist die Zahllast, also der Unterschiedsbetrag zwischen der einbehaltenen Umsatzsteuer und der gezahlten Vorsteuer.
  • Es besteht die Möglichkeit einer Dauerfristverlängerung. Durch einen entsprechenden Antrag lassen sich die Abgabefristen um jeweils einen Monat verlängern. Bei der monatlichen Abgabe von Voranmeldungen muss in diesem Fall eine Sonder-vorauszahlung bis zum 10.02. angemeldet und gezahlt werden. Diese wird mit der Dezember-Voranmeldung wieder angerechnet

Nach Ablauf des Kalenderjahres ist eine Umsatzsteuerjahreserklärung abzugeben. Sollte es zu einer Nachzahlung kommen, muss dieser Betrag spätestens einen Monat nach Einreichung der Erklärung an das Finanzamt gezahlt werden.

Ausnahmeregelung für Kleinunternehmer

Kleinunternehmer dürfenkeine Umsatzsteuer in Rechnung zu stellen, wenn derUmsatz im vorangegangenen Kalenderjahr nicht mehr als 17.500 € betragen hat und voraussichtlich im laufenden Kalenderjahr nicht mehr als 50.000 € betragen wird. Sie dürfen keine Vorsteuer geltend machen. Der Vorteil dieser Regelung ist, dass

  • das Erstellen von Voranmeldungen wegfällt,

· keine eigenen Rechnungen nach den sehr formalen Vorschriften des Umsatzsteuergesetzes erstellt werden müssen und

· Angebote an Endkunden ohne Vorsteuerabzug billiger werden.

Der Kleinunternehmer kann die Umsatzsteuerpflicht wählen. In diesem Fall muss er seine Erlöse versteuern und kann die Vorsteuer aus den Eingangsrechnungen geltend machen. An die Option zur Umsatzsteuer ist der Unternehmer für fünf Jahre gebunden.

Hinweis

Wenn in der Gründungsphase große Anschaffungen mit einem entsprechenden Vorsteuerabzug anfallen, ist zu prüfen, ob die Option zur Steuerpflicht günstiger ist. Wir beraten Sie gerne.


4 Die Regeln bei der Gewerbesteuer

Grundlage für die Berechnung der Gewerbesteuer ist das jährliche Jahresergebnis. Dieses wird um Hinzurechnungen erhöht und um Kürzungen vermindert. Wurde im Vorjahr ein Verlust erzielt, wird im Folgejahr der Gewerbeverlustvortrag abgezogen. Auf den so berechneten Gewerbeertrag wird die Steuermesszahl von 3,5 angewendet. Der sich ergebende Steuermessbetrag wird von der Gemeinde mit einem Hebesatz multipliziert, der meist zwischen 350 % und 450 % (im Bundesdurchschnitt ca. 400 %) liegt.

Hinweis

Wichtig ist der Blick auf den Hebesatz bei der Standortwahl. Grob gesagt ist der Hebesatz in ländlichen Gebieten niedriger als in der Stadt.

Personenunternehmen können vom Gewerbeertrag einen Freibetrag von 24.500 € abziehen, eine Kapitalgesellschaft nicht.

Beispiel

Der Gewerbeertrag für eine GmbH oder einen Einzelunternehmer bzw. eine Personengesellschaft beträgt 50.000 €.

Steuerrechnung für GmbH Person

Gewinn 50.000 € 50.000 €

– Freibetrag – 24.500 €

Gewinn für Gewerbesteuer 50.000 € 25.500 €

x Steuermesszahl 3,5 % 3,5 %

= Gewerbesteuermessbetrag 1.750 € 893 €

x Gewerbesteuerhebesatz 400 % 400 %

= Gewerbesteuer 7.000 € 3.572 €

Aufgrund des bei der GmbH nicht anzuwendenden Freibetrags ist die Gewerbesteuer hier nahezu doppelt so hoch.

Hinzuweisen ist jedoch darauf, dass Gehaltsaufwendungen für mitarbeitende Gesellschafter der Kapitalgesellschaft als Betriebsausgabe den Gewinn mindern.

Dem Gewinn werden alle Finanzierungsaufwendungen mit 25 % hinzugerechnet, soweit die Summe den Freibetrag von 100.000 € überschreitet. Belastet werden in der Regel Großkonzerne, während sich bei Mittel- und Kleinbetrieben aufgrund des Freibetrags oftmals die Hinzurechnung nicht auswirkt.

Einzelunternehmer sowie die Gesellschafter von Personengesellschaften können bei der Einkommensteuer das 3,8-fache des Gewerbesteuermessbetrags geltend machen. Damit wird eine weitgehende Entlastung gewerblicher Einkünfte von der Gewerbesteuer bewirkt.

Im Gegensatz zu Einzelunternehmen und Personengesellschaften lässt sich die Kommunalabgabe bei den Beteiligten (Gesellschafter) an einer Kapitalgesellschaft nicht von der Einkommensteuerschuld abziehen.

Bei Einzelunternehmen und Personengesellschaften wird ein Freibetrag von 24.500 € abgezogen. Die Gewerbesteuer-Zahlung selbst ist nicht als Betriebsausgabe abzugsfähig. Jedoch wird sie im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung der Gesellschafter angerechnet.


5 Die Regeln bei der Einkommensteuer

Grundlage für die Festsetzung der Einkommensteuer ist das Einkommen, welches in einem Kalenderjahr erzielt wird. Zu versteuern sind alle Einkünfte, die unter die sieben Einkunftsarten fallen:

  • Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft
  • Einkünfte aus Gewerbebetrieb als Unternehmer oder anteilig von einer Personengesellschaft

· Einkünfte aus selbständiger Arbeit als Freiberufler

· Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit als Arbeitnehmer oder Beamter

· Einkünfte aus Kapitalvermögen, Zinsen, Dividenden, Kursgewinnen und Gewinnausschüttungen einer GmbH (diese unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 % und werden nur im Einkommensteuerbescheid berücksichtigt, wenn die Gesamtsteuerbelastung niedriger ist).

  • Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung

· sonstige Einkünfte, Renten, Spekulationsgeschäfte, Unterhaltsleistungen sowie sonstige Leistungen

Bei den Gewinneinkünften ist der Unterschied der Betriebseinnahmen zu den Betriebsausgaben maßgebend. Üben Ehegatten gemeinsam ein Gewerbe aus, gelten sie als Personengesellschaft. Von der Summe der Einkünfte aus den Einkunftsarten werden die Sonderausgaben sowie außergewöhnliche Belastungen abgezogen. Der verbleibende Betrag ist das zu versteuernde Einkommen, auf das die Einkommensteuer berechnet wird.

Bei den Gewinneinkünften setzt das Finanzamt nach dem voraussichtlichen Einkommen bzw. nach der letzten Einkommensteuerveranlagung Vorauszahlungen fest. Diese sind vierteljährlich am 10.03., 10.06., 10.09. und 10.12. zu entrichten. Sollte sich abzeichnen, dass der Vorjahresgewinn nicht erreicht wird, besteht die Möglichkeit, die Einkommensteuervorauszahlungen herabsetzen zu lassen.


Fragebogen zur steuerlichen Erfassung

Das Finanzamt erfährt von Ihrer Gewerbeanmeldung und sendet Ihnen zuallererst einen "Fragebogen zur steuerlichen Erfassung" zu. In diesem Fragebogen müssen Sie u. a. Angaben zu Ihrer Person und zum Familienstand machen sowie Angaben über die Höhe der voraussichtlichen Umsätze und Gewinne, über weitere Einkünfte von Ihnen und Ihrem Ehegatten/Lebenspartner usw. Das Finanzamt teilt Ihnen daraufhin eine Steuernummer zu und legt fest, welche Steueranmeldungen und -erklärungen Sie in Zukunft abgeben und welche Steuer-Vorauszahlungen Sie als Selbstständiger leisten müssen. Kommen Sie mit dem Fragebogen zu mir/uns, ich helfe/wir helfen gerne beim Beantworten der darin enthaltenen Fragen.

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Betriebsvermögen und Privatvermögen

Neu für Sie dürfte auch die Unterscheidung zwischen Betriebsvermögen und Privatvermögen sowie die entsprechende Zuordnung der Wirtschaftsgüter sein. Haben Sie als Arbeitnehmer Ihr privates Notebook überwiegend für die Firma verwendet, blieb es Privatvermögen. Anders ist es als Selbstständiger. Nutzen Sie Wirtschaftsgüter (z. B. Maschinen, Werkzeuge, Computer, Pkw, Möbel usw.) ausschließlich oder zu mehr als der Hälfte für Ihre neue selbstständige Tätigkeit, müssen Sie diese dem sog. notwendigen Betriebsvermögen zuordnen. Nutzen Sie Wirtschaftsgüter zu weniger als der Hälfte, aber zu mehr als 10 % für die neue Erwerbstätigkeit, haben Sie hinsichtlich der Zuordnung ein Wahlrecht. Welche Konsequenz die Zuordnung von Wirtschaftsgütern zum Betriebsvermögen hat und wie Sie das Wahlrecht zu Ihrem Vorteil ausüben, erläutere ich Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch.

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Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben

Als Selbstständiger müssen Sie sich an zwei weitere neue Begriffe gewöhnen: Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben. Betriebseinnahmen und -ausgaben haben Sie in allen Einkunftsarten. Betriebseinnahmen sind definiert als Einnahmen in Geld oder Sachwerten, die durch Ihren eigenen Betrieb veranlasst sind. Betriebsausgaben sind alle Aufwendungen, die durch den Betrieb veranlasst sind. Letztere sind vergleichbar mit Ihren Werbungskosten, die Sie als Arbeitnehmer bisher geltend gemacht haben. Gerne erläutere ich Ihnen weitere Details.

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Gewerbesteuer, Umsatzsteuer, Steueranmeldungen und Steuervorauszahlungen

Erzielen Sie als Selbstständiger Einkünfte aus Gewerbebetrieb, unterliegen Sie neben der Einkommensteuer zusätzlich der Gewerbesteuer. Zahlungspflichtig für die Gewerbesteuer sind Sie als Einzelunternehmer/-in direkt. Üben Sie Ihre selbstständige Tätigkeit über eine Personengesellschaft aus oder haben Sie eine Kapitalgesellschaft (GmbH) gegründet, ist jeweils die Gesellschaft Gewerbesteuerschuldner. Als geschäftsführender Gesellschafter müssen Sie dafür sorgen, dass die Gewerbesteuer für die Gesellschaft fristgerecht abgeführt wird. Üben Sie hingegen eine freiberufliche Tätigkeit aus, besteht keine Gewerbesteuerpflicht –auch nicht, wenn Sie diese Tätigkeit über eine Personengesellschaft (z. B. über eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts oder einer Partnerschaftsgesellschaft) ausüben.


Neben der Gewerbesteuer müssen Sie eine – für Sie ebenfalls neue – Umsatzsteuer beachten. Mit der Umsatzsteuer sind Sie als nicht selbstständig Tätiger bisher bereits in Berührung gekommen. Für jeden Gegenstand, den Sie gekauft haben, haben Sie Mehrwertsteuer bezahlt. Als Selbstständiger müssen Sie nun Ihren Kunden diese Mehrwertsteuer (auch Umsatzsteuer genannt) in Rechnung stellen und zum jeweils maßgeblichen Zahlungstermin an das Finanzamt abführen. Von anderen Unternehmen für Ihr Unternehmen in Rechnung gestellte Umsatzsteuer können Sie hingegen als sog. Vorsteuer von Ihrer Umsatzsteuer-Zahlungsverpflichtung abziehen. Ob die im Rahmen Ihrer selbstständigen Tätigkeit ausgeführten Umsätze der Steuerpflicht unterliegen und ob Sie ggf. von der für die Umsatzsteuer geltenden sog. Kleinunternehmerreglung Gebrauch machen können, prüfe ich gerne für Sie.


Beschäftigen Sie zudem auch Arbeitnehmer, müssen Sie zusätzlich Lohnsteuer berechnen und Lohnsteueranmeldungen abgeben. Die Lohnsteueranmeldungen enthalten auch den Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer. Die Lohnsteuer berechnen Sie anhand der von Ihnen als Arbeitgeber abzurufenden elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale (sog. ELStAM-Verfahren). Näheres über die einzelnen Steuerberechnungs- und Abführungsverfahren erläutere ich Ihnen gerne. Ich halte für Sie entsprechende Fristenkalender mit den Steuerzahlterminen bereit. Ich berechne gerne die jeweiligen Steuern und führen diese fristgerecht an das Finanzamt ab. Zu meinem Service gehört auch die Führung Ihrer kompletten Lohnkonten, einschließlich der Anmeldung und Abführung der für Ihre Arbeitnehmer zu zahlenden Sozialversicherungsbeiträge.


Personengesellschaften

Zu den Personengesellschaften gehören beispielsweise OHG, GbR und Einzelunternehmen. Die wichtigsten Steuerarten dieser Rechtsform sind:

Einkommensteuer

  • Einzelunternehmer und Gesellschafter müssen ihren anteiligen Gewinn am Unternehmen in ihrer persönlichen Einkommensteuererklärung angeben. Je höher der anteilige Gewinn, desto höher die Einkommensteuer. Die Personengesellschaft selbst wird nicht direkt besteuert.
  • Freibeträge werden bei der Einkommensteuererklärung angerechnet.
  • Der Solidaritätszuschlag auf die Einkommensteuer beträgt 5,5 %

Gewerbesteuer

  • Ist der Betrieb ein Gewerbe, ist Gewerbesteuer zu zahlen.
  • Die Gewerbesteuer berechnet sich aus dem Gewerbeertrag und dem Hebesatz der Gemeinde, in dem der Betrieb ansässig ist.
  • Die Gewerbesteuer mindert die Einkommensteuer (Gewerbesteueranrechnung)
  • Ein Freibetrag von derzeit 24.500 € ist abziehbar.

Vor- und Umsatzsteuer

  • Einzelunternehmer und Personengesellschaften sind umsatzsteuerpflichtig.
  • Die meisten Waren und Dienstleistungen beinhalten 19 % Umsatzsteuer (in einigen Ausnahmen 7%). Diesen geldlichen Anteil Ihres Umsatzes zahlen Sie an das Finanzamt.
  • Eingekaufte Waren und Dienstleistungen beinhalten ebenfalls die oben genannte Umsatzsteuer. Als sogenannte Vorsteuer werden diese Beträge mit der von Ihnen zu zahlenden Umsatzsteuer verrechnet. Die Umsatzsteuerschuld reduziert sich.
  • Eine Auflistung der Vor- und Umsatzsteuer ist monatlich dem Finanzamt zu melden und die Umsatzsteuer zu bezahlen.

Lohnsteuer

Für Ihre Mitarbeiter müssen Sie die Lohnsteuer einbehalten. Sie ist in gleichmäßigen Abständen an das Finanzamt zu zahlen.


Kapitalgesellschaften

Zu den Kapitalgesellschaften gehören beispielsweise UG, GmbH und AG. Die wichtigsten Steuerarten dieser Rechtsform sind:

Körperschaftsteuer

  • Die Körperschaftsteuer ist die Steuerart auf den Gewinn von Kapitalgesellschaften.
  • Der Steuersatz beträgt 15 %
  • Zusätzlich fallen 5,5 % Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer an.

Abgeltungssteuer
Sie ist in Höhe von 25 % plus 5,5 % auf den Steuerbetrag zahlbar bei Gewinnausschüttung an die Gesellschafter.


Vor- und Umsatzsteuer
Auf die getätigten Umsätze zahlen auch Kapitalgesellschaften 19 % Umsatzsteuer.


Freiberufler

Wenn Sie sich als Freiberufler Selbstständig machen, sollten Sie sich mit dem Thema Steuern besonders beschäftigen. Zahlreiche Ausgaben in Ihrem Beruf können von Ihnen steuerlich geltend gemacht werden. Die Gewinnermittlung erfolgt durch Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben (Einnhamen-Überschussrechnung). Mit MS-Buchhalter können Sie Rechnungen einfach schreiben, verwalten und versenden. Es ist keine doppelte Buchführung erforderlich, sondern nur Aufzeichnungen. Freiberufler zahlen keine Gewerbesteuer. Zu den wichtigen Steuerarten dieser Rechtsform gehören:

Einkommensteuer

  • Die Einkommensteuer berechnet sich aus Ihren persönlichen Einkünften.
  • Die Höhe ist abhängig vom Gewinn. Den Gewinn beeinflussen Betriebsausgaben wie z. Bsp. Werbekosten, Geschenke, Firmenfahrzeug, Bewirtung und Arbeitszimmer.
  • Zusätzlich fallen 5,5 % Solidaritätszuschlag auf die Einkommensteuer an.
  • Freibeträge werden bei der Einkommensteuererklärung angerechnet.

Vor- und Umsatzsteuer
Auch Freiberufler zahlen auf die erwirtschafteten Umsätze eine Umsatzsteuer in Höhe von 19 % (in Ausnahmefällen 7%).


Lohnsteuer
Für Ihre Mitarbeiter müssen Sie die Lohnsteuer einbehalten. Sie ist in gleichmäßigen Abständen an das Finanzamt zu zahlen.


Für alle Steuerpflichtigen gleichermaßen gilt, dass sie die Pflicht haben, Geschäftsunterlagen bis zu zehn Jahre aufzubewahren und regelmäßig, an Termine gebundene, Steuererklärungen abzugeben. Bedenken Sie auch, dass sich die Höhe der Steuer bei Steuerarten mit progressiven Steuertarifen mit steigendem Umsatz erhöht. Und verschenken Sie kein Geld, indem Sie mitarbeitende Familienmitglieder nicht entlohnen.

Top Steuerliche Aspekte auf dem Weg in die Selbstständigkeit


Zu guter Letzt: Nutzen Sie den Investitionsabzugsbetrag

Als Existenzgründer können Sie im Wirtschaftsjahr der Betriebseröffnung einen sog. Investitionsabzugsbetrag bilden. Der Höchstbetrag der zu bildenden Rücklagen beträgt 40 % der voraussichtlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten eines Wirtschaftsguts (Maschinen, Möbel, Pkw etc.), das Sie für Ihren neuen Betrieb benötigen. Gebildet werden kann der Investitionsabzugsbetrag für abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens (nicht also für den Kauf der ersten Handelswaren, Vorräte usw. oder für die ersten Lohnkosten), die Sie voraussichtlich bis zum Ende des dritten auf die Bildung der Rücklage folgenden Wirtschaftsjahres anschaffen oder herstellen. Das bedeutet, dass Sie als Existenzgründer das betreffende Wirtschaftsgut erst spätestens am Ende des dritten auf seine Bildung folgenden Wirtschaftsjahres anschaffen müssen. Das schont Ihre Liquidität in der Gründungsphase enorm.


Schaffen Sie sich das betreffende Wirtschaftsgut dann doch nicht an, müssen Sie den Abzugsbetrag analog erst am Ende des dritten auf seine Bildung folgenden Wirtschaftsjahres wieder auflösen. Rechnen Sie in den ersten Gründungsjahren nicht mit einer hohen Einkommensteuerlast, haben Sie aber im Jahr der Existenzgründung oder im Jahr vor der Existenzgründung noch höhere Einkünfte aufgrund Ihrer bisherigen (Arbeitnehmer-)Tätigkeit, kann die Bildung eines Investitionsabzugsbetrags zu einem willkommenen Liquiditätsvorteil und bei tatsächlich erfolgter Anschaffung in der Regel auch zu einer echten Steuerersparnis führen.


Allerdings darf nicht jeder Existenzgründer einen solchen Abzugsbetrag bilden. Zudem müssen die Wirtschaftsgüter dem Finanzamt gegenüber benannt werden und die Höhe der voraussichtlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten angegeben werden. Ich prüfe gerne, ob die Voraussetzungen in Ihrem Fall erfüllt sind und erledigen alle formalen Voraussetzung für die Bildung eines solchen Abzugsbetrags. Beachten Sie hierzu insbesondere die beigefügte Checkliste.

Top Steuerliche Aspekte auf dem Weg in die Selbstständigkeit


Meine Steuerberatung

Ich begleite Sie in allen Instanzen auf dem Weg in Ihre Selbstständigkeit. Ich ermittle die Art Ihrer Einkünfte, erledigen Ihre erste Korrespondenz mit dem Finanzamt, darin eingeschlossen insbesondere das Ausfüllen des Fragebogens zur steuerlichen Erfassung und die Prüfung der vom Finanzamt ggf. festgesetzten Vorauszahlungen auf Angemessenheit. Ich übernehme darüber hinaus sämtliche Anmeldeformalitäten und stelle die notwendigen Anträge gegenüber Behörden und der Sozialversicherung. Selbstverständlich stehe ich auch für Fragen sämtlicher steuerlicher Angelegenheiten im Rahmen Ihrer eigentlichen unternehmerischen Tätigkeit zur Verfügung.


Steuern sind eine wirtschaftliche Belastung für Ihre Firma und verdienen es, mit Augenmaß bei der Finanzplanung berücksichtigt zu werden. Bereits in der Phase der Erstellung des Businessplans wurden Sie mit der Frage der zukünftigen Rechtsform der Firma, mit der Sie sich Selbstständig machen wollen, konfrontiert. Ihre Entscheidung hat maßgebliche Auswirkung auf die zukünftig zu zahlenden Steuern. Den Existenzgründer erwarten Steuerarten wie Einkommensteuer, Gewerbesteuer, Vor- und Umsatzsteuer, gegebenenfalls Körperschaftsteuer. Bezogen auf die von Ihnen gewählte Rechtsform finden Sie nachfolgend die Steuern im Überblick:

Top Steuerliche Aspekte auf dem Weg in die Selbstständigkeit



Rechtsgrundlagen zum Thema: selbständig

EStG 2; 3; 6; 6b; 7; 7g; 7h; 9a; 10f; 10g; 11; 15; 18; 19; 20; 23; 24a; 32b; 34a; 34d; 38; 38a; 39a; 42b; 43; 46; 49; 50; 50a; 50d; 51; 52;
EStR 4.2; 4.10; 4b; 4c; 5.5; 6.4; 6.13; 6a; 6b.3; 7.1; 7.4; 7a; 12.3; 13a.2; 14; 15.1; 15.10; 15.6; 15.7; 16; 18.1; 18.3; 21.1; 22.3; 22.4; 32b; 33a.2; 33a.3; 34.4; 34b.6; 49.2; 50a.1;
EStDV 4; 56;
GewStG 3;
KStG 5;
UStG 2; 3; 4; 18; 18a; 27b;
AO 14; 18; 64; 157; 210; 386; 392; 399; 401; 406; anlage-1; 14; 18; 64; 157; 210; 386; 392; 399; 401; 406; anlage-1;
UStAE 1.3; 1.5; 1.6; 1.8; 1a.2; 2.1; 2.2; 2.4; 2.5; 2.8; 2.9; 2.11; 3.1; 3.5; 3.6; 3.8; 3.10; 3.11; 3.12; 3.14; 3a.1; 3a.2; 3a.3; 3a.4; 3a.9; 3a.10; 3b.2; 4.3.1; 4.3.2; 4.3.5; 4.5.1; 4.6.2; 4.8.1; 4.8.2; 4.8.13; 4.9.2; 4.11.1; 4.12.2; 4.12.5; 4.13.1; 4.14.2; 4.14.3; 4.14.4; 4.14.5; 4.14.6; 4.14.8; 4.14.9; 4.16.4; 4.17.2; 4.21.3; 6.7; 6a.1; 6a.4; 8.1; 8.2; 9.2; 10.1; 12.3; 12.7; 12.9; 12.11; 12.13; 12.16; 13.3; 13b.2; 13c.1; 14.2; 15.2a; 15.2c; 15.6a; 15.8; 15.12; 15.13; 15a.1; 15a.6; 17.1; 18.2; 18.7; 18a.1; 23.2; 25.1; 27b.1; 1.3; 1.5; 1.6; 1.8; 1a.2; 2.1; 2.2; 2.4; 2.5; 2.8; 2.9; 2.11; 3.1; 3.5; 3.6; 3.8; 3.10; 3.11; 3.12; 3.14; 3a.1; 3a.2; 3a.3; 3a.4; 3a.9; 3a.10; 3b.2; 4.3.1; 4.3.2; 4.3.5; 4.5.1; 4.6.2; 4.8.1; 4.8.2; 4.8.13; 4.9.2; 4.11.1; 4.12.2; 4.12.5; 4.13.1; 4.14.2; 4.14.3; 4.14.4; 4.14.5; 4.14.6; 4.14.8; 4.14.9; 4.16.4; 4.17.2; 4.21.3; 6.7; 6a.1; 6a.4; 8.1; 8.2; 9.2; 10.1; 12.3; 12.7; 12.9; 12.11; 12.13; 12.16; 13.3; 13b.2; 13c.1; 14.2; 15.2a; 15.2c; 15.6a; 15.8; 15.12; 15.13; 15a.1; 15a.6; 17.1; 18.2; 18.7; 18a.1; 23.2; 25.1; 27b.1;
GewStR 1.7; 2.1; 2.3; 2a; 7.1; 11.2; 35a.1; 35b.1;
UStR 3; 5; 6; 12; 15b; 16; 17; 18; 21; 21a; 23; 24; 27; 29; 29a; 30; 31a; 33; 34; 34a; 39; 39a; 42b; 42f; 42g; 45; 46; 49; 52; 55a; 57; 72; 75; 77; 87; 89; 90; 93; 99a; 100; 102; 112a; 133; 145; 148a; 149; 162; 168; 170; 171; 179; 182a; 182b; 183a; 190a; 192; 199; 203; 217b; 245a; 261; 264; 272; 282b;
KStR 1.1; 4.1; 4.5; 5.2; 5.7; 8.2; 8.3; 9; 13.1; 22;
AEAO 18; 31; 32; 46; 51; 67a; 68; 75; 87a; 122; 141; 160; 163; 175; 177; 179; 180; 196; 198; 235; 251; 361;
HGB 23; 84; 290;
ErbStG 7;
ErbStR 2.2; 7.8; 10.9; 13.10; 14.1;
ErbStDV muster-1;
LStR 3.11; 3.65; 8.1; 9.12; 19.9; 39.4; 39a.2; 40b.1; 41.3;
LStDV 1;
BewG 3; 42; 48a; 70; 160; 181;
EStH 2; 4.2.1; 4.2.3; 4.2.4; 4.2.5; 4.2.12; 4.7; 4.10.2.4; 4a; 5.5; 6.1; 6.4; 6.7; 6.13; 6b.1; 6b.2; 7.1; 7.2; 7.3; 7.4; 7i; 10.5; 10.11; 13.4; 14; 15.1; 15.2; 15.4; 15.5; 15.6; 15.7.9; 15.8.5; 16.1; 16.2; 16.3; 16.8; 16.9; 17.2; 17.3; 18.1; 18.2; 18.3; 21.2; 22.4; 24.1; 24a; 31; 32.9; 32.10; 32b; 33a.2; 33a.3; 34.1; 34.2; 34.4; 37; 46.3; 49.2; 50a.1;
StbVV 1; 25; 27;
GewStH 2.1.1; 2.1.3; 2.4.5; 2.9.2; 2.9.4; 7.1.1; 8.1.4; 8.1.5; 14.1; 28.1; 30.1; 35b.1;
KStH 4.1; 8.2; 8.9;
LStH 3b; 8.1.9.10; 9.1; 9.2; 9.9; 19.0; 19.1; 19.2; 19.3; 38.2; 38.4; 40.1; 40a.2; 40b.1; 41b; 41c.1;
ErbStH E.7.4.1; E.14.1.1; B.190.8.1;
AStG 10;
GrStR 12; 24; 44;
StBerG 4; 34; 37a; 60; 77a; 129; 155;
BGB 8; 9; 13; 14; 112; 204; 513; 723; 780; 1364; 1417; 1418; 1431; 1440; 1456; 1462; 1561; 1624; 1626; 1629a; 1649; 1797; 2159;

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