Die Umsatzsteuervoranmeldung

Zweck und Abgabefrist der Umsatzsteuervoranmeldung

Die Umsatzsteuervoranmeldung dient der unterjährigen Mitteilung der zu zahlenden Umsatzsteuern an das Finanzamt. Durch diese Umsatzsteuervorauszahlungen wird eine hohe Zahlung am Ende des Jahres vermieden, die bei jährlicher Einreichung entstehen würde. Es gibt unterschiedliche Abgabezeiträume, die von der zu zahlenden Umsatzsteuer abhängen:

  • Monatliche Abgabe
    Alle Existenzgründer in den ersten 24 Monate der Selbständigkeit sowie alle Unternehmer, die mehr als 7.500 EUR Umsatzsteuer im Jahr zu entrichten haben, müssen eine monatliche Umsatzsteuervoranmeldungen abgeben.
  • Vierteljährliche Abgabe
    Unternehmer, welche jährlich zwischen 1.000 EUR und 7.500 EUR Umsatzsteuer zu zahlen haben, müssen quartalsweise Voranmeldungen beim Finanzamt einreichen.
  • jährliche Abgabe
    Unternehmer, die jährlich weniger als 1.000 EUR Umsatzsteuer zu zahlen haben, müssen keine Voranmeldungen einreichen. Es verbleibt bei der Umsatzsteuer-Jahreserklärung.

Die Umsatzsteuervoranmeldung muss bis zum 10. des Folgemonats des jeweiligen Abgabezeitraumes beim Finanzamt eingereicht sein. Mit einer Dauerfristverlängerung kann dieser Zeitraum um jeweils einen Monat verlängert werden.

Inhalt der Umsatzsteuer-Voranmeldungen

Eine Umsatzsteuervoranmeldung beinhaltet nur die Summe der 19%- bzw. 7%-igen Nettoeinnahmen sowie die Summe der Vorsteuern. Sie müssen auch keine Belege beim Finanzamt einreichen. Ausnahme: Sollten einmal eine  außergewöhnlich hohe Erstattung in einer Voranmeldung geltend machen, wie z.B. bei einem Autokauf, so sollten Sie gleich eine Kopie beifügen, damit das Finanzamt das Guthaben möglichst schnell erstattet, weil ansonsten das Finanzamt Sie auffordern könnte, diese Belege einzureichen. Mit der Umsatzsteuer-Voranmeldung wird keine Gewinnermittlung mit Einnahme- und Ausgabearten übermittelt. Da keine endgültigen Besteuerungsgrundlagen dem Finanzamt mitgeteilt werden, kann jeder eine Umsatzsteuervoranmeldung erstellen. Am Jahresende kann der Steuerberater die Zahlen kontrollieren und ggf. korrigieren und die Umsatzsteuer-Jahreserklärung erstellen. Die Differenz zwischen der Umsatzsteuererklärung und der der Summe der Voranmeldungen wird dann zur Zahlung fällig bzw. erstattet.

Siehe auch http://www.umsatzsteuer-voranmeldung.de