{"id":10051,"date":"2012-12-06T17:38:04","date_gmt":"2012-12-06T15:38:04","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=10051"},"modified":"2012-12-06T17:38:04","modified_gmt":"2012-12-06T15:38:04","slug":"v-s-9-11-abrechnungsbescheid-erlass-von-saeumniszuschlaegen-schonfrist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-s-9-11-abrechnungsbescheid-erlass-von-saeumniszuschlaegen-schonfrist\/","title":{"rendered":"V&nbsp;S&nbsp;9\/11 &#8211; Abrechnungsbescheid; Erlass von S&auml;umniszuschl&auml;gen; Schonfrist"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 17.2.2011, V S 9\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Abrechnungsbescheid; Erlass von S&auml;umniszuschl&auml;gen; Schonfrist<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Mit Beschluss vom 21. Dezember 2010 (V B 16-17\/09) hat der Senat die zur gemeinsamen Entscheidung verbundenen Nichtzulassungsbeschwerden des Kl&auml;gers, Antragstellers und R&uuml;gef&uuml;hrers (Kl&auml;ger) gegen die Urteile des Finanzgerichts Baden-W&uuml;rttemberg vom 21. Januar 2009 (1 K 55\/07 und 1 K 269\/06) als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen diesen Senatsbeschluss wendet sich der Kl&auml;ger mit seiner Anh&ouml;rungsr&uuml;ge und macht geltend, der angegriffene Beschluss habe es vers&auml;umt, sich mit seinem wesentlichen Vorbringen zur Verfassungswidrigkeit von Art. 8 Nr. 10 des Steuer&auml;nderungsgesetzes 2003 (St&Auml;ndG) auseinanderzusetzen. Au&szlig;erdem verletze der Beschluss den Anspruch auf rechtliches Geh&ouml;r dadurch, dass er der Frage grunds&auml;tzliche Bedeutung abspreche, ob nach &sect; 227 der Abgabenordnung (AO) ein Erlass der S&auml;umniszuschl&auml;ge stets dann geboten ist, wenn die Schonfrist des &sect; 240 Abs. 3 Satz 1 AO nicht eingehalten wurde, obwohl der Steuerpflichtige eine entsprechende &Uuml;berweisung nicht mehr als drei Bankgesch&auml;ftstage vor Ablauf der Schonfrist bei seiner Bank in Auftrag gegeben hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Anh&ouml;rungsr&uuml;ge ist unbegr&uuml;ndet und deshalb gem&auml;&szlig; &sect; 133a Abs. 4 Satz 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Gem&auml;&szlig; &sect; 133a Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 FGO setzt die Fortf&uuml;hrung eines Verfahrens auf R&uuml;ge eines durch eine gerichtliche Entscheidung beschwerten Beteiligten u.a. voraus, dass das Gericht den Anspruch dieses Beteiligten auf rechtliches Geh&ouml;r in entscheidungserheblicher Weise verletzt hat. Die geltend gemachten Verst&ouml;&szlig;e gegen den Anspruch des Kl&auml;gers auf rechtliches Geh&ouml;r (&sect; 96 Abs. 2 FGO, Art. 103 Abs. 1 des Grundgesetzes &#8211;GG&#8211;) liegen nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Senat hat bei seiner Entscheidung das gesamte Beschwerdevorbringen des Kl&auml;gers zur Kenntnis genommen und erwogen. Die ablehnende Entscheidung &uuml;ber die Nichtzulassungsbeschwerde soll gem&auml;&szlig; &sect; 116 Abs. 5 Satz 2 FGO &quot;kurz&quot; begr&uuml;ndet werden; von einer Begr&uuml;ndung kann abgesehen werden, wenn sie nicht geeignet ist, zur Kl&auml;rung der Voraussetzungen beizutragen, unter denen eine Revision zuzulassen ist (&sect; 116 Abs. 5 Satz 2 FGO). Diesen Erfordernissen wird der Senatsbeschluss, der die aus Sicht des Senats f&uuml;r die Entscheidung wesentlichen Erw&auml;gungen wiedergibt, gerecht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat hat sich insbesondere mit dem wesentlichen Vorbringen des Kl&auml;gers zur Verfassungswidrigkeit von Art. 8 Nr. 10 St&Auml;ndG befasst und hierzu Zweifel an der Verfassungswidrigkeit wegen eines Versto&szlig;es gegen Art. 3 Abs. 1 GG verneint, weil wesentlich Ungleiches nicht gleich behandelt werde (S. 4 bis 6 des Beschlusses). Aus dem Umstand, dass die Beschlussgr&uuml;nde keine detaillierte Befassung mit s&auml;mtlichen Erw&auml;gungen der Beschwerdebegr&uuml;ndung enthalten, kann nicht darauf geschlossen werden, der Senat habe diese nicht zur Kenntnis genommen und in Erw&auml;gung gezogen (vgl. Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 5. Dezember 1995&nbsp;&nbsp;1 BvR 1463\/89, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung 1996, 153).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Weiterhin hat der Senat in seiner Entscheidung auch das die Rechtsfrage betreffende Vorbringen ber&uuml;cksichtigt, ob nach &sect; 227 AO ein Erlass des S&auml;umniszuschlags unter bestimmten Umst&auml;nden geboten ist (S. 6 bis 8 des Beschlusses). Im Hinblick auf die Beschr&auml;nkung des Streitgegenstands auf die Rechtm&auml;&szlig;igkeit der Abrechnungsbescheide vom 11. Mai 2006 und vom 18. Dezember 2006 war diese Streitfrage aber in einem Revisionsverfahren nicht kl&auml;rbar. Soweit der Kl&auml;ger meint, er habe durch den Vortrag der Tatsache, dass die &Uuml;berweisung nicht mehr als drei Bankgesch&auml;ftstage vor Ablauf der Schonfrist in Auftrag gegeben worden sei, Billigkeitsgr&uuml;nde schon im Einspruchsverfahren geltend gemacht, verkennt er, dass es sich auch bei der Gew&auml;hrung der Schonfrist des &sect; 240 Abs. 3 AO um eine Billigkeitsma&szlig;nahme handelt (vgl. Loose in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect; 240 AO Rz 50, m.w.N.). Der hierauf gerichtete Vortrag betrifft somit die Verwirkung von S&auml;umniszuschl&auml;gen und nicht einen &#8211;andere Billigkeitsgr&uuml;nde erfordernden&#8211; Erlass von S&auml;umniszuschl&auml;gen nach &sect; 227 AO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen wenden sich die Ausf&uuml;hrungen des Kl&auml;gers lediglich gegen die Rechtsauffassung des Senats, der nach Auffassung des Kl&auml;gers der Sache nach falsch entschieden habe. Mit diesem Vorbringen kann der Kl&auml;ger aber im Rahmen des &sect; 133a FGO nicht geh&ouml;rt werden. Die Anh&ouml;rungsr&uuml;ge dient nicht dazu, die angegriffene Entscheidung in der Sache in vollem Umfang nochmals zu &uuml;berpr&uuml;fen (Beschl&uuml;sse des Bundesfinanzhofs vom 8. April 2010 IX S 22\/09, BFH\/NV 2010, 1299; vom 3. November 2009 VI S 17\/09, BFH\/NV 2010, 226; vom 28. Oktober 2009 V S 20\/08, BFH\/NV 2010, 226).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Von einer weiteren Begr&uuml;ndung sieht der Senat ab (&sect; 133a Abs. 4 Satz 4 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung ergibt sich aus &sect; 135 Abs. 1 FGO. F&uuml;r die Entscheidung &uuml;ber die Anh&ouml;rungsr&uuml;ge wird eine Geb&uuml;hr in H&ouml;he von 50 EUR erhoben (vgl. Nr. 6400 der Anlage 1 zu &sect; 3 Abs. 2 des Gerichtskostengesetzes &#8211;Kostenverzeichnis&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 17.2.2011, V S 9\/11 Abrechnungsbescheid; Erlass von S&auml;umniszuschl&auml;gen; Schonfrist Tatbestand 1&nbsp; I. Mit Beschluss vom 21. Dezember 2010 (V B 16-17\/09) hat der Senat die zur gemeinsamen Entscheidung verbundenen Nichtzulassungsbeschwerden des Kl&auml;gers, Antragstellers und R&uuml;gef&uuml;hrers (Kl&auml;ger) gegen die Urteile des Finanzgerichts Baden-W&uuml;rttemberg vom 21. 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