{"id":10080,"date":"2012-12-06T17:44:04","date_gmt":"2012-12-06T15:44:04","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=10080"},"modified":"2012-12-06T17:44:04","modified_gmt":"2012-12-06T15:44:04","slug":"i-r-49-10-besteuerungsrecht-fuer-bezuege-nach-dem-sog-blockmodell-im-rahmen-der-altersteilzeit-arbeitgeberzuschuesse-zu-franzoesischer-krankenversicherung-nicht-steuerfrei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-49-10-besteuerungsrecht-fuer-bezuege-nach-dem-sog-blockmodell-im-rahmen-der-altersteilzeit-arbeitgeberzuschuesse-zu-franzoesischer-krankenversicherung-nicht-steuerfrei\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;49\/10 &#8211; Besteuerungsrecht f&uuml;r Bez&uuml;ge nach dem sog. Blockmodell im Rahmen der Altersteilzeit &#8211; Arbeitgeberzusch&uuml;sse zu franz&ouml;sischer Krankenversicherung nicht steuerfrei"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 12.1.2011, I R 49\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">Besteuerungsrecht f&uuml;r Bez&uuml;ge nach dem sog. Blockmodell im Rahmen der Altersteilzeit &#8211; Arbeitgeberzusch&uuml;sse zu franz&ouml;sischer Krankenversicherung nicht steuerfrei<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Bez&uuml;ge, welche ein in Frankreich ans&auml;ssiger Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber f&uuml;r eine in Deutschland ausge&uuml;bte nichtselbst&auml;ndige Arbeit w&auml;hrend der Freistellungsphase nach dem sog. Blockmodell im Rahmen der Altersteilzeit erh&auml;lt, sind keine Ruhegeh&auml;lter, sondern nachtr&auml;glicher Arbeitslohn, der als solcher in Deutschland zu versteuern ist.<\/p>\n<p>2. Freiwillige Zusch&uuml;sse zu einer Krankenversicherung, die ein inl&auml;ndischer Arbeitgeber an einen Arbeitnehmer f&uuml;r dessen Versicherung in der franz&ouml;sischen gesetzlichen Krankversicherung (&quot;CPAM&quot;) leistet, sind nicht nach &sect; 3 Nr. 62 EStG 2002 steuerfrei (Anschluss an BFH-Urteile vom 18. Mai 2004 VI R 11\/01, BFHE 206, 158, BStBl II 2004, 1014; vom 28. Mai 2009 VI R 27\/06, BFHE 225, 377, BStBl II 2009, 857).<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) lebt seit 2002 in Frankreich. Er war als Angestellter einer inl&auml;ndischen Aktiengesellschaft in Deutschland t&auml;tig, mit welcher er eine Besch&auml;ftigung nach dem sog. Blockmodell gem&auml;&szlig; &sect; 2 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 des Altersteilzeitgesetzes (AltTZG 1996) vereinbart hatte. Die Arbeitsphase dauerte vom 1. November 2001 bis zum 31. Oktober 2004, die Freistellungsphase vom 1. November 2004 bis zum 31. Oktober 2007. Somit befand sich der Kl&auml;ger im Streitjahr 2005 in der Freistellungsphase.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) unterwarf den Kl&auml;ger auf dessen Antrag hin der sog. fiktiven unbeschr&auml;nkten Steuerpflicht nach &sect; 1 Abs. 3 des Einkommensteuergesetzes (EStG 2002) und erfasste hierbei sowohl die vom Arbeitgeber im Streitjahr geleisteten Verg&uuml;tungen als auch die von diesem erbrachten Zusch&uuml;sse zur Krankenversicherung des Kl&auml;gers in der franz&ouml;sischen Caisse primaire d&#8217;assurance maladie (CPAM) als steuerpflichtigen Arbeitslohn. Der Kl&auml;ger sah die Verg&uuml;tung hingegen als Ruhegehalt an und begehrte hierf&uuml;r die Steuerfreistellung nach Art. 13 Abs. 8 des Abkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Franz&ouml;sischen Republik zur Vermeidung der Doppelbesteuerungen und &uuml;ber gegenseitige Amts- und Rechtshilfe auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und vom Verm&ouml;gen sowie der Gewerbesteuern und der Grundsteuern vom 21. Juli 1959 (BGBl II 1961, 398, BStBl I 1961, 343) in der Fassung des Zusatzabkommens vom 20. Dezember 2001 (BGBl II 2002, 2372, BStBl I 2002, 892) &#8211;DBA-Frankreich&#8211;. Die Arbeitgeberzusch&uuml;sse zur franz&ouml;sischen Krankenversicherung seien nach &sect; 3 Nr. 62 EStG 2002 steuerfrei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klage gegen den Einkommensteuerbescheid 2005 war erfolglos. Das Finanzgericht (FG) M&uuml;nchen wies sie mit Urteil vom 21. Mai 2010&nbsp;&nbsp;8 K 3773\/07 als unbegr&uuml;ndet ab; das Urteil ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2010, 2096 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Seine Revision st&uuml;tzt der Kl&auml;ger auf Verletzung materiellen Rechts. Er beantragt (sinngem&auml;&szlig;), den angefochtenen Einkommensteuerbescheid aufzuheben, hilfsweise, die Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit um 2.003,94 EUR niedriger anzusetzen und die Einkommensteuer 2005 unter Ab&auml;nderung des vorgenannten Bescheides entsprechend niedriger festzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der in Frankreich wohnende und dort unbeschr&auml;nkt steuerpflichtige Kl&auml;ger hat beantragt, (auch) in Deutschland nach &sect; 1 Abs. 3 EStG 2002 als unbeschr&auml;nkt steuerpflichtig behandelt zu werden. Die Voraussetzungen dieser sog. fiktiven unbeschr&auml;nkten Steuerpflicht liegen nach den tatrichterlichen Feststellungen vor, und dar&uuml;ber wird unter den Beteiligten auch nicht gestritten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Kl&auml;ger ist hiernach (vgl. &sect; 1 Abs. 3 Satz 1 letzter Halbsatz EStG 2002) mit seinen inl&auml;ndischen Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit, die er f&uuml;r seinen inl&auml;ndischen Arbeitgeber erbracht hat, i.S. des &sect; 49 Abs. 1 Nr. 4 Buchst. a EStG 2002 unbeschr&auml;nkt steuerpflichtig. Es handelt sich dabei um Eink&uuml;nfte aus einer Arbeit (&sect; 19 EStG 2002), die im Inland ausge&uuml;bt wird oder worden ist. Dazu geh&ouml;ren auch diejenigen Betr&auml;ge, die er im Rahmen der sog. Freistellungsphase nach Ma&szlig;gabe der aufgrund des Altersteilzeitgesetzes in Anspruch genommenen Altersteilzeit im Streitjahr vereinnahmt hat. Dem Altersteilzeitarbeitnehmer wird zeitversetzt in der Freistellungsphase das ausgezahlt, was er in der Arbeitsphase erarbeitet hat bzw. was er an Arbeitsbez&uuml;gen aufgrund seiner erbrachten Vollzeitt&auml;tigkeit h&auml;tte beanspruchen k&ouml;nnen (vgl. Bundesarbeitsgericht, Urteile vom 19. Januar 2010&nbsp;&nbsp;9 AZR 51\/09, Arbeitsrechtliche Praxis Nr. 3 zu &sect; 4 ATG; vom 4. Oktober 2005&nbsp;&nbsp;9 AZR 449\/04, BAGE 116, 86).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das Deutschland nach innerstaatlichem Recht zustehende Besteuerungsrecht f&uuml;r jene Betr&auml;ge wird nicht durch das DBA-Frankreich beschr&auml;nkt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Art. 13 Abs. 1 DBA-Frankreich bestimmt, dass Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit nur in dem Vertragstaate besteuert werden k&ouml;nnen, in dem die pers&ouml;nliche T&auml;tigkeit, aus der die Eink&uuml;nfte herr&uuml;hren, ausge&uuml;bt wird. Der Kl&auml;ger war bis zum 31. Oktober 2004 &quot;aktiv&quot; bei einem deutschen Arbeitgeber in Deutschland t&auml;tig und hat dort seine T&auml;tigkeit ausge&uuml;bt. Die ihm zugeflossenen Verg&uuml;tungen im Rahmen der vereinbarten Altersteilzeit r&uuml;hren insgesamt aus dieser T&auml;tigkeit her. Dass sie zeitversetzt zu einem Zeitpunkt ausbezahlt wurden, in dem die pers&ouml;nlich ausge&uuml;bte T&auml;tigkeit als solche beendet war, &auml;ndert daran nichts. Auch bei nachtr&auml;glich ausbezahltem Arbeitslohn handelt es sich um entsprechende Eink&uuml;nfte. Das alles betrifft das Regelarbeitsentgelt ebenso wie den vom Arbeitgeber zus&auml;tzlich gezahlten sog. Aufstockungsbetrag (vgl. dazu &sect; 3 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. a des AltTZG 1996).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Gr&uuml;nde, die das Besteuerungsrecht unabh&auml;ngig davon Frankreich zuweisen, sind nicht ersichtlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Allerdings ist nicht ausgeschlossen, dass jene Verg&uuml;tungen nicht &quot;f&uuml;r&quot; die erbrachte T&auml;tigkeit geleistet werden, sondern daf&uuml;r, dass der Kl&auml;ger sich mit der Altersteilzeit im sog. Blockmodell einverstanden erkl&auml;rt und in der Freistellungsphase gerade keine pers&ouml;nliche T&auml;tigkeit mehr ausge&uuml;bt hat. Legt man das Verst&auml;ndnis zugrunde, das der Senat in st&auml;ndiger Spruchpraxis zu Art. 15 Abs. 1 des Musterabkommens der Organisation for Economic Cooperation and Development (OECD-MustAbk) vertritt (z.B. Senatsurteile vom 2. September 2009 I R 111\/08, BFHE 226, 276, BStBl II 2010, 387, sowie I R 90\/08, BFHE 226, 267, BStBl II 2010, 394, m.w.N.), k&ouml;nnte es infolgedessen an der erforderlichen (engen) Kausalit&auml;t zwischen Leistung und Gegenleistung innerhalb des Arbeitsverh&auml;ltnisses mangeln (so wohl Wassermeyer in Debatin\/Wassermeyer, Doppelbesteuerung, Art. 18 MA Rz 19a). Im Einzelnen kann das im Streitfall aber unbeantwortet bleiben. Denn gleichviel, ob man die beschriebene Schlussfolgerung zieht, w&auml;re sie f&uuml;r das hier anzuwendende DBA-Frankreich nicht ma&szlig;gebend, weil hiernach &#8211;abweichend von Art. 15 Abs. 1 OECD-MustAbk und insofern weiter gehend&#8211; alle Eink&uuml;nfte dem Besteuerungsrecht des T&auml;tigkeitsstaats zugewiesen werden, welche aus der betreffenden T&auml;tigkeit herr&uuml;hren. Die besagte Kausalit&auml;tsfrage stellt sich also nicht; eine Veranlassung durch die T&auml;tigkeit im weiteren Sinne gen&uuml;gt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Gleicherma&szlig;en scheidet auch ein franz&ouml;sisches Besteuerungsrecht nach Art. 13 Abs. 8 DBA-Frankreich aus. Zwar steht das in Abs. 1 der Vorschrift angeordnete Besteuerungsrecht des Quellenstaats &#8211;hier also Deutschlands&#8211; unter dem Vorbehalt &quot;der nachstehenden Abs&auml;tze&quot;, und nach Abs. 8 der Vorschrift k&ouml;nnen private Ruhegeh&auml;lter und Leibrenten nur in dem Ans&auml;ssigkeitsstaat besteuert werden. Um derartige Ruhegeh&auml;lter handelt es sich bei den Verg&uuml;tungen, die in der sog. Freistellungsphase der Altersteilzeit gezahlt werden, jedoch nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Welche Zahlungen als Ruhegehalt i.S. des Art. 13 Abs. 8 DBA-Frankreich gelten, bestimmt sich unbeschadet des Fehlens einer ausdr&uuml;cklichen Begriffsdefinition nach Ma&szlig;gabe eines abkommensautonomen Verst&auml;ndnisses und nicht nach innerstaatlichem Recht (Senatsbeschluss vom 8. Dezember 2010 I R 92\/09, abrufbar im Internet unter www.bundesfinanzhof.de, dort im Hinblick auf Art. 19 DBA-Schweiz 1971\/1992, m.w.N.). Doch &auml;ndert das nichts daran, dass Ruhegeh&auml;lter in erster Linie solche &#8211;vom Arbeitgeber aufgewendete&#8211; Leistungen sind, welche der Versorgung des Arbeitnehmers dienen (vgl. z.B. Wunderlich in Endres\/ Jacob\/Gohr\/Klein, DBA-Deutschland\/USA, Art. 18 Rz 9; Haase, AStG\/DBA, Art. 18 MA Rz 16). Dem dient die Verg&uuml;tung f&uuml;r die vereinbarte Altersteilzeit indes in ihrer Gesamtheit nicht. Die Altersteilzeit geht vielmehr sowohl im kontinuierlichen als auch in dem hier interessierenden sog. Blockmodell dem eigentlichen Ruhestand voran. Die Freistellungsphase repr&auml;sentiert so gesehen eine Auspr&auml;gung der eigentlichen aktiven T&auml;tigkeit, auch wenn sich diese Phase und der nachfolgende &quot;richtige&quot; Ruhestand f&uuml;r den betreffenden Arbeitnehmer in tats&auml;chlicher Hinsicht nicht unterscheiden m&ouml;gen. Letzteres &auml;ndert nichts daran, dass es sich ausschlie&szlig;lich um arbeitsvertraglich vereinbarte nachtr&auml;gliche Bez&uuml;ge als Gegenleistung f&uuml;r die aktive T&auml;tigkeit handelt, nicht aber um arbeitsvertraglich f&uuml;r die Zeit nach Beendigung des Arbeitsverh&auml;ltnisses ausbedungene &quot;Ruhegeh&auml;lter&quot; (im Ergebnis ebenso die Verwaltungspraxis, vgl. Bundesministerium der Finanzen, Schreiben vom 15. September 2006, BStBl I 2006, 532, dort unter 6.7, sowie z.B. Ismer in Vogel\/Lehner, DBA, 5. Aufl., Art. 18 Rz 38; Libudda\/Otto, Recht der Internationalen Wirtschaft 2002, 378; Fischer in juris Lexikon Steuerrecht, Arbeitslohn DBA, Rz 53).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Auch der vom (fr&uuml;heren) Arbeitgeber gezahlte Zuschuss zur Krankenversicherung ist als Arbeitslohn i.S. von &sect; 19 i.V.m. &sect; 49 Abs. 1 Nr. 4 EStG 2002 (z.B. Bundesfinanzhof &#8211;BFH&#8211;, Urteil vom 28. Mai 2009 VI R 27\/06, BFHE 225, 377, BStBl II 2009, 857) beschr&auml;nkt steuerpflichtig; er ist nicht gem&auml;&szlig; &sect; 3 Nr. 62 EStG 2002 steuerbefreit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Danach sind Ausgaben des Arbeitgebers f&uuml;r die Zukunftssicherung des Arbeitnehmers steuerfrei, soweit der Arbeitgeber hierzu nach sozialversicherungsrechtlichen oder anderen gesetzlichen Vorschriften verpflichtet ist. Zur Zukunftssicherung geh&ouml;rt auch die Absicherung gegen Krankheit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine derartige gesetzliche Verpflichtung des Arbeitgebers zu Zahlungen an die Sozialversicherung bestand nach den von der Revision nicht angegriffenen und den Senat bindenden (vgl. &sect; 118 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) Feststellungen des FG nach deutschem Recht im Streitjahr nicht, da der Kl&auml;ger wegen &Uuml;berschreitens der Jahresarbeitsentgeltgrenze versicherungsfrei war (&sect; 257 Abs. 1 des Sozialgesetzbuchs F&uuml;nftes Buch &#8211;Gesetzliche Krankenversicherung&#8211; [SGB V]). Allerdings war der Arbeitgeber solange gesetzlich zur Zahlung eines Zuschusses an den Kl&auml;ger verpflichtet, wie dieser freiwillig in der deutschen gesetzlichen Krankenversicherung versichert ist (&sect; 257 Abs. 1 SGB V). Diese freiwillige Versicherung hat der Kl&auml;ger indes im April des Streitjahres aufgegeben und sich in der franz&ouml;sischen CPAM versichert; eine vergleichbare gesetzliche Verpflichtung f&uuml;r den Arbeitgeber zur Zahlung eines Zuschusses f&uuml;r die Versicherung in der franz&ouml;sischen CPAM besteht nicht. Dazu kann auf die zutreffenden Ausf&uuml;hrungen der Vorinstanz zu der sozialversicherungsrechtlichen Lage verwiesen werden. Gleiches gilt f&uuml;r die unionsrechtliche Beurteilung, durch die das FG die einschl&auml;gigen Urteile des BFH vom 18. Mai 2004 VI R 11\/01 (BFHE 206, 158, BStBl II 2004, 1014) sowie in BFHE 225, 377, BStBl II 2009, 857 best&auml;tigt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 12.1.2011, I R 49\/10 Besteuerungsrecht f&uuml;r Bez&uuml;ge nach dem sog. Blockmodell im Rahmen der Altersteilzeit &#8211; Arbeitgeberzusch&uuml;sse zu franz&ouml;sischer Krankenversicherung nicht steuerfrei Leits&auml;tze 1. Bez&uuml;ge, welche ein in Frankreich ans&auml;ssiger Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber f&uuml;r eine in Deutschland ausge&uuml;bte nichtselbst&auml;ndige Arbeit w&auml;hrend der Freistellungsphase nach dem sog. 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