{"id":10132,"date":"2012-12-06T17:42:59","date_gmt":"2012-12-06T15:42:59","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=10132"},"modified":"2012-12-06T17:42:59","modified_gmt":"2012-12-06T15:42:59","slug":"v-r-12-08-kein-vorsteuerabzug-bei-zuwendung-von-erschliessungsanlagen-sofortentscheidung-ueber-die-berechtigung-zum-vorsteuerabzug-unmittelbarer-zusammenhang-zwischen-eingangsumsatz-und-ausgangsumsatz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-12-08-kein-vorsteuerabzug-bei-zuwendung-von-erschliessungsanlagen-sofortentscheidung-ueber-die-berechtigung-zum-vorsteuerabzug-unmittelbarer-zusammenhang-zwischen-eingangsumsatz-und-ausgangsumsatz\/","title":{"rendered":"V&nbsp;R&nbsp;12\/08 &#8211; Kein Vorsteuerabzug bei Zuwendung von Erschlie&szlig;ungsanlagen &#8211; Sofortentscheidung &uuml;ber die Berechtigung zum Vorsteuerabzug &#8211; Unmittelbarer Zusammenhang zwischen Eingangsumsatz und Ausgangsumsatz &#8211; Zuordnungswahlrecht &#8211; Lieferung von Erschlie&szlig;ungsanlagen durch Zustimmung zur &ouml;ffentlich-rechtlichen Widmung &#8211; Betriebsvorrichtungen &#8211; Kein Drittentgelt von Grundst&uuml;ckserwerbern f&uuml;r die Errichtung von Erschlie&szlig;ungsanlagen &#8211; Nichtigkeit des Erschlie&szlig;ungsvertrags"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 13.1.2011, V R 12\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Kein Vorsteuerabzug bei Zuwendung von Erschlie&szlig;ungsanlagen &#8211; Sofortentscheidung &uuml;ber die Berechtigung zum Vorsteuerabzug &#8211; Unmittelbarer Zusammenhang zwischen Eingangsumsatz und Ausgangsumsatz &#8211; Zuordnungswahlrecht &#8211; Lieferung von Erschlie&szlig;ungsanlagen durch Zustimmung zur &ouml;ffentlich-rechtlichen Widmung &#8211; Betriebsvorrichtungen &#8211; Kein Drittentgelt von Grundst&uuml;ckserwerbern f&uuml;r die Errichtung von Erschlie&szlig;ungsanlagen &#8211; Nichtigkeit des Erschlie&szlig;ungsvertrags<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Beabsichtigt der Unternehmer bereits bei Leistungsbezug, die bezogene Leistung nicht f&uuml;r seine wirtschaftliche T&auml;tigkeit, sondern ausschlie&szlig;lich und unmittelbar f&uuml;r eine unentgeltliche Entnahme i.S. von &sect; 3 Abs. 1b UStG 1999 zu verwenden, ist er nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt (&Auml;nderung der Rechtsprechung). Dies gilt auch, wenn er mit dieser Entnahme mittelbar Ziele verfolgt, die ihn nach seiner wirtschaftlichen Gesamtt&auml;tigkeit zum Vorsteuerabzug berechtigen w&uuml;rden.<\/p>\n<p>2. Der Unternehmer ist nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt, wenn er bei Errichtung von Erschlie&szlig;ungsanlagen beabsichtigt, diese einer Gemeinde durch Zustimmung zur &ouml;ffentlich-rechtlichen Widmung der Anlagen unentgeltlich i.S. von &sect; 3 Abs. 1b Satz 1 Nr. 3 UStG 1999 zuzuwenden. Dies gilt auch, wenn er bei der Herstellung und Zustimmung zur Widmung der Erschlie&szlig;ungsanlagen &#8211;mittelbar&#8211; beabsichtigt, Grundst&uuml;cke im Erschlie&szlig;ungsgebiet steuerpflichtig zu liefern.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist eine GmbH, deren Alleingesellschafterin die Gemeinde ist. Unternehmensgegenstand der 1994 gegr&uuml;ndeten Kl&auml;gerin ist der Erwerb, die Erschlie&szlig;ung und die Ver&auml;u&szlig;erung von Grundst&uuml;cken, um das Grundst&uuml;cksangebot f&uuml;r Gewerbebetriebe im Gebiet der Gemeinde zu verbessern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Mai 1998 beantragte die Kl&auml;gerin beim Beklagten und Revisionsbeklagten (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die Erteilung einer verbindlichen Auskunft zur umsatzsteuerrechtlichen W&uuml;rdigung eines Erschlie&szlig;ungssachverhalts. Die Kl&auml;gerin ging dabei davon aus, dass es bei Abschluss eines Erschlie&szlig;ungsvertrages mit der Gemeinde und der &Uuml;bertragung der Erschlie&szlig;ungsanlagen auf die Gemeinde weder zu einem &quot;Eigenverbrauch&quot; komme noch bei ihr der Vorsteuerabzug zu k&uuml;rzen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da das FA die beantragte Auskunft nicht erteilte, teilte die Kl&auml;gerin dem FA mit Schreiben vom 19. Juni 1998 und 28. September 1998 mit, dass sie nunmehr in tats&auml;chlicher Hinsicht davon ausgehe, dass kein Erschlie&szlig;ungsvertrag abgeschlossen werde und dass die nicht an gewerbliche Abnehmer zu verkaufenden Stra&szlig;en und Fl&auml;chen im Eigentum der Kl&auml;gerin verblieben und nicht dem &ouml;ffentlichen Verkehr gewidmet w&uuml;rden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Schreiben vom 2. Oktober 1998 teilte das FA der Kl&auml;gerin mit, dass aufgrund des ge&auml;nderten Sachverhalts davon auszugehen sei, dass die Kl&auml;gerin &quot;ohne Vereinbarung eines Erschlie&szlig;ungsvertrages mit der Gemeinde &#8230; die Erschlie&szlig;ungsanlagen f&uuml;r ein Gewerbegebiet erstellt. Die erschlossenen Grundst&uuml;cke wird die &#8230; [Kl&auml;gerin] unter Verzicht auf die Steuerbefreiung nach &sect; 4 Nr. 9a UStG i.V.m. &sect; 9 Abs. 2 UStG steuerpflichtig an fremde Unternehmer ver&auml;u&szlig;ern. In die Ver&auml;u&szlig;erungspreise werden die Erstellungskosten der Erschlie&szlig;ungsanlage einflie&szlig;en. Die nicht an gewerbliche Abnehmer zu verkaufenden Stra&szlig;en und Fl&auml;chen verbleiben im Eigentum der &#8230; [Kl&auml;gerin]. Insoweit erfolgt keine &Uuml;bergabe an die Gemeinde &#8230; . Unter Ber&uuml;cksichtigung dieses geplanten Sachverhalts stellt die von anderen Unternehmern in Rechnung gestellte Umsatzsteuer f&uuml;r die Erstellung der Erschlie&szlig;ungsanlage abzugsf&auml;hige Vorsteuer der &#8230; [Kl&auml;gerin] dar. Umsatzsteuerpflichtige Lieferungen oder sonstige Leistungen gegen&uuml;ber der Gemeinde &#8230; bzw. umsatzsteuerpflichtiger Eigenverbrauch liegen insoweit nicht vor. Ich weise darauf hin, da&szlig; diese Auskunft nach Treu und Glauben Bindewirkung nur entfaltet, wenn der sp&auml;ter verwirklichte Sachverhalt nicht von dem dieser Auskunft zugrundeliegenden Sachverhalt abweicht&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Schreiben vom 14. Oktober 1998 teilte die Kl&auml;gerin mit, dass sie die Erschlie&szlig;ungsma&szlig;nahmen doch auf vertraglicher Grundlage erbringen werde. Insoweit seien die Ausf&uuml;hrungen im Schreiben vom 19. Juni 1998, wonach zwischen der Gemeinde und ihr kein Erschlie&szlig;ungsvertrag abgeschlossen werde, &quot;nicht ganz deutlich&quot; gewesen. Gemeint sei, dass aufgrund von Vereinbarungen im Erschlie&szlig;ungsvertrag das Eigentum an den Erschlie&szlig;ungsanlagen nicht &uuml;bertragen werden w&uuml;rde. Da die Klarstellung keine Auswirkung auf die verbindliche Auskunft habe, werde auf eine R&uuml;ckantwort des FA verzichtet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin schloss am 18. November 1998 mit der Gemeinde einen Erschlie&szlig;ungsvertrag. Nach &sect; 1 Abs. 1 des Erschlie&szlig;ungsvertrages &uuml;bertrug die Gemeinde der Kl&auml;gerin gem&auml;&szlig; &sect; 124 Abs. 1 des Baugesetzbuches (BauGB) in der Fassung der Neuregelung durch Art. 1 Nr. 10 des Investitionserleichterungs- und Wohnbaulandgesetzes vom 22. April 1993 (BGBl I 1993, 466) die Erschlie&szlig;ung der in dem Vertrag bezeichneten Grundst&uuml;cke. Die Kl&auml;gerin verpflichtete sich, die Erschlie&szlig;ungsanlagen bis zum 31. Dezember 2005 im eigenen Namen und auf eigene Rechnung zu erstellen. Nach &sect; 2 Abs. 2 des Erschlie&szlig;ungsvertrages oblag der Kl&auml;gerin die Herstellung &ouml;ffentlicher Erschlie&szlig;ungsanlagen i.S. von &sect; 127 Abs. 2 BauGB, der leitungsgebundenen Einrichtungen und von Regen&uuml;berlauf- und R&uuml;ckhaltebecken. Nach Fertigstellung der in &sect; 2 des Erschlie&szlig;ungsvertrages bezeichneten Anlagen waren diese von der Gemeinde und der Kl&auml;gerin gemeinsam abzunehmen (&sect; 6 Abs. 3 Satz 1 des Erschlie&szlig;ungsvertrages). Nach &sect; 9 Abs. 2 des Erschlie&szlig;ungsvertrages sollte die Gemeinde keinen Erschlie&szlig;ungsbeitrag nach &sect;&sect; 127 ff. BauGB erheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In den Jahren 1998 bis 2001 (Streitjahre) f&uuml;hrte die Kl&auml;gerin die ihr gem&auml;&szlig; dem Erschlie&szlig;ungsvertrag obliegenden Erschlie&szlig;ungsma&szlig;nahmen durch, wobei die Erschlie&szlig;ungsanlagen in ihrem Eigentum verblieben und nicht dem &ouml;ffentlichen Verkehr gewidmet wurden. Gleichzeitig begann die Kl&auml;gerin damit, einzelne Gewerbegrundst&uuml;cke an Investoren bzw. Unternehmer unter Verzicht auf die Steuerbefreiung nach &sect; 4 Nr. 9 Buchst. a des Umsatzsteuergesetzes (UStG) 1993 bzw. 1999 zu ver&auml;u&szlig;ern. Dabei wurde ein Kaufpreis in H&ouml;he von netto 85 DM je qm in erschlossenem Zustand (einschlie&szlig;lich Erschlie&szlig;ungsbeitrag &#8211;&ouml;ffentliche Stra&szlig;e&#8211; sowie Anschlussbeitr&auml;ge f&uuml;r Kanalisation und Wasserversorgung ohne Grundst&uuml;cksanschl&uuml;sse) vereinbart.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Umsatzsteuer, die der Kl&auml;gerin von den f&uuml;r die Erschlie&szlig;ung von ihr beauftragten Unternehmen in Rechnung gestellt wurde, zog die Kl&auml;gerin als Vorsteuer in ihren Umsatzsteuerjahreserkl&auml;rungen f&uuml;r 1998 bis 2001 ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Anschluss an eine Au&szlig;enpr&uuml;fung f&uuml;r die Jahre 1998 bis 2000 ging das FA davon aus, dass der Vorsteuerabzug zu versagen sei, da eine Zuordnung der Erschlie&szlig;ungsanlagen zum Unternehmensverm&ouml;gen nicht m&ouml;glich sei. Das FA setzte aufgrund dessen die Umsatzsteuer f&uuml;r die Jahre 1998 bis 2001 entsprechend h&ouml;her fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einspr&uuml;che und Klage blieben ohne Erfolg. Zur Begr&uuml;ndung seines in &quot;Entscheidungen der Finanzgerichte&quot; 2008, 897 ver&ouml;ffentlichten Urteils f&uuml;hrte das Finanzgericht (FG) im Wesentlichen aus, der Kl&auml;gerin stehe zwar entgegen der Auffassung des FA der Vorsteuerabzug aus ihren Eingangsleistungen im Zusammenhang mit der Herstellung der Erschlie&szlig;ungsanlagen zu; in identischer H&ouml;he stehe dem jedoch die Umsatzsteuerpflicht der seitens der Kl&auml;gerin an die Gemeinde erbrachten Ausgangsleistungen gegen&uuml;ber.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die von der Kl&auml;gerin bezogenen Eingangsleistungen st&auml;nden in einem unmittelbaren Verwendungszusammenhang mit den an die Gemeinde erbrachten sonstigen Leistungen in Gestalt der Durchf&uuml;hrung der Erschlie&szlig;ungsma&szlig;nahmen. Die Kl&auml;gerin habe diese sonstigen Leistungen gegen&uuml;ber der Gemeinde gegen Entgelt erbracht. Erst der Verzicht auf die Erhebung von Erschlie&szlig;ungsbeitr&auml;gen gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin in &sect; 9 Abs. 2 des Erschlie&szlig;ungsvertrages habe es dieser erm&ouml;glicht, die anteiligen Aufwendungen f&uuml;r die Erschlie&szlig;ungsma&szlig;nahmen in den Grundst&uuml;ckskaufpreis einzurechnen. Selbst wenn man davon ausginge, dass die Kl&auml;gerin sich zur Erbringung einer unentgeltlichen Leistung verpflichtet habe, w&uuml;rde sich eine Umsatzsteuerpflicht nach &sect; 3 Abs. 1b Satz 1 Nr. 3 UStG bzw. &sect; 3 Abs. 9a Satz 1 Nr. 2 UStG ergeben. Rechne die Kl&auml;gerin die Erschlie&szlig;ungsleistungen gegen&uuml;ber den Grundst&uuml;ckserwerbern unter offenem Ausweis der Umsatzsteuer ab, schulde sie diese gem&auml;&szlig; &sect; 14 Abs. 2 UStG. Die Kl&auml;gerin k&ouml;nne sich auch nicht auf einen Vertrauensschutz im Hinblick auf die Anwendung des Schreibens des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) vom 7. Juni 1977 IV A 2 -S 7100- 58\/77 (Umsatzsteuer-Rundschau &#8211;UR&#8211; 1977, 179) und dessen Anwendung aufgrund der Verf&uuml;gung der Oberfinanzdirektion (OFD) D&uuml;sseldorf vom 22. September 2004 S 7300 (Der Betrieb &#8211;DB&#8211; 2004, 2243) berufen. Bei den Verwaltungsvorschriften handele es sich um norminterpretierende Verwaltungsvorschriften, die die Gerichte nicht b&auml;nden. Auch k&ouml;nne sich die Kl&auml;gerin nicht mit Erfolg auf die Verbindlichkeit der vom FA erteilten Auskunft vom 2. Oktober 1998 berufen, weil der Sachverhalt von ihr in wesentlichen Punkten unvollst&auml;ndig oder ungenau dargelegt worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision macht die Kl&auml;gerin Verletzung materiellen Rechts geltend. Das FG habe &#8211;unter konkreter Anwendung des &sect; 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 UStG, Art. 17 der Sechsten Richtlinie des Rates vom 17. Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern 77\/388\/EWG (Richtlinie 77\/388\/EWG)&#8211; &sect; 1 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 UStG unzutreffend ausgelegt. Das FG sehe zu Unrecht Leistungsaustauschbeziehungen im Verh&auml;ltnis zwischen ihr &#8211;der Kl&auml;gerin&#8211; und der Gemeinde. Anders als in den Urteilen des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 20. Dezember 2005 V R 14\/04 (BFHE 212, 187, BFH\/NV 2006, 1233) und vom 9. November 2006 V R 9\/04 (BFHE 215, 372, BStBl II 2007, 285) seien die Erschlie&szlig;ungsma&szlig;nahmen allein f&uuml;r die steuerpflichtigen Grundst&uuml;ckslieferungen an die privaten Investoren verwendet worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der vertragliche Verzicht der Gemeinde durch &sect; 9 Abs. 2 des Erschlie&szlig;ungsvertrages sei eine Klarstellung. Auch ohne die Formulierung w&auml;re ein entsprechender Anspruch gem&auml;&szlig; &sect; 127 BauGB schon gesetzlich nicht entstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach dem BMF-Schreiben in UR 1977, 179 und dessen Anwendung aufgrund der Verf&uuml;gung der OFD D&uuml;sseldorf in DB 2004, 2243 seien die Eingangsums&auml;tze allein und unmittelbar an die Ver&auml;u&szlig;erung der Baugrundst&uuml;cke an die Enderwerber gebunden. Die Auskunft des FA vom 2. Oktober 1998 sei verbindlich und entfalte Bindungswirkung nach Treu und Glauben. Der wesentliche Sachverhalt sei den Beteiligten vor der Erteilung der Auskunft bekannt gewesen. Wegen der fehlenden R&uuml;ck&auml;u&szlig;erung des FA auf die Klarstellung vom 14. Oktober 1998 habe sie &#8211;die Kl&auml;gerin&#8211; darauf vertrauen d&uuml;rfen, dass eine Behandlung der Ums&auml;tze &#8211;wie in der Auskunft vom 2. Oktober 1998 in Aussicht gestellt&#8211; auch erfolgen w&uuml;rde. Der Vertrauenstatbestand sei zudem dadurch gefestigt worden, dass im Rahmen der f&uuml;r die Jahre 1998 und 1999 erfolgten Umsatzsteuersonderpr&uuml;fung keinerlei Hinweise erfolgt seien, dass die &quot;verbindliche Auskunft&quot; keine Geltung entfalte. Sie habe im Wesentlichen nur eine Koordinierungsleistung gegen&uuml;ber der Gemeinde erbracht. Im &Uuml;brigen sei der mit der Gemeinde geschlossene Erschlie&szlig;ungsvertrag nichtig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>das Urteil des FG und die Einspruchsentscheidungen aufzuheben und die Vorsteuerbetr&auml;ge in H&ouml;he von 21.080,56 EUR (41.230 DM) in 1998, 254.846,28 EUR (498.436 DM) in 1999, 5.130,81 EUR (10.035 DM) in 2000 und 4.189,01 EUR (8.193 DM) in 2001 zum Abzug zuzulassen und die Umsatzsteuer f&uuml;r die Streitjahre entsprechend herabzusetzen,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>hilfsweise, das Urteil des FG und die Einspruchsentscheidungen aufzuheben und die Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung zur&uuml;ckzuverweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Selbst wenn nicht von einem Leistungsaustausch zwischen der Kl&auml;gerin und der Gemeinde auszugehen sei, ergebe sich die Umsatzsteuerpflicht aus &sect; 3 Abs. 9a Satz 1 Nr. 2 UStG. Die Kl&auml;gerin habe gegen&uuml;ber der Gemeinde eine sonstige Leistung in Gestalt der &Uuml;bernahme der Verpflichtung zur Erbringung der Erschlie&szlig;ungsma&szlig;nahmen erbracht. Die Kl&auml;gerin genie&szlig;e weder aufgrund einer bestehenden Verwaltungsanweisung noch als Ausfluss des Grundsatzes von Treu und Glauben aufgrund der Auskunft vom 2. Oktober 1998 Vertrauensschutz. Die Kl&auml;gerin habe sich treuwidrig verhalten, indem sie den der Auskunft zugrundeliegenden Sachverhalt nachtr&auml;glich wesentlich ver&auml;ndert habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision der Kl&auml;gerin ist im Ergebnis unbegr&uuml;ndet und war daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 126 Abs. 2 und Abs. 4 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Die Kl&auml;gerin ist nicht zum Vorsteuerabzug aus den f&uuml;r die Herstellung der Erschlie&szlig;ungsanlagen bezogenen Leistungen berechtigt, da sie bei Bezug dieser Leistungen beabsichtigte, diese ihrer Alleingesellschafterin, der Gemeinde, unentgeltlich i.S. von &sect; 1 Abs. 1 Nr. 3 UStG 1993, &sect; 3 Abs. 1b Satz 1 Nr. 3 UStG 1999 zuzuwenden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Unternehmer ist zum Vorsteuerabzug berechtigt, wenn er Eingangsleistungen f&uuml;r Zwecke seines Unternehmens und damit f&uuml;r seine wirtschaftliche T&auml;tigkeit bezieht. Beabsichtigt er bereits bei Empfang der Leistung, diese ausschlie&szlig;lich und unmittelbar f&uuml;r eine unentgeltliche Entnahme i.S. von &sect; 3 Abs. 1b Satz 1 Nr. 1 bis 3 UStG zu verwenden, kann er den Vorsteuerabzug auch dann nicht in Anspruch nehmen, wenn er hiermit mittelbar Ziele verfolgt, die zum Vorsteuerabzug berechtigen. Vergleichbares gilt f&uuml;r die unentgeltlichen Entnahmen nach &sect; 1 Abs. 1 Nr. 1 bis 3 UStG 1993.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect; 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 UStG kann der Unternehmer die gesetzlich geschuldete Steuer f&uuml;r Leistungen, die von einem anderen Unternehmer f&uuml;r sein Unternehmen ausgef&uuml;hrt worden sind, als Vorsteuer abziehen. Ausgeschlossen ist der Vorsteuerabzug nach &sect; 15 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 UStG f&uuml;r Leistungen, die der Unternehmer f&uuml;r steuerfreie Ums&auml;tze verwendet. Diese Vorschriften beruhen auf Art. 17 Abs. 2 Buchst. a der Richtlinie 77\/388\/EWG, wonach der Steuerpflichtige (Unternehmer), der Gegenst&auml;nde und Dienstleistungen f&uuml;r Zwecke seiner besteuerten Ums&auml;tze verwendet, befugt ist, die im Inland geschuldete oder entrichtete Mehrwertsteuer f&uuml;r Gegenst&auml;nde und Dienstleistungen, die ihm von einem anderen Steuerpflichtigen geliefert oder erbracht werden, von der von ihm geschuldeten Steuer abzuziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Unternehmer ist nach diesen Vorschriften zum Vorsteuerabzug berechtigt, soweit er Leistungen f&uuml;r sein Unternehmen (&sect; 2 Abs. 1 UStG, Art. 4 der Richtlinie 77\/388\/EWG) und damit f&uuml;r seine wirtschaftlichen T&auml;tigkeiten zur Erbringung entgeltlicher Leistungen (wirtschaftliche T&auml;tigkeiten) zu verwenden beabsichtigt (Urteil des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union &#8211;EuGH&#8211; vom 13. M&auml;rz 2008 C-437\/06, Securenta, Slg. 2008, I-1597, Leitsatz 1; BFH-Urteil vom 6. Mai 2010 V R 29\/09, BFHE 230, 263, BStBl II 2010, 885, unter II.1.). Im Hinblick auf den weiter erforderlichen direkten und unmittelbaren Zusammenhang zwischen Eingangs- und Ausgangsumsatz ist dabei wie folgt zu differenzieren:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Besteht der direkte und unmittelbare Zusammenhang zu einzelnen Ausgangsums&auml;tzen seiner wirtschaftlichen T&auml;tigkeit, die steuerpflichtig sind (gleichgestellt: Ums&auml;tze i.S. von &sect; 15 Abs. 3 UStG und Art. 17 Abs. 3 der Richtlinie 77\/388\/EWG), kann der Unternehmer den Vorsteuerabzug in Anspruch nehmen. Die f&uuml;r den Leistungsbezug get&auml;tigten Aufwendungen geh&ouml;ren dann zu den Kostenelementen seiner zum Vorsteuerabzug berechtigenden Ausgangsums&auml;tze (EuGH-Urteil vom 29. Oktober 2009 C-29\/08, SKF, Slg. 2009, I-10413 Rdnr. 57; BFH-Urteil in BFHE 230, 263, BStBl II 2010, 885, unter II.2.a aa (1), jeweils m.w.N. zur EuGH-Rechtsprechung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Bei einem direkten und unmittelbaren Zusammenhang zu einem Ausgangsumsatz, der mangels wirtschaftlicher T&auml;tigkeit nicht dem Anwendungsbereich der Steuer unterliegt oder &#8211;ohne Anwendung von &sect; 15 Abs. 3 UStG (Art. 17 Abs. 3 der Richtlinie 77\/388\/EWG)&#8211; steuerfrei ist, besteht keine Berechtigung zum Vorsteuerabzug (EuGH-Urteile Securenta in Slg. 2008, I-1597 Rdnr. 30; SKF in Slg. 2009, I-10413 Rdnr. 59, und BFH-Urteil in BFHE 230, 263, BStBl II 2010, 885, unter II.2.a aa (2), jeweils m.w.N. zur EuGH-Rechtsprechung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies gilt auch, wenn der Unternehmer eine Leistung f&uuml;r einen z.B. steuerfreien Ausgangsumsatz bezieht, um mittelbar seine zum Vorsteuerabzug berechtigende wirtschaftliche Gesamtt&auml;tigkeit zu st&auml;rken, da &quot;der vom Steuerpflichtigen verfolgte endg&uuml;ltige Zweck unerheblich ist&quot; (EuGH-Urteile vom 6. April 1995 C-4\/94, BLP, Slg. 1995, I-983 Rdnr. 19; vom 8. Juni 2000 C-98\/98, Midland Bank, Slg. 2000, I-4177 Rdnr. 20, und vom 22. Februar 2001 C-408\/98, Abbey National, Slg. 2001, I-1361 Rdnr. 25). Hieran ist auch nach Ergehen des EuGH-Urteils SKF in Slg. 2009, I-10413, das auf diese Entscheidungen &#8211;wenn auch in anderem Zusammenhang&#8211; ausdr&uuml;cklich Bezug nimmt, festzuhalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Fehlt ein direkter und unmittelbarer Zusammenhang zwischen einem bestimmten Eingangsumsatz und einem oder mehreren Ausgangsums&auml;tzen, kann der Unternehmer zum Vorsteuerabzug berechtigt sein, wenn die Kosten f&uuml;r die Eingangsleistung zu seinen allgemeinen Aufwendungen geh&ouml;ren und &#8211;als solche&#8211; Bestandteile des Preises der von ihm erbrachten Leistungen sind. Derartige Kosten h&auml;ngen dann direkt und unmittelbar mit seiner wirtschaftlichen Gesamtt&auml;tigkeit zusammen (EuGH-Urteil SKF in Slg. 2009, I-10413 Rdnr. 58; BFH-Urteil in BFHE 230, 263, BStBl II 2010, 885, unter II.2.a bb, jeweils m.w.N. zur EuGH-Rechtsprechung). Voraussetzung f&uuml;r den Vorsteuerabzug ist dann aber, dass die wirtschaftliche Gesamtt&auml;tigkeit zu Ums&auml;tzen f&uuml;hrt, die zum Vorsteuerabzug berechtigen (EuGH-Urteil Midland Bank in Slg. 2000, I-4177 Rdnr. 31 zu Art. 17 Abs. 5 der Richtlinie 77\/388\/EWG, &sect; 15 Abs. 4 UStG; BFH-Urteil in BFHE 230, 263, BStBl II 2010, 885, unter II.2.a bb). Geht der Unternehmer z.B. zugleich wirtschaftlichen und nichtwirtschaftlichen T&auml;tigkeiten nach, ist der Vorsteuerabzug nur insoweit zul&auml;ssig, als die Aufwendungen der wirtschaftlichen T&auml;tigkeit des Steuerpflichtigen i.S. des Art. 2 Nr. 1 der Richtlinie 77\/388\/EWG zuzurechnen sind (EuGH-Urteil Securenta in Slg. 2008, I-1597, Leitsatz 1; BFH-Urteil in BFHE 230, 263, BStBl II 2010, 885, unter II.2.a cc).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Beabsichtigt der Unternehmer bereits bei Leistungsbezug, die bezogene Leistung nicht f&uuml;r seine wirtschaftliche T&auml;tigkeit, sondern ausschlie&szlig;lich und unmittelbar f&uuml;r eine unentgeltliche Entnahme i.S. von &sect; 3 Abs. 1b Satz 1 Nr. 1 bis 3 UStG zu verwenden, ist er nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) &sect; 3 Abs. 1b Satz 1 Nr. 1 bis 3 UStG stellt die Entnahme eines Gegenstands durch einen Unternehmer aus seinem Unternehmen f&uuml;r Zwecke, die au&szlig;erhalb des Unternehmens liegen (Nr. 1), die unentgeltliche Zuwendung eines Gegenstands durch einen Unternehmer an sein Personal f&uuml;r dessen privaten Bedarf, sofern keine Aufmerksamkeiten vorliegen (Nr. 2) und jede andere unentgeltliche Zuwendung eines Gegenstands, ausgenommen Geschenke von geringem Wert und Warenmuster f&uuml;r Zwecke des Unternehmens (Nr. 3) einer Lieferung gegen Entgelt gleich. Voraussetzung ist weiter, dass der Gegenstand oder seine Bestandteile zum vollen oder teilweisen Vorsteuerabzug berechtigt haben (&sect; 3 Abs. 1b Satz 2 UStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Besteuerung der Entnahmen nach &sect; 3 Abs. 1b Satz 1 Nr. 1 bis 3 UStG beruht auf Art. 5 Abs. 6 der Richtlinie 77\/388\/EWG, der die Entnahme eines Gegenstands durch einen Steuerpflichtigen aus seinem Unternehmen f&uuml;r seinen privaten Bedarf, f&uuml;r den Bedarf seines Personals oder als unentgeltliche Zuwendung oder allgemein f&uuml;r unternehmensfremde Zwecke einer Lieferung gegen Entgelt gleichstellt, wenn der Gegenstand oder seine Bestandteile zum vollen oder teilweisen Vorsteuerabzug berechtigt haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Nach der Rechtsprechung des EuGH stellt Art. 5 Abs. 6 der Richtlinie 77\/388\/EWG sicher, dass ein Steuerpflichtiger, der einen Gegenstand aus seinem Unternehmen entnimmt, und ein gew&ouml;hnlicher Verbraucher, der einen Gegenstand gleicher Art kauft, gleich behandelt werden. Diese Bestimmung l&auml;sst es daher nicht zu, dass ein Steuerpflichtiger, der beim Kauf eines seinem Unternehmen zugeordneten Gegenstands die Mehrwertsteuer abziehen konnte, der Zahlung der Mehrwertsteuer entgeht, wenn er diesen Gegenstand aus seinem Unternehmen f&uuml;r seinen privaten Bedarf entnimmt, und dass er so gegen&uuml;ber einem gew&ouml;hnlichen Verbraucher, der beim Erwerb des Gegenstands Mehrwertsteuer zahlt, einen ungerechtfertigten Vorteil genie&szlig;t (EuGH-Urteil vom 6. Mai 1992 C-20\/91, De Jong, Slg. 1992, I-2847 Rdnr. 15).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Demgegen&uuml;ber handelt ein Steuerpflichtiger (Unternehmer), der &quot;einen Gegenstand ausschlie&szlig;lich f&uuml;r seinen privaten Bedarf&quot; erwirbt, als Privatperson und nicht als Steuerpflichtiger i.S. der Richtlinie 77\/388\/EWG und ist daher bereits nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt (EuGH-Urteil De Jong in Slg. 1992, I-2847 Rdnr. 17). Dies gilt f&uuml;r alle Leistungen, bei denen bereits bei Bezug der Leistung feststeht, dass sie ausschlie&szlig;lich f&uuml;r Entnahmen verwendet werden sollen, die &#8211;eine vorherige Zuordnung zum Unternehmen unterstellt&#8211; nach &sect; 3 Abs. 1b Satz 1 Nr. 1 bis 3 UStG zu besteuern w&auml;ren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Soweit der Senat demgegen&uuml;ber in seinen Urteilen vom 11. Dezember 2003 V R 48\/02 (BFHE 204, 349, BStBl II 2006, 384, unter II.3.) und in BFHE 212, 187, BFH\/NV 2006, 1233, unter II.2. davon ausgegangen ist, dass der Unternehmer zum Vorsteuerabzug auch dann berechtigt ist, wenn er bereits beim Leistungsbezug die ausschlie&szlig;liche Verwendung f&uuml;r unentgeltliche Leistungen beabsichtigt, h&auml;lt er hieran aus den vorstehend genannten Gr&uuml;nden nicht fest (&Auml;nderung der Rechtsprechung). Auch aus dem in den Streitjahren noch geltenden Vorsteuerabzugsverbot nach &sect; 15 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 UStG, wonach der Vorsteuerabzug f&uuml;r unentgeltliche Leistungen, die steuerfrei w&auml;ren, wenn sie gegen Entgelt ausgef&uuml;hrt w&uuml;rden, ausgeschlossen war, ergibt sich nicht im Umkehrschluss, dass bei einer beabsichtigten Verwendung f&uuml;r steuerpflichtige unentgeltliche Leistungen ein Anspruch auf Vorsteuerabzug bestand. Dementsprechend scheidet ein Vorsteuerabzug auch insoweit aus, als in den Streitjahren 1998 und 1999 noch &sect; 1 Abs. 1 Nr. 3 UStG 1993 auf unentgeltliche Leistungen an Gesellschafter anzuwenden war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Beabsichtigt der Unternehmer eine bezogene Leistung nicht ausschlie&szlig;lich f&uuml;r Entnahmezwecke, sondern gemischt sowohl f&uuml;r seine wirtschaftliche T&auml;tigkeit (s. oben II.1.b) als auch f&uuml;r eine Entnahme zu verwenden, kann er nur bei einer Entnahme f&uuml;r Privatzwecke in vollem Umfang zum Vorsteuerabzug berechtigt sein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Bezieht der Unternehmer eine Leistung zugleich f&uuml;r seine wirtschaftliche und seine nichtwirtschaftliche T&auml;tigkeit, ist der Vorsteuerabzug nur insoweit zul&auml;ssig, als die Aufwendungen seiner wirtschaftlichen T&auml;tigkeit zuzurechnen sind (EuGH-Urteil Securenta in Slg. 2008, I-1597, Leitsatz 1). Eine Berechtigung zum Vorsteuerabzug besteht daher insoweit nicht, als der Unternehmer bei Leistungsbezug eine Verwendung f&uuml;r Entnahmen nach &sect; 3 Abs. 1b UStG und damit f&uuml;r eine nichtwirtschaftliche T&auml;tigkeit beabsichtigt (vgl. EuGH-Urteil vom 12. Februar 2009 C-515\/07, VNLTO, Slg. 2009, I-839 Rdnrn. 34 ff., 38 f. zu Art. 6 Abs. 2 der Richtlinie 77\/388\/EWG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Urteil vom 14. Mai 2008 XI R 60\/07 (BFHE 221, 512, BStBl II 2008, 721) hat der XI. Senat allerdings f&uuml;r den Fall eines Unternehmers, der einen Kreisverkehr als Teil einer rechtlich und tats&auml;chlich einheitlichen Bauma&szlig;nahme errichtete, zu der auch unternehmerisch genutzte Geb&auml;ude (Restaurant und Tankstelle) geh&ouml;ren, und der bereits bei Errichtung des Kreisverkehrs dessen unentgeltliche &Uuml;bertragung beabsichtigte, entschieden, dass der Unternehmer den Vorsteuerabzug in vollem Umfang in Anspruch nehmen kann, aber im Umfang der &Uuml;bertragung des Kreisverkehrs eine Entnahme nach &sect; 3 Abs. 1b Satz 1 Nr. 3 UStG aufgrund einer &quot;unentgeltlichen Zuwendung&quot; zu versteuern hat. Ob daran im Hinblick auf das EuGH-Urteil VNLTO in Slg. 2009, I-839 Rdnrn. 34 ff., 38 f. festzuhalten ist, ist im Streitfall, in dem es um einen ausschlie&szlig;lichen und unmittelbaren Zusammenhang zu einer Entnahme gem&auml;&szlig; &sect; 3 Abs. 1b UStG, nicht aber um eine gemischte Verwendung f&uuml;r wirtschaftliche und f&uuml;r Entnahmezwecke wie im BFH-Urteil in BFHE 221, 512, BStBl II 2008, 721 geht, nicht zu entscheiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Handelt es sich bei der nichtwirtschaftlichen T&auml;tigkeit um den Sonderfall einer Entnahme f&uuml;r private Zwecke i.S. von Art. 5 Abs. 6 der Richtlinie 77\/388\/EWG, und bezieht der Unternehmer eine Leistung zugleich f&uuml;r seine wirtschaftliche T&auml;tigkeit und f&uuml;r private Zwecke, kann er die bezogene Leistung insgesamt seiner wirtschaftlichen T&auml;tigkeit zuordnen. Er kann dann aufgrund dieser Unternehmenszuordnung &#8211;die Berechtigung zum Vorsteuerabzug aufgrund der wirtschaftlichen T&auml;tigkeit vorausgesetzt&#8211; berechtigt sein, den Vorsteuerabzug auch f&uuml;r die Privatverwendung in Anspruch zu nehmen, muss dann aber insoweit eine Entnahme versteuern (EuGH-Urteile vom 14. Juli 2005 C-434\/03, Charles und Charles-Tijmens, Slg. 2005, I-7037 Rdnrn. 23 ff.; VNLTO in Slg. 2009, I-839 Rdnrn. 32 und 39, jeweils zur gleichgelagerten Problematik bei sog. Verwendungsentnahmen).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Bezieht ein privater Erschlie&szlig;ungstr&auml;ger Leistungen f&uuml;r die Herstellung von Anlagen, die die Grundst&uuml;cke eines Erschlie&szlig;ungsgebiets an das &ouml;ffentliche Verkehrs- und Versorgungsnetz anbinden und die auf &ouml;ffentlichen Fl&auml;chen au&szlig;erhalb der zu erschlie&szlig;enden Grundst&uuml;cke errichtet werden (&ouml;ffentliche Erschlie&szlig;ungsanlagen), ist der Unternehmer nur bei einer entgeltlichen, nicht aber auch bei einer unentgeltlichen &Uuml;bertragung der Erschlie&szlig;ungsanlagen zum Vorsteuerabzug berechtigt. Entgegen der Auffassung des FG hat das FA daher vom Ergebnis zu Recht, wie in der m&uuml;ndlichen Verhandlung er&ouml;rtert, den Vorsteuerabzug f&uuml;r die streitige Leistung versagt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Stellt &#8211;wie im Streitfall&#8211; der Unternehmer Erschlie&szlig;ungsanlagen auf fremden Grund und Boden gegen Entgelt aufgrund eines mit einer Stadt abgeschlossenen Erschlie&szlig;ungsvertrages her, erbringt er eine Werklieferung (Lieferung von Erschlie&szlig;ungsanlagen) i.S. von &sect; 3 Abs. 4 UStG an die Gemeinde, die den Unternehmer zum Vorsteuerabzug berechtigt (BFH-Urteil vom 22. Juli 2010 V R 14\/09, BFHE 231, 273, BFH\/NV 2011, 166, Leitsatz 1).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Errichtet der Unternehmer die Erschlie&szlig;ungsanlagen auf eigenem Grund und Boden und &uuml;bertr&auml;gt er die Erschlie&szlig;ungsanlagen mit dem dazugeh&ouml;renden Grund und Boden auf die Gemeinde gegen Entgelt, liegt ein nach &sect; 4 Nr. 9 Buchst. a UStG steuerfreier Umsatz vor, f&uuml;r den ein Verzicht nach &sect; 9 Abs. 1 UStG nicht m&ouml;glich ist, wenn die Gemeinde die Erschlie&szlig;ungsanlagen f&uuml;r den hoheitlichen Bereich erwirbt. Der Unternehmer ist dann gem&auml;&szlig; &sect; 15 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 UStG nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt. Soweit es sich bei den Erschlie&szlig;ungsanlagen um Betriebsvorrichtungen handelt, ist die &Uuml;bertragung nach &sect; 4 Nr. 9 Buchst. a UStG i.V.m. &sect; 2 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 des Grunderwerbsteuergesetzes umsatzsteuerpflichtig, so dass der Unternehmer insoweit den Vorsteuerabzug in Anspruch nehmen kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zu einem weiter gehenden Vorsteuerabzug ist der Unternehmer auch dann nicht berechtigt, wenn er die im Erschlie&szlig;ungsgebiet gelegenen Grundst&uuml;cke, die durch die auf die Gemeinde &uuml;bertragenen Erschlie&szlig;ungsanlagen erschlossen werden, unter Verzicht auf die Steuerbefreiung (&sect; 4 Nr. 9 Buchst. a UStG i.V.m. &sect; 9 UStG) steuerpflichtig liefert. Denn der Steuerpflichtige (Unternehmer) kann den Vorsteuerabzug nur f&uuml;r die Eingangsleistungen in Anspruch nehmen, die einen direkten und unmittelbaren Zusammenhang mit den besteuerten Ums&auml;tzen aufweisen, wobei &quot;der vom Steuerpflichtigen verfolgte endg&uuml;ltige Zweck unerheblich ist&quot; (s. oben II.1.b bb, und EuGH-Urteile BLP in Slg. 1995, I-983 Rdnr. 19; Midland Bank in Slg. 2000, I-4177 Rdnr. 20, und Abbey National in Slg. 2001, I-1361 Rdnr. 25). Besteht daher der direkte und unmittelbare Zusammenhang der f&uuml;r die Erschlie&szlig;ung bezogenen Leistungen mit der steuerfreien und nur im Umfang der Betriebsvorrichtungen steuerpflichtigen &Uuml;bertragung auf die Gemeinde, ist umsatzsteuerrechtlich unerheblich, dass die Herstellung der betreffenden Erschlie&szlig;ungsanlagen letztlich &#8211;&quot;wirtschaftlich&quot; betrachtet&#8211; mittelbar dazu dient, die hierdurch erschlossenen Grundst&uuml;cke steuerpflichtig liefern zu k&ouml;nnen. Der Senat h&auml;lt insoweit an seiner bisherigen Rechtsprechung (BFH-Urteile in BFHE 212, 187, BFH\/NV 2006, 1233, unter II.3., und in BFHE 215, 372, BStBl II 2007, 285, unter II.1.b aa) auch nach nochmaliger Pr&uuml;fung fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall ist nicht entscheidungserheblich, ob eine eigenst&auml;ndige Erschlie&szlig;ungsleistung neben der &Uuml;bertragung von Erschlie&szlig;ungsanlagen vorliegen kann (verneinend f&uuml;r die &Uuml;bertragung von Erschlie&szlig;ungsanlagen ohne Grundfl&auml;chen BFH-Urteil in BFHE 231, 273, BFH\/NV 2011, 166, Leitsatz 1, und bejahend f&uuml;r eine entgeltliche Grundst&uuml;cks&uuml;bertragung mit Erschlie&szlig;ungsanlagen BFH-Urteil in BFHE 215, 372, BStBl II 2007, 285, unter II.1.b bb) und ob die Annahme einer gesonderten Erschlie&szlig;ungsleistung neben einer entgeltlichen &Uuml;bertragung von Erschlie&szlig;ungsanlagen (ohne oder mit Grundfl&auml;chen) den Grunds&auml;tzen zur Abgrenzung zwischen eigenst&auml;ndigen zu einheitlichen Leistungen (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 25. Juni 2009 V R 25\/07, BFHE 226, 407, BStBl II 2010, 239, unter II.2. und 3.) entspricht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Bezieht der Unternehmer Leistungen ausschlie&szlig;lich f&uuml;r die Herstellung von Erschlie&szlig;ungsanlagen und beabsichtigt er bereits bei Leistungsbezug diese mit oder ohne dazugeh&ouml;rende Grundfl&auml;chen unentgeltlich auf die Gemeinde zu &uuml;bertragen, ist er nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt. Der Unternehmer kann f&uuml;r Leistungsbez&uuml;ge, die er ausschlie&szlig;lich f&uuml;r Entnahmezwecke zu verwenden beabsichtigt, den Vorsteuerabzug nicht in Anspruch nehmen (s. oben II.1.c). Im Hinblick auf den Grundsatz der direkten und unmittelbaren Zuordnung ist insoweit unerheblich, dass der Unternehmer mit der unentgeltlichen &Uuml;bertragung auf die Gemeinde letztlich bezweckt, die Grundst&uuml;cke im Erschlie&szlig;ungsgebiet steuerpflichtig liefern zu k&ouml;nnen (s. II.1.b bb). Soweit der Senat in seinem Urteil in BFHE 212, 187, BFH\/NV 2006, 1233, unter II.2. demgegen&uuml;ber davon ausgegangen ist, dass der Erschlie&szlig;ungstr&auml;ger auch bei der unentgeltlichen &Uuml;bertragung von Betriebsvorrichtungen zum Vorsteuerabzug berechtigt ist, der erst durch eine korrespondierende Entnahmebesteuerung korrigiert wird, h&auml;lt er hieran nicht fest (s. oben II.1.c cc).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das FG ist zwar von anderen Grunds&auml;tzen ausgegangen. Im Ergebnis hat es jedoch die Klage zu Recht abgewiesen; die Revision war daher als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 126 Abs. 4 FGO). Der Kl&auml;gerin stand der Vorsteuerabzug nicht zu, da sie bei deren Errichtung beabsichtigte, diese f&uuml;r einen Umsatz zu verwenden, der nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach den objektiven Anhaltspunkten im Zeitpunkt des Leistungsbezuges beabsichtigte die Kl&auml;gerin, die von ihr errichteten Erschlie&szlig;ungsanlagen einer &ouml;ffentlich-rechtlichen Widmung zuzuf&uuml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach den f&uuml;r den Senat bindenden (&sect; 118 Abs. 2 FGO) Feststellungen des FG hat die Kl&auml;gerin in den Kaufvertr&auml;gen mit den Erwerbern der Baugrundst&uuml;cke im Erschlie&szlig;ungsgebiet einen Kaufpreis von netto 85 DM je qm &quot;in erschlossenem Zustand (einschlie&szlig;lich Erschlie&szlig;ungsbeitrag &#8211;&ouml;ffentliche Stra&szlig;e&#8211; sowie Anschlussbeitr&auml;ge f&uuml;r Kanalisation und Wasserversorgung ohne Grundst&uuml;cksanschl&uuml;sse)&quot; vereinbart. In &Uuml;bereinstimmung damit hat sich die Kl&auml;gerin auch in dem vom FG in Bezug genommenen Erschlie&szlig;ungsvertrag mit der Gemeinde verpflichtet, &quot;&ouml;ffentliche Erschlie&szlig;ungsanlagen im Sinne von &sect; 127 Abs. 2 BauGB&quot; und dabei &quot;&ouml;ffentliche Verkehrsfl&auml;chen&quot; und &quot;&ouml;ffentliche Gr&uuml;nfl&auml;chen&quot; sowie im Bereich der &quot;leitungsgebundenen Einrichtungen&quot; die &quot;&ouml;ffentliche Kanalisation&quot; und die &quot;&ouml;ffentliche Wasserleitung&quot; herzustellen (&sect; 2 Abs. 2 des Erschlie&szlig;ungsvertrages). &quot;Das Anbringen von Kennzeichen und Hinweisschildern f&uuml;r &ouml;ffentliche Erschlie&szlig;ungsanlagen&quot; sollte weiter &quot;nach Anweisung der Gemeinde&quot; durch die Kl&auml;gerin erfolgen (&sect; 2 Abs. 4 des Erschlie&szlig;ungsvertrages).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach diesem, auf &ouml;ffentlich-rechtliche Widmung gerichteten Verwendungszweck beabsichtigte die Kl&auml;gerin die von ihr errichteten Erschlie&szlig;ungsanlagen zu liefern und der Gemeinde zielgerichtet einen Verm&ouml;gensvorteil zu verschaffen (BFH-Urteil in BFHE 221, 512, BStBl II 2008, 721, Leitsatz 1). Objektive Anhaltspunkte f&uuml;r die Auffassung der Kl&auml;gerin, sie habe im Wesentlichen nur eine Koordinierungsleistung gegen&uuml;ber der Gemeinde erbracht, liegen demgegen&uuml;ber nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) &quot;&Ouml;ffentlich i.S. von &sect; 127 Abs. 2 BauGB&quot; und wie im Erschlie&szlig;ungsvertrag vereinbart ist eine Erschlie&szlig;ungsanlage nur, wenn sie gemeingebr&auml;uchlich ist und damit rechtlich dem der privatrechtlichen Verf&uuml;gungsmacht entzogenen allgemeinen Gebrauch zur Verf&uuml;gung steht. Unter welchen Voraussetzungen das der Fall ist, richtet sich dabei nach den Bestimmungen des Stra&szlig;enrechts der L&auml;nder, die insoweit ausnahmslos auf eine Widmung der Anlage f&uuml;r den &ouml;ffentlichen Verkehr abstellen (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts &#8211;BVerwG&#8211; vom 12. Dezember 1986&nbsp;&nbsp;8 C 9\/86, Neue Zeitschrift f&uuml;r Verwaltungsrecht 1987, 420, unter 1.c). F&uuml;r eine derartige &ouml;ffentlich-rechtliche Widmung muss die hierf&uuml;r zust&auml;ndige juristische Person des &ouml;ffentlichen Rechts nicht Eigent&uuml;mer des zu widmenden Gegenstands sein; es gen&uuml;gt, dass der Eigent&uuml;mer der Widmung zustimmt (vgl. z.B. &sect; 6 Abs. 5 des Stra&szlig;en- und Wegegesetzes des Landes Nordrhein-Westfalen). Dies gilt auch f&uuml;r die &ouml;ffentlich-rechtliche Widmung von Erschlie&szlig;ungsanlagen, die ein privater Rechtstr&auml;ger auf eigenem Grund und Boden errichtet hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Auch wenn der juristischen Person des &ouml;ffentlichen Rechts kein Eigentum an dem Grundst&uuml;ck mit der Erschlie&szlig;ungsanlage &uuml;bertragen wird, f&uuml;hrt jedenfalls die &ouml;ffentlich-rechtliche Widmung f&uuml;r den Gemeingebrauch und der damit verbundene Verlust privatrechtlicher Verf&uuml;gungsmacht zu einer Lieferung der Erschlie&szlig;ungsanlage auf die juristische Person des &ouml;ffentlichen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Lieferung eines Gegenstands nach &sect; 3 Abs. 1 UStG und Art. 5 Abs. 1 der Richtlinie 77\/388\/EWG setzt nicht eine zivilrechtliche Eigentumsverschaffung voraus. Ausreichend ist die &Uuml;bertragung der Erm&auml;chtigung &uuml;ber einen Gegenstand faktisch wie ein Eigent&uuml;mer zu verf&uuml;gen und damit die &Uuml;bertragung von Substanz, Wert und Ertrag (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 16. April 2008 XI R 56\/06, BFHE 221, 475, BStBl II 2008, 909, unter II.2.a). Eine &Uuml;bertragung von Substanz, Wert und Ertrag ohne zivilrechtlichen Eigentums&uuml;bergang kann z.B. dann vorliegen, wenn der dem zivilrechtlichen Eigent&uuml;mer zustehende Herausgabeanspruch wertlos ist (vgl. BFH-Urteil vom 7. Mai 1987 V R 56\/79, BFHE 150, 85, BStBl II 1987, 582, unter II.2.a) oder der Eigent&uuml;mer den wirtschaftlichen Gehalt des Gegenstands auf sonstige Weise zuwendet (BFH-Urteil vom 23. Oktober 1997 V R 36\/96, BFHE 185, 71, BStBl II 1998, 584, unter II.2.c). Letzteres ist z.B. dann der Fall, wenn der Gegenstand der Leistung vom Leistungsempf&auml;nger bestimmungsgem&auml;&szlig; ge- und verbraucht wird und nach Beendigung der Benutzung der Gegenstand regelm&auml;&szlig;ig wirtschaftlich verbraucht ist oder z.B. als Spezialanfertigung von anderen Leistungsempf&auml;ngern nicht oder nicht gleichwertig benutzt werden kann (BFH-Urteil in BFHE 185, 71, BStBl II 1998, 584, unter II.2.c).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Lieferung liegt daher vor, wenn der Erschlie&szlig;ungstr&auml;ger zwar Eigent&uuml;mer von Grundst&uuml;ck und Erschlie&szlig;ungsanlage bleibt, die Erschlie&szlig;ungsanlagen jedoch durch die &ouml;ffentlich-rechtliche Widmung f&uuml;r den Gemeingebrauch der privatrechtlichen Verf&uuml;gungsmacht entzogen sind. Weiter spricht f&uuml;r das Vorliegen einer Lieferung im Streitfall, dass eine Abnahme der Erschlie&szlig;ungsanlagen durch die Gemeinde erfolgen sollte und sich die Kl&auml;gerin gegen&uuml;ber der Gemeinde zur Gew&auml;hrleistung f&uuml;r die Mangelfreiheit der Erschlie&szlig;ungsanlagen verpflichtet hatte (&sect; 6 des Erschlie&szlig;ungsvertrages). Erfolgt diese Lieferung unentgeltlich, liegt zugleich eine zielgerichtete Verschaffung eines Verm&ouml;gensvorteils und damit eine Zuwendung i.S. von &sect; 3 Abs. 1b Satz 1 Nr. 3 UStG bzw. &sect; 1 Abs. 1 Nr. 3 UStG 1993 vor (BFH-Urteil in BFHE 221, 512, BStBl II 2008, 721).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Ohne Erfolg macht die Kl&auml;gerin geltend, sie habe abweichend von der Formulierung der Vertr&auml;ge weder eine &Uuml;bertragung der Erschlie&szlig;ungsanlagen noch deren Widmung beabsichtigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Der Vorsteuerabzug setzt voraus, dass der Unternehmer im Zeitpunkt des Leistungsbezuges die durch objektive Anhaltspunkte belegte Absicht hat, mit der bezogenen Leistung Ums&auml;tze auszuf&uuml;hren, die zum Vorsteuerabzug berechtigen (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 25. November 2004 V R 38\/03, BFHE 208, 84, BStBl II 2005, 414, unter II.2.b). Objektive Anhaltspunkte f&uuml;r die Verwendungsabsichten der Kl&auml;gerin ergeben sich nach den Feststellungen des FG allein aus den von der Kl&auml;gerin abgeschlossenen Vertr&auml;gen, den Grundst&uuml;ckskaufvertr&auml;gen und dem Erschlie&szlig;ungsvertrag. Entgegen der Auffassung der Kl&auml;gerin f&uuml;hrt dies nicht dazu, dass bereits der Abschluss dieser Verpflichtungsgesch&auml;fte umsatzsteuerrechtlich &quot;steuerbegr&uuml;ndend&quot; wirkt. Denn die von der Kl&auml;gerin abgeschlossenen Vertr&auml;ge dienen nur der Feststellung, welche Art von Leistungen sie aufgrund dieser Vertr&auml;ge erbringen wollte (vgl. BFH-Urteil vom 24. Februar 2005 V R 1\/03, BFH\/NV 2005, 1160, unter II.1.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Soweit die Kl&auml;gerin hiergegen einwendet, dass sie gegen&uuml;ber dem FA bei Erteilung der verbindlichen Auskunft vorgetragen habe, dass sie auch keine Widmung der Erschlie&szlig;ungsanlagen beabsichtigt habe, kommt dem schon im Hinblick auf die sp&auml;teren Vertragsabschl&uuml;sse keine Bedeutung zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Hinblick auf die sog. Sofortentscheidung &uuml;ber Berechtigung zum Vorsteuerabzug nach den Verh&auml;ltnissen zum Zeitpunkt des Leistungsbezuges (vgl. EuGH-Urteile vom 8. Juni 2000 C-400\/98, Breitsohl, Slg. 2000, I-4321 Rdnr. 36; vom 8. Juni 2000 C-396\/98, Schlo&szlig;stra&szlig;e, Slg. 2000, I-4279 Rdnr. 38, und vom 29. April 2004 C-152\/02, Terra Baubedarf, Slg. 2004, I-5583 Rdnr. 31; BFH-Urteile vom 16. Mai 2002 V R 56\/00, BFHE 199, 37, BStBl II 2006, 725, unter II.2.a; vom 6. Juni 2002 V R 27\/00, BFH\/NV 2002, 1621, unter II.2.b; vom 28. November 2002 V R 51\/01, BFH\/NV 2003, 515, unter II.1.; vom 2. M&auml;rz 2006 V R 49\/05, BFHE 213, 249, BStBl II 2006, 729, unter II.2.a) kommt es auch nicht darauf an, dass eine sp&auml;tere &Uuml;bertragung der Erschlie&szlig;ungsanlagen auf die Gemeinde oder eine Widmung der Erschlie&szlig;ungsanlagen unterblieben ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Auch der Vortrag der Kl&auml;gerin in der m&uuml;ndlichen Verhandlung, sie habe den Begriff der &quot;&ouml;ffentlichen Erschlie&szlig;ungsanlage&quot; gem&auml;&szlig; &sect; 127 BauGB nicht im Sinne der Rechtsprechung des BVerwG verstanden, f&uuml;hrt nicht zu einer anderen Beurteilung. Denn ma&szlig;geblich sind f&uuml;r den Vorsteuerabzug die objektiven Anhaltspunkte zu den Verwendungsabsichten des Leistungsempf&auml;ngers, hier der Kl&auml;gerin. Angesichts der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung (s. oben II.3.b aa) und der einhelligen Auffassung der Kommentarliteratur (L&ouml;hr in Battis\/Krautzberger\/L&ouml;hr, BauGB, 11. Aufl. 2009, &sect; 127 Rdnr. 12; Grziwotz in Ernst\/ Zinkhan\/Bielenberg, BauGB, &sect; 127 Rz 12; Br&uuml;gelmann, BauGB, &sect; 127 Rdnr. 31), nach der eine &ouml;ffentliche Erschlie&szlig;ungsanlage i.S. von &sect; 127 BauGB eine &ouml;ffentlich-rechtliche Widmung voraussetzt, ist die Erkl&auml;rung der Kl&auml;gerin, deren Alleingesellschafter im &Uuml;brigen die Gemeinde ist, in deren Auftrag sie die Erschlie&szlig;ungsanlagen hergestellt hat, eine Privatstra&szlig;e sei nach ihrem Verst&auml;ndnis auch ohne &ouml;ffentlich-rechtliche Widmung &quot;&ouml;ffentlich&quot; i.S. des &sect; 127 BauGB, nicht nachvollziehbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Kl&auml;gerin beabsichtigte weiter, die Erschlie&szlig;ungsanlagen unentgeltlich zu &uuml;bertragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der zwischen der Kl&auml;gerin und der Gemeinde abgeschlossene Erschlie&szlig;ungsvertrag sah f&uuml;r die Gemeinde keine Verpflichtung zur Zahlung eines Entgelts vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Entgegen der Auffassung des FG ist die Erkl&auml;rung im Erschlie&szlig;ungsvertrag, keine Erschlie&szlig;ungsbeitr&auml;ge nach &sect;&sect; 127 ff. BauGB zu erheben, kein Entgelt in Form eines Verzichts auf eine Forderung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Gemeinden sind nach &sect; 127 Abs. 1 BauGB berechtigt, zur Deckung ihres anderweitig nicht gedeckten Aufwands f&uuml;r Erschlie&szlig;ungsanlagen Erschlie&szlig;ungsbeitr&auml;ge zu erheben. Macht die Gemeinde gem&auml;&szlig; &sect; 124 Abs. 1 BauGB von ihrer Befugnis Gebrauch, die Erschlie&szlig;ung durch Vertrag auf einen Dritten zu &uuml;bertragen, und verpflichtet sich der Dritte gegen&uuml;ber der Gemeinde nach &sect; 124 Abs. 2 Satz 2 BauGB, die Erschlie&szlig;ungskosten ganz zu tragen, entsteht erschlie&szlig;ungsrechtlich bei der Gemeinde kein &quot;anderweitig nicht gedeckter Aufwand f&uuml;r Erschlie&szlig;ungsanlagen&quot;. Denn aufgrund eines derartigen Erschlie&szlig;ungsvertrages ist die Gemeinde nicht zur Erhebung von Erschlie&szlig;ungsbeitr&auml;gen berechtigt (vgl. z.B. Grziwotz in Ernst\/Zinkahn\/Bielenberg, BauGB, &sect; 124 Rz 8, und L&ouml;hr, in Battis\/Krautzberger\/L&ouml;hr, BauGB, 11. Aufl. 2009, &sect; 124 Rz 10).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Entsteht wegen der &Uuml;bernahme der Kosten f&uuml;r die Herstellung der Erschlie&szlig;ungsanlagen durch die Kl&auml;gerin kein Anspruch auf Erschlie&szlig;ungsbeitr&auml;ge nach &sect; 127 BauGB, fehlt es an einer Forderung, auf die die Gemeinde h&auml;tte verzichten k&ouml;nnen. Der im Erschlie&szlig;ungsvertrag &quot;vereinbarte&quot; Verzicht der Gemeinde auf die Erhebung von Erschlie&szlig;ungsbeitr&auml;gen nach &sect; 127 BauGB hat daher keine eigenst&auml;ndige Bedeutung und ist deshalb nicht &quot;Entgelt&quot; f&uuml;r die Herstellung der Erschlie&szlig;ungsanlagen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Auch soweit die Kl&auml;gerin die Erschlie&szlig;ungskosten durch die H&ouml;he der f&uuml;r die Grundst&uuml;cke erzielten Verkaufserl&ouml;se letztlich auf die Grundst&uuml;cksk&auml;ufer abgew&auml;lzt hat, liegt darin kein Entgelt eines Dritten &#8211;der Grundst&uuml;cksk&auml;ufer f&uuml;r die Leistungen der Kl&auml;gerin an die Gemeinde&#8211; nach &sect; 10 Abs. 1 Satz 3 UStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>61<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entgelt ist nach &sect; 10 Abs. 1 Satz 3 UStG &quot;was ein anderer als der Leistungsempf&auml;nger dem Unternehmer f&uuml;r die Leistung gew&auml;hrt&quot; und damit das Entgelt eines &quot;Dritten&quot; (Art. 11 Teil A Abs. 1 Buchst. a der Richtlinie 77\/388\/EWG). Ma&szlig;gebend ist, dass der Dritte f&uuml;r die Leistung des Unternehmers an den Leistungsempf&auml;nger zahlt und der Unternehmer die Zahlung hierf&uuml;r erh&auml;lt, so dass ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen Leistung und Drittzahlung besteht. Ob die Zahlung des Dritten zugleich Teil eines anderen Gesch&auml;ftsvorganges ist, spielt keine Rolle. Bei der Zahlung des Dritten darf es sich aber nicht um ein Entgelt f&uuml;r eine an ihn erbrachte Leistung handeln (BFH-Urteil in BFHE 231, 273, BFH\/NV 2011, 166, unter II.2.b bb (1)).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>62<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zahlungen, die ein Grundst&uuml;ckserwerber aufgrund eines Grundst&uuml;cksvertrages f&uuml;r die &Uuml;bertragung eines &quot;erschlossenen&quot; Grundst&uuml;cks zu leisten hat, sind danach nur Entgelt f&uuml;r die &Uuml;bertragung des Grundst&uuml;cks, nicht aber teilweise Drittentgelt f&uuml;r die Errichtung von Erschlie&szlig;ungsanlagen. Ohne dass insoweit eine Bindung an die grunderwerbsteuerrechtliche Beurteilung besteht, spricht hierf&uuml;r auch, dass der auf die Erschlie&szlig;ung entfallende Kaufpreisanteil beim Verkauf von Grundst&uuml;cken in erschlossenem Zustand Teil der grunderwerbsteuerrechtlichen Bemessungsgrundlage ist (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 21. M&auml;rz 2007 II R 67\/05, BFHE 215, 301, BStBl II 2007, 614, Leitsatz). Ein Entgelt von dritter Seite f&uuml;r die Herstellung der Erschlie&szlig;ungsanlagen hat der Senat im Urteil in BFHE 231, 273, BFH\/NV 2011, 166 daher nur f&uuml;r einen eigenst&auml;ndigen &quot;Erschlie&szlig;ungsvertrag&quot; bejaht, die ein Grundst&uuml;ckseigent&uuml;mer mit einem Erschlie&szlig;ungstr&auml;ger vereinbart, ohne dass dabei ein Zusammenhang mit einem Grundst&uuml;ckskaufvertrag besteht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>63<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) F&uuml;r die Annahme eines unmittelbaren Zusammenhangs des Erschlie&szlig;ungsvertrages mit einer vorausgehenden &Uuml;bertragung des Erschlie&szlig;ungsgebietes von der Gemeinde auf die Kl&auml;gerin bestehen keine Anhaltspunkte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>64<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Auch die weiteren Einwendungen der Kl&auml;gerin greifen nicht durch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>65<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Versagung des Vorsteuerabzugs steht die vom FA erteilte verbindliche Auskunft nicht entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>66<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 30. April 2009 V R 3\/08, BFHE 226, 144, BFH\/NV 2009, 1734, unter II.1.b) ist das FA nach den Grunds&auml;tzen von Treu und Glauben nicht an eine verbindliche Auskunft gebunden, wenn &#8211;wie im Streitfall im Hinblick auf den Abschluss des Erschlie&szlig;ungsvertrages mit der Gemeinde&#8211; der dem FA vorgetragene Sachverhalt nicht dem sp&auml;ter verwirklichten Sachverhalt entspricht. Abwegig ist die in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vorgetragene Auffassung der Kl&auml;gerin, das FA sei ungeachtet dessen, dass sie entgegen ihrer Darstellung in ihrem Antrag auf verbindliche Auskunft doch einen Erschlie&szlig;ungsvertrag mit ihrer Alleingesellschafterin, der Gemeinde, abgeschlossen habe, an die Auskunft nach Treu und Glauben gebunden, weil dem FA &quot;doch h&auml;tte klar sein m&uuml;ssen&quot;, dass der geplante Sachverhalt aus rechtlichen Gr&uuml;nden nicht ohne Abschluss eines derartigen Vertrages verwirklicht werden konnte. Im &Uuml;brigen kann die Kl&auml;gerin auch aus dem Schweigen des FA auf das nach Erteilung der verbindlichen Auskunft beim FA eingegangene Schreiben der Kl&auml;gerin, in dem sie auf den doch geplanten Abschluss eines Erschlie&szlig;ungsvertrages hinwies, keinen Vertrauenstatbestand ableiten (BFH-Urteil in BFHE 226, 144, BFH\/NV 2009, 1734, unter II.1.c).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>67<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Umsatzsteuerrechtlich ohne Bedeutung ist auch der Hinweis der Kl&auml;gerin auf ein Urteil des BVerwG vom 1. Dezember 2010 9 C 8.09 (juris), wonach eine sog. kommunale Eigengesellschaft, d.h. eine private Gesellschaft, die &#8211;wie im Streitfall die Kl&auml;gerin&#8211; ganz von der Gemeinde beherrscht wird, kein Dritter i.S. des &sect; 124 BauGB ist und daher zwischen Gemeinde und Eigengesellschaft abgeschlossene Erschlie&szlig;ungsvertr&auml;ge nichtig seien. Selbst wenn im Streitfall der Erschlie&szlig;ungsvertrag nach den Grunds&auml;tzen dieses Urteils, von dem bis zur m&uuml;ndlichen Verhandlung vor dem erkennenden Senat nur eine Pressemitteilung des BVerwG vorlag, nichtig w&auml;re, ist dies nach &sect; 41 der Abgabenordnung unbeachtlich. Im &Uuml;brigen kann sich die f&uuml;r den Vorsteuerabzug ma&szlig;gebliche Verwendungsabsicht auch aus einer Vereinbarung ergeben, deren Nichtigkeit erst nach ihrem Vollzug festgestellt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>68<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Ohne Erfolg st&uuml;tzt die Kl&auml;gerin ihren Anspruch auf Vorsteuerabzug auf die von ihr in Bezug genommenen Verwaltungsanweisungen. Denn norminterpretierende Verwaltungsvorschriften haben keine Rechtsnormqualit&auml;t und binden die Gerichte nicht (z.B. BFH-Urteil vom 31. Juli 2008 V R 21\/06, BFHE 222, 143, BFH\/NV 2009, 95, Leitsatz 3).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 13.1.2011, V R 12\/08 Kein Vorsteuerabzug bei Zuwendung von Erschlie&szlig;ungsanlagen &#8211; Sofortentscheidung &uuml;ber die Berechtigung zum Vorsteuerabzug &#8211; Unmittelbarer Zusammenhang zwischen Eingangsumsatz und Ausgangsumsatz &#8211; Zuordnungswahlrecht &#8211; Lieferung von Erschlie&szlig;ungsanlagen durch Zustimmung zur &ouml;ffentlich-rechtlichen Widmung &#8211; Betriebsvorrichtungen &#8211; Kein Drittentgelt von Grundst&uuml;ckserwerbern f&uuml;r die Errichtung von Erschlie&szlig;ungsanlagen &#8211; Nichtigkeit des Erschlie&szlig;ungsvertrags Leits&auml;tze &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-12-08-kein-vorsteuerabzug-bei-zuwendung-von-erschliessungsanlagen-sofortentscheidung-ueber-die-berechtigung-zum-vorsteuerabzug-unmittelbarer-zusammenhang-zwischen-eingangsumsatz-und-ausgangsumsatz\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">V&nbsp;R&nbsp;12\/08 &#8211; Kein Vorsteuerabzug bei Zuwendung von Erschlie&szlig;ungsanlagen &#8211; Sofortentscheidung &uuml;ber die Berechtigung zum Vorsteuerabzug &#8211; Unmittelbarer Zusammenhang zwischen Eingangsumsatz und Ausgangsumsatz &#8211; Zuordnungswahlrecht &#8211; Lieferung von Erschlie&szlig;ungsanlagen durch Zustimmung zur &ouml;ffentlich-rechtlichen Widmung &#8211; Betriebsvorrichtungen &#8211; Kein Drittentgelt von Grundst&uuml;ckserwerbern f&uuml;r die Errichtung von Erschlie&szlig;ungsanlagen &#8211; Nichtigkeit des Erschlie&szlig;ungsvertrags<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-10132","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10132","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10132"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10132\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10132"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10132"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10132"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}