{"id":10139,"date":"2012-12-06T17:44:01","date_gmt":"2012-12-06T15:44:01","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=10139"},"modified":"2012-12-06T17:44:01","modified_gmt":"2012-12-06T15:44:01","slug":"vi-b-60-10-trennungsbedingte-umgangskosten-sind-keine-aussergewoehnliche-belastung-besetzungsruege","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-b-60-10-trennungsbedingte-umgangskosten-sind-keine-aussergewoehnliche-belastung-besetzungsruege\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;B&nbsp;60\/10 &#8211; Trennungsbedingte Umgangskosten sind keine au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung &#8211; Besetzungsr&uuml;ge"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 11.1.2011, VI B 60\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">Trennungsbedingte Umgangskosten sind keine au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung &#8211; Besetzungsr&uuml;ge<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde des Kl&auml;gers und Beschwerdef&uuml;hrers (Kl&auml;ger) hat in der Sache keinen Erfolg, denn sie ist unbegr&uuml;ndet. Weder kommt der Rechtssache grunds&auml;tzliche Bedeutung zu (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) noch ist eine Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung erforderlich (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 2 FGO). Dar&uuml;ber hinaus liegt auch kein Verfahrensmangel (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO) vor, auf dem die Entscheidung des Finanzgerichts (FG) beruhen kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Darlegung des Zulassungsgrundes der grunds&auml;tzlichen Bedeutung der Rechtssache (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO) verlangt substantiierte Ausf&uuml;hrungen zur Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit einer hinreichend bestimmten Rechtsfrage, die im konkreten Streitfall voraussichtlich auch kl&auml;rbar ist und deren Beurteilung von der Kl&auml;rung einer zweifelhaften oder umstrittenen Rechtslage abh&auml;ngig ist (BFH-Beschluss vom 25. August 2006 VIII B 13\/06, BFH\/NV 2006, 2122). Hierzu muss sich die Beschwerde insbesondere mit der Rechtsprechung des BFH, den &Auml;u&szlig;erungen im Schrifttum sowie den ggf. ver&ouml;ffentlichten Verwaltungsmeinungen auseinandersetzen. Ist &uuml;ber die Rechtsfrage bereits entschieden worden, so ist zus&auml;tzlich darzulegen, weshalb eine erneute Entscheidung des BFH f&uuml;r erforderlich gehalten wird. Eine weitere bzw. erneute Kl&auml;rung der Rechtsfrage kann z.B. geboten sein, wenn gegen die bisherige Rechtsprechung gewichtige Einwendungen erhoben worden sind, mit denen sich der BFH bislang noch nicht auseinandergesetzt hat. An der Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit fehlt es auch, wenn die Rechtsfrage offensichtlich so zu beantworten ist, wie es das FG getan hat, die Rechtslage also eindeutig ist und nicht (erst) in einem Revisionsverfahren gekl&auml;rt werden muss (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Beschluss vom 6. Mai 2004 V B 101\/03, BFHE 205, 416, BStBl II 2004, 748).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Wenn der Kl&auml;ger sinngem&auml;&szlig; die Rechtsfrage formuliert, ob Aufwendungen f&uuml;r den Umgang mit einem mehrere hundert Kilometer entfernt lebenden Kleinkind (Fahrtkosten, Kosten f&uuml;r ein Kinderzimmer und einen Kindergartenplatz) jedenfalls dann nicht durch die Regelungen des Familienleistungsausgleichs abgegolten werden und damit als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung gem&auml;&szlig; &sect; 33 des Einkommensteuergesetzes (EStG) abgezogen werden k&ouml;nnen, wenn sie einem mit-sorgeberechtigten Elternteil entstehen, ist diese Rechtsfrage durch die Rechtsprechung des BFH entschieden und damit nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH (z.B. Urteil vom 10. Mai 2007 III R 39\/05, BFHE 218, 136, BStBl II 2007, 764, und &#8211;betreffend die Abziehbarkeit von Aufwendungen eines Elternteils f&uuml;r Besuche seines von ihm getrennt lebenden Kindes&#8211; Urteile jeweils vom 27. September 2007 III R 28\/05, BFHE 219, 119, BStBl II 2008, 287; III R 30\/06, BFH\/NV 2008, 539; III R 41\/04, III R 55\/05 und III R 71\/06; jeweils juris) sind Aufwendungen au&szlig;ergew&ouml;hnlich i.S. des &sect; 33 EStG, wenn sie nicht nur ihrer H&ouml;he, sondern auch ihrer Art und dem Grunde nach au&szlig;erhalb des &Uuml;blichen liegen. Die typischen Aufwendungen der Lebensf&uuml;hrung sind dagegen ungeachtet ihrer H&ouml;he im Einzelfall aus dem Anwendungsbereich des &sect; 33 EStG ausgeschlossen. Sie werden in H&ouml;he des Existenzminimums durch den Grundfreibetrag (&sect; 32a Abs. 1 Satz 2 EStG) ber&uuml;cksichtigt (z.B. BFH-Urteil in BFHE 218, 136, BStBl II 2007, 764). Familienbedingte Aufwendungen sind ab 1996 durch die Regelungen des Familienleistungsausgleichs (Freibetr&auml;ge oder Kindergeld, vgl. &sect; 31, &sect; 32 Abs. 6 und X. Abschnitt EStG) abgegolten (z.B. BFH-Urteil vom 5. M&auml;rz 2009 VI R 60\/07, BFH\/NV 2009, 1111, m.w.N).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Durch die Regelungen des Familienleistungsausgleichs sind nach h&ouml;chstrichterlicher Rechtsprechung auch die Kosten eines alleinstehenden Elternteils f&uuml;r Wochenendfahrten zu einem von ihm getrennt lebenden Kind in Erf&uuml;llung der elterlichen Pflicht zur Personensorge abgegolten (vgl. hierzu BFH-Urteile vom 29. August 1986 III R 209\/82, BFHE 148, 22, BStBl II 1987, 167, und vom 12. Juli 1991 III R 23\/88, BFH\/NV 1992, 172, unter 1. b). Mit Urteil vom 28. M&auml;rz 1996 III R 208\/94 (BFHE 180, 551, BStBl II 1997, 54) hat der BFH Aufwendungen eines geschiedenen, nicht sorgeberechtigten Vaters f&uuml;r Fahrten zu seinem Kind aufgrund seines Besuchsrechts nach &sect; 1634 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs (BGB) a.F. ebenfalls als typische &#8211;nicht nach &sect; 33 EStG steuermindernd zu ber&uuml;cksichtigende&#8211; Kosten der Lebensf&uuml;hrung behandelt. Soweit der III. Senat des BFH an den Grunds&auml;tzen jener Entscheidung auch f&uuml;r nachfolgende Veranlagungszeitr&auml;ume festgehalten hat (vgl. Urteile vom 27. September 2007 III R 41\/04 f&uuml;r das Jahr 1998, III R 28\/05 f&uuml;r das Jahr 1999, III R 55\/05 f&uuml;r die Jahre 1999 und 2000, III R 30\/06 f&uuml;r die Jahre 2001 und 2002 bzw. III R 71\/06 f&uuml;r die Jahre 2000 bis 2002), kann daraus jedoch &#8211;entgegen dem Vorbringen des Kl&auml;gers&#8211; nicht gefolgert werden, dass der BFH lediglich f&uuml;r den Fall des geschiedenen, nicht sorgeberechtigten Elternteils entschieden habe, dass Umgangsaufwendungen durch den Familienleistungsausgleich abgegolten und damit den typischen Kosten der Lebensf&uuml;hrung zugeordnet sind. Denn der BFH begr&uuml;ndet seine Entscheidungen im Wesentlichen damit, dass die aufgrund der Trennung der Eltern entstehenden Kosten f&uuml;r den Umgang mit den Kindern nicht au&szlig;ergew&ouml;hnlich seien, weil eine r&auml;umliche Trennung zwischen Eltern und Kindern auch bei zusammenlebenden Eltern nicht un&uuml;blich sei. In dieser Kernaussage stellt der BFH danach auch erkennbar nicht darauf ab, ob der zum Barunterhalt verpflichtete Elternteil nicht sorgeberechtigt ist oder mit-sorgeberechtigt. Diese Unterscheidung hat nur im Rahmen der Vorschriften des familienrechtlichen Umgangsrechts in &sect; 1634 BGB a.F. eine Bedeutung. Steuerrechtliche Folgerungen hinsichtlich der durch den Umgang mit den Kindern entstehenden Kosten leitet der BFH jedoch aus den Vorschriften des familienrechtlichen Umgangsrechts gerade nicht ab. Denn im Ergebnis kann sich eine Umgangspflicht des zum Barunterhalt verpflichteten Elternteils nach familienrechtlichen Vorschriften nur hinsichtlich des Tatbestandsmerkmals der Zwangsl&auml;ufigkeit auswirken, nicht aber hinsichtlich des Tatbestandsmerkmals der Au&szlig;ergew&ouml;hnlichkeit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Soweit der Kl&auml;ger sinngem&auml;&szlig; die Rechtsfrage formuliert, ob Aufwendungen f&uuml;r den Umgang mit einem mehrere hundert Kilometer entfernt lebenden Kleinkind (Fahrtkosten, Kosten f&uuml;r ein Kinderzimmer und einen Kindergartenplatz) jedenfalls dann nicht durch die Regelungen des Familienleistungsausgleichs abgegolten werden und damit als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung gem&auml;&szlig; &sect; 33 EStG abgezogen werden k&ouml;nnen, wenn sie einem mit-sorgeberechtigten Elternteil w&auml;hrend eines Rechtstreits um das Aufenthaltsbestimmungsrecht entstehen und dazu dienen, einer faktischen Pr&auml;judizierung des Sorgerechtsstreits entgegenzuwirken, ist auch diese Rechtsfrage durch die Rechtsprechung des BFH entschieden und damit nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Prozesskosten sind nach der Rechtsprechung des BFH in der Regel nicht zwangsl&auml;ufig, es sei denn, der Rechtsstreit ber&uuml;hrt einen existentiell wichtigen Bereich des Steuerpflichtigen (Urteile vom 9. Mai 1996 III R 224\/94, BFHE 181, 12, BStBl II 1996, 596, m.w.N.; vom 4. Dezember 2001 III R 31\/00, BFHE 198, 94, BStBl II 2002, 382; vom 18. M&auml;rz 2004 III R 24\/03, BFHE 206, 16, BStBl II 2004, 726; vom 27. August 2008 III R 50\/06, BFH\/NV 2009, 553). Das Recht auf Umgang mit den eigenen Kindern hat der BFH als einen solchen Bereich angesehen und deshalb bei einer grundlosen &#8211;nach altem Recht m&ouml;glichen&#8211; Verweigerung des Umgangsrechts durch die sorgeberechtigte Mutter angenommen, dass die Kosten des Vaters f&uuml;r einen Prozess zur Durchsetzung des Umgangs mit seinen Kindern aus tats&auml;chlichen Gr&uuml;nden zwangsl&auml;ufig seien (Urteil in BFHE 198, 94, BStBl II 2002, 382). Der BFH hat in dieser Entscheidung die Aufwendungen f&uuml;r den Familienrechtsstreit auch als au&szlig;ergew&ouml;hnlich beurteilt, weil das die Aufwendungen ausl&ouml;sende Ereignis &#8211;die Verweigerung des Umgangs mit den Kindern&#8211; nur wenige Steuerpflichtige betreffe und somit nicht durch die allgemeinen Freibetr&auml;ge abgegolten sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Aus der Zuordnung des Umgangsrechts zum &quot;Kernbereich menschlichen Lebens&quot; kann jedoch nach der Rechtsprechung des BFH nicht geschlossen werden, dass die f&uuml;r den Umgang mit den Kindern entstehenden Aufwendungen &#8211;anders als die Kosten f&uuml;r die Durchsetzung des Umgangsrechts&#8211; au&szlig;ergew&ouml;hnlich sind (Urteil vom 27. September 2007 III R 41\/04, juris). Der erkennende Senat schlie&szlig;t sich dieser Auffassung ausdr&uuml;cklich an. Damit ist &#8211;entgegen der Auffassung des Kl&auml;gers&#8211; durch die Rechtsprechung des BFH jedenfalls gekl&auml;rt, dass die Umgangskosten selbst nicht als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen abziehbar sind. Insoweit ist auch zu ber&uuml;cksichtigen, dass die streitigen Umgangskosten letztlich ihre Ursache in der r&auml;umlichen Trennung zwischen dem Kl&auml;ger und seinem Kind haben und derartige typische Kosten der Lebensf&uuml;hrung nicht &uuml;ber den &quot;Umweg&quot; eines Familienrechtsstreits zu au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Aufwendungen f&uuml;hren k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Weiter hat der Kl&auml;ger nicht vorgetragen, warum eine weitere bzw. erneute Kl&auml;rung der Rechtsfrage geboten ist. Er hat auch nicht dargelegt, inwieweit gegen die bisherige Rechtsprechung gewichtige Einwendungen erhoben worden sind, mit denen sich der BFH bislang noch nicht auseinandergesetzt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. a) Zur schl&uuml;ssigen Darlegung einer Divergenzr&uuml;ge i.S. von &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 2 FGO geh&ouml;rt u.a. eine hinreichend genaue Bezeichnung der vermeintlichen Divergenzentscheidung sowie die Gegen&uuml;berstellung tragender, abstrakter Rechtss&auml;tze aus dem angefochtenen Urteil des FG einerseits und aus den behaupteten Divergenzentscheidungen andererseits, um eine Abweichung erkennbar zu machen. F&uuml;r eine schl&uuml;ssige Divergenzr&uuml;ge ist &uuml;berdies weiterhin auszuf&uuml;hren, dass es sich im Streitfall um einen vergleichbaren Sachverhalt und um eine identische Rechtsfrage handelt (BFH-Beschluss vom 17. Januar 2006 VIII B 172\/05, BFH\/NV 2006, 799, unter 2.a und b, m.w.N.). Die Ausf&uuml;hrungen des Kl&auml;gers lassen einen derartigen Vortrag nicht in erforderlichem Umfang erkennen. Insbesondere fehlt jede Auseinandersetzung mit dem BFH-Urteil vom 27. September 2007 III R 41\/04. Entgegen den Ausf&uuml;hrungen des Kl&auml;gers unterscheidet die Rechtsprechung des BFH zwischen den Kosten f&uuml;r die Durchsetzung des Umgangsrechts selbst und den Aufwendungen f&uuml;r den Umgang mit den Kindern. Eine Divergenz der Entscheidung des FG zur Rechtsprechung des BFH ist daher nicht erkennbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 2 FGO) ist eine Entscheidung des BFH &#8211;au&szlig;er in F&auml;llen der Divergenz&#8211; dann geboten, wenn ein allgemeines Interesse an einer korrigierenden Entscheidung besteht, weil das FG revisibles Recht fehlerhaft ausgelegt hat, der insoweit unterlaufene Fehler von Gewicht und geeignet ist, das Vertrauen in die Rechtsprechung zu sch&auml;digen. Das ist insbesondere der Fall, wenn die Auslegung und Anwendung des revisiblen Rechts durch das FG objektiv willk&uuml;rlich oder greifbar gesetzeswidrig ist (z.B. BFH-Beschluss vom 5. Juli 2005 VI B 150\/04, BFH\/NV 2005, 2025; vgl. auch Lange in H&uuml;bschmann\/ Hepp\/Spitaler, &sect; 115 FGO Rz 200 ff.; Seer in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect; 115 FGO Rz 63 ff. und 75 ff.; jeweils m.w.N.). Dies ist im Streitfall aus den oben dargelegten Gr&uuml;nden nicht gegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Einen Verfahrensfehler, auf dem das angefochtene Urteil des FG beruhen k&ouml;nnte (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO), in Form einer Verletzung des Rechts auf den gesetzlichen Richter (Art. 101 Abs. 1 Satz 2 des Grundgesetzes, &sect; 119 Nr. 1 FGO) hat der Kl&auml;ger nicht schl&uuml;ssig dargetan.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect; 6 Abs. 1 FGO kann der Rechtsstreit einem Senatsmitglied als Einzelrichter zur Entscheidung &uuml;bertragen werden. Hiervon hat das FG Gebrauch gemacht. Dieser Beschluss ist nach &sect; 6 Abs. 4 Satz 1 FGO unanfechtbar und kann regelm&auml;&szlig;ig auch im Rechtsmittelverfahren nicht &uuml;berpr&uuml;ft werden (vgl. &sect; 124 Abs. 2 FGO; BFH-Beschluss vom 21. Oktober 1999 VII R 15\/99, BFHE 190, 47, BStBl II 2000, 88). Eine Besetzungsr&uuml;ge mit der Begr&uuml;ndung, die Voraussetzungen des &sect; 6 Abs. 1 FGO f&uuml;r eine &Uuml;bertragung auf den Einzelrichter h&auml;tten nicht vorgelegen, kann deshalb nur ausnahmsweise Erfolg haben, so etwa dann, wenn sich die &Uuml;bertragung auf den Einzelrichter als &quot;greifbar gesetzeswidrig&quot; erweist. Dies ist eine Entscheidung aber nur dann, wenn sie mit der geltenden Rechtsordnung schlechthin unvereinbar ist, weil sie jeder Grundlage entbehrt und inhaltlich dem Gesetz fremd ist (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 28. Januar 2003 VI B 75\/02, BFH\/NV 2003, 926; vom 21. Dezember 2004 II B 13\/04, BFH\/NV 2005, 897; vom 10. M&auml;rz 2005 VI B 166\/04, BFH\/NV 2005, 1089).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dass derartige Umst&auml;nde vorliegen w&uuml;rden, hat der Kl&auml;ger nicht geltend gemacht. Der blo&szlig;e Vortrag, im Streitfall liege sowohl ein Fall der Divergenz als auch der Rechtsgrunds&auml;tzlichkeit vor, verdeutlicht nicht, dass die &Uuml;bertragung auf den Einzelrichter offensichtlich gesetzwidrig bzw. willk&uuml;rlich gewesen w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Soweit der Kl&auml;ger im weiteren Vorbringen die Entscheidung des FG, die sich ausdr&uuml;cklich auf die einschl&auml;gige Rechtsprechung des BFH st&uuml;tzt, als rechtsfehlerhaft angreift, verkennt der Kl&auml;ger den grunds&auml;tzlichen Unterschied zwischen der Begr&uuml;ndung einer Nichtzulassungsbeschwerde und derjenigen einer Revision (vgl. hierzu z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 15. November 2006 XI B 18\/06, BFH\/NV 2007, 475; vom 29. Juni 2005 VI B 130\/04, BFH\/NV 2005, 1801; Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7. Aufl., &sect; 116 Rz 27, m.w.N.). Mit dem blo&szlig;en Einwand, das FG habe fehlerhaft entschieden, kann die Zulassung der Revision nicht erreicht werden (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 2. Juli 2007 VI B 147\/06, BFH\/NV 2007, 1914; vom 4. Juni 2003 IX B 29\/03, BFH\/NV 2003, 1212).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 11.1.2011, VI B 60\/10 Trennungsbedingte Umgangskosten sind keine au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung &#8211; Besetzungsr&uuml;ge Gr&uuml;nde 1&nbsp; Die Beschwerde des Kl&auml;gers und Beschwerdef&uuml;hrers (Kl&auml;ger) hat in der Sache keinen Erfolg, denn sie ist unbegr&uuml;ndet. 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