{"id":10141,"date":"2012-12-19T16:17:12","date_gmt":"2012-12-19T14:17:12","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=10141"},"modified":"2012-12-19T16:17:12","modified_gmt":"2012-12-19T14:17:12","slug":"iv-b-73-10-vertretungszwang-fuer-beschwerde-eines-zeugen-gegen-die-festsetzung-eines-ordnungsgelds","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-b-73-10-vertretungszwang-fuer-beschwerde-eines-zeugen-gegen-die-festsetzung-eines-ordnungsgelds\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;B&nbsp;73\/10 &#8211; Vertretungszwang f&uuml;r Beschwerde eines Zeugen gegen die Festsetzung eines Ordnungsgelds"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 12.1.2011, IV B 73\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">Vertretungszwang f&uuml;r Beschwerde eines Zeugen gegen die Festsetzung eines Ordnungsgelds<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Das Finanzgericht (FG) hat gegen die als Zeugin geladene, in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vom 4. Mai 2010 nicht erschienene Beschwerdef&uuml;hrerin mit Beschluss vom 4. Mai 2010 5 K 7107\/06 B ein Ordnungsgeld in H&ouml;he von 500 EUR festgesetzt. Zugleich wurde die Beschwerdef&uuml;hrerin belehrt, der Beschluss sei unanfechtbar. Der am 22. Juni 2010 von der Beschwerdef&uuml;hrerin pers&ouml;nlich eingelegten Beschwerde hat das FG nicht abgeholfen und die Beschwerde dem Bundesfinanzhof (BFH) vorgelegt. Mit Schreiben der Gesch&auml;ftsstelle des IV. Senats des BFH vom 14. Juli 2010 wurde die Beschwerdef&uuml;hrerin auf den beim BFH bestehenden Vertretungszwang (&sect; 62 Abs. 4 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) hingewiesen. Mit Schreiben des Vorsitzenden vom 11. November 2010, ausweislich Postzustellungsurkunde zugestellt am 13. November 2010, wurde die Beschwerdef&uuml;hrerin erneut auf den vor dem BFH bestehenden Vertretungszwang hingewiesen und gebeten, nunmehr ihre Beschwerde bis sp&auml;testens 22. Dezember 2010 unter Beachtung der im Schreiben vom 14. Juli 2010 dargestellten Formerfordernisse wirksam einzulegen. Die Beschwerdef&uuml;hrerin hat sich nicht ge&auml;u&szlig;ert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist unzul&auml;ssig und deshalb durch Beschluss zu verwerfen (&sect; 132 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vor dem BFH muss sich &#8211;wie die Beschwerdef&uuml;hrerin vom BFH belehrt worden ist&#8211; jeder Beteiligte, sofern es sich nicht um eine juristische Person des &ouml;ffentlichen Rechts oder um eine Beh&ouml;rde handelt, durch einen Rechtsanwalt, Steuerberater, Steuerbevollm&auml;chtigten, Wirtschaftspr&uuml;fer oder vereidigten Buchpr&uuml;fer als Bevollm&auml;chtigten vertreten lassen; zur Vertretung berechtigt sind auch Gesellschaften i.S. des &sect; 3 Nrn. 2 und 3 des Steuerberatungsgesetzes, die durch solche Personen handeln (&sect; 62 Abs. 2 und Abs. 4 Satz 1 FGO). Der Vertretungszwang gilt gem&auml;&szlig; &sect; 62 Abs. 4 Satz 2 FGO auch f&uuml;r Prozesshandlungen, durch die ein Verfahren vor dem BFH eingeleitet wird, also auch f&uuml;r die Einlegung von Rechtsmitteln beim FG (vgl. auch BTDrucks 16\/3655, S. 98 f.). Damit unterliegt auch die gegen die Festsetzung eines Ordnungsgelds gegen einen nicht erschienenen Zeugen gem&auml;&szlig; &sect; 82 FGO i.V.m. &sect; 380 Abs. 3 der Zivilprozessordnung statthafte Beschwerde nach &sect; 128 Abs. 1 FGO (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 19. August 2008 II B 67\/08, BFH\/NV 2008, 1870) dem Vertretungszwang. Nachdem die Beschwerde auch nach wiederholter Belehrung der Beschwerdef&uuml;hrerin nicht von einer der genannten Personen oder Gesellschaften eingelegt worden ist, ist die Beschwerde als unzul&auml;ssig zu verwerfen. Dies ungeachtet dessen, dass sich die Frist zur Einlegung der Beschwerde mangels ordnungsgem&auml;&szlig;er Belehrung durch das FG im Streitfall nicht nach &sect; 129 Abs. 1 FGO, sondern nach &sect; 55 Abs. 2 FGO bestimmt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 12.1.2011, IV B 73\/10 Vertretungszwang f&uuml;r Beschwerde eines Zeugen gegen die Festsetzung eines Ordnungsgelds Tatbestand 1&nbsp; I. Das Finanzgericht (FG) hat gegen die als Zeugin geladene, in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vom 4. Mai 2010 nicht erschienene Beschwerdef&uuml;hrerin mit Beschluss vom 4. 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