{"id":11167,"date":"2012-12-06T17:50:47","date_gmt":"2012-12-06T15:50:47","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=11167"},"modified":"2012-12-07T03:35:51","modified_gmt":"2012-12-07T01:35:51","slug":"vii-b-60-10-tarifierung-von-tft-farbmonitoren-als-solche-von-der-hauptsaechlich-in-einem-automatischen-datenverarbeitungssystem-verwendeten-art-einwendungen-gegen-die-materielle-richtigkeit-des-fg-urt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-b-60-10-tarifierung-von-tft-farbmonitoren-als-solche-von-der-hauptsaechlich-in-einem-automatischen-datenverarbeitungssystem-verwendeten-art-einwendungen-gegen-die-materielle-richtigkeit-des-fg-urt\/","title":{"rendered":"VII&nbsp;B&nbsp;60\/10 &#8211; Tarifierung von TFT-Farbmonitoren als solche &quot;von der haupts&auml;chlich in einem automatischen Datenverarbeitungssystem verwendeten Art&quot; &#8211; Einwendungen gegen die materielle Richtigkeit des FG-Urteils revisionsrechtlich unbeachtlich"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 4.11.2010, VII B 60\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">Tarifierung von TFT-Farbmonitoren als solche &quot;von der haupts&auml;chlich in einem automatischen Datenverarbeitungssystem verwendeten Art&quot; &#8211; Einwendungen gegen die materielle Richtigkeit des FG-Urteils revisionsrechtlich unbeachtlich<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Beschwerdegegnerin (Kl&auml;gerin) meldete zwischen Januar 2007 und September 2008 aus Drittl&auml;ndern eingef&uuml;hrte TFT-Farbmonitore mit Fl&uuml;ssigkristallanzeigen (LCD) unter der Unterpos. 8528 51 00 (Zollsatz: frei) der Kombinierten Nomenklatur (KN) zur &Uuml;berf&uuml;hrung in den zollrechtlich freien Verkehr an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf eine Zollanmeldung vom 12. September 2008 hin untersuchte die Zolltechnische Pr&uuml;fungs- und Lehranstalt X die Monitore und kam in einem Gutachten vom 1. Dezember 2008 zu dem Ergebnis, dass die Waren in die Unterpos. 8528 59 90 KN (Zollsatz: 14 %) einzureihen seien. Deshalb erhob der Beklagte und Beschwerdef&uuml;hrer (das Hauptzollamt &#8211;HZA&#8211;) mit zwei Bescheiden vom 12. Dezember 2008 den Zoll nach.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach erfolglosem Einspruchsverfahren erhob die Kl&auml;gerin gegen die Nacherhebung Klage. Weil die Mehrzahl der angemeldeten Monitore doch in die Unterpos. 8528 51 00 KN einzureihen seien, erlie&szlig; das HZA in der Folge insoweit den Zoll; die Hauptsache wurde insoweit &uuml;bereinstimmend f&uuml;r erledigt erkl&auml;rt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei den streitig gebliebenen Farbmonitoren handelt es sich um Flachbildschirme, die eine Bildschirmdiagonale von 21, 24, 26 oder 27 Zoll sowie ein Bildschirmformat von 16:10 aufweisen. Sie haben eine Aufl&ouml;sung von 1 920 x 1 200 bzw. 1 680 x 1 050 Pixel. Sie verf&uuml;gen teilweise &uuml;ber eine PiP-Funktion (Bild in Bild-Darstellung) sowie &uuml;ber Audioanschl&uuml;sse und eingebaute Lautsprecher. Die Monitore sind mit Anschlussm&ouml;glichkeiten ausgestattet, die es gestatten, sowohl von einer automatischen Datenverarbeitungsmaschine als auch von anderen Ger&auml;ten, wie z.B. einem DVD-Abspielger&auml;t, stammende Bilder wiederzugeben. &Uuml;ber einen Anschluss zur Wiedergabe von Fernsehsignalen verf&uuml;gen sie nicht. Einige Modelle sind in der Lage, &uuml;ber analoge Videoschnittstellen unter bestimmten &Uuml;bertragungsfrequenzstandards zu arbeiten. S&auml;mtliche noch in Rede stehenden Monitore haben geringe elektromagnetische Feldemissionen, verstellbare Drehgelenke und spiegelungsfreie Oberfl&auml;chen, die eine flimmerfreie Darstellung erm&ouml;glichen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der Klage statt und hob die Nachforderungsbescheide auf. Die fraglichen Monitore seien zwar nicht von der ausschlie&szlig;lich, aber von der haupts&auml;chlich in einem automatischen Datenverarbeitungssystem verwendeten Art im Sinne der Unterpos. 8528 51 KN. Unter Bezugnahme auf das Urteil des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union (EuGH) vom 19. Februar 2009 C-376\/07 &#8211;Kamino&#8211; (Slg. 2009, I-1167, Zeitschrift f&uuml;r Z&ouml;lle und Verbrauchsteuern &#8211;ZfZ&#8211; 2009, 217) hielt es das FG f&uuml;r unsch&auml;dlich, dass die Monitore sowohl von einer automatischen Datenverarbeitungsmaschine als auch von anderen Ger&auml;ten, wie z.B. einem DVD-Abspielger&auml;t, stammende Bilder wiedergeben k&ouml;nnten. Auch die Art und die Anzahl der Anschl&uuml;sse seien nicht allein ausschlaggebend. F&uuml;r die Entscheidung, ob Monitore haupts&auml;chlich in einem automatischen Datenverarbeitungssystem verwendet w&uuml;rden, seien weitere technische Merkmale zu ber&uuml;cksichtigen. Im Einzelnen &uuml;berpr&uuml;fte das FG die Monitore anhand der vom EuGH gew&uuml;rdigten und in den Erl&auml;uterungen zum Harmonisierten System (ErlHS) zu Pos. 8528 aufgef&uuml;hrten Merkmale. Insbesondere st&uuml;nden danach die Audioanschl&uuml;sse und eingebauten Lautsprecher der Einreihung in die Unterpos. 8528 51 00 KN nicht entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Beschwerde will das HZA die Zulassung der Revision erreichen, da die Fortbildung des Rechts eine Entscheidung des Bundesfinanzhofs erfordere und die Rechtssache dar&uuml;ber hinaus grunds&auml;tzliche Bedeutung habe. Zu kl&auml;ren sei die Rechtsfrage, welche Kriterien f&uuml;r die Einreihung von Monitoren relevant seien. Insbesondere sei das Vorhandensein eines Audioschaltkreises ein entscheidendes Kriterium, wie die Europ&auml;ische Kommission im Rahmen der 17. Sitzung des Ausschusses f&uuml;r den Zollkodex vom 30. September bis 2. Oktober 2009 best&auml;tigt habe. Kl&auml;rungsbedarf bestehe deshalb, weil der EuGH sich zwar mit der Einreihung von Monitoren als Einheiten von der haupts&auml;chlich in automatischen Datenverarbeitungssystemen verwendeten Art auseinandergesetzt, aber keine verbindlichen Aussagen &uuml;ber die Einreihungsrelevanz der hier in Rede stehenden Einreihungskriterien getroffen habe und weil aufgrund der Ausf&uuml;hrungen der Kommission im Rahmen der 17. Sitzung des Ausschusses f&uuml;r den Zollkodex davon auszugehen sei, dass die Anwendung dieser Kriterien zu einer unterschiedlichen Einreihungspraxis innerhalb der Europ&auml;ischen Union f&uuml;hre.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG habe entgegen der zum ma&szlig;geblichen Zeitpunkt geltenden ErlHS zu Pos. 8528 (A) nicht s&auml;mtliche, sondern nur einzelne der dort aufgef&uuml;hrten Merkmale gew&uuml;rdigt, w&auml;hrend es die &uuml;brigen als nicht tarifierungserheblich bezeichnet habe. Bei geh&ouml;riger Pr&uuml;fung (insbesondere der Anschlussm&ouml;glichkeit zur Wiedergabe von Fernsehsignalen, des Vorhandenseins von Audioschaltkreisen und bestimmter &Uuml;bertragungsfrequenz-Standards, des Bildformats, der Aufl&ouml;sung und der Bildschirmgr&ouml;&szlig;e) sei aber gerade nicht festzustellen, dass es sich bei den Monitoren um solche handele, die haupts&auml;chlich in automatischen Datenverarbeitungssystemen verwendet werden, sondern lediglich, dass die Monitore mehrere Funktionen erf&uuml;llen k&ouml;nnen. Das FG habe vers&auml;umt, zur Frage der Haupts&auml;chlichkeit bei mehreren Funktionsm&ouml;glichkeiten Stellung zu nehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin ist der Beschwerde entgegengetreten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet. Die aufgeworfenen Fragen sind weder von grunds&auml;tzlicher Bedeutung i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) noch bedarf es insoweit der Rechtsfortbildung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Geht es &#8211;wie im Streitfall&#8211; allein darum, ob die Zollverwaltung die betreffende Ware zutreffend in den Zolltarif eingereiht hat, beschr&auml;nkt sich also die Rechtsfrage, der grunds&auml;tzliche Bedeutung i.S. von &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO zukommen soll, auf die Frage der zutreffenden Tarifierung, so kommt, wie der beschlie&szlig;ende Senat in seinem Beschluss vom 11. Februar 2002 VII B 136\/01 (BFHE 198, 242, ZfZ 2002, 229) ausgef&uuml;hrt hat, der Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit der Tarifierungsfrage und ihrer Kl&auml;rungsf&auml;higkeit entscheidende Bedeutung zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das HZA will mit der Zulassung der Revision erreichen, dass der Senat die Einreihungsrelevanz der hier in Rede stehenden Einreihungskriterien &#8211;insbesondere die Anschlussm&ouml;glichkeit zur Wiedergabe von Fernsehsignalen, das Vorhandensein von Audioschaltkreisen und bestimmter &Uuml;bertragungsfrequenz-Standards, das Bildformat, die Aufl&ouml;sung und die Bildschirmgr&ouml;&szlig;e&#8211; rechtsverbindlich und allgemein kl&auml;rt, um zu vermeiden, dass die Anwendung dieser Kriterien zu einer unterschiedlichen Einreihungspraxis innerhalb der Europ&auml;ischen Union f&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Insoweit besteht kein Kl&auml;rungsbedarf, weil durch die Entscheidung des EuGH in Slg. 2009, I-1167, ZfZ 2009, 217 sowie durch das Senatsurteil vom 23. September 2009 VII R 42\/07 (BFHE 226, 570, ZfZ 2010, 51) klargestellt ist, dass Monitore, die sowohl Signale von einer automatischen Datenverarbeitungsmaschine als auch von anderen Quellen darstellen k&ouml;nnen, Einheiten von der &quot;haupts&auml;chlich&quot; in automatischen Datenverarbeitungssystemen verwendeten Art im Sinne der Unterpos. 8528 51 KN (Unterpos. 8471 60 90 KN in der vom EuGH anzuwendenden Fassung) sein k&ouml;nnen. Eine dem widersprechende Auslegung der ErlHS zu Pos. 8528 (damals zu 8471 KN) dahin, dass sie eine Einreihung aller solcher Monitore in die Unterpos. 8471 60 90 KN ausschlie&szlig;t, m&uuml;sse &#8211;so der EuGH&#8211; zum Anwendungsausschluss dieser ErlHS f&uuml;hren, weil diese Auslegung eine Einschr&auml;nkung der Tragweite der Anmerkung 5 C (damals 5 B Buchst. a) zu Kap. 84 KN bewirke. Konkretisierend f&uuml;hrt der EuGH dazu aus, dass die Anzahl und die Art der Anschlussm&ouml;glichkeiten, mit denen solche Monitore ausgestattet sind, nicht die allein ausschlaggebenden Kriterien f&uuml;r die Tarifierung sein k&ouml;nnen; bei dieser Tarifierung seien sowohl der Grad der F&auml;higkeit der Monitore, mehrere Funktionen auszuf&uuml;hren, als auch das von ihnen in Ausf&uuml;hrung dieser Funktionen erreichte Leistungsniveau auch im Vergleich zu anderen Kriterien und unter Ber&uuml;cksichtigung ihrer objektiven Merkmale und Eigenschaften zu pr&uuml;fen, wobei die ErlHS zu Pos. 8471 (im vorliegenden Streitzeitraum ErlHS zu Pos. 8528 (A), heranzuziehen seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Verallgemeinert und zusammengefasst hei&szlig;t das: Die Feststellung, ob ein Monitor von der haupts&auml;chlich in einem automatischen Datenverarbeitungssystem verwendeten Art ist, h&auml;ngt von einer Einzelfallbewertung der verschiedenen Funktionen und Merkmale ab, die nach den genannten Anmerkungen und Erl&auml;uterungen zu den Pos. 8471 und 8528 KN ma&szlig;geblich sind, wobei eine nicht der automatischen Datenverarbeitung dienende Funktion nicht von vornherein dazu f&uuml;hren darf, dass ein Ger&auml;t nicht als Teil eines automatischen Datenverarbeitungssystems angesehen wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch die Kommission geht ausweislich des vom HZA vorgelegten Ausschussprotokolls davon aus, dass sich die Tarifierung eines auch in der Datenverarbeitung einsetzbaren Monitors nicht zwingend durch Abarbeitung einer den ErlHS zu entnehmenden &quot;check-list&quot; ergibt. Vielmehr sei eine umfassende Einzelfallbeurteilung der Ware &quot;case by case&quot; notwendig, wobei das Vorhandensein eines Audioschaltkreises nur eines unter mehreren Parametern darstelle, die jeder f&uuml;r sich genommen die Datenverarbeitungsfunktion weder bestimme noch ausschlie&szlig;e.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es ist weder vorgetragen noch ersichtlich, welche grunds&auml;tzlichen Erw&auml;gungen der Senat zu dieser weitgehend auf den Einzelfall gerichteten Betrachtung hinzuf&uuml;gen k&ouml;nnte. Nach alledem ist die grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache nicht zu bejahen und es ist auch kein Rechtsfortbildungsbedarf ersichtlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Mit dem Vorbringen, das FG habe einzelne Kriterien, die nach den ErlHS bei der Tarifierung der Monitore zu beurteilen gewesen seien, au&szlig;er Acht gelassen (die Anschlussm&ouml;glichkeit zur Wiedergabe von Fernsehsignalen, das Vorhandensein von Audioschaltkreisen und bestimmter &Uuml;bertragungsfrequenz-Standards, das Bildformat, die Aufl&ouml;sung und die Bildschirmgr&ouml;&szlig;e) legt das HZA keinen Zulassungsgrund i.S. des &sect; 115 Abs. 2 FGO dar, sondern r&uuml;gt in der Art einer Revisionsbegr&uuml;ndung fehlerhafte Rechtsanwendung des FG. Einwendungen gegen die materielle Richtigkeit des finanzgerichtlichen Urteils einschlie&szlig;lich der W&uuml;rdigung der tats&auml;chlichen Umst&auml;nde des Einzelfalls sind revisionsrechtlich aber grunds&auml;tzlich unbeachtlich. Denn die Nichtzulassungsbeschwerde dient nicht dazu, allgemein die Richtigkeit finanzgerichtlicher Urteile zu gew&auml;hrleisten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen ist der Vorhalt nicht gerechtfertigt. Das FG hat ausdr&uuml;cklich festgestellt, dass die Monitore nicht &uuml;ber einen Anschluss zur Wiedergabe von Fernsehsignalen verf&uuml;gen. Mit den &uuml;brigen genannten Kriterien hat es sich mit der Feststellung befasst, dass s&auml;mtliche Merkmale auch bei den vom EuGH beurteilten Monitoren vorgelegen und dort nicht zur Ausweisung aus der Unterpos. 8471 60 90 KN &#8211;im Streitzeitraum Unterpos. 8528 51 00 KN&#8211; gef&uuml;hrt h&auml;tten (FG-Urteil S. 7, 8).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 4.11.2010, VII B 60\/10 Tarifierung von TFT-Farbmonitoren als solche &quot;von der haupts&auml;chlich in einem automatischen Datenverarbeitungssystem verwendeten Art&quot; &#8211; Einwendungen gegen die materielle Richtigkeit des FG-Urteils revisionsrechtlich unbeachtlich Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. Die Kl&auml;gerin und Beschwerdegegnerin (Kl&auml;gerin) meldete zwischen Januar 2007 und September 2008 aus Drittl&auml;ndern eingef&uuml;hrte TFT-Farbmonitore mit Fl&uuml;ssigkristallanzeigen (LCD) unter &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-b-60-10-tarifierung-von-tft-farbmonitoren-als-solche-von-der-hauptsaechlich-in-einem-automatischen-datenverarbeitungssystem-verwendeten-art-einwendungen-gegen-die-materielle-richtigkeit-des-fg-urt\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VII&nbsp;B&nbsp;60\/10 &#8211; Tarifierung von TFT-Farbmonitoren als solche &quot;von der haupts&auml;chlich in einem automatischen Datenverarbeitungssystem verwendeten Art&quot; &#8211; Einwendungen gegen die materielle Richtigkeit des FG-Urteils revisionsrechtlich unbeachtlich<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-11167","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11167","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11167"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11167\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11167"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11167"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11167"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}