{"id":11182,"date":"2012-12-19T16:15:51","date_gmt":"2012-12-19T14:15:51","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=11182"},"modified":"2012-12-19T16:15:51","modified_gmt":"2012-12-19T14:15:51","slug":"ii-s-31-10-begruendungsintensitaet-von-pkh-beschluessen-kein-vertretungszwang-bei-antrag-auf-bewilligung-von-pkh-zulaessigkeit-einer-untaetigkeitsklage-statthaftigkeit-einer-gegenvorstellung-willkuerl","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-s-31-10-begruendungsintensitaet-von-pkh-beschluessen-kein-vertretungszwang-bei-antrag-auf-bewilligung-von-pkh-zulaessigkeit-einer-untaetigkeitsklage-statthaftigkeit-einer-gegenvorstellung-willkuerl\/","title":{"rendered":"II&nbsp;S&nbsp;31\/10 &#8211; Begr&uuml;ndungsintensit&auml;t von PKH-Beschl&uuml;ssen &#8211; Kein Vertretungszwang bei Antrag auf Bewilligung von PKH &#8211; Zul&auml;ssigkeit einer Unt&auml;tigkeitsklage &#8211; Statthaftigkeit einer Gegenvorstellung &#8211; Willk&uuml;rlichkeit eines Richterspruches &#8211; Kostenentscheidung bei Anh&ouml;rungsr&uuml;ge und Gegenvorstellung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 15.12.2010, II S 31\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">Begr&uuml;ndungsintensit&auml;t von PKH-Beschl&uuml;ssen &#8211; Kein Vertretungszwang bei Antrag auf Bewilligung von PKH &#8211; Zul&auml;ssigkeit einer Unt&auml;tigkeitsklage &#8211; Statthaftigkeit einer Gegenvorstellung &#8211; Willk&uuml;rlichkeit eines Richterspruches &#8211; Kostenentscheidung bei Anh&ouml;rungsr&uuml;ge und Gegenvorstellung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Bundesfinanzhof (BFH) hat den Antrag des Kl&auml;gers, Antragstellers und R&uuml;gef&uuml;hrers (Kl&auml;ger) auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe (PKH) f&uuml;r seinen Rechtsstreit als Beschwerdef&uuml;hrer wegen Nichtzulassung der Revision (Kraftfahrzeugsteuer) durch Beschluss vom 7. Oktober 2010&nbsp;&nbsp;II S 26\/10 (PKH) abgelehnt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen wendet sich der Kl&auml;ger mit seiner Anh&ouml;rungsr&uuml;ge. Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrt er aus, der BFH habe zwar im angefochtenen Beschluss das Vorliegen eines Verfahrensfehlers verneint, soweit er, der Kl&auml;ger, sich auf eine Verletzung von Europarecht durch die vom Finanzgericht (FG) f&uuml;r die Zul&auml;ssigkeit einer Unt&auml;tigkeitsklage vorausgesetzte doppelte Unt&auml;tigkeit berufen habe. Allerdings habe er diese R&uuml;ge auch unter dem Aspekt der grunds&auml;tzlichen Bedeutung der Rechtssache erhoben, wozu der BFH keine Stellung genommen habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zus&auml;tzlich hat der Kl&auml;ger Gegenvorstellung erhoben, mit der er einen Versto&szlig; des BFH gegen das Willk&uuml;rverbot r&uuml;gt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. 1. Die Anh&ouml;rungsr&uuml;ge ist zul&auml;ssig, aber unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Anh&ouml;rungsr&uuml;ge ist nicht bereits deshalb als unzul&auml;ssig zu verwerfen, weil der Kl&auml;ger sich pers&ouml;nlich und nicht durch eine vor dem BFH vertretungsberechtigte Person an den BFH gewandt hat (vgl. &sect; 133a Abs. 2 Satz 5 i.V.m. &sect; 62 Abs. 4 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Weil der Vertretungszwang nicht f&uuml;r den beim BFH als Prozessgericht zu stellenden Antrag auf Bewilligung von PKH gilt, gilt er auch nicht f&uuml;r das auf die Fortf&uuml;hrung dieses Verfahrens gerichtete Begehren nach &sect; 133a Abs. 1 i.V.m. Abs. 5 Satz 2 FGO (BFH-Beschluss vom 13. Dezember 2005 VI S 18\/05, BFH\/NV 2006, 764; Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7. Aufl., &sect; 133a Rz 12, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Anh&ouml;rungsr&uuml;ge ist aber unbegr&uuml;ndet und war daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 133a Abs. 4 S&auml;tze 2 und 3 FGO). Der Anspruch des Kl&auml;gers auf Gew&auml;hrung rechtlichen Geh&ouml;rs wurde im Antragsverfahren nicht verletzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Art. 103 Abs. 1 des Grundgesetzes (GG) gew&auml;hrleistet den Beteiligten eines gerichtlichen Verfahrens das Recht, vor Gericht Antr&auml;ge zu stellen und Ausf&uuml;hrungen zu machen. Dem entspricht die Pflicht des Gerichts, die Ausf&uuml;hrungen der Verfahrensbeteiligten zur Kenntnis zu nehmen und bei seiner Entscheidung in Erw&auml;gung zu ziehen, sofern das Vorbringen nicht nach den Prozessvorschriften ausnahmsweise unber&uuml;cksichtigt bleiben muss oder kann (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. BFH-Beschluss vom 26. M&auml;rz 2007 II S 1\/07, BFH\/NV 2007, 1094, m.w.N.). Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) ist das Gericht nach Art. 103 Abs. 1 GG aber nicht verpflichtet, sich mit jedem Vorbringen in der Begr&uuml;ndung seiner Entscheidung ausdr&uuml;cklich zu befassen (Entscheidungen des BVerfG vom 27. Mai 1970&nbsp;&nbsp;2 BvR 578\/69, BVerfGE 28, 378, 384; vom 10. Juni 1975&nbsp;&nbsp;2 BvR 1086\/74, BVerfGE 40, 101, 104 f.; vom 5. Oktober 1976&nbsp;&nbsp;2 BvR 558\/75, BVerfGE 42, 364, 368, und vom 15. April 1980&nbsp;&nbsp;2 BvR 827\/79, BVerfGE 54, 86). Vielmehr ist grunds&auml;tzlich davon auszugehen, dass das Gericht das von ihm entgegengenommene Vorbringen eines Beteiligten tats&auml;chlich auch zur Kenntnis genommen und in Erw&auml;gung gezogen hat (BVerfG-Beschluss vom 15. April 1980&nbsp;&nbsp;1 BvR 1365\/78, BVerfGE 54, 43). Der Umstand allein, dass sich die Entscheidungsgr&uuml;nde mit einem bestimmten Gesichtspunkt nicht ausdr&uuml;cklich auseinandersetzen, rechtfertigt deshalb auch nicht die Annahme, das Gericht habe den Gesichtspunkt unter Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh&ouml;r &uuml;bergangen. Eine solche Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh&ouml;r liegt vielmehr erst dann vor, wenn sich aus den besonderen Umst&auml;nden des einzelnen Falles deutlich ergibt, dass das Gericht ein tats&auml;chliches Vorbringen entweder &uuml;berhaupt nicht zur Kenntnis genommen oder doch bei seiner Entscheidung ersichtlich nicht in Erw&auml;gung gezogen hat (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 30. August 2007 IX S 6\/07, BFH\/NV 2007, 2324, und in BFH\/NV 2007, 1094).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) So liegt indessen der Streitfall nicht, denn der BFH hat im angefochtenen Beschluss das gesamte Vorbringen des Kl&auml;gers zur Kenntnis genommen und erwogen, auch wenn er nicht ausdr&uuml;cklich zu der Frage Stellung genommen hat, ob die vom Kl&auml;ger geltend gemachte Verletzung von Europarecht einen Zulassungsgrund nach &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO darstellen kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die Entscheidung &uuml;ber PKH in einem Verfahren &uuml;ber die Nichtzulassungsbeschwerde kann nichts anderes gelten als f&uuml;r die Entscheidung &uuml;ber die Nichtzulassungsbeschwerde selbst. Letztere soll gem&auml;&szlig; &sect; 116 Abs. 5 Satz 2 FGO &quot;kurz&quot; begr&uuml;ndet werden; es kann von einer Begr&uuml;ndung sogar abgesehen werden, wenn sie nicht geeignet ist, zur Kl&auml;rung der Voraussetzungen beizutragen, unter denen eine Revision zuzulassen ist (&sect; 116 Abs. 5 Satz 2 FGO). Dies wiederum bedeutet, dass im Einzelfall eine Begr&uuml;ndung ganz entfallen oder sich das Gericht lediglich mit den seiner Ansicht nach wesentlichen Gesichtspunkten der Begr&uuml;ndungsschrift auseinandersetzen kann. Die &quot;K&uuml;rze&quot; i.S. des &sect; 116 Abs. 5 FGO bezieht sich n&auml;mlich auf die Gesamtbegr&uuml;ndung und nicht auf jedes einzelne Begr&uuml;ndungselement (BFH-Beschluss vom 30. Mai 2007 V S 7\/06, BFH\/NV 2007, 1696).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hinzu kommt, dass die Zulassung der Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung einer Rechtssache (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO) nur in Betracht kommt, soweit eine Rechtsfrage &uuml;berhaupt kl&auml;rungsbed&uuml;rftig ist, sie also nicht bereits durch die Rechtsprechung des BFH gekl&auml;rt ist (vgl. Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect; 115 Rz 28). Die Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit der vom Kl&auml;ger aufgeworfenen Rechtsfrage, ob das Erfordernis einer doppelten Unt&auml;tigkeit f&uuml;r die Zul&auml;ssigkeit einer Unt&auml;tigkeitsklage nicht gegen Europarecht verst&ouml;&szlig;t, hat der BFH allerdings im angefochtenen Beschluss &#8211;wenn auch nicht ausdr&uuml;cklich&#8211; verneint. Er hat zun&auml;chst ausgef&uuml;hrt, soweit der Kl&auml;ger mit Blick auf seine Unt&auml;tigkeitsverpflichtungsklage das Vorliegen einer doppelten Unt&auml;tigkeit bzw. eine Verletzung von Europarecht durch eine &quot;faktische 1-Jahres-Sperre&quot; geltend gemacht habe, habe das FG darauf hingewiesen, dass es eine Unt&auml;tigkeitsverpflichtungsklage in &Uuml;bereinstimmung mit der von ihm zitierten h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung erst nach durchgef&uuml;hrtem Unt&auml;tigkeitseinspruch f&uuml;r zul&auml;ssig erachte. Der BFH hat die entsprechende Aussage im FG-Urteil &#8211;bezogen auf einen m&ouml;glichen Verfahrensfehler durch Verletzung des rechtlichen Geh&ouml;rs&#8211; so interpretiert, dass das FG inzident sowohl das Vorliegen einer doppelten Unt&auml;tigkeit als auch einen Europarechtsversto&szlig; verneint hat. Anders als der Kl&auml;ger meint, hat sich der BFH aber nicht alleine auf diese Wertung beschr&auml;nkt, sondern w&ouml;rtlich ausgef&uuml;hrt, das FG habe &quot;inzident sowohl das Vorliegen einer (mit Blick auf den erforderlichen Unt&auml;tigkeitseinspruch erforderlichen) doppelten Unt&auml;tigkeit als auch eine Verletzung von Europarecht verneint&quot;. Durch den verwendeten Klammerzusatz hat der BFH klargestellt, dass er in &Uuml;bereinstimmung mit seiner eigenen, im FG-Urteil zitierten Rechtsprechung auch weiterhin vom Erfordernis einer doppelten Unt&auml;tigkeit ausgeht und also die vom Kl&auml;ger aufgeworfene Rechtsfrage, ob ein solches Erfordernis gegen Europarecht verst&ouml;&szlig;t, nicht f&uuml;r kl&auml;rungsbed&uuml;rftig h&auml;lt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die bis zum Verbindungsbeschluss vom 15. Dezember 2010 unter dem Aktenzeichen II S 34\/10 gef&uuml;hrte Gegenvorstellung ist unzul&auml;ssig und war deshalb zu verwerfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Senat kann offen lassen, ob neben der vom Kl&auml;ger erhobenen Anh&ouml;rungsr&uuml;ge die gesetzlich nicht geregelte Gegenvorstellung &#8211;mit dem Ziel der materiell-rechtlichen &Uuml;berpr&uuml;fung einer mit ordentlichen Rechtsbehelfen nicht mehr anfechtbaren Gerichtsentscheidung&#8211; noch statthaft ist. Denn ein solcher au&szlig;erordentlicher Rechtsbehelf ist nur in Ausnahmef&auml;llen er&ouml;ffnet, insbesondere bei schwerwiegenden Grundrechtsverst&ouml;&szlig;en oder wenn die angegriffene Entscheidung unter keinem denkbaren Gesichtspunkt vertretbar erscheint und jeder gesetzlichen Grundlage entbehrt (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 27. September 2006 X S 13\/06, BFH\/NV 2006, 2304; vom 11. Juni 2007 IX S 4\/07, BFH\/NV 2007, 1535; vom 14. November 2006 IX S 14\/06, BFH\/NV 2007, 474; vom 11. M&auml;rz 2009 VI S 11\/08, nicht amtlich ver&ouml;ffentlicht, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Einen solchen schwerwiegenden Rechtsversto&szlig; hat der Kl&auml;ger nicht dargelegt. Soweit er vortr&auml;gt, der Senat habe dadurch das Willk&uuml;rverbot verletzt, dass er zu Unrecht angenommen habe, das FG habe inzident auch &uuml;ber die im Rahmen der Klageerg&auml;nzung vom 14. Juli 2010 vorgebrachten Argumente entschieden, fehlt es bereits an der Darlegung der Willk&uuml;r. Ein Richterspruch ist erst dann willk&uuml;rlich, wenn er unter keinem denkbaren Aspekt rechtlich vertretbar ist und sich daher der Schluss aufdr&auml;ngt, dass er auf sachfremden Erw&auml;gungen beruht (vgl. Beschl&uuml;sse des BVerfG vom 13. November 1990&nbsp;&nbsp;1 BvR 275\/90, BVerfGE 83, 82; vom 7. April 1994&nbsp;&nbsp;1 BvR 1772\/91, BVerfGE 86, 59). Alleine durch die Einlassung, der Senat habe das FG-Urteil fehlerhaft interpretiert, wird ein derart schwerwiegender Rechtsversto&szlig; nicht dargelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Mit Blick auf das Verfahren der Anh&ouml;rungsr&uuml;ge war eine Kostenentscheidung nicht zu treffen (vgl. Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect; 133a Rz 17). Hinsichtlich des Verfahrens der Gegenvorstellung entstehen Gerichtsgeb&uuml;hren nicht (BFH-Beschluss vom 8. August 2005 III S 18\/04, BFH\/NV 2006, 76).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 15.12.2010, II S 31\/10 Begr&uuml;ndungsintensit&auml;t von PKH-Beschl&uuml;ssen &#8211; Kein Vertretungszwang bei Antrag auf Bewilligung von PKH &#8211; Zul&auml;ssigkeit einer Unt&auml;tigkeitsklage &#8211; Statthaftigkeit einer Gegenvorstellung &#8211; Willk&uuml;rlichkeit eines Richterspruches &#8211; Kostenentscheidung bei Anh&ouml;rungsr&uuml;ge und Gegenvorstellung Tatbestand 1&nbsp; I. Der Bundesfinanzhof (BFH) hat den Antrag des Kl&auml;gers, Antragstellers und R&uuml;gef&uuml;hrers (Kl&auml;ger) auf Bewilligung von &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-s-31-10-begruendungsintensitaet-von-pkh-beschluessen-kein-vertretungszwang-bei-antrag-auf-bewilligung-von-pkh-zulaessigkeit-einer-untaetigkeitsklage-statthaftigkeit-einer-gegenvorstellung-willkuerl\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">II&nbsp;S&nbsp;31\/10 &#8211; Begr&uuml;ndungsintensit&auml;t von PKH-Beschl&uuml;ssen &#8211; Kein Vertretungszwang bei Antrag auf Bewilligung von PKH &#8211; Zul&auml;ssigkeit einer Unt&auml;tigkeitsklage &#8211; Statthaftigkeit einer Gegenvorstellung &#8211; Willk&uuml;rlichkeit eines Richterspruches &#8211; Kostenentscheidung bei Anh&ouml;rungsr&uuml;ge und Gegenvorstellung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-11182","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11182","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11182"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11182\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11182"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11182"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11182"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}