{"id":11402,"date":"2012-12-06T17:50:45","date_gmt":"2012-12-06T15:50:45","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=11402"},"modified":"2012-12-07T03:35:53","modified_gmt":"2012-12-07T01:35:53","slug":"xi-r-79-07-keine-steuerbefreiung-fuer-umsaetze-eines-gewerblichen-betreibers-von-geldspielautomaten-beteiligtenwechsel-durch-den-erlass-eines-aenderungsbescheids-von-einem-anderen-finanzamt-waehrend-d","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-79-07-keine-steuerbefreiung-fuer-umsaetze-eines-gewerblichen-betreibers-von-geldspielautomaten-beteiligtenwechsel-durch-den-erlass-eines-aenderungsbescheids-von-einem-anderen-finanzamt-waehrend-d\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;R&nbsp;79\/07 &#8211; Keine Steuerbefreiung f&uuml;r Ums&auml;tze eines gewerblichen Betreibers von Geldspielautomaten &#8211; Beteiligtenwechsel durch den Erlass eines &Auml;nderungsbescheids von einem anderen Finanzamt w&auml;hrend des Revisionsverfahrens"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 10.11.2010, XI R 79\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine Steuerbefreiung f&uuml;r Ums&auml;tze eines gewerblichen Betreibers von Geldspielautomaten &#8211; Beteiligtenwechsel durch den Erlass eines &Auml;nderungsbescheids von einem anderen Finanzamt w&auml;hrend des Revisionsverfahrens<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Die Ums&auml;tze eines gewerblichen Betreibers von Geldspielautomaten sind aufgrund der am 6. Mai 2006 in Kraft getretenen Neuregelung des &sect; 4 Nr. 9 Buchst. b UStG steuerpflichtig .<\/p>\n<p>2. Die in dieser Vorschrift getroffene Regelung, nach der nur bestimmte (Renn-)Wetten und Lotterien von der Steuer befreit und s&auml;mtliche &quot;sonstige Gl&uuml;cksspiele mit Geldeinsatz&quot; von der Steuerbefreiung ausgenommen sind, verst&ouml;&szlig;t weder gegen Unionsrecht noch gegen das Grundgesetz .<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Revisionskl&auml;gerin ist seit Ende 2008 Rechtsnachfolgerin einer GmbH, die im Jahr 2007 eine Spielhalle mit Geldspielautomaten betrieb.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die GmbH erkl&auml;rte in ihrer Umsatzsteuer-Voranmeldung f&uuml;r den Monat Januar 2007 steuerpflichtige Ums&auml;tze in H&ouml;he von &#8230; EUR und abziehbare Vorsteuerbetr&auml;ge in H&ouml;he von &#8230; EUR. Daraus ergab sich eine Zahllast von &#8230; EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie legte gegen die &#8211;ihrer Erkl&auml;rung entsprechende&#8211; Festsetzung der Umsatzsteuer-Vorauszahlung Einspruch ein und machte geltend, ihre Ums&auml;tze seien steuerfrei, weil die am 6. Mai 2006 in Kraft getretene Neuregelung des &sect; 4 Nr. 9 Buchst. b des Umsatzsteuergesetzes 2005 (UStG n.F.) durch das Gesetz zur Eind&auml;mmung missbr&auml;uchlicher Steuergestaltungen vom 28. April 2006 (BGBl I 2006, 1095, BStBl I 2006, 353) gegen das Unionsrecht versto&szlig;e.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einspruch und Klage blieben erfolglos. Das Urteil des Finanzgerichts (FG) ist in Entscheidungen der Finanzgerichte 2008, 256 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat hat mit Beschluss vom 17. Dezember 2008 XI R 79\/07 (BFHE 224, 156, BStBl II 2009, 434) das Revisionsverfahren ausgesetzt und dem Gerichtshof der Europ&auml;ischen Union (EuGH) folgende Frage zur Vorabentscheidung vorgelegt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;Ist Art. 135 Abs. 1 Buchst. i der Richtlinie 2006\/112\/EG dahin auszulegen, dass den Mitgliedstaaten eine Regelung gestattet ist, nach der nur bestimmte (Renn-)Wetten und Lotterien von der Steuer befreit und s&auml;mtliche &#8217;sonstige Gl&uuml;cksspiele mit Geldeinsatz&#8216; von der Steuerbefreiung ausgenommen sind?&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der EuGH hat diese Frage mit Urteil vom 10. Juni 2010 Rs. C-58\/09 &#8211;Leo-Libera&#8211; (BFH\/NV 2010, 1590, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung &#8211;HFR&#8211; 2010, 884) bejaht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revisionskl&auml;gerin ist der Auffassung, unabh&auml;ngig von der vom EuGH beantworteten Vorlagefrage sei die Erhebung der Umsatzsteuer auf ihre Ums&auml;tze aus gewerblichem Automatenspiel zu Unrecht erfolgt, da sie sowohl gegen europ&auml;isches Recht als auch gegen innerstaatliches deutsches Recht (Art. 2 Abs. 1, Art. 3 Abs. 1, Art. 12 Abs. 1 i.V.m. dem Rechtsstaatsgebot des Art. 20 Abs. 3 des Grundgesetzes (GG) versto&szlig;e.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Besteuerung sei rechtswidrig, weil die festgesetzte Steuer wesentliche Merkmale der Umsatzsteuer, wie sie der EuGH in seinem Urteil vom 8. Juni 1999 Rs. C-338, 344, 390\/97 &#8211;Pelzl u.a.&#8211; (Slg. 1999, I-3119, HFR 1999, 853, Umsatzsteuer-Rundschau &#8211;UR&#8211; 1999, 328) zur Abgrenzung von anderen Steuerarten herausgearbeitet habe, nicht erf&uuml;lle und deshalb in Wahrheit gar keine Umsatzsteuer sei. Insbesondere k&ouml;nne die Umsatzsteuer nicht direkt auf die Endverbraucher abgew&auml;lzt werden, was auch nach dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) vom 13. Juni 1997 1 BvR 201\/97 (HFR 1997, 771, Umsatzsteuer- und Verkehrsteuer-Recht &#8211;UVR&#8211; 1997, 328) erforderlich sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Abw&auml;lzung der Umsatzsteuer auf den Endverbraucher werde den Betreibern von Geldspielautomaten durch die ab dem 1. Januar 2006 geltende Neufassung der Verordnung &uuml;ber Spielger&auml;te und andere Spiele mit Gewinnm&ouml;glichkeit &#8211;SpielV n.F.&#8211; (BGBl I 2005, 3495) rechtlich unm&ouml;glich gemacht, weil sie &#8211;anders als die davor geltende SpielV&#8211; keine Regelung dahingehend enthalte, dass die Kasseneinnahmen um die Umsatzsteuer erh&ouml;ht werden d&uuml;rften. Denn nach &sect; 13 Abs. 1 Nr. 3 SpielV n.F. d&uuml;rfe die Summe der Verluste eines Spielers &quot;im Verlauf einer Stunde 80 EUR nicht &uuml;bersteigen&quot;, womit gleichzeitig die H&ouml;chsteinnahme des Geldspielautomatenaufstellers geregelt werde. Dagegen habe nach &sect; 13 Nr. 6 der zuvor geltenden SpielV die Summe der Gewinne des Spielers &quot;mindestens 60 vom Hundert der durch den jeweiligen Umsatzsteuersatz verringerten Eins&auml;tze betragen&quot; m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es fehle ferner an dem weiteren f&uuml;r eine Umsatzsteuer charakteristischen Merkmal, dass die Festsetzung ihrer H&ouml;he proportional zu dem Preis erfolge, den der Steuerpflichtige als Gegenleistung f&uuml;r seine Dienstleistung erhalte (Hinweis u.a. auf Art. 1 Abs. 2 der Mehrwertsteuer-Systemrichtlinie). Denn Bemessungsgrundlage der Umsatzsteuer f&uuml;r den Betrieb von Geldspielautomaten seien ausschlie&szlig;lich die Kasseneinnahmen, nicht die Eins&auml;tze der Spieler.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zudem versto&szlig;e die Steuerfestsetzung gegen den vom EuGH aufgestellten Neutralit&auml;tsgrundsatz sowie gegen den allgemeinen Gleichheitsgrundsatz (Art. 3 Abs. 1 GG). Denn &ouml;ffentliche Spielbanken, die mit ihrem Automatenspiel gleichartige Leistungen anb&ouml;ten und mit privaten Betreibern von Geldspielger&auml;ten in Wettbewerb st&uuml;nden, k&ouml;nnten die Umsatzsteuer abw&auml;lzen, da sie nicht den Vorschriften der SpielV und damit keiner Preisbindung unterl&auml;gen. Au&szlig;erdem seien zwar auch bei &ouml;ffentlichen Spielbanken die Kasseneinnahmen die Bemessungsgrundlage; dies sei aber rechtswidrig, weil die in den &ouml;ffentlichen Spielbanken aufgestellten Geldgewinnspielger&auml;te nicht &uuml;ber die f&uuml;r die Ermittlung dieser Bemessungsgrundlage erforderlichen technischen Vorrichtungen verf&uuml;gten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&auml;hrend des Revisionsverfahrens erlie&szlig; das nunmehr zust&auml;ndig gewordene Finanzamt &#8211;FA&#8211; (der Revisionsbeklagte) am 4. Dezember 2009 den Umsatzsteuer-Jahresbescheid f&uuml;r 2007 und setzte die Umsatzsteuer auf einen &Uuml;berschuss zugunsten der Revisionskl&auml;gerin in H&ouml;he von &#8230; EUR fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revisionskl&auml;gerin ist der Ansicht, sie habe unter dem Gesichtspunkt der Wiederholungsgefahr ein berechtigtes Interesse an der Feststellung, dass keine monatliche Umsatzsteuererhebung aus dem Betrieb ihrer Geldspielger&auml;te erfolgen d&uuml;rfe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie beantragt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>festzustellen, dass die aufgrund der Umsatzsteuer-Voranmeldung f&uuml;r den Monat Januar 2007 erfolgte Umsatzsteuerfestsetzung rechtswidrig war,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>hilfsweise, das Verfahren erneut auszusetzen und dem EuGH folgende Fragen zur Vorabentscheidung vorzulegen:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;1. Ist es den Mitgliedstaaten gestattet, Umsatzsteuer auf bestimmte Dienstleistungen zu erheben, obwohl dem Steuerpflichtigen eine direkte Abw&auml;lzung der Steuer auf den Endverbraucher durch aufgrund nationaler Rechtsvorschriften bestehender Preisbindungen nicht m&ouml;glich ist?<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Verst&ouml;&szlig;t es gegen den Grundsatz der steuerlichen Neutralit&auml;t, wenn die Ums&auml;tze der gewerblichen Automatenaufsteller ebenso wie die der &ouml;ffentlichen Spielbanken der Umsatzsteuer unterworfen werden, obwohl die Umsatzsteuer auf Ums&auml;tze aus dem gewerblichen Automatenspiel nicht wie die Ums&auml;tze der &ouml;ffentlichen Spielbanken direkt auf die Endverbraucher abgew&auml;lzt werden k&ouml;nnen?<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Ist es in den Mitgliedstaaten gestattet, Umsatzsteuer auf bestimmte Waren oder Dienstleistungen zu erheben, obwohl es nicht m&ouml;glich ist, den Betrag der auf den Kunden abgew&auml;lzten Abgabe bei jedem einzelnen Verkauf oder jeder einzelnen Dienstleistung genau zu bestimmen und es somit an der Proportionalit&auml;t zwischen der Steuer und den Preisen, die der Steuerpflichtige als Gegenleistung erh&auml;lt, fehlt?<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Verst&ouml;&szlig;t es gegen den in Art. 1 Abs. 2 Mehrwertsteuer-Systemrichtlinie aufgestellten Grundsatz der Proportionalit&auml;t, wonach auf Gegenst&auml;nde und Dienstleistungen, ungeachtet der Zahl der Ums&auml;tze, die auf den vor der Besteuerungsstufe liegenden Produktions- und Vertriebsstufen bewirkt werden, eine allgemeine zum Preis der Gegenst&auml;nde und Dienstleistungen genau proportionale Verbrauchsteuer anzuwenden ist, wenn ein Mitgliedstaat die Umsatzsteuer nach dem monatlichen oder j&auml;hrlichen Gesamtumsatz aller Kasseneinnahmen eines Steuerpflichtigen ermittelt, weil es ihm nicht m&ouml;glich ist, den Betrag der bei jedem einzelnen Verkauf oder jeder einzelnen Dienstleistung auf den Kunden abgew&auml;lzten Abgabe genau zu bestimmen?&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>H&ouml;chstvorsorglich regt die Revisionskl&auml;gerin an, das Verfahren gem&auml;&szlig; Art. 100 Abs. 1 GG dem BVerfG vorzulegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Das Urteil des FG war aus verfahrensrechtlichen Gr&uuml;nden aufzuheben. Die Revision hat aber in der Sache keinen Erfolg; sie war deshalb zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8212;) und die Fortsetzungsfeststellungsklage war abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das Urteil des FG musste aus verfahrensrechtlichen Gr&uuml;nden aufgehoben werden, weil ihm ein nicht mehr existierender Verwaltungsakt zugrunde liegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der w&auml;hrend des Revisionsverfahrens ergangene Umsatzsteuer-Jahresbescheid f&uuml;r 2007 vom 4. Dezember 2009 hat gem&auml;&szlig; &sect; 121 Satz 1 i.V.m. &sect; 68 Satz 1 FGO den Umsatzsteuer-Vorauszahlungsbescheid f&uuml;r Januar 2007, &uuml;ber den das FG entschieden hat, ersetzt und ist Gegenstand des Verfahrens geworden (vgl. z.B. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 3. November 2005 V R 63\/02, BFHE 212, 161, BStBl II 2006, 337, unter II.1.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In einem solchen Fall ist das FG-Urteil aufzuheben (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 23. August 2007 V R 10\/05, BFHE 217, 332, unter II.1.a; vom 12. Februar 2009 V R 61\/06, BFHE 224, 467, BStBl II 2009, 828, unter II.1.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Durch den Erlass des Umsatzsteuer-Jahresbescheids ist ferner auf Seiten des Beklagten ein Beteiligtenwechsel eingetreten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wird &#8211;wie hier&#8211; w&auml;hrend des Revisionsverfahrens ein &Auml;nderungsbescheid von einem anderen FA erlassen als der urspr&uuml;ngliche Bescheid und wird der &Auml;nderungsbescheid gem&auml;&szlig; &sect; 68 FGO Gegenstand des Revisionsverfahrens, so richtet sich die Revision nunmehr gegen das FA, das den &Auml;nderungsbescheid erlassen hat (vgl. BFH-Beschluss vom 9. November 2004 V S 21\/04, BFHE 207, 511, BStBl II 2005, 101).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Fortsetzungsfeststellungsklage (&sect; 100 Abs. 1 Satz 4 FGO), zu der die Revisionskl&auml;gerin &uuml;bergegangen ist, ist zul&auml;ssig (vgl. dazu BFH-Urteil vom 10. Februar 2010 XI R 3\/09, BFH\/NV 2010, 1450, unter II.3., m.w.N.), aber unbegr&uuml;ndet; die Umsatzsteuerfestsetzung f&uuml;r Januar 2007 war rechtm&auml;&szlig;ig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die nach &sect; 1 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 UStG steuerbaren Ums&auml;tze der GmbH waren nicht nach &sect; 4 Nr. 9 Buchst. b UStG n.F. steuerfrei, wie der Senat in seinem Vorlagebeschluss in BFHE 224, 156, BStBl II 2009, 434, unter II.1. n&auml;her ausgef&uuml;hrt hat. Dass &sect; 4 Nr. 9 Buchst. b UStG n.F. unionskonform ist, hat der EuGH in seinem in diesem Verfahren auf Vorlage des Senats ergangenen Urteil in BFH\/NV 2010, 1590, HFR 2010, 884 gekl&auml;rt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Ansicht der Revisionskl&auml;gerin, der Umsatzsteuer-Vorauszahlungsbescheid f&uuml;r Januar 2007 sei deshalb rechtswidrig, weil die festgesetzte Steuer nicht auf die Endverbraucher (Spieler) abgew&auml;lzt werden k&ouml;nne, vermag der Senat nicht zu folgen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Entgegen der Ansicht der Revisionskl&auml;gerin sind die Ausf&uuml;hrungen des EuGH in seinem Urteil &#8211;Pelzl&#8211; in Slg. 1999, I-3119, HFR 1999, 853, UR 1999, 328 nicht so zu verstehen, dass die in Rz 21 dieses Urteils genannten wesentlichen Merkmale der Mehrwertsteuer Rechtm&auml;&szlig;igkeitsvoraussetzungen einer Umsatzsteuerfestsetzung sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vielmehr dienen die vom EuGH in Rz 21 seines Urteils &#8211;Pelzl&#8211; in Slg. 1999, I-3119, HFR 1999, 853, UR 1999, 328 genannten vier wesentlichen Merkmale der Mehrwertsteuer (vgl. auch EuGH-Urteil vom 11. Oktober 2007 Rs. C-283, 312\/06 &#8211;K&ouml;gaz&#8211;, Slg. 2007, I-8463, BFH\/NV Beilage 2008, 44; BFH-Urteil vom 9. Oktober 2002 V R 81\/01, BFHE 199, 507, BStBl II 2002, 887, unter II.3.c)<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>&#8211; allgemeine Geltung der Steuer f&uuml;r alle sich auf Gegenst&auml;nde und Dienstleistungen beziehenden Gesch&auml;fte,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>&#8211; Festsetzung ihrer H&ouml;he proportional zum Preis, den der Steuerpflichtige als Gegenleistung f&uuml;r die Gegenst&auml;nde und Dienstleistungen erh&auml;lt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>&#8211; Erhebung der Steuer auf jeder Produktions- und Vertriebsstufe einschlie&szlig;lich der Einzelhandelsstufe, ungeachtet der Zahl der vorher bewirkten Ums&auml;tze,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>&#8211; Abzug der auf den vorhergehenden Stufen bereits entrichteten Betr&auml;ge von der vom Steuerpflichtigen geschuldeten Steuer, so dass sich die Steuer auf einer bestimmten Stufe nur auf den auf dieser Stufe vorhandenen Mehrwert bezieht und die Belastung letztlich vom Verbraucher getragen wird,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>lediglich der Feststellung, ob eine Steuer, Abgabe oder Geb&uuml;hr &#8211;wie im zugrunde liegenden Fall eine Tourismusabgabe&#8211; den Charakter einer Umsatzsteuer i.S. von Art. 33 der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17. Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern hat (vgl. Rz 20 sowie Rz 21: &quot;zu diesem Zweck&quot;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen ist das zuletzt genannte Merkmal einer Umsatzsteuer im Streitfall erf&uuml;llt. Denn die GmbH war gem&auml;&szlig; &sect; 15 UStG zum Vorsteuerabzug berechtigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dar&uuml;ber hinaus hat der EuGH daraus, dass die Mehrwertsteuer nur den Endverbraucher belasten soll, abgeleitet, dass die Bemessungsgrundlage f&uuml;r die von den Steuerbeh&ouml;rden zu erhebende Steuer nicht h&ouml;her sein kann als die Gegenleistung, die der Endverbraucher tats&auml;chlich erbracht hat (vgl. EuGH-Urteile vom 24. Oktober 1996 Rs. C-317\/94 &#8211;Elida Gibbs&#8211;, Slg. 1996, I-5339, HFR 1997, 111, UR 1997, 265, Rz 19, 24, 28; vom 15. Oktober 2002 Rs. C-427\/98 &#8211;Kommission gegen Bundesrepublik Deutschland&#8211;, Slg. 2002, I-8315, BStBl II 2004, 328, Rz 29).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch insoweit war der urspr&uuml;nglich angefochtene Vorauszahlungsbescheid rechtm&auml;&szlig;ig. Denn die Bemessungsgrundlage f&uuml;r die von der GmbH geschuldete Umsatzsteuer war nicht h&ouml;her als die von den Spielern tats&auml;chlich gezahlten Betr&auml;ge.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der Senat folgt ferner nicht der Ansicht der Revisionskl&auml;gerin, sie sei durch &sect; 13 Abs. 1 Nr. 3 SpielV n.F. rechtlich an einer &Uuml;berw&auml;lzung der Umsatzsteuer an die Endverbraucher (Spieler) gehindert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn die &Uuml;berw&auml;lzbarkeit einer Steuer bedeutet nicht, dass dem Steuerschuldner die rechtliche Gew&auml;hr geboten wird, er werde den als Steuer gezahlten Geldbetrag &#8211;etwa wie einen durchlaufenden Posten&#8211; von der vom Steuergesetz der Idee nach als Steuertr&auml;ger gemeinten Person auch tats&auml;chlich ersetzt erhalten. Die Steuer&uuml;berw&auml;lzung ist ein wirtschaftlicher Vorgang; das Gesetz &uuml;berl&auml;sst es dem Steuerschuldner, den Steuerbetrag in die Kalkulation einzubeziehen und die Wirtschaftlichkeit seines Unternehmens auch dann zu wahren; letztlich h&auml;ngt es von der Marktlage ab, ob dem Steuerzahler die &Uuml;berw&auml;lzung gelingt (vgl. BVerfG-Entscheidungen vom 10. Mai 1962&nbsp;&nbsp;1 BvL 31\/58, BVerfGE 14, 76, unter C.I.6.; vom 3. Mai 2001&nbsp;&nbsp;1 BvR 624\/00, BFH\/NV Beilage 2001, 159, HFR 2001, 709, unter II.1.b aa).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Ansicht der Revisionskl&auml;gerin, diese Aussage des BVerfG beschr&auml;nke sich auf die Vergn&uuml;gungssteuer, zu der diese Entscheidungen ergangen sind, sie sei deshalb nicht auf die Umsatzsteuer zu &uuml;bertragen, folgt der Senat angesichts der vom BVerfG gew&auml;hlten allgemeinen Formulierungen nicht. Im &Uuml;brigen hat das BVerfG diese Grunds&auml;tze auch auf die Frage der Abw&auml;lzbarkeit anderer Verbrauchsteuern angewandt (vgl. z.B. zur Stromsteuer und zur Mineral&ouml;lsteuer: BVerfG-Urteil vom 20. April 2004&nbsp;&nbsp;1 BvR 905\/00, BVerfGE 110, 274, Rz 67; zur Spielger&auml;testeuer: BVerfG-Beschluss vom 4. Februar 2009&nbsp;&nbsp;1 BvL 8\/05, BVerfGE 123, 1, HFR 2009, 708, unter C.II.1.c).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit die Revisionskl&auml;gerin meint, im Unterschied zu anderen Steuern wie der Vergn&uuml;gungssteuer, bei der zur Abw&auml;lzung ein kalkulatorisches Abw&auml;lzen gen&uuml;ge, werde im Umsatzsteuerrecht unter Abw&auml;lzung ausschlie&szlig;lich ein Aufschlagen der Steuer auf den Nettopreis verstanden, d.h. dem Unternehmer solle es zumindest rechtlich m&ouml;glich sein, die Umsatzsteuer als Preisaufschlag zus&auml;tzlich zum Nettopreis zu verlangen, sieht der Senat f&uuml;r diese Differenzierung keine Grundlage. Im &Uuml;brigen verbietet &sect; 13 Abs. 1 Nr. 3 SpielV n.F. ein Aufschlagen der Steuer auf den Nettopreis nicht. Insbesondere garantiert diese Vorschrift den Betreibern von Geldspielger&auml;ten nicht eine bestimmte Gewinnmarge.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) In diesem Zusammenhang beruft sich die Revisionskl&auml;gerin ohne Erfolg auf den Beschluss des BVerfG in HFR 1997, 771, UVR 1997, 328.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In diesem Beschluss hat das BVerfG ausgef&uuml;hrt, seine Rechtsprechung zur verfassungsrechtlich gebotenen Ber&uuml;cksichtigung des existenznotwendigen Bedarfs als Untergrenze f&uuml;r den Zugriff durch Einkommensteuer k&ouml;nne auch im Hinblick auf Art. 3 Abs. 1 GG nicht auf die Umsatzsteuer &uuml;bertragen werden (Orientierungssatz 2). Das Umsatzsteuersystem sei im Gegensatz zur Einkommensteuer auf Abw&auml;lzung angelegt. Der Unternehmer solle daher in dieser Eigenschaft nicht mit Umsatzsteuer belastet sein; Steuertr&auml;ger solle vielmehr der Verbraucher sein (Orientierungssatz 2a). Da der Endverbraucher materiell mit der Umsatzsteuer belastet sei, stelle sich &#8211;wenn &uuml;berhaupt&#8211; allenfalls bei ihm die Frage der Steuerfreiheit des Existenzminimums auch im Bereich der indirekten Steuern (Orientierungssatz 2c).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entgegen der Ansicht der Revisionskl&auml;gerin vermag der Senat dieser Entscheidung nicht zu entnehmen, das BVerfG sehe die erforderliche M&ouml;glichkeit zur Abw&auml;lzung der Umsatzsteuer (nur) dann als gegeben an, wenn die Umsatzsteuer, wie bei den Steuerberatern, zus&auml;tzlich zu den gesetzlich vorgeschriebenen Geb&uuml;hren erhoben werden d&uuml;rfe. Vielmehr hat das BVerfG insoweit ausgef&uuml;hrt (Rz 3): &quot;So gelingt auch einem Steuerberater die Abw&auml;lzung der Umsatzsteuer auf seinen Mandanten, da er im Regelfall die gesetzlich vorgeschriebenen Geb&uuml;hren abrechnet und die dem Finanzamt geschuldete Umsatzsteuer zus&auml;tzlich in Rechnung stellen darf (&sect; 15 der Geb&uuml;hrenverordnung f&uuml;r Steuerberater, Steuerbevollm&auml;chtigte und Steuerberatungsgesellschaften).&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dabei handelt es sich aber um keine verallgemeinerungsf&auml;hige Aussage. Vielmehr hat das BVerfG hier lediglich beispielhaft die f&uuml;r Steuerberater geltende Geb&uuml;hrenordnung genannt &#8211; offenbar deshalb, weil der Kl&auml;ger Steuerberater war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zudem hat das BVerfG f&uuml;r seine Aussage, die Umsatzsteuer sei im Gegensatz zur Einkommensteuer auf Abw&auml;lzung angelegt, in Rz 2 seiner Entscheidung in HFR 1997, 771, UVR 1997, 328 auf seinen Beschluss vom 19. M&auml;rz 1974&nbsp;&nbsp;1 BvR 416, 767, 779\/68 (BVerfGE 37, 38 &lt;46&gt;) verwiesen, wo es hei&szlig;t: &quot;Die Mehrwertsteuer ist auf Abw&auml;lzung angelegt. F&uuml;r den Unternehmer, der eine Lieferung oder sonstige Leistung ausf&uuml;hrt, ist daher weniger die H&ouml;he des Steuersatzes als vielmehr der Grad der Wahrscheinlichkeit entscheidend, die Steuer weitergeben zu k&ouml;nnen. Die Aussichten daf&uuml;r sind f&uuml;r Dienstleistungs- und Warenanbieter bei einheitlichem Steuersatz grunds&auml;tzlich gleich.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Damit reicht f&uuml;r das Merkmal der Abw&auml;lzbarkeit der Umsatzsteuer aus, dass diese Abw&auml;lzbarkeit generell m&ouml;glich ist; sie wird dem einzelnen Unternehmer aber nur durch den Vorsteuerabzug und eine Bemessungsgrundlage garantiert, die nicht h&ouml;her sein darf als die Gegenleistung, die der Endverbraucher tats&auml;chlich erbracht hat (s. oben unter II.3.b aa).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Steuererhebung im Vorauszahlungsbescheid f&uuml;r Januar 2007 ist auch nicht wegen fehlender Proportionalit&auml;t der festgesetzten Steuer zu den Eins&auml;tzen der einzelnen Spieler zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn der EuGH hat in seinem Urteil vom 5. Mai 1994 Rs. C-38\/93 &#8211;Glawe&#8211; (Slg. 1994, I-1679, BStBl II 1994, 548) entschieden, bei Geldspielautomaten mit Gewinnm&ouml;glichkeit, die aufgrund zwingender gesetzlicher Vorschriften so eingestellt seien, dass ein bestimmter Prozentsatz der Spieleins&auml;tze als Gewinn an die Spieler ausgezahlt werde, bestehe die vom Betreiber f&uuml;r die Bereitstellung der Automaten tats&auml;chlich erhaltene Gegenleistung nur in dem Teil der Eins&auml;tze, &uuml;ber den er effektiv selbst verf&uuml;gen k&ouml;nne; bei solchen Automaten geh&ouml;re der gesetzlich zwingend festgelegte Teil der Gesamtheit der Spieleins&auml;tze, der den an die Spieler ausgezahlten Gewinnen entspreche, nicht zur Besteuerungsgrundlage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Proportionalit&auml;t der Umsatzsteuer zu dem Einsatz jedes einzelnen Spielers, die nach dem Vorbringen der Revisionskl&auml;gerin deshalb nicht gegeben ist, weil Besteuerungsgrundlage nicht diese einzelnen Eins&auml;tze, sondern die monatlichen bzw. j&auml;hrlichen Kasseneinnahmen seien, hat der EuGH in seinem Urteil in Slg. 1994, I-1679, BStBl II 1994, 548 &#8211;das die Betreiber von Geldspielautomaten nicht beschwert&#8211; nicht gefordert. Dies ist auch nach der Rechtsprechung des BFH nicht erforderlich (vgl. z.B. Urteil vom 22. April 2010 V R 26\/08, BFHE 229, 429, BStBl II 2010, 883).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die Steuerfestsetzung im Umsatzsteuer-Vorauszahlungsbescheid f&uuml;r Januar 2007 verstie&szlig; entgegen der Ansicht der Revisionskl&auml;gerin auch nicht gegen den Neutralit&auml;tsgrundsatz.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der EuGH hat in seinem in diesem Verfahren auf Vorlage des Senats ergangenen Urteil in BFH\/NV 2010, 1590, HFR 2010, 884 einen Versto&szlig; gegen den Neutralit&auml;tsgrundsatz verneint (Rz 34 ff.) und dabei u.a. ausgef&uuml;hrt, dass dieser Grundsatz auf eine nicht harmonisierte Abgabe keine Anwendung findet (Rz 38). Es ist deshalb unerheblich, dass nach dem Vortrag der Revisionskl&auml;gerin &ouml;ffentliche Spielbanken &#8211;anders als gewerbliche Automatenaufsteller&#8211; den Vorschriften der SpielV nicht unterliegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Jedenfalls behandelt &quot;die im Ausgangsverfahren fragliche Regelung&quot; &#8211;n&auml;mlich &sect; 4 Nr. 9 Buchst. b UStG n.F.&#8211; gleichartige Gl&uuml;cksspiele mit Geldeinsatz, die als miteinander im Wettbewerb stehend betrachtet werden k&ouml;nnen, mehrwertsteuerlich nicht unterschiedlich (vgl. Rz 36 des EuGH-Urteils).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Aus den vorstehend genannten Gr&uuml;nden scheidet auch der von der Revisionskl&auml;gerin geltend gemachte Versto&szlig; von &sect; 4 Nr. 9 Buchst. b UStG n.F. gegen Art. 2 Abs. 1, Art. 3 Abs. 1, Art. 12 Abs. 1 i.V.m. dem Rechtsstaatsgebot des Art. 20 Abs. 3 GG aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das erg&auml;nzende, durch Einholung eines Sachverst&auml;ndigengutachtens unter Beweis gestellte Vorbringen der Revisionskl&auml;gerin, zwar w&uuml;rden auch bei in &ouml;ffentlichen Spielbanken aufgestellten Geldspielger&auml;ten die Kasseneinnahmen als Bemessungsgrundlage herangezogen, das versto&szlig;e aber gegen Art. 3 Abs. 1 GG, weil diese Geldspielger&auml;te nicht &uuml;ber die f&uuml;r die Ermittlung dieser Bemessungsgrundlage erforderlichen technischen Vorrichtungen verf&uuml;gten, bleibt ohne Erfolg. Denn abgesehen davon, dass es sich dabei um im Revisionsverfahren unzul&auml;ssiges neues Vorbringen handelt, ist nicht ersichtlich, weshalb ein Versto&szlig; gegen den Gleichheitssatz vorliegen soll, wenn f&uuml;r Ums&auml;tze aus dem Betrieb gleichartiger Geldspielger&auml;te die gleiche Bemessungsgrundlage gilt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Angesichts der bereits vorliegenden und vorstehend wiedergegebenen Rechtsprechung des EuGH und des BVerfG sieht der Senat f&uuml;r die von der Revisionskl&auml;gerin hilfsweise beantragte erneute Vorlage der Sache an den EuGH ebenso wenig eine Grundlage wie f&uuml;r eine Vorlage nach Art. 100 GG an das BVerfG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 10.11.2010, XI R 79\/07 Keine Steuerbefreiung f&uuml;r Ums&auml;tze eines gewerblichen Betreibers von Geldspielautomaten &#8211; Beteiligtenwechsel durch den Erlass eines &Auml;nderungsbescheids von einem anderen Finanzamt w&auml;hrend des Revisionsverfahrens Leits&auml;tze 1. Die Ums&auml;tze eines gewerblichen Betreibers von Geldspielautomaten sind aufgrund der am 6. Mai 2006 in Kraft getretenen Neuregelung des &sect; 4 Nr. 9 &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-79-07-keine-steuerbefreiung-fuer-umsaetze-eines-gewerblichen-betreibers-von-geldspielautomaten-beteiligtenwechsel-durch-den-erlass-eines-aenderungsbescheids-von-einem-anderen-finanzamt-waehrend-d\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;R&nbsp;79\/07 &#8211; Keine Steuerbefreiung f&uuml;r Ums&auml;tze eines gewerblichen Betreibers von Geldspielautomaten &#8211; Beteiligtenwechsel durch den Erlass eines &Auml;nderungsbescheids von einem anderen Finanzamt w&auml;hrend des Revisionsverfahrens<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-11402","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11402","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11402"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11402\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11402"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11402"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11402"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}