{"id":11410,"date":"2012-12-19T15:52:31","date_gmt":"2012-12-19T13:52:31","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=11410"},"modified":"2012-12-19T15:52:31","modified_gmt":"2012-12-19T13:52:31","slug":"iii-r-44-08-anspruch-des-jugendhilfetraegers-auf-erstattung-von-kindergeld-wegen-jugendhilfeleistungen-bei-mehreren-kindern-des-kindergeldberechtigten-aufteilung-des-gesamtkindergeldes-nach-koepfen-be","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-44-08-anspruch-des-jugendhilfetraegers-auf-erstattung-von-kindergeld-wegen-jugendhilfeleistungen-bei-mehreren-kindern-des-kindergeldberechtigten-aufteilung-des-gesamtkindergeldes-nach-koepfen-be\/","title":{"rendered":"III&nbsp;R&nbsp;44\/08 &#8211; Anspruch des Jugendhilfetr&auml;gers auf Erstattung von Kindergeld wegen Jugendhilfeleistungen &#8211; Bei mehreren Kindern des Kindergeldberechtigten Aufteilung des Gesamtkindergeldes nach K&ouml;pfen &#8211; Besonderheiten beim Abkommenskindergeld"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 28.4.2010, III R 44\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Anspruch des Jugendhilfetr&auml;gers auf Erstattung von Kindergeld wegen Jugendhilfeleistungen &#8211; Bei mehreren Kindern des Kindergeldberechtigten Aufteilung des Gesamtkindergeldes nach K&ouml;pfen &#8211; Besonderheiten beim Abkommenskindergeld<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Wird Kindergeld f&uuml;r mehrere Kinder gew&auml;hrt, ist der Anspruch auf Erstattung des Kindergeldes wegen der f&uuml;r einzelne Kinder erbrachten Jugendhilfeleistungen entsprechend &sect; 76 Satz 2 Nr. 1 EStG zu ermitteln. Ma&szlig;geblich ist der Betrag, der sich bei einer Aufteilung des gesamten Kindergeldes nach der Anzahl der Kinder ergibt, f&uuml;r die Kindergeld gezahlt wird.<\/p>\n<p>2. Bei der Aufteilung des Kindergeldes ist zu trennen zwischen dem Kindergeld nach &sect; 66 EStG und dem Kindergeld nach dem deutsch-t&uuml;rkischen Abkommen. Ma&szlig;geblich f&uuml;r die Ermittlung des einzelnen Erstattungsanspruchs ist jeweils nur dasjenige Kindergeld, das nach den gleichen Vorschriften gezahlt wird wie das Kindergeld f&uuml;r das Kind, auf das sich der Erstattungsanspruch bezieht.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Beklagte und Revisionsbeklagte (Familienkasse) setzte f&uuml;r f&uuml;nf Kinder des Beigeladenen, eines t&uuml;rkischen Staatsangeh&ouml;rigen, Kindergeld ab Juni 2006 in H&ouml;he von insgesamt 387,25 EUR monatlich fest. F&uuml;r die beiden in der Bundesrepublik Deutschland lebenden T&ouml;chter B und F als erstes bzw. drittes Kind des Beigeladenen belief sich das Kindergeld auf jeweils 154 EUR monatlich. F&uuml;r die drei in der T&uuml;rkei lebenden Kinder gew&auml;hrte die Familienkasse nur das niedrigere sog. Abkommenskindergeld (monatlich 12,78 EUR bzw. 30,68 EUR bzw. 35,79 EUR je Kind) gem&auml;&szlig; Art. 46 Abs. 1 des Einf&uuml;hrungsgesetzes zum Einkommensteuerreformgesetz (EG-EStRG) i.V.m. Art. 33 Abs. 2 des Abkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik T&uuml;rkei &uuml;ber Soziale Sicherheit &#8211;deutsch-t&uuml;rkisches Abkommen&#8211; (BGBl II 1965, 1169; BGBl II 1972, 1; BGBl II 1975, 373; BGBl II 1986, 1038).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Tr&auml;ger der &ouml;ffentlichen Jugendhilfe (Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger &#8211;Kl&auml;ger&#8211;) leistete f&uuml;r B und F Hilfe zur Erziehung in einer betreuten Wohnform gem&auml;&szlig; &sect;&sect; 41, 34 des Achten Buches Sozialgesetzbuch (SGB VIII) bzw. gem&auml;&szlig; &sect;&sect; 27, 34 SGB VIII. Hierf&uuml;r zog er den Beigeladenen mit Bescheiden vom 8. Mai 2006 zu Kostenbeitr&auml;gen in H&ouml;he von jeweils 154 EUR monatlich heran. Der Beigeladene zahlte diese Kostenbeitr&auml;ge nicht. Mit Schreiben vom 24. Mai 2006 meldete der Kl&auml;ger wegen der gew&auml;hrten Hilfen einen Erstattungsanspruch bei der Familienkasse an und bat um &Uuml;berweisung des laufenden Kindergeldes f&uuml;r B und F. Die Familienkasse erstattete dem Kl&auml;ger f&uuml;r B und F jeweils nur einen Betrag von 77,45 EUR monatlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die Klage, mit welcher der Kl&auml;ger die Erstattung von jeweils 154 EUR monatlich f&uuml;r B und F begehrte, durch Urteil vom 17. April 2008&nbsp;&nbsp;10 K 10521\/06 B (Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2008, 1399) ab. Es f&uuml;hrte im Wesentlichen aus, die Klage sei als Leistungsklage gem&auml;&szlig; &sect; 40 Abs. 1 Alternative 3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zul&auml;ssig, aber unbegr&uuml;ndet. Der Kl&auml;ger habe nach &sect; 94 Abs. 3 Satz 2 SGB VIII, &sect; 74 Abs. 2 des Einkommensteuergesetzes (EStG), &sect; 104 Abs. 1 Satz 4 des Zehnten Buches Sozialgesetzbuch (SGB X) wegen der Jugendhilfeleistungen f&uuml;r B und F dem Grunde nach einen Anspruch auf Erstattung gegen die Familienkasse. Jedoch k&ouml;nne der Kl&auml;ger nicht den Betrag verlangen, der gem&auml;&szlig; &sect; 66 Abs. 1 EStG als Kindergeld f&uuml;r B und F gezahlt werde. Entsprechend &sect; 76 Satz 2 Nr. 1 EStG sei nur der Betrag zu erstatten, der bei gleichm&auml;&szlig;iger Verteilung des Kindergeldes auf jedes dieser Kinder entfalle. Der Kl&auml;ger habe daher &#8211;unter Ber&uuml;cksichtigung des f&uuml;r die drei weiteren Kinder des Beigeladenen gezahlten Abkommenskindergeldes&#8211; lediglich einen Anspruch auf Erstattung von jeweils 77,45 EUR (387,25 EUR : 5 = 77,45 EUR) f&uuml;r B und F.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Revision tr&auml;gt der Kl&auml;ger im Wesentlichen vor, die entsprechende Anwendung von &sect; 76 Satz 2 Nr. 1 EStG sei rechtswidrig. Der Gesetzgeber habe in &sect; 74 Abs. 2 EStG bewusst nicht auf &sect; 76 EStG verwiesen. &sect; 94 Abs. 3 Satz 2 SGB VIII i.V.m. &sect; 74 Abs. 2 EStG i.V.m. &sect; 104 Abs. 3 SGB X bildeten ein gegen&uuml;ber den &sect;&sect; 74 Abs. 1, 76 EStG selbst&auml;ndiges Regelungssystem. &sect; 94 Abs. 3 Satz 2 SGB VIII greife auf den Wortlaut des &sect; 1612b Abs. 1 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs (BGB) zur&uuml;ck. Die Formulierung in &sect; 1612b Abs. 1 BGB &quot;das auf das Kind entfallende Kindergeld&quot; sei nach der Rechtsprechung der Familiengerichte so zu verstehen, dass das Kindergeld gem&auml;&szlig; dem sog. Einzelprinzip f&uuml;r jedes einzelne Kind in der durch &sect;&sect; 66, 65 Abs. 2 EStG vorgegebenen H&ouml;he angerechnet werde. Der Jugendhilfetr&auml;ger solle durch den Erstattungsanspruch die Kosten f&uuml;r seine Unterhaltsleistungen wenigstens in H&ouml;he des f&uuml;r dieses individuelle Kind gezahlten Kindergeldes erhalten, wenn der Unterhaltsverpflichtete keinen Kostenbeitrag leiste. In den F&auml;llen, in denen die Einzelbetr&auml;ge des insgesamt gezahlten Kindergeldes stark differierten, weil f&uuml;r im Ausland lebende Kinder ein deutlich geringer bemessenes Kindergeld bezogen werde, f&uuml;hre die Erstattung des durchschnittlichen Kindergeldes an den Jugendhilfetr&auml;ger zu unangemessenen Ergebnissen. Er bestreite den Kindesunterhalt regelm&auml;&szlig;ig im Inland, ohne dass ihm die geringeren Lebenshaltungskosten f&uuml;r die im Ausland lebenden Kinder zugute k&auml;men.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt sinngem&auml;&szlig;, das Urteil des FG aufzuheben und die Familienkasse zu verurteilen, ihm das auf die T&ouml;chter B und F entfallende Kindergeld ab Juni 2006 in H&ouml;he von jeweils 154 EUR monatlich zu erstatten, abz&uuml;glich bereits geleisteter Betr&auml;ge von monatlich jeweils 77,45 EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Familienkasse beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beigeladene hat keinen Antrag gestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision f&uuml;hrt zur Aufhebung des finanzgerichtlichen Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entgegen der Auffassung des FG hat der Kl&auml;ger wegen der Jugendhilfeleistungen f&uuml;r B und F gegen die Familienkasse einen Anspruch auf Erstattung von jeweils 154 EUR monatlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das FG ist zutreffend davon ausgegangen, dass die Voraussetzungen f&uuml;r einen Erstattungsanspruch dem Grunde nach vorliegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Erbringt der Tr&auml;ger der &ouml;ffentlichen Jugendhilfe &#8211;wie im Streitfall&#8211; Leistungen &uuml;ber Tag und Nacht au&szlig;erhalb des Elternhauses und bezieht einer der Elternteile Kindergeld f&uuml;r den jungen Menschen, hat dieser Elternteil gem&auml;&szlig; &sect; 94 Abs. 3 Satz 1 SGB VIII einen Kostenbeitrag mindestens in H&ouml;he des Kindergeldes zu leisten. Zahlt der Elternteil den Kostenbeitrag nicht, ist der Jugendhilfetr&auml;ger insoweit gem&auml;&szlig; &sect; 94 Abs. 3 Satz 2 SGB VIII berechtigt, das auf dieses Kind entfallende Kindergeld durch Geltendmachung eines Erstattungsanspruchs nach &sect; 74 Abs. 2 EStG in Anspruch zu nehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Erstattungsanspruch nach &sect; 74 Abs. 2 EStG i.V.m. &sect; 104 Abs. 1 S&auml;tze 1 und 4 SGB X setzt nach der Rechtsprechung voraus, dass der Kostenbeitragsanspruch gegen&uuml;ber dem Kindergeldberechtigten durch einen Kostenbeitrags- oder Leistungsbescheid konkretisiert und betragsm&auml;&szlig;ig festgesetzt worden ist (Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 25. Mai 2004 VIII R 21\/03, BFH\/NV 2005, 171, und vom 7. Dezember 2004 VIII R 59\/04, BFH\/NV 2005, 864, unter Bezugnahme auf die Rechtsprechung des Bundessozialgerichts &#8211;BSG&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Diese Voraussetzung ist im Streitfall erf&uuml;llt. Denn der Kl&auml;ger hat f&uuml;r seine Jugendhilfeleistungen gem&auml;&szlig; &sect;&sect; 27, 34 SGB VIII bzw. &sect;&sect; 41, 34 SGB VIII mit Bescheiden vom 8. Mai 2006 Kostenbeitr&auml;ge gegen&uuml;ber dem Beigeladenen festgesetzt, die dieser nicht bezahlt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Erstattungsanspruch des Kl&auml;gers beschr&auml;nkt sich aber nicht &#8211;wie das FG meint&#8211; auf den von der Familienkasse bereits erstatteten Betrag von monatlich 77,45 EUR je Tochter, sondern betr&auml;gt f&uuml;r jede der beiden T&ouml;chter monatlich 154 EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Wird Kindergeld f&uuml;r mehr als ein Kind gezahlt, ist der Erstattungsbetrag entsprechend &sect; 76 Satz 2 Nr. 1 EStG zu berechnen. Danach ist je Kind grunds&auml;tzlich nur eine Erstattung bis zu dem Betrag m&ouml;glich, der sich bei gleichm&auml;&szlig;iger Verteilung des Kindergeldes auf jedes der Kinder ergibt, f&uuml;r das der Leistungsberechtigte Kindergeld erh&auml;lt (ebenso Dienstanweisung zur Durchf&uuml;hrung des Familienleistungsausgleichs nach dem X. Abschnitt des Einkommensteuergesetzes 74.2.1 Abs. 4 Satz 1, BStBl I 2009, 1030; Bergkemper in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect; 74 EStG Rz 16 am Ende; Schmidt\/Weber-Grellet, EStG, 29. Aufl., &sect; 74 Rz 5; Mrozynski, SGB VIII, 5. Aufl., &sect; 94 Rz 9).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar ordnet &sect; 74 Abs. 2 EStG &#8211;anders als &sect; 74 Abs. 1 Satz 2 EStG f&uuml;r die Abzweigung von Kindergeld&#8211; die entsprechende Anwendung des &sect; 76 EStG auf Erstattungsanspr&uuml;che nicht ausdr&uuml;cklich an. Aus dem Fehlen einer solchen Anordnung folgt jedoch kein Verbot, diese Vorschrift entsprechend anzuwenden (a.A. wohl St&auml;hr in Hauck\/Noftz, SGB VIII, &sect; 94 Rz 14). Denn &sect; 76 Satz 2 Nr. 1 EStG, der die H&ouml;he des pf&auml;ndbaren Teils des Kindergeldes regelt, ist Ausdruck des allgemeinen Grundsatzes, dass der Gesamtbetrag des Kindergeldes allen Kindern gleichm&auml;&szlig;ig zugute kommen soll (vgl. BSG-Urteil vom 22. Januar 1998 B 14\/10 KG 24\/96 R, Sozialrecht &#8211;SozR&#8211; 3-1300 &sect; 104 Nr. 13, zur Pf&auml;ndungsschutzvorschrift des &sect; 54 Abs. 5 Satz 2 des Ersten Buches Sozialgesetzbuch). Nach &sect; 31 S&auml;tze 1 und 2 EStG dient das Kindergeld der steuerlichen Freistellung des Existenzminimums des Kindes und, soweit es daf&uuml;r nicht erforderlich ist, der F&ouml;rderung der Familie. Die Staffelung des Kindergeldes bei mehreren Kindern gem&auml;&szlig; &sect; 66 Abs. 1 EStG beruht nicht auf dem unterschiedlichen Bedarf der einzelnen Kinder, sondern auf dem mit steigender Kinderzahl &uuml;berproportional zunehmenden Entlastungsbedarf der Familie (Urteil des FG Th&uuml;ringen vom 5. Juni 2002 III 1017\/01, EFG 2002, 1462; Helmke in Helmke\/Bauer, Familienleistungsausgleich, Kommentar, Fach A, I. Kommentierung, &sect; 76 EStG Rz 3). Das f&uuml;r das jeweilige Kind gezahlte Kindergeld soll also nicht allein diesem Kind zugute kommen. Vielmehr soll die Summe des gesamten Kindergeldes die Familie insgesamt entlasten und f&uuml;r alle Kinder gleicherma&szlig;en verwendet werden (Helmke, a.a.O., &sect; 66 EStG Rz 10; Urteil des FG Th&uuml;ringen in EFG 2002, 1462).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch Sinn und Zweck der Erstattungsvorschriften stehen einer Aufteilung des Gesamtkindergeldes nach K&ouml;pfen nicht entgegen. Die in &sect; 94 Abs. 3 Satz 2 SGB VIII vorgesehene Erstattung des Kindergeldes zielt wie die Heranziehung des Kindergeldberechtigten zu einem Kostenbeitrag gem&auml;&szlig; &sect; 94 Abs. 3 Satz 1 SGB VIII darauf ab, dem Kindergeldempf&auml;nger nicht einen als unbillig empfundenen Kindergeldvorteil zu belassen. Ein Jugendhilfetr&auml;ger, der Leistungen &uuml;ber Tag und Nacht au&szlig;erhalb des Elternhauses gew&auml;hrt, stellt nach &sect; 39 SGB VIII den Lebensunterhalt des betroffenen Kindes sicher. Dementsprechend bezweckt &sect; 94 Abs. 3 Satz 2 SGB VIII mit seiner Verweisung auf &sect; 74 Abs. 2 EStG und dessen Weiterverweisung auf &sect; 104 Abs. 1 S&auml;tze 1 und 4 SGB X, eine ungerechtfertigte Bereicherung des Kindergeldberechtigten zu vermeiden, wenn der Jugendhilfetr&auml;ger f&uuml;r seine Leistungen von ihm Kostenersatz verlangen kann (vgl. B&ouml;ttiger in Lehr- und Praxiskommentar SGB X, &sect; 104 Rz 26; Roos, in: v. Wulffen, SGB X, &sect; 104 Rz 18). Soll das gesamte Kindergeld gleichm&auml;&szlig;ig allen Kindern zugute kommen, liegt der abzusch&ouml;pfende ungerechtfertigte Vorteil des Kindergeldberechtigten aber nicht in dem f&uuml;r das betreffende Kind gezahlten Kindergeld, sondern in der nach Kopfteilen anhand des Gesamtkindergeldes ermittelten Ersparnis bei der Unterhaltsleistung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die entsprechende Anwendung des &sect; 76 Satz 2 Nr. 1 EStG ist auch deshalb geboten, weil die Rechtsposition des Jugendhilfetr&auml;gers derjenigen eines Pf&auml;ndungsgl&auml;ubigers entspricht. Dabei ersetzt der Kostenbeitragsbescheid den f&uuml;r die Pf&auml;ndung erforderlichen Titel. Da funktional eine Form der Zwangsvollstreckung vorliegt (BFH-Urteil in BFH\/NV 2005, 864, m.w.N.; Klattenhoff in Hauck\/Noftz, SGB X, &sect; 104 SGB X Rz 18; St&ouml;rmann in Jahn\/Jansen, SGB X, &sect; 104 Rz 28), m&uuml;ssen auch die Grenzen, die &sect; 76 Satz 2 Nr. 1 EStG f&uuml;r die Pf&auml;ndung des Kindergeldanspruches vorgibt, eingehalten werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Schlie&szlig;lich erm&ouml;glicht die analoge Anwendung des &sect; 76 Satz 2 Nr. 1 EStG bei der Berechnung des Erstattungsbetrags eine system- und praxisgerechte L&ouml;sung, wenn Abzweigung und Erstattung von Kindergeld zusammentreffen und das f&uuml;r die betreffenden Kinder gezahlte Kindergeld gem&auml;&szlig; &sect; 66 Abs. 1 EStG unterschiedlich hoch ist. Der Betrag des f&uuml;r eines der &auml;lteren Kinder in vollem Umfang abgezweigten Kindergeldes &uuml;bersteigt in diesem Fall das f&uuml;r dieses Kind gezahlte Kindergeld. Denn bei der Abzweigung ist das Gesamtkindergeld gem&auml;&szlig; &sect; 74 Abs. 1 Satz 2 i.V.m. &sect; 76 Satz 2 Nr. 1 EStG nach K&ouml;pfen aufzuteilen. Dadurch erh&ouml;ht sich der f&uuml;r ein &auml;lteres Kind abzuzweigende Betrag anteilig um das f&uuml;r ein j&uuml;ngeres Kind gezahlte erh&ouml;hte Kindergeld. Mit dieser gesetzlich vorgegebenen Berechnung des Abzweigungsbetrags und dem Umstand, dass die H&ouml;he des Gesamtkindergeldes eine feststehende Gr&ouml;&szlig;e ist, w&auml;re es nicht vereinbar, wenn stets das f&uuml;r das betreffende Kind gezahlte Kindergeld zu erstatten w&auml;re. Das erh&ouml;hte Kindergeld f&uuml;r ein j&uuml;ngeres Kind, das bei einer Abzweigung des Kindergeldes f&uuml;r ein &auml;lteres Kind bereits (anteilig) an den Abzweigungsempf&auml;nger auszuzahlen ist, kann nicht zugleich in voller H&ouml;he bei dem j&uuml;ngeren Kind als Erstattungsbetrag anzusetzen sein. Anderenfalls w&uuml;rde die Summe von Abzweigungs- und Erstattungsbetrag das insgesamt gezahlte Kindergeld &uuml;bersteigen. Zu derartigen Verwerfungen kommt es nicht, wenn die H&ouml;he des Erstattungsbetrags analog &sect; 76 Satz 2 Nr. 1 EStG nach demselben Ma&szlig;stab berechnet wird, wie ihn &sect; 74 Abs. 1 Satz 2 EStG f&uuml;r die Berechnung des Abzweigungsbetrags vorschreibt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Wird teils Kindergeld nach &sect; 66 EStG und teils niedrigeres Abkommenskindergeld gezahlt, ist dieser Umstand auch bei der Berechnung der H&ouml;he des Erstattungsanspruchs entsprechend &sect; 76 Satz 2 Nr. 1 EStG zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Kindergeld nach Art. 46 Abs. 1 EG-EStRG i.V.m. Art. 33 Abs. 2 des deutsch-t&uuml;rkischen Abkommens ist gegen&uuml;ber dem Kindergeld nach &sect; 66 EStG deutlich niedriger. Dieser Unterschied beruht darauf, dass die Lebenshaltungskosten f&uuml;r in der T&uuml;rkei lebende Kinder deutlich geringer sind als die Lebenshaltungskosten f&uuml;r Kinder, die im Inland bzw. in einem der in &sect; 63 Abs. 1 Satz 3 EStG genannten Staaten ihren Wohnsitz bzw. gew&ouml;hnlichen Aufenthalt haben (sog. Wohnland-Bedarfsprinzip; vgl. Denkschrift zum Zwischenabkommen zur &Auml;nderung des deutsch-t&uuml;rkischen Abkommens vom 30. April 1964, BTDrucks 7\/3022, S. 7; BSG-Urteil vom 13. Dezember 2000 B 14 KG 1\/00 R, Informationsbrief Ausl&auml;nderrecht 2001, 181, zum Bundeskindergeldgesetz).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Gesetzgeber unterscheidet damit bei der H&ouml;he des Kindergeldes typisierend zwischen in der T&uuml;rkei lebenden Kindern und Kindern, die im Inland, einem Mitgliedstaat der Europ&auml;ischen Union bzw. in einem Staat leben, auf den das Abkommen &uuml;ber den Europ&auml;ischen Wirtschaftsraum Anwendung findet. Da der Erstattungsanspruch nach &sect; 94 Abs. 3 Satz 2 SGB VIII, &sect; 74 Abs. 2 EStG, &sect; 104 Abs. 1 S&auml;tze 1 und 4 SGB X insbesondere die Ersparnis des Kindergeldberechtigten bei der Leistung des Kindesunterhalts absch&ouml;pfen soll, erscheint es geboten, dieser Typisierung bei der Aufteilung des Kindergeldes nach K&ouml;pfen analog &sect; 76 Satz 2 Nr. 1 EStG Rechnung zu tragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei der Aufteilung des Kindergeldes nach K&ouml;pfen ist zu trennen zwischen dem Kindergeld nach &sect; 66 EStG und dem Kindergeld nach dem deutsch-t&uuml;rkischen Abkommen. Ma&szlig;geblich f&uuml;r die Berechnung des einzelnen Erstattungsanspruchs ist jeweils nur dasjenige Kindergeld, das nach den gleichen Vorschriften gezahlt wird wie das Kindergeld f&uuml;r das Kind, auf das sich der Erstattungsanspruch bezieht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Betrifft der Erstattungsanspruch Kindergeld nach &sect; 66 EStG, ist das Kindergeld f&uuml;r alle Kinder, f&uuml;r die der Berechtigte Anspruch auf Kindergeld nach &sect; 66 EStG hat, zusammenzurechnen und durch die Zahl dieser Kinder zu dividieren. Diejenigen Kinder, f&uuml;r die das niedrigere Abkommenskindergeld gew&auml;hrt wird, bleiben au&szlig;er Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sollte ein Anspruch auf Erstattung von Abkommenskindergeld bestehen, ergibt sich der Erstattungsbetrag aus dem gesamten Abkommenskindergeld geteilt durch die Zahl der Kinder, f&uuml;r die der Kindergeldberechtigte Abkommenskindergeld bezieht. Das nach einkommensteuerlichen Vorschriften gezahlte Kindergeld wird in diese Berechnung nicht mit einbezogen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sollten Erstattungsanspr&uuml;che sowohl f&uuml;r Kindergeld nach den einkommensteuerlichen als auch nach den abkommensrechtlichen Vorschriften bestehen, ist das Kindergeld jeweils getrennt voneinander f&uuml;r das einkommensteuerliche und das Abkommenskindergeld nach K&ouml;pfen aufzuteilen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Bei Anwendung dieser Grunds&auml;tze auf den Streitfall bel&auml;uft sich der Erstattungsanspruch des Kl&auml;gers auf je 154 EUR monatlich f&uuml;r B und F.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Erstattungsanspruch bezieht sich ausschlie&szlig;lich auf Jugendhilfeleistungen f&uuml;r B und F, f&uuml;r die der Beigeladene Anspruch auf Kindergeld nach &sect; 66 EStG hat. Das Kindergeld f&uuml;r B und F in H&ouml;he von insgesamt 308 EUR entf&auml;llt auf jede der beiden T&ouml;chter zur H&auml;lfte. Die in der T&uuml;rkei lebenden Kinder des Beigeladenen und das f&uuml;r sie gezahlte Abkommenskindergeld sind nicht mit in die Berechnung einzubeziehen, weil insofern kein Erstattungsanspruch im Streit ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Der Kl&auml;ger hat seinen Antrag auf Erstattung des Kindergeldes f&uuml;r B und F ab Juni 2006 zeitlich nicht begrenzt. Da das FG &#8211;aus seiner Sicht zu Recht&#8211; bisher nicht festgestellt hat, f&uuml;r welchen Zeitraum der Kl&auml;ger Jugendhilfeleistungen f&uuml;r B und F erbracht hat, die einen Erstattungsanspruch begr&uuml;nden, kann der Senat nicht abschlie&szlig;end entscheiden, f&uuml;r welchen Zeitraum dem Kl&auml;ger ein Erstattungsanspruch zusteht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 28.4.2010, III R 44\/08 Anspruch des Jugendhilfetr&auml;gers auf Erstattung von Kindergeld wegen Jugendhilfeleistungen &#8211; Bei mehreren Kindern des Kindergeldberechtigten Aufteilung des Gesamtkindergeldes nach K&ouml;pfen &#8211; Besonderheiten beim Abkommenskindergeld Leits&auml;tze 1. 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