{"id":11413,"date":"2012-12-06T17:49:50","date_gmt":"2012-12-06T15:49:50","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=11413"},"modified":"2012-12-06T17:49:50","modified_gmt":"2012-12-06T15:49:50","slug":"vi-b-72-10-zuschlag-nach-par-3b-estg-setzt-grundlohn-voraus-revisionszulassung-wegen-objektiv-willkuerlicher-bzw-greifbarer-gesetzeswidriger-auslegung-des-revisiblen-rechts-durch-das-fg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-b-72-10-zuschlag-nach-par-3b-estg-setzt-grundlohn-voraus-revisionszulassung-wegen-objektiv-willkuerlicher-bzw-greifbarer-gesetzeswidriger-auslegung-des-revisiblen-rechts-durch-das-fg\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;B&nbsp;72\/10 &#8211; Zuschlag nach &sect; 3b EStG setzt Grundlohn voraus &#8211; Revisionszulassung wegen objektiv willk&uuml;rlicher bzw. greifbarer gesetzeswidriger Auslegung des revisiblen Rechts durch das FG"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 11.11.2010, VI B 72\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">Zuschlag nach &sect; 3b EStG setzt Grundlohn voraus &#8211; Revisionszulassung wegen objektiv willk&uuml;rlicher bzw. greifbarer gesetzeswidriger Auslegung des revisiblen Rechts durch das FG<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde des Kl&auml;gers und Beschwerdef&uuml;hrers (Kl&auml;ger) hat &#8211;bei Zweifeln an deren Zul&auml;ssigkeit&#8211; jedenfalls in der Sache keinen Erfolg. Nach dem von dem Kl&auml;ger in der Beschwerdeschrift allein geltend gemachten &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2, 2. Alternative der Finanzgerichtsordnung (FGO) ist die Revision gegen ein Urteil des Finanzgerichts (FG) nur zuzulassen, wenn die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) erfordert. Daran fehlt es im Streitfall.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gem&auml;&szlig; &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2, 2. Alternative FGO ist die Revision zuzulassen, wenn die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des BFH erfordert. Eine die Rechtseinheit gef&auml;hrdende Abweichung liegt nur vor, wenn das FG bei gleichem oder vergleichbarem festgestellten Sachverhalt in einer entscheidungserheblichen Rechtsfrage eine andere Auffassung vertritt als der BFH oder ein anderes FG. Das FG muss seiner Entscheidung einen abstrakten Rechtssatz zugrunde gelegt haben, der mit den tragenden Rechtsausf&uuml;hrungen in der Divergenzentscheidung nicht &uuml;bereinstimmt (BFH-Beschluss vom 8. Februar 2010 VI B 92\/09, nicht ver&ouml;ffentlicht; Gr&auml;ber\/ Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7. Aufl., &sect; 115 Rz 53, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies ist vorliegend nicht der Fall. Das FG hat seiner Entscheidung keine von der Rechtsprechung des BFH abweichende Rechtsauffassung zugrunde gelegt. Ausgehend von den bindenden Sachverhaltsfeststellungen des FG (vgl. Seer in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, 16. Aufl., &sect; 118 FGO Rz 54 ff., 64 ff., sowie BFH-Beschluss vom 18. Juni 2007 VI B 28\/07, BFH\/NV 2007, 1869) ist eine Divergenz zum Urteil des BFH vom 27. August 2002 VI R 64\/96 (BFHE 200, 240, BStBl II 2002, 883) nicht ersichtlich. Das FG ist im Einklang mit der Rechtsprechung des BFH davon ausgegangen, dass der Begriff des Zuschlags voraussetzt, dass f&uuml;r die zuschlagsf&auml;hige T&auml;tigkeit eine Grundverg&uuml;tung gezahlt wird, zu der ein besonderes Entgelt f&uuml;r die mit der Sonntags-, Feiertags- oder Nachtarbeit verbundene Erschwernis dazugeschlagen wird (vgl. hierzu Moritz in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect; 3b EStG Rz 21; von Beckerath, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect; 3b Rz B 13; BFH-Urteil in BFHE 200, 240, BStBl II 2002, 883). Im Ergebnis beschr&auml;nken sich die Ausf&uuml;hrungen des Kl&auml;gers daher auf die Behauptung, das FG habe sachlich unrichtig entschieden, indem es davon ausgegangen sei, der Kl&auml;ger habe neben den Zuschl&auml;gen f&uuml;r geleistete Rufbereitschaftsdienste keinen Grundlohn f&uuml;r diese Dienste erhalten. Mit Einwendungen gegen die materielle Richtigkeit des angefochtenen Urteils kann die Zulassung der Revision jedoch nicht erreicht werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Etwas anderes kann nur dann gelten, wenn das finanzgerichtliche Urteil einen Rechtsfehler von erheblichem Gewicht enth&auml;lt, der geeignet ist, das Vertrauen der Allgemeinheit in die Rechtsprechung zu besch&auml;digen. Das ist insbesondere der Fall, wenn die Auslegung und Anwendung des revisiblen Rechts durch das FG objektiv willk&uuml;rlich oder greifbar gesetzeswidrig ist (z.B. BFH-Beschluss vom 5. Juli 2005 VI B 150\/04, BFH\/NV 2005, 2025; vgl. auch Lange in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect; 115 FGO Rz 200 ff.; Seer, a.a.O., &sect; 115 FGO Rz 63 ff. und 75 ff., jeweils m.w.N.). Dies ist im Streitfall jedoch nicht erkennbar. Das FG hat vielmehr zutreffend die Rechtsgrunds&auml;tze der angegebenen Entscheidung des BFH zu &sect; 3b des Einkommensteuergesetzes auf den entschiedenen Streitfall &uuml;bertragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 11.11.2010, VI B 72\/10 Zuschlag nach &sect; 3b EStG setzt Grundlohn voraus &#8211; Revisionszulassung wegen objektiv willk&uuml;rlicher bzw. greifbarer gesetzeswidriger Auslegung des revisiblen Rechts durch das FG Gr&uuml;nde 1&nbsp; Die Beschwerde des Kl&auml;gers und Beschwerdef&uuml;hrers (Kl&auml;ger) hat &#8211;bei Zweifeln an deren Zul&auml;ssigkeit&#8211; jedenfalls in der Sache keinen Erfolg. 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