{"id":11447,"date":"2012-12-07T03:40:37","date_gmt":"2012-12-07T01:40:37","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=11447"},"modified":"2012-12-07T03:40:37","modified_gmt":"2012-12-07T01:40:37","slug":"i-r-62-08-beitrittsaufforderung-an-das-bmf-beschraenkung-des-verlustabzugs-bei-stiller-gesellschaft-abgrenzung-zwischen-echter-und-unechter-rueckwirkung-vertrauensschutz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-62-08-beitrittsaufforderung-an-das-bmf-beschraenkung-des-verlustabzugs-bei-stiller-gesellschaft-abgrenzung-zwischen-echter-und-unechter-rueckwirkung-vertrauensschutz\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;62\/08 &#8211; Beitrittsaufforderung an das BMF: Beschr&auml;nkung des Verlustabzugs bei stiller Gesellschaft &#8211; Abgrenzung zwischen &quot;echter&quot; und &quot;unechter&quot; R&uuml;ckwirkung &#8211; Vertrauensschutz"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 20.10.2010, I R 62\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Beitrittsaufforderung an das BMF: Beschr&auml;nkung des Verlustabzugs bei stiller Gesellschaft &#8211; Abgrenzung zwischen &quot;echter&quot; und &quot;unechter&quot; R&uuml;ckwirkung &#8211; Vertrauensschutz<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Das BMF wird aufgefordert, dem Revisionsverfahren beizutreten und zu folgenden Fragen Stellung zu nehmen:<\/p>\n<p>1. Schlie&szlig;t &sect; 15 Abs. 4 Satz 6 und 7 i.V.m. &sect; 20 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG 2002 i.d.F. des StVergAbG den Abzug eines Verlustes aus, der darauf beruht, dass eine Kapitalgesellschaft eine stille Beteiligung am Unternehmen einer anderen Kapitalgesellschaft in ihrer Bilanz gem&auml;&szlig; &sect; 6 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 EStG 2002 mit dem niedrigeren Teilwert bewertet?<\/p>\n<p>2. Ist es mit Art. 3 Abs. 1 GG vereinbar, dass &sect; 15 Abs. 4 Satz 6 und 7 i.V.m. &sect; 20 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG 2002 i.d.F. des StVergAbG einen Abzug von Verlusten nur f&uuml;r die Beteiligung einer Kapitalgesellschaft ausschlie&szlig;en?<\/p>\n<p>3. Ist es mit den Regeln zum verfassungsrechtlichen Vertrauensschutz vereinbar, &sect; 15 Abs. 4 Satz 6 und 7 i.V.m. &sect; 20 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG 2002 i.d.F. des StVergAbG auf Verluste anzuwenden, die auf einer im Februar 2002 vereinbarten stillen Beteiligung beruhen und im Veranlagungszeitraum 2003 entstanden sind?<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Beteiligten streiten dar&uuml;ber, ob bei der Besteuerung der Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) f&uuml;r das Streitjahr Verluste aus einer stillen Beteiligung steuermindernd zu ber&uuml;cksichtigen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin ist eine GmbH mit einem zum 30. Juni endenden Wirtschaftsjahr. Sie gr&uuml;ndete im Februar 2002 zusammen mit einer weiteren Person (B) eine Aktiengesellschaft, die X-AG, an deren Grundkapital sie selbst und B zu je 50 % beteiligt waren. Zweck der X-AG war nach dem Vortrag der Kl&auml;gerin die Vermarktung von Produkten der Kl&auml;gerin im amerikanischen und asiatischen Raum, wof&uuml;r B auf Grund seines beruflichen Werdegangs eine besondere Kompetenz besa&szlig;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ebenfalls im Februar 2002 beteiligte sich die Kl&auml;gerin mit einer Einlage von 300.000 EUR als stille Gesellschafterin am Unternehmen der X-AG. Sie sollte am Gewinn der X-AG mit 30 % teilnehmen, wobei ihre Gewinnbeteiligung auf 50 % der Einlage begrenzt war. Am Verlust der X-AG nahm sie in vollem Umfang, jedoch auf die Einlage beschr&auml;nkt, teil. Die Einlage wurde in der Folge auf Anforderung in Teilbetr&auml;gen eingezahlt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die X-AG, die ebenfalls ein abweichendes Wirtschaftsjahr hatte, erzielte in ihrem zum 30. Juni 2002 endenden Wirtschaftsjahr einen Verlust. Daraus resultierte f&uuml;r die Kl&auml;gerin ein Verlustanteil in H&ouml;he von 95.000 EUR. Im Folgejahr &#8211;so die Feststellung des Finanzgerichts (FG)&#8211; leistete die Kl&auml;gerin ihren Angaben zufolge weitere Einlagen in H&ouml;he von 195.500 EUR, die sie wegen erneuter Verluste der X-AG auf Null abschrieb. Im Jahr 2004 hat sie ihren Anteil an der X-AG ver&auml;u&szlig;ert und auf ihre Rechte als stille Gesellschafterin verzichtet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) erlie&szlig; f&uuml;r das Streitjahr (2003) einen K&ouml;rperschaftsteuerbescheid und einen Gewerbesteuermessbescheid, in denen er einen Verlust der Kl&auml;gerin aus der stillen Beteiligung nicht ber&uuml;cksichtigte. Die gegen diese Bescheide gerichtete Klage hat das FG abgewiesen (FG Baden-W&uuml;rttemberg, Urteil vom 9. Juni 2008&nbsp;&nbsp;6 K 406\/04, Deutsches Steuerrecht\/Entscheidungsdienst 2009, 404).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer vom FG zugelassenen Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin eine Verletzung materiellen Rechts. Sie beantragt sinngem&auml;&szlig;, das Urteil des FG aufzuheben und die angefochtenen Bescheide dahin zu &auml;ndern, dass die K&ouml;rperschaftsteuer und der Gewerbesteuermessbetrag 2003 auf 0 EUR festgesetzt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Entscheidung &uuml;ber die Revision wird von der Beantwortung entweder einzelner oder mehrerer der im Leitsatz dieses Beschlusses benannten Fragen abh&auml;ngen. Diese Fragen stellen sich vor folgendem Hintergrund:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach den Feststellungen des FG hat sich die Kl&auml;gerin als stille Gesellschafterin am Unternehmen der X-AG beteiligt. Ob die stille Beteiligung &quot;typisch&quot; oder &quot;atypisch&quot; ausgestaltet war, ob also die Kl&auml;gerin im Rahmen jener Beteiligung als Mitunternehmerin i.S. des &sect; 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 des Einkommensteuergesetzes (EStG 2002) anzusehen ist oder nicht, hat das FG nicht festgestellt. Die Kl&auml;gerin hat aber im Revisionsverfahren vorgetragen, dass die stille Beteiligung eine &quot;typische&quot; gewesen sei. Zudem hat das FA die Versagung des Verlustabzugs auf &sect; 15 Abs. 4 Satz 6 und 7 i.V.m. &sect; 20 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG 2002 i.d.F. des Gesetzes zum Abbau von Steuerverg&uuml;nstigungen und Ausnahmeregelungen (Steuerverg&uuml;nstigungsabbaugesetz) vom 16. Mai 2003 (BGBl I 2003, 660, BStBl I 2003, 321) &#8211;EStG 2002&#8211; gest&uuml;tzt. Daher geht der Senat vom Vorliegen einer &quot;typischen&quot; stillen Beteiligung aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das FG hat ferner festgestellt, dass die Kl&auml;gerin bis zur H&ouml;he der von ihr zu leistenden Einlage von 300.000 EUR am Verlust der X-AG beteiligt war und dass sie ihre Einlage &quot;auf Anforderung in Teilbetr&auml;gen eingezahlt&quot; hat. Ferner hat es festgestellt, dass die Kl&auml;gerin bis zum Abschluss des zum 30. Juni 2002 endenden Wirtschaftsjahres entsprechende Zahlungen in H&ouml;he von 95.000 EUR geleistet und dass das FA bei ihrer Veranlagung f&uuml;r 2002 diese Zahlungen als gewinnmindernd ber&uuml;cksichtigt hat. Es hat schlie&szlig;lich den Vortrag der Kl&auml;gerin, sie habe &quot;im Folgejahr&quot; auf Grund ihrer Einlageverpflichtung (weitere) 195.500 EUR an die X-AG zahlen und diesen Betrag wegen der Verluste der X-AG abschreiben m&uuml;ssen, als wahr unterstellt. Ob sich der Ausdruck &quot;im Folgejahr&quot; auf das nachfolgende Wirtschaftsjahr (2002\/03) oder auf das Kalenderjahr 2003 bezieht, ist dem angefochtenen Urteil nicht zu entnehmen; ebenso haben sich weder die Kl&auml;gerin noch das FG zur H&ouml;he der Verluste der X-AG sowie dazu ge&auml;u&szlig;ert, ob die Verluste der X-AG dazu gef&uuml;hrt haben, dass der Wert der stillen Beteiligung am Bilanzstichtag 30. Juni 2003 &quot;voraussichtlich dauernd&quot; (&sect; 6 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 und Nr. 2 Satz 2 EStG 2002) gemindert war. Das FG hat alle diese Punkte erkennbar in der Annahme f&uuml;r unerheblich gehalten, dass die vom FA angef&uuml;hrte Verlustabzugsbeschr&auml;nkung im Streitfall jedenfalls durchgreife.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:144\"pt>\n<tr>\n<td>III.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat h&auml;lt diese Annahme des FG gegenw&auml;rtig f&uuml;r nicht gesichert. Er hat zum einen Zweifel daran, ob erstens die in &sect; 15 Abs. 4 Satz 6 und 7 und in &sect; 20 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG 2002 getroffenen Regelungen als solche (dazu nachfolgend 2.) und zweitens deren Anwendung auf den Streitfall (dazu nachfolgend 3.) mit dem Grundgesetz (GG) vereinbar sind. Zum anderen h&auml;lt er es f&uuml;r denkbar, dass unabh&auml;ngig von der verfassungsrechtlichen Beurteilung jener Normen die Revision im Streitfall schon deshalb Erfolg haben muss, weil die Kl&auml;gerin ihre stille Beteiligung in der Bilanz zum 30. Juni 2003 mit einem niedrigeren Teilwert ansetzen muss und ein darauf beruhender Verlust von &sect; 15 Abs. 4 Satz 6 und 7 und &sect; 20 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG 2002 unter Umst&auml;nden nicht erfasst wird (dazu nachfolgend 1.). Er h&auml;lt es f&uuml;r zweckm&auml;&szlig;ig, dass vor einer Entscheidung &uuml;ber die Revision das Bundesministerium der Finanzen (BMF) zu den insoweit zu erw&auml;genden Punkten Stellung nimmt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect; 15 Abs. 4 Satz 6 und 7 EStG 2002 sind u.a. Verluste aus stillen Gesellschaften, bei denen der Gesellschafter eine Kapitalgesellschaft und als Mitunternehmer anzusehen ist, unter den Voraussetzungen des &sect; 10d EStG nur mit Gewinnen verrechenbar, die der Gesellschafter in dem unmittelbar vorangegangenen Veranlagungszeitraum oder in den folgenden Veranlagungszeitr&auml;umen aus derselben Innengesellschaft bezieht. Dasselbe gilt sinngem&auml;&szlig; f&uuml;r Verluste, die eine nicht als Mitunternehmerin anzusehende Kapitalgesellschaft aus einer stillen Gesellschaft erzielt (&sect; 20 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG 2002). Die genannten Regelungen schlie&szlig;en in ihrem Anwendungsbereich einen sofortigen Verlustabzug aus. Ob sie im Streitfall einschl&auml;gig sind, ist indessen derzeit offen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Im Schrifttum wird uneinheitlich beurteilt, ob eine im Betriebsverm&ouml;gen gehaltene (typische) stille Beteiligung in der Bilanz des stillen Teilhabers als Forderung (so z.B. Groh, Der Betrieb &#8211;DB&#8211; 2004, 668; Bl&uuml;mich\/Buciek, &sect; 5 EStG Rz 740 &quot;Stille Beteiligung&quot;, m.w.N.) oder als Beteiligung auszuweisen ist (differenzierend z.B. H. Richter in Herrmann\/Heuer\/ Raupach, EStG und KStG, &sect; 6 EStG Rz 830; Hoffmann\/L&uuml;denbach, NWB Kommentar Bilanzierung, 2. Aufl., &sect; 271 Rz 8; noch anders Blaurock, Handbuch Stille Gesellschaft, 7. Aufl., Rz 13.157). Unabh&auml;ngig davon ist dar&uuml;ber hinaus streitig, ob Verluste aus einer stillen Beteiligung nur unter den Voraussetzungen des &sect; 6 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 EStG 2002 (so z.B. Bl&uuml;mich\/Buciek, &sect; 5 EStG Rz 740 &quot;Stille Beteiligung&quot;) oder auch bei Fehlen einer &quot;voraussichtlich dauernden Wertminderung&quot; im Sinne dieser Vorschrift (so z.B. Groh, DB 2004, 668; Kessler\/Reitsam, Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 2003, 269, 271; Kempf\/Balgar in L&uuml;dicke\/Kempf\/Brink, Verluste im Steuerrecht, S. 90, m.w.N.) abziehbar sind. Offen ist ferner, ob ein entstandener Verlust &quot;phasengleich&quot; (so z.B. Bl&uuml;mich\/Buciek, &sect; 5 EStG Rz 740 &quot;Stille Beteiligung&quot;, m.w.N.) oder &#8211;ebenso wie ein Gewinnanteil aus einer im Privatverm&ouml;gen gehaltenen stillen Beteiligung (dazu Bundesfinanzhof, Urteil vom 23. Juli 2002 VIII R 36\/01, BFHE 199, 477, 481, BStBl II 2002, 858, 860)&#8211; erst im Anschluss an die Aufstellung der Bilanz des Beteiligungsunternehmens (so z.B. Kessler\/Reitsam, DStR 2003, 315, 316) zu ber&uuml;cksichtigen ist (differenzierend H. Richter in Herrmann\/Heuer\/Raupach, a.a.O., &sect; 6 EStG Rz 830; offen Kirchhof\/Crezelius, EStG, 9. Aufl., &sect; 5 Rz 158 &quot;Stille Beteiligung&quot;). Im Streitfall m&uuml;ssen diese Fragen &#8211;zumindest derzeit&#8211; nicht n&auml;her untersucht werden. Jedenfalls ist von der M&ouml;glichkeit auszugehen, dass unter den Voraussetzungen des &sect; 6 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 EStG 2002 der die stille Beteiligung verk&ouml;rpernde Bilanzposten mit einem niedrigeren Teilwert anzusetzen ist (&quot;Teilwertabschreibung&quot;) und dass sich daraus aus steuerrechtlicher Sicht ein Verlust ergibt. Eine solche Situation k&ouml;nnte im Streitfall vorliegen, da nach den Feststellungen des FG die Kl&auml;gerin im Jahr 2004 ihre stille Beteiligung an der X-AG entsch&auml;digungslos aufgegeben hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob eine von der Kl&auml;gerin vorzunehmende und bei der Besteuerung f&uuml;r das Streitjahr zu ber&uuml;cksichtigende &quot;Teilwertabschreibung&quot; zu einem im Streitjahr abziehbaren Verlust f&uuml;hren k&ouml;nnte oder ob auch in diesem Fall der Verlustabzug an &sect; 15 Abs. 4 Satz 6 und 7 i.V.m. &sect; 20 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG 2002 scheitern m&uuml;sste. Insoweit k&ouml;nnte u.a. zu ber&uuml;cksichtigen sein, dass nach Ansicht der Finanzverwaltung &sect; 15 Abs. 4 Satz 6 bis 8 EStG &#8211;die Nachfolgeregelung zu dem im Streitfall ma&szlig;geblichen &sect; 15 Abs. 4 Satz 6 und 7 EStG 2002&#8211; nur den laufenden Verlust aus der Beteiligung, nicht aber den Verlust der Beteiligung selbst erfasst (BMF-Schreiben vom 19. November 2008, BStBl I 2008, 970, Rz 3; ebenso z.B. Kirchhof\/Rei&szlig;, a.a.O., &sect; 15 Rz 428). Das erstreckt sich nach der genannten Verwaltungsanweisung auf einen bei der Ver&auml;u&szlig;erung der Beteiligung entstehenden Verlust, k&ouml;nnte aber ebenso f&uuml;r den Fall der Teilwertabschreibung gelten (z.B. Intemann\/Nacke, DStR 2004, 1149, 1153; Kempf\/ Balgar in L&uuml;dicke\/Kempf\/Brink, a.a.O., S. 89 f.; a.A. wohl Kirchhof\/Rei&szlig;, a.a.O., &sect; 15 Rz 428). Folgt man dem, so w&uuml;rde der Abzug eines im Streitjahr entstandenen, der H&ouml;he nach noch festzustellenden &quot;Abschreibungsverlustes&quot; der Kl&auml;gerin durch &sect; 15 Abs. 4 Satz 6 und 7 i.V.m. &sect; 20 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG 2002 nicht gehindert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Allerdings d&uuml;rfte es schwerlich den Vorstellungen des Gesetzgebers entsprechen, einerseits einen Verlust im Zusammenhang mit einer stillen Beteiligung nur nach Ma&szlig;gabe des &sect; 6 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 EStG 2002 zu ber&uuml;cksichtigen und andererseits einen solchen Verlust von der Abzugsbeschr&auml;nkung des &sect; 15 Abs. 4 Satz 6 und 7 i.V.m. &sect; 20 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG 2002 auszunehmen. Denn dann liefe die gesetzliche Abzugsbeschr&auml;nkung weitgehend leer. Ein dem Rechnung tragendes Verst&auml;ndnis k&ouml;nnte zwar auf den ersten Blick dahin gehen, dass eine im Betriebsverm&ouml;gen gehaltene stille Beteiligung in der Bilanz &#8211;entweder als Forderung oder als Beteiligung&#8211; auszuweisen und unter den Voraussetzungen des &sect; 6 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 EStG 2002 mit dem niedrigeren Teilwert anzusetzen, auch bei Fehlen jener Voraussetzungen aber ein Beteiligungsverlust grunds&auml;tzlich &#8211;entweder &quot;phasengleich&quot; oder zeitlich versetzt&#8211; zu ber&uuml;cksichtigen ist; auf dieser Basis k&ouml;nnte angenommen werden, dass die Regelung in &sect; 15 Abs. 4 Satz 6 und 7 i.V.m. &sect; 20 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG 2002 nur die letztgenannte Verlustber&uuml;cksichtigung erfasst, den Ansatz eines &quot;Abschreibungsverlustes&quot; hingegen nicht hindert. Doch w&uuml;rde sich dann die Frage ergeben, welche Rechtsfolge eintritt, wenn ein zun&auml;chst nur verrechenbarer (&sect; 15 Abs. 4 Satz 6 und 7 i.V.m. &sect; 20 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG 2002) Verlust in einem nachfolgenden Veranlagungszeitraum &quot;voraussichtlich dauernd&quot; (&sect; 6 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 EStG 2002) wird: Insbesondere sieht das Gesetz eine &quot;Umpolung&quot; von Verlusten &quot;aus der Beteiligung&quot; in Verluste &quot;an der Beteiligung&quot; nicht vor. Daher k&ouml;nnte eine widerspruchsfreie Gesamtkonzeption m&ouml;glicherweise nur dahin gehen, dass Verluste aus einer &quot;Teilwertabschreibung&quot; uneingeschr&auml;nkt dem Abzugsverbot unterfallen, was aber mit einer abweichenden Behandlung von Ver&auml;u&szlig;erungsverlusten kaum vereinbar w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Angesichts der m&ouml;glicherweise abweichenden &#8211;und f&uuml;r die Unternehmen g&uuml;nstigeren&#8211; Verwaltungsanweisung h&auml;lt der Senat es indessen f&uuml;r sachgerecht, das BMF an dem Prozess der Entscheidung &uuml;ber die genannte Frage zu beteiligen. Insbesondere w&auml;re dessen &Auml;u&szlig;erung dazu hilfreich, ob der Ansatz eines niedrigeren Teilwerts f&uuml;r die Beteiligung zu einem trotz &sect; 15 Abs. 4 Satz 6 und 7 i.V.m. &sect; 20 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG 2002 abziehbaren Verlust f&uuml;hrt und wie eine solche Handhabung in die Systematik der Ber&uuml;cksichtigung von Verlusten aus einer stillen Gesellschaft eingebunden werden kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Sofern der Senat zu dem Ergebnis kommen sollte, dass der in Rede stehende Verlust der Kl&auml;gerin von der gesetzlichen Abzugsbeschr&auml;nkung erfasst wird, wird sich die Frage nach deren verfassungsrechtlicher Beurteilung stellen. Diese steht deshalb in Rede, weil sich die Abzugsbeschr&auml;nkung erstens nur auf die Beteiligung von Kapitalgesellschaften und zweitens nur auf Beteiligungen im Rahmen einer Innengesellschaft erstreckt. Sowohl die stille Beteiligung einer nat&uuml;rlichen Person oder einer Personengesellschaft an dem Unternehmen einer Kapitalgesellschaft als auch von Kapitalgesellschaften eingegangene Au&szlig;engesellschaften werden nicht einbezogen. Diese Differenzierung wird im Schrifttum als &quot;systematisch nicht nachvollziehbar&quot; (R&ouml;dder\/Schumacher, DStR 2003, 805, 811) und als gegen den Gleichheitssatz (Art. 3 Abs. 1 GG) versto&szlig;end erachtet (Kanzler in Herrmann\/Heuer\/Raupach, a.a.O., &sect; 15 EStG Rz 1507; Kirchhof\/Rei&szlig;, a.a.O., &sect; 15 Rz 432). Nach Ansicht des Senats sprechen gewichtige Gesichtspunkte daf&uuml;r, dass diese Beurteilung richtig ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die gesetzliche Regelung behandelt Kapitalgesellschaften einerseits und andere Steuerrechtssubjekte andererseits sowie Innengesellschaften einerseits und Au&szlig;engesellschaften andererseits ungleich. Sie benachteiligt im Rahmen einer Innengesellschaft beteiligte Kapitalgesellschaften gegen&uuml;ber anderen Rechtssubjekten, indem sie ihnen anders als jenen &#8211;unter ansonsten vergleichbaren Umst&auml;nden&#8211; einen Verlustabzug verwehrt. Die nicht abziehbaren Verluste k&ouml;nnen zwar in Folgejahren nach Ma&szlig;gabe des &sect; 10d EStG mit Gewinnen aus derselben Beteiligung verrechnet werden, wobei das Gesetz allerdings keine Regelung dazu trifft, ob auch bei einem endg&uuml;ltigen Ausbleiben solcher Gewinne ein Verlustabzug ausgeschlossen ist. Unabh&auml;ngig von dieser Sonderfrage ist aber schon aus Liquidit&auml;tsgr&uuml;nden der Verweis auf eine sp&auml;tere Verrechnungsm&ouml;glichkeit f&uuml;r die Unternehmen nachteiliger als die Gew&auml;hrung des sofortigen Verlustabzugs.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Es fragt sich, ob diese Benachteiligung durch beachtliche Gr&uuml;nde gerechtfertigt ist. Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat zwar in seiner &auml;lteren Rechtsprechung ausgef&uuml;hrt, dass aus verfassungsrechtlicher Sicht eine Ankn&uuml;pfung der Besteuerung an die Rechtsform grunds&auml;tzlich unbedenklich sei und dass aus der Sicht des Art. 3 Abs. 1 GG speziell &quot;Kapitalgesellschaften und Personengesellschaften grunds&auml;tzlich ungleich&quot; seien (BVerfG-Urteil vom 24. Januar 1962&nbsp;&nbsp;1 BvR 845\/58, BVerfGE 13, 331, 339). In &Uuml;bereinstimmung damit hei&szlig;t es in einer sp&auml;teren Entscheidung, es bestehe &quot;kein allgemeines Verfassungsgebot der Rechtsformneutralit&auml;t in dem Sinne&quot;, dass Aussch&uuml;ttungen einer Kapitalgesellschaft beim Anteilseigner in derselben Weise zu besteuern seien wie Entnahmen bei Personengesellschaften (BVerfG-Beschluss vom 21. Juni 2006&nbsp;&nbsp;2 BvL 2\/99, DStR 2006, 1316, 1322). Andere Regeln g&auml;lten nur im Umsatzsteuerrecht (BVerfG-Beschluss in DStR 2006, 1316, 1323); ertragsteuerrechtlich biete z.B. die Abschirmwirkung einer Kapitalgesellschaft insoweit einen hinreichenden sachlichen Grund f&uuml;r eine Differenzierung. Diese Rechtsprechung kann aber schwerlich dahin verstanden werden, dass eine steuerrechtliche Benachteiligung von Kapitalgesellschaften gegen&uuml;ber anderen Unternehmen stets verfassungsrechtlich unbedenklich sei. Vielmehr ist jeweils unter dem Blickwinkel des Art. 3 Abs. 1 GG zu pr&uuml;fen, ob es insoweit einen hinreichenden sachlichen Grund gibt, unternehmerische T&auml;tigkeiten unterschiedlich zu besteuern (BVerfG-Beschluss in DStR 2006, 1316, 1323).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Ob die Beschr&auml;nkung des Verlustabzugsverbots auf Kapitalgesellschaften von einem solchen sachlichen Grund getragen ist, h&auml;lt der Senat f&uuml;r fraglich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Ausweislich der Gesetzesmaterialien war die Einf&uuml;hrung des Verlustabzugsverbots von dem Bestreben getragen, im Zusammenhang mit der Abschaffung der Mehrm&uuml;tterorganschaft Ausweichgestaltungen zu verhindern (Gesetzentwurf der Bundesregierung, BTDrucks 15\/119, S. 38). Der Gesetzentwurf ging davon aus, dass &quot;die mit sog. Mehrm&uuml;tterorganschaften verfolgten Ziele &#8230; faktisch auch durch Innengesellschaften &#8230; erreicht werden&quot; k&ouml;nnten, und sah zur Vermeidung einer solchen &quot;Umgehungsm&ouml;glichkeit&quot; eine generelle &#8211;also nicht nur f&uuml;r Kapitalgesellschaften geltende&#8211; Beschr&auml;nkung des Verlustabzugs nach Art des &sect; 15 Abs. 4 Satz 6 und 7 und des &sect; 20 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG 2002 vor. Die Eingrenzung des Verlustabzugsverbots auf Beteiligungen von Kapitalgesellschaften ist sodann durch den Vermittlungsausschuss initiiert worden (BTDrucks 15\/841). In der Folgezeit wurde die daraufhin in Kraft getretene Regelung durch das Gesetz zur Umsetzung der Protokollerkl&auml;rung der Bundesregierung zur Vermittlungsempfehlung zum Steuerverg&uuml;nstigungsabbaugesetz (sog. &quot;Korb II-Gesetz&quot;) vom 22. Dezember 2003 (BGBl I 2003, 2840, BStBl II 2004, 14) erneut ge&auml;ndert, wobei aber die Beschr&auml;nkung auf die von Kapitalgesellschaften gehaltenen Beteiligungen im Grundsatz bestehen geblieben ist. Diese Beschr&auml;nkung ist weder im Gesetzgebungsverfahren zum Steuerverg&uuml;nstigungsabbaugesetz noch in demjenigen zum &quot;Korb II-Gesetz&quot; erl&auml;utert worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Im Schrifttum wird die vom Gesetzgeber getroffene Regelung u.a. deshalb kritisiert, weil die Mehrm&uuml;tterorganschaft einerseits und die stille Gesellschaft andererseits im Hinblick auf die M&ouml;glichkeit der Verlustverrechnung nicht &quot;gleichwertig&quot; seien (Groh, DB 2004, 668, 672; Intemann\/Nacke, DStR 2004, 1149, 1152) und das Streben zur Vermeidung von Umgehungsgestaltungen mithin auf einer &quot;Fehlvorstellung&quot; beruhe (Kirchhof\/Rei&szlig;, a.a.O., &sect; 15 Rz 428). Zudem h&auml;tte die Abzugsbeschr&auml;nkung auf Missbrauchsf&auml;lle beschr&auml;nkt werden m&uuml;ssen (so z.B. Kessler\/Reitsam, DStR 2003, 315, 318). Auch diesen Fragen muss im Streitfall nicht weiter nachgegangen werden. Jedenfalls besteht die vom Gesetzgeber als bek&auml;mpfenswert angesehene Gefahr nicht nur bei Kapitalgesellschaften, sondern im Grundsatz ebenso bei nat&uuml;rlichen Personen und bei Personengesellschaften, da diese ebenso wie Kapitalgesellschaften Organtr&auml;ger sein k&ouml;nnen (&sect; 14 Abs. 1 Satz 1 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes). Deshalb sah denn auch der urspr&uuml;ngliche Gesetzentwurf die Abzugsbeschr&auml;nkung unabh&auml;ngig von der Rechtsform des Beteiligten vor. Die im Vermittlungsverfahren gefundene Beschr&auml;nkung kann zudem schwerlich mit der &quot;Abschirmwirkung&quot; oder mit anderen Besonderheiten der Besteuerung von Kapitalgesellschaften gerechtfertigt werden; namentlich die Abschirmwirkung d&uuml;rfte in diesem Zusammenhang keine Rolle spielen. Als Differenzierungsgrund k&ouml;nnte zwar in Betracht gezogen werden, dass seinerzeit Mehrm&uuml;tterorganschaften nur in Konstellationen beobachtet worden waren, in denen die Organtr&auml;ger Kapitalgesellschaften waren; dazu gibt es aber weder rechtstats&auml;chliche Erkenntnisse noch &Auml;u&szlig;erungen von an der Gesetzgebung Beteiligten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Letzteres gilt auch dann, wenn man zus&auml;tzlich die weitere Entwicklung der ma&szlig;geblichen Vorschriften betrachtet. Die Bundesregierung hat zwar in ihrer Protokollerkl&auml;rung zur Vermittlungsempfehlung zum Einkommensteuergesetz 2002 bekundet, es m&uuml;sse &quot;im Lichte der Erfahrung&quot; &uuml;berpr&uuml;ft werden, &quot;ob nat&uuml;rliche Personen und Personengesellschaften in die Regelung &#8230; einbezogen werden m&uuml;ssen&quot;; in der Folge wurde sodann im &quot;Korb II-Gesetz&quot; die noch heute geltende Fassung des &sect; 15 Abs. 4 Satz 6 bis 8 EStG geschaffen, nach der &#8211;unabh&auml;ngig von der Stufe der Beteiligung&#8211; nur nat&uuml;rliche Personen einen Verlustabzug geltend machen k&ouml;nnen. Auch in diesem Gesetzgebungsverfahren ist aber das Abzugsverbot auf Kapitalgesellschaften beschr&auml;nkt geblieben und diese Beschr&auml;nkung nicht erl&auml;utert worden; vielmehr wird in der Gesetzesbegr&uuml;ndung lediglich darauf hingewiesen, dass die zuvor getroffene Regelung &quot;durch die Zwischenschaltung einer Personengesellschaft leicht umgangen werden&quot; k&ouml;nne und dass das verhindert werden solle (BTDrucks 15\/1518, S. 13 f.). Im Ergebnis ist daher auch unter diesem Blickwinkel ein Grund f&uuml;r die Benachteiligung von Kapitalgesellschaften gegen&uuml;ber anderen Rechtssubjekten nicht erkennbar. Das k&ouml;nnte die Annahme eines Versto&szlig;es gegen Art. 3 Abs. 1 GG nahelegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Zudem liegt eine weitere Ungleichbehandlung darin, dass die Kl&auml;gerin anders besteuert wird als ein Unternehmen, das unter ansonsten vergleichbaren Umst&auml;nden und Bedingungen eine Au&szlig;engesellschaft (z.B. GbR) eingegangen ist. Ein solches Unternehmen k&ouml;nnte, da sich &sect; 15 Abs. 4 Satz 6 EStG 2002 nur auf Innengesellschaften bezieht, einen von ihm zu tragenden Verlust nach den allgemeinen Regeln steuermindernd geltend machen. Das wird einer an einer Innengesellschaft beteiligten Kapitalgesellschaft verwehrt, wof&uuml;r ein sachlicher Grund ebenfalls weder im Gesetzgebungsverfahren benannt worden noch anderweit ohne weiteres erkennbar ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Es erscheint sachgerecht, dass das BMF zu den damit angesprochenen Fragen ebenfalls Stellung nimmt. Es hat das Gesetzgebungsverfahren begleitet und kann deshalb m&ouml;glicherweise Hinweise auf den Hintergrund der vom Gesetzgeber vorgenommenen Differenzierungen geben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Sofern der Senat die im Hinblick auf Art. 3 Abs. 1 GG zu &uuml;berpr&uuml;fenden Unterscheidungen f&uuml;r verfassungsrechtlich unbedenklich h&auml;lt, wird sich schlie&szlig;lich die Frage stellen, ob es mit den Regeln zum verfassungsrechtlichen Vertrauensschutz vereinbar ist, dass &sect; 15 Abs. 4 Satz 6 und 7 und &sect; 20 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG 2002 ohne &Uuml;bergangsregelung in Kraft getreten sind und ob die Regelung deshalb f&uuml;r das Streitjahr gegen verfassungsrechtliche Grunds&auml;tze des Vertrauensschutzes verst&ouml;&szlig;t. Die insoweit einschl&auml;gige Vorschrift besagt, dass das Einkommensteuergesetz 2002 erstmals f&uuml;r den Veranlagungszeitraum 2003 anzuwenden ist (&sect; 52 Abs. 1 Satz 1 EStG 2002) und somit die Einschr&auml;nkungen des Verlustabzugs f&uuml;r das Streitjahr gelten. Das k&ouml;nnte im Hinblick auf den Streitfall deshalb bedenklich sein, weil die in Rede stehende stille Beteiligung im Februar 2002 abgeschlossen worden ist und die Kl&auml;gerin m&ouml;glicherweise darauf vertrauen durfte, dass die seinerzeit bestehende Rechtslage zumindest im Folgejahr &#8211;also im Streitjahr&#8211; fortgelten w&uuml;rde. Der Senat hat aus diesem Grund die Vollziehung von der Kl&auml;gerin gegen&uuml;ber ergangenen Vorauszahlungsbescheiden ohne Sicherheitsleistung ausgesetzt (Senatsbeschluss vom 3. Februar 2005 I B 208\/04, BFHE 209, 204, BStBl II 2005, 351) und verweist zur Vermeidung von Wiederholungen zun&auml;chst auf die dazu getroffene Entscheidung. Die zwischenzeitliche Rechtsprechung des BVerfG hat nach seiner Einsch&auml;tzung keine abschlie&szlig;ende Kl&auml;rung der im Streitfall auftretenden Problematik gebracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Allerdings hat das BVerfG die in seiner fr&uuml;heren Rechtsprechung getroffene Unterscheidung zwischen &quot;echter&quot; und &quot;unechter&quot; R&uuml;ckwirkung inzwischen best&auml;tigt (BVerfG-Beschl&uuml;sse vom 7. Juli 2010&nbsp;&nbsp;2 BvL 14\/02, 2 BvL 2\/04, 2 BvL 13\/05, DStR 2010, 1727; 2 BvR 748\/05, 2 BvR 753\/05, 2 BvR 1738\/05, DStR 2010, 1733; 2 BvL 1\/03, 2 BvL 57\/06, 2 BvL 58\/06, DStR 2010, 1736). Danach liegt eine &quot;unechte&quot; R&uuml;ckwirkung (&quot;tatbestandliche R&uuml;ckankn&uuml;pfung&quot;) vor, wenn eine steuerbegr&uuml;ndende oder steuererh&ouml;hende Bestimmung w&auml;hrend eines Veranlagungszeitraums mit der Ma&szlig;gabe in Kraft tritt, dass sie mit Wirkung zu Beginn jenes Veranlagungszeitraums gelten soll; eine solche Ma&szlig;nahme ist aus verfassungsrechtlicher Sicht unter weniger strengen Voraussetzungen zul&auml;ssig als die Anordnung, dass eine solche Bestimmung f&uuml;r einen Veranlagungszeitraum gelten soll, der im Zeitpunkt der Verk&uuml;ndung des Gesetzes bereits abgeschlossen war (&quot;echte&quot; R&uuml;ckwirkung; &quot;R&uuml;ckbewirkung von Rechtsfolgen&quot;). Die im Streitfall ma&szlig;geblichen Vorschriften sind im Mai 2003 verk&uuml;ndet worden und gelten erstmals f&uuml;r den Veranlagungszeitraum 2003; sie entfalten daher, soweit es um den Zeitraum vom Beginn des Jahres 2003 bis zu ihrer Verk&uuml;ndung geht, eine &quot;unechte&quot; R&uuml;ckwirkung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das BVerfG hat indessen die Zul&auml;ssigkeit einer &quot;unechten R&uuml;ckwirkung&quot; belastender steuerlicher Regelungen eingeschr&auml;nkt: Eine solche sei daraufhin zu &uuml;berpr&uuml;fen, ob sie ein schutzw&uuml;rdiges Vertrauen des Steuerpflichtigen entt&auml;uscht und ob diese Entt&auml;uschung nach den Grunds&auml;tzen der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit zumutbar ist. Der Normadressat m&uuml;sse eine Entt&auml;uschung seines Vertrauens in die alte Rechtslage nur hinnehmen, soweit dies auf Grund besonderer, gerade die R&uuml;ckankn&uuml;pfung rechtfertigender &ouml;ffentlicher Interessen unter Wahrung der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit gerechtfertigt sei (BVerfG-Beschl&uuml;sse in DStR 2010, 1727, Tz. 61; in DStR 2010, 1733, Tz. 49; in DStR 2010, 1736, Tz. 70). Letzteres hat das BVerfG f&uuml;r einen Fall verneint, in dem ein Arbeitnehmer im Jahr 1998 mit seinem bisherigen Arbeitgeber eine Abfindung f&uuml;r den Verlust seines Arbeitsplatzes vereinbart hatte, bevor der Entwurf des Steuerentlastungsgesetzes (StEntlG) 1999\/2000\/2002 in den Bundestag eingebracht worden war, und diese Abfindung im Jahr 1999 erhalten hat: In dieser Situation habe der Arbeitnehmer darauf vertrauen k&ouml;nnen, dass die Abfindung nach Ma&szlig;gabe des &sect; 34 Abs. 1 EStG in dessen im Veranlagungszeitraum 1998 geltender Fassung dem halben Steuersatz unterworfen werde, weshalb eine (h&ouml;here) Besteuerung auf der Basis des &sect; 34 Abs. 1 i.d.F. des &#8211;am 31. M&auml;rz 1999 verk&uuml;ndeten und erstmals zum Veranlagungszeitraum 1999 anzuwendenden&#8211; StEntlG 1999\/2000\/2002 aus verfassungsrechtlichen Gr&uuml;nden unzul&auml;ssig sei. Anderes k&ouml;nne gelten, wenn die ma&szlig;gebliche Vereinbarung erst getroffen worden sei, nachdem der die Neuregelung enthaltene Gesetzentwurf in das Gesetzgebungsverfahren eingebracht worden sei; dann bestehe ein verminderter Vertrauensschutz (BVerfG-Beschluss in DStR 2010, 1736, Tz. 88). Der Senat geht davon aus, dass er sich dieser Rechtsprechung anschlie&szlig;en wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Wie die vom BVerfG entwickelten Regeln sich auf die Beurteilung des Streitfalls auswirken, h&auml;lt er indessen f&uuml;r offen. Denn die in Rede stehende stille Beteiligung ist erstens im Veranlagungszeitraum vor der erstmaligen Geltung des Steuerverg&uuml;nstigungsabbaugesetzes und zweitens vor dem Zeitpunkt vereinbart worden, in dem jenes Gesetz in den Bundestag eingebracht worden ist. Nach dem Abschluss der betreffenden Vereinbarung war die Kl&auml;gerin an diese gebunden; sie konnte sich nicht mehr einseitig von ihr l&ouml;sen und musste insbesondere unabh&auml;ngig von einer &Auml;nderung in den steuerrechtlichen Folgen am Verlust der X-AG teilnehmen. H&auml;lt man die vom BVerfG angesetzten Ma&szlig;st&auml;be f&uuml;r im Streitfall einschl&auml;gig, so muss die Kl&auml;gerin daher bei der Besteuerung f&uuml;r das Streitjahr einen verfassungsrechtlichen Vertrauensschutz erhalten. Ebenso ist aber denkbar, dass sich die genannte BVerfG-Rechtsprechung nur auf Vereinbarungen bezieht, die eine Zahlung (oder einen anderen steuerlich erheblichen Vorgang) f&uuml;r einen bestimmten Zeitpunkt vorsehen; eine solche liegt im Streitfall insoweit nicht vor, als hier sowohl das Ob als auch das Wann einer Erf&uuml;llung von Anfang an ungewiss war und daher ohnehin Anlass zur Aufnahme von Steuerklauseln bestanden haben k&ouml;nnte. Unter diesem Gesichtspunkt k&ouml;nnte hier die Notwendigkeit eines Vertrauensschutzes zu verneinen sein. Auf dasselbe Ergebnis liefe die &Uuml;berlegung hinaus, dass beim Abschluss eines Unternehmensvertrags &#8211;anders als bei der Vereinbarung einer Entsch&auml;digung f&uuml;r den Verlust des Arbeitsplatzes&#8211; der Gefahr einer &Auml;nderung der steuerrechtlichen Situation generell nur durch Steuerklauseln begegnet werden kann. Bei einer solchen Betrachtung w&auml;re im Streitfall f&uuml;r einen Vertrauensschutz kein Raum.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Sofern der Senat bei abschlie&szlig;ender Beurteilung im Streitfall einen aus Art. 20 Abs. 3 GG abzuleitenden Vertrauensschutz f&uuml;r geboten halten sollte, m&uuml;sste er das Verfahren aussetzen und eine Entscheidung des BVerfG einholen (Art. 100 Abs. 1 Satz 1 GG). Eine verfassungskonforme Auslegung der einschl&auml;gigen Anwendungsvorschrift d&uuml;rfte angesichts des eindeutigen Regelungswortlauts ausscheiden. Der Senat h&auml;lt es jedoch f&uuml;r angemessen, auch im Hinblick auf die R&uuml;ckwirkungsfrage zun&auml;chst eine &Auml;u&szlig;erung des BMF einzuholen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Um das BMF in den Entscheidungsprozess einzubinden, wird dieses aufgefordert, gem&auml;&szlig; &sect; 122 Abs. 2 Satz 1 der Finanzgerichtsordnung dem Revisionsverfahren beizutreten und zu den genannten Fragen Stellung zu nehmen. Es wird gebeten, die Erkl&auml;rung &uuml;ber den Beitritt und ggf. die Stellungnahme bis zum 31. M&auml;rz 2011 abzugeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 20.10.2010, I R 62\/08 Beitrittsaufforderung an das BMF: Beschr&auml;nkung des Verlustabzugs bei stiller Gesellschaft &#8211; Abgrenzung zwischen &quot;echter&quot; und &quot;unechter&quot; R&uuml;ckwirkung &#8211; Vertrauensschutz Leits&auml;tze Das BMF wird aufgefordert, dem Revisionsverfahren beizutreten und zu folgenden Fragen Stellung zu nehmen: 1. 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