{"id":11467,"date":"2012-12-06T17:50:46","date_gmt":"2012-12-06T15:50:46","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=11467"},"modified":"2012-12-07T03:35:52","modified_gmt":"2012-12-07T01:35:52","slug":"x-s-23-10-pkh-unmittelbarkeit-der-beweisaufnahme-zustaendigkeit-fuer-entscheidung-ueber-einen-nach-beendigung-der-ersten-instanz-eingereichten-pkh-antrag-fuer-das-rechtsmittelverfahren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-s-23-10-pkh-unmittelbarkeit-der-beweisaufnahme-zustaendigkeit-fuer-entscheidung-ueber-einen-nach-beendigung-der-ersten-instanz-eingereichten-pkh-antrag-fuer-das-rechtsmittelverfahren\/","title":{"rendered":"X&nbsp;S&nbsp;23\/10&nbsp;(PKH) &#8211; Unmittelbarkeit der Beweisaufnahme &#8211; Zust&auml;ndigkeit f&uuml;r Entscheidung &uuml;ber einen nach Beendigung der ersten Instanz eingereichten PKH-Antrag f&uuml;r das Rechtsmittelverfahren"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 4.11.2010, X S 23\/10 (PKH)<\/p>\n<p class=\"titel\">Unmittelbarkeit der Beweisaufnahme &#8211; Zust&auml;ndigkeit f&uuml;r Entscheidung &uuml;ber einen nach Beendigung der ersten Instanz eingereichten PKH-Antrag f&uuml;r das Rechtsmittelverfahren<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Antragsteller wurde vom Amtsgericht X (AG) durch rechtskr&auml;ftiges Urteil vom 29. M&auml;rz 2004 wegen Steuervergehen zu einer Geldstrafe verurteilt. Ihm war vorgeworfen worden, als sog. Kolonnenschieber bzw. Subunternehmer im Baugewerbe t&auml;tig geworden zu sein und die hieraus erzielten gewerblichen Eink&uuml;nfte nicht der Besteuerung unterworfen zu haben. Der Beklagte (das Finanzamt) erlie&szlig; daraufhin Gewerbesteuermessbescheide f&uuml;r die Streitjahre 1997 und 1998. In dem dagegen eingelegten Einspruch sowie in der Klagebegr&uuml;ndung trug der Antragsteller vor, die Verurteilung sei zu Unrecht erfolgt, er sei lediglich als Vermittler und Dolmetscher aufgetreten und habe f&uuml;r seine T&auml;tigkeit kein Entgelt erhalten. Er habe keinen Gewerbebetrieb unterhalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die Klage ab, da nach seiner &Uuml;berzeugung der Kl&auml;ger in den Streitjahren gewerblich t&auml;tig gewesen sei und daraus die den angefochtenen Bescheiden zugrunde gelegten Eink&uuml;nfte erzielt habe. Der Vortrag des Kl&auml;gers beschr&auml;nke sich darauf, den Tatvorwurf pauschal zu bestreiten. Das FG sei jedoch nicht verpflichtet, unsubstantiierten Beweisantr&auml;gen nachzugehen, die sich zudem gegen die Feststellungen eines rechtskr&auml;ftigen Strafurteils richteten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Zustellung der Vorentscheidung am 22. Juni 2010 beantragte der Prozessbevollm&auml;chtigte des Antragstellers innerhalb der Rechtsbehelfsfrist die Gew&auml;hrung von Prozesskostenhilfe (PKH) f&uuml;r die Erhebung einer Nichtzulassungsbeschwerde gegen das Urteil des FG. Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte er aus, das FG-Urteil beruhe auf Verfahrensm&auml;ngeln und erscheine willk&uuml;rlich. Es sei insbesondere die richterliche Sachaufkl&auml;rungspflicht verletzt worden, da das Strafurteil keine Bindungswirkung f&uuml;r das Besteuerungsverfahren gehabt habe. Es sei sowohl gegen die Unmittelbarkeit der Beweisaufnahme als auch gegen &sect;&sect; 79, 79b der Finanzgerichtsordnung (FGO) versto&szlig;en worden. Die kurzfristige Ablehnung des PKH-Antrags durch das FG sei als unfair anzusehen; die &Uuml;bertragung auf den Einzelrichter sei nicht sachgerecht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Der Antrag auf Gew&auml;hrung von PKH f&uuml;r die Einlegung einer Nichtzulassungsbeschwerde hat keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Zur Entscheidung &uuml;ber den nach Beendigung der ersten Instanz eingereichten PKH-Antrag f&uuml;r das Rechtsmittelverfahren gegen das finanzgerichtliche Urteil ist gem&auml;&szlig; &sect; 142 Abs. 1 FGO i.V.m. &sect; 127 Abs. 1 Satz 2 der Zivilprozessordnung (ZPO) der Bundesfinanzhof (BFH) berufen. Dabei ist unsch&auml;dlich, dass das Beschwerdeverfahren noch nicht bei ihm anh&auml;ngig ist (BFH-Beschluss vom 13. Juli 1995 VII S 1\/95, BFH\/NV 1996, 10). Der angerufene Senat legt das Vorbringen des Antragstellers zu seinen Gunsten so aus, dass dieser noch keine Nichtzulassungsbeschwerde eingelegt hat, sondern sie erst nach einer positiven Entscheidung &uuml;ber den vorliegenden PKH-Antrag einlegen will.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nach &sect; 142 FGO i.V.m. &sect; 114 ZPO ist einem Beteiligten, der au&szlig;er Stande ist, ohne Beeintr&auml;chtigung des f&uuml;r ihn und seine Familie notwendigen Unterhalts die Prozesskosten zu bestreiten, PKH zu bewilligen, wenn die beabsichtigte Rechtsverfolgung oder Rechtsverteidigung hinreichende Aussicht auf Erfolg bietet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Voraussetzungen liegen nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der angerufene Senat kann bei der gebotenen, aber auch ausreichenden summarischen Pr&uuml;fung des Vortrags des Antragstellers, des Inhalts der vorliegenden Akten und des vom Antragsteller beanstandeten FG-Urteils keinen Grund i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nrn. 1 bis 3 FGO erkennen, der eine Zulassung der Revision rechtfertigen k&ouml;nnte. Der vorliegende Sachverhalt wirft keine &uuml;ber den spezifisch gelagerten Einzelfall hinausreichende allgemein bedeutsame Rechtsfrage auf, welche die Zulassung der Revision nach &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 und\/oder Nr. 2 Alternative 1 FGO gebietet. Der Senat vermag auch nicht zu erkennen, dass das FG mit einem bestimmten, in dem angegriffenen Urteil aufgestellten tragenden und abstrakten Rechtssatz von der Entscheidung eines anderen Gerichts zu derselben Rechtsfrage abgewichen w&auml;re (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 2 FGO). Ebenso wenig ist ersichtlich, dass das FG-Urteil infolge schwerwiegender materiell-rechtlicher Fehler objektiv willk&uuml;rlich erscheint und unter keinem denkbaren Gesichtspunkt rechtlich vertretbar ist (vgl. hierzu BFH-Beschluss vom 30. August 2001 IV B 79, 80\/01, BFHE 196, 30, BStBl II 2001, 837).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Schlie&szlig;lich beruht das Urteil auch nicht erkennbar auf einem Verfahrensmangel, der &#8211;auf der Grundlage des vom FG eingenommenen materiell-rechtlichen Standpunkts&#8211; dessen Entscheidung h&auml;tte beeinflussen k&ouml;nnen (zu Letzterem vgl. z.B. Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7. Aufl., &sect; 115 Rz 79 und 96, m.w.N. aus der Rechtsprechung des BFH).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Bei der Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht handelt es sich um einen verzichtbaren Verfahrensmangel. Deshalb setzt die schl&uuml;ssige Darlegung des entsprechenden Zulassungsgrundes voraus, dass ein &#8211;wie der Antragsteller&#8211; in der m&uuml;ndlichen Verhandlung durch einen Prozessbevollm&auml;chtigten fachkundig vertretener Beschwerdef&uuml;hrer ausf&uuml;hrt, warum er nicht von sich aus einen Antrag auf Vernehmung der Zeugen gestellt hat bzw. dass sich die Beweiserhebung dem FG &#8211;ohne besonderen Antrag&#8211; h&auml;tte aufdr&auml;ngen m&uuml;ssen (vgl. Senatsentscheidungen vom 5. M&auml;rz 2008 X R 48\/06, BFH\/NV 2008, 1463, und vom 4. M&auml;rz 2009 X B 58\/08, juris). Ein solcher Vortrag des Antragstellers fehlt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Dass das FG die Ermittlungsergebnisse und Sachverhaltsw&uuml;rdigung des AG &uuml;bernommen hat, stellt keinen Verfahrensmangel dar. Das FG muss sich wegen des Grundsatzes der Unmittelbarkeit der Beweisaufnahme die Kenntnis der Tatsachen, die es zur Grundlage seiner Entscheidung macht, zwar grunds&auml;tzlich selbst verschaffen (BFH-Beschluss vom 20. August 1999 VII B 6\/99, BFH\/NV 2000, 215). Allerdings kann sich das FG die Feststellungen aus einem in das finanzgerichtliche Verfahren eingef&uuml;hrten Strafurteil zu eigen machen, falls die Verfahrensbeteiligten weder substantiierte Einwendungen vortragen noch entsprechende Beweisantr&auml;ge stellen (vgl. BFH-Beschluss vom 17. September 2003 XI B 220\/02, BFH\/NV 2004, 345, und Senatsbeschluss vom 25. M&auml;rz 2010 X S 27\/09 (PKH), BFH\/NV 2010, 1462).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Das Vorbringen des Antragstellers in Bezug auf &sect;&sect; 79, 79b FGO versteht der angerufene Senat als R&uuml;ge der Verletzung der richterlichen Hinweispflicht. Bei den richterlichen Hinweispflichten nach &sect; 76 Abs. 2 FGO geht es jedoch weniger um die Aufkl&auml;rung von Amts wegen als darum, Schutz und Hilfestellung f&uuml;r die Beteiligten zu gew&auml;hrleisten, deren Eigenverantwortlichkeit dadurch aber nicht eingeschr&auml;nkt oder gar beseitigt wird. Liegt die rechtliche Bedeutung bestimmter Tatsachen und die sich daraus ergebende Notwendigkeit, diese Tatsachen bei Gericht vorzubringen und zu substantiieren, zur Erreichung des Prozessziels auf der Hand, stellt ein unterlassener Hinweis jedenfalls dann keine gegen &sect; 76 Abs. 2 FGO versto&szlig;ende Pflichtverletzung dar, wenn der Kl&auml;ger steuerlich beraten und im Prozess entsprechend vertreten war (z.B. BFH-Beschluss vom 19. M&auml;rz 2001 VII B 231\/00, BFH\/NV 2001, 1012, und Senatsbeschluss vom 17. M&auml;rz 2010 X B 120\/09, BFH\/NV 2010, 1240).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Eine Entscheidung des PKH-Antrags vor dem Beginn der m&uuml;ndlichen Verhandlung w&auml;re nur erforderlich, wenn dies im Interesse effektiven Rechtsschutzes geboten w&auml;re, mithin die m&ouml;gliche Einschaltung eines beizuordnenden Anwalts oder Steuerberaters Einfluss auf die Sachentscheidung des Gerichts haben k&ouml;nnte (vgl. Bundesverfassungsgericht, Beschluss vom 13. Juli 1992 1 BvR 99\/90, Neue Juristische Wochenschrift-Rechtsprechungs-Report Zivilrecht 1993, 382; BFH-Beschluss vom 3. M&auml;rz 2010 VIII B 173\/09, juris). Da der Antragsteller im finanzgerichtlichen Verfahren und auch in der m&uuml;ndlichen Verhandlung bereits fachkundig vertreten war, ist ein fehlender zeitlicher Abstand zwischen der negativen Entscheidung &uuml;ber das PKH-Begehren und dem Urteil f&uuml;r das Rechtsmittelverfahren ohne rechtliche Bedeutung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Eine Verletzung des Rechts auf den gesetzlichen Richter (Art. 101 Abs. 1 Satz 2 des Grundgesetzes, &sect; 119 Nr. 1 FGO) ist nicht erkennbar. Das FG hat von der M&ouml;glichkeit, nach &sect; 6 Abs. 1 FGO den Rechtsstreit einem Senatsmitglied als Einzelrichter zur Entscheidung zu &uuml;bertragen, Gebrauch gemacht. Dieser Beschluss ist nach &sect; 6 Abs. 4 Satz 1 FGO unanfechtbar und kann regelm&auml;&szlig;ig auch im Rechtsmittelverfahren nicht &uuml;berpr&uuml;ft werden (vgl. &sect; 124 Abs. 2 FGO). Eine Besetzungsr&uuml;ge mit der Begr&uuml;ndung, die Voraussetzungen des &sect; 6 Abs. 1 FGO f&uuml;r eine &Uuml;bertragung auf den Einzelrichter h&auml;tten nicht vorgelegen, kann deshalb nur ausnahmsweise Erfolg haben, so etwa dann, wenn sich die &Uuml;bertragung auf den Einzelrichter als &quot;greifbar gesetzeswidrig&quot; erweist. Dies ist eine Entscheidung aber nur dann, wenn sie mit der geltenden Rechtsordnung schlechthin unvereinbar ist, weil sie jeder Grundlage entbehrt und inhaltlich dem Gesetz fremd ist (vgl. Senatsbeschluss vom 21. M&auml;rz 2006 X B 94\/05, BFH\/NV 2006, 1142). Hierf&uuml;r bestehen im Streitfall keinerlei Anhaltspunkte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Entscheidung ergeht &#8211;auch hinsichtlich des Antrags auf Beiordnung eines Bevollm&auml;chtigten (&sect; 3 Abs. 2 des Gerichtskostengesetzes und Anlage 1 dazu; s. z.B. BFH-Beschluss vom 19. Februar 1997 X S 29\/96, BFH\/NV 1997, 489; Gr&auml;ber\/ Stapperfend, a.a.O., &sect; 62 Rz 72)&#8211; gerichtsgeb&uuml;hrenfrei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 4.11.2010, X S 23\/10 (PKH) Unmittelbarkeit der Beweisaufnahme &#8211; Zust&auml;ndigkeit f&uuml;r Entscheidung &uuml;ber einen nach Beendigung der ersten Instanz eingereichten PKH-Antrag f&uuml;r das Rechtsmittelverfahren Tatbestand 1&nbsp; I. Der Antragsteller wurde vom Amtsgericht X (AG) durch rechtskr&auml;ftiges Urteil vom 29. M&auml;rz 2004 wegen Steuervergehen zu einer Geldstrafe verurteilt. 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