{"id":1147,"date":"2012-07-04T00:00:00","date_gmt":"2012-07-03T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=1147"},"modified":"2012-12-02T16:45:35","modified_gmt":"2012-12-02T14:45:35","slug":"ii-r-38-10-erbschaftsteuer-bei-erwerb-aufgrund-auslaendischen-rechts-hier-anwachsungsklausel-nach-franzoesischem-ehegueterrecht-vorschriften-des-saarvertrags-zur-vermeidung-einer-doppelbesteuerung-sei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-38-10-erbschaftsteuer-bei-erwerb-aufgrund-auslaendischen-rechts-hier-anwachsungsklausel-nach-franzoesischem-ehegueterrecht-vorschriften-des-saarvertrags-zur-vermeidung-einer-doppelbesteuerung-sei\/","title":{"rendered":"II&nbsp;R&nbsp;38\/10 &#8211; Erbschaftsteuer bei Erwerb aufgrund ausl&auml;ndischen Rechts (hier: Anwachsungsklausel nach franz&ouml;sischem Eheg&uuml;terrecht) &#8211; Vorschriften des Saarvertrags zur Vermeidung einer Doppelbesteuerung seit 6. Juli 1959 nicht mehr anwendbar &#8211; Keine Bindung an Beurteilung nach ausl&auml;ndischem Recht &#8211; Gew&ouml;hnlicher Aufenthalt bei sog. Grenzg&auml;nger &#8211; Betriebsst&auml;tte bei Betriebsaufspaltung &#8211; Unzul&auml;ssigkeit einer Anordnung der Nichtfestsetzung gesetzlich entstandener Steuern durch blo&szlig;e Verwaltungserlasse &#8211; Selbstbindung der Verwaltung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 4.7.2012, II R 38\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">Erbschaftsteuer bei Erwerb aufgrund ausl&auml;ndischen Rechts (hier: Anwachsungsklausel nach franz&ouml;sischem Eheg&uuml;terrecht) &#8211; Vorschriften des Saarvertrags zur Vermeidung einer Doppelbesteuerung seit 6. Juli 1959 nicht mehr anwendbar &#8211; Keine Bindung an Beurteilung nach ausl&auml;ndischem Recht &#8211; Gew&ouml;hnlicher Aufenthalt bei sog. Grenzg&auml;nger &#8211; Betriebsst&auml;tte bei Betriebsaufspaltung &#8211; Unzul&auml;ssigkeit einer Anordnung der Nichtfestsetzung gesetzlich entstandener Steuern durch blo&szlig;e Verwaltungserlasse &#8211; Selbstbindung der Verwaltung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Ein auf ausl&auml;ndischem Recht (hier: Anwachsungsklausel nach franz&ouml;sischem Eheg&uuml;terrecht) beruhender Erwerb von Todes wegen kann der inl&auml;ndischen Erbschaftsteuer unterliegen.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Die Vorschriften des Saarvertrags zur Vermeidung einer Doppelbesteuerung sind seit dessen Au&szlig;erkrafttreten am 5. Juli 1959 nicht mehr anwendbar. Die Verwaltungsanweisungen, durch die ihre weitere Anwendung angeordnet wurde, sind f&uuml;r die Gerichte nicht verbindlich und begr&uuml;nden keinen Vertrauensschutz zugunsten der Steuerpflichtigen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) und seine am &#8230;&nbsp;Januar 2002 verstorbene Ehefrau (E), beide deutsche Staatsangeh&ouml;rige, hatten seit dem Jahr 1977 ihren gemeinsamen Wohnsitz in Frankreich. Sie hielten je zur H&auml;lfte die Aktien der im Saarland ans&auml;ssigen &#8230; AG (AG), deren Vorstandsvorsitzender und alleiniger Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Kl&auml;ger war, und zudem die Anteile an der &#8230; GmbH (F-GmbH) und der &#8230; GmbH (A-GmbH).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Eheleute waren dar&uuml;ber hinaus Gesellschafter der im Jahr 1994 in Saarbr&uuml;cken gegr&uuml;ndeten &#8230; GbR (GbR), an deren Verm&ouml;gen und Ergebnis sie jeweils zur H&auml;lfte beteiligt waren. Sie hatten ein im Saarland gelegenes Grundst&uuml;ck in das Gesamthandsverm&ouml;gen der GbR eingebracht und weitere ihnen zu h&auml;lftigem Bruchteilseigentum geh&ouml;rende, ebenfalls im Saarland gelegene Grundst&uuml;cke der GbR zur Nutzung &uuml;berlassen. Die Grundst&uuml;cke waren an die AG vermietet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger war nach dem Gesellschaftsvertrag f&uuml;r die laufenden Gesch&auml;fte allein vertretungsbefugter Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der GbR. Lediglich f&uuml;r den Abschluss und die Beendigung von Mietvertr&auml;gen &uuml;ber Grundst&uuml;cke, die F&uuml;hrung von Rechtsstreitigkeiten und die Aufnahme und\/oder Vergabe von Darlehen waren die Eheleute gemeinsam gesch&auml;ftsf&uuml;hrungs- und vertretungsbefugt. Die GbR sollte durch den Tod eines Gesellschafters nicht aufgel&ouml;st, sondern mit seinen Erben oder Verm&auml;chtnisnehmern fortgesetzt werden. Sie erkl&auml;rte im Inland gewerbliche Eink&uuml;nfte infolge Betriebsaufspaltung. Die Steuerbescheide und die diesen zugrunde liegenden Feststellungs-, Einheitswert- und Grundsteuermessbescheide wurden der GbR unter ihrer inl&auml;ndischen Anschrift bekannt gegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am &#8230;&nbsp;Dezember 2001 vereinbarten die Eheleute, die bis dahin noch keinen Ehevertrag geschlossen hatten, vor dem Vertreter des franz&ouml;sischen Generalkonsuls nach Art.&nbsp;1526 des Code Civil (CC), dass sie ihre verm&ouml;gensrechtlichen Beziehungen dem franz&ouml;sischen Recht und dem G&uuml;terstand der G&uuml;tergemeinschaft unterstellen. Die Auswirkungen der Vereinbarung sollten sich nach deren Einleitung auf die G&uuml;ter erstrecken, deren Eigent&uuml;mer die Eheleute bereits waren, mit Ausnahme ihrer in Deutschland belegenen unbeweglichen Sachen, auf die weiterhin ihr deutscher G&uuml;terstand Anwendung finden sollte. In Art.&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 und 2 der Vereinbarung hei&szlig;t es hingegen, die Eheleute &uuml;bern&auml;hmen als Grundlage f&uuml;r ihre Gemeinschaft den G&uuml;terstand der G&uuml;tergemeinschaft f&uuml;r alle ihre heutigen und k&uuml;nftigen unbeweglichen Sachen. Demzufolge umfasse die G&uuml;tergemeinschaft alle in Frankreich belegenen unbeweglichen Sachen, die die Eheleute heute bes&auml;&szlig;en, sowie alle diejenigen, die sie gegebenenfalls w&auml;hrend ihrer Ehe aus irgendeinem Grund erwerben w&uuml;rden. Die Vereinbarung enthielt in Art.&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 eine Anwachsungsklausel auf den Todesfall gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;1524 Abs.&nbsp;1 CC. Danach sollte im Falle der Aufl&ouml;sung der G&uuml;tergemeinschaft durch den Tod eines Ehegatten der &uuml;berlebende Ehegatte ungeachtet der Tatsache, ob Kinder oder Nachkommen des erstverstorbenen Ehegatten existieren oder nicht, das Alleineigentum an allen unbeweglichen Sachen der Gemeinschaft ohne Ausnahme und Vorbehalt erwerben und f&uuml;r die gemeinsamen Schulden aufzukommen haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Vereinbarung vom &#8230;&nbsp;Dezember 2001 wurde sowohl vom Kl&auml;ger als auch von den beteiligten franz&ouml;sischen und deutschen Stellen so verstanden, dass sich die G&uuml;tergemeinschaft auf das gesamte Verm&ouml;gen der Eheleute mit Ausnahme der inl&auml;ndischen Grundst&uuml;cke bezog und die Anteile der E an diesem Verm&ouml;gen aufgrund der Anwachsungsklausel auf den Kl&auml;ger &uuml;bergegangen sind. Die aus dem Kl&auml;ger und der Tochter (T) der Eheleute bestehende Erbengemeinschaft erwarb danach lediglich die inl&auml;ndischen Grundst&uuml;cke. T, das einzige Kind der Eheleute, erkl&auml;rte sich mit notarieller Urkunde vom &#8230;&nbsp;Juli 2002 mit der Vereinbarung vom &#8230;&nbsp;Dezember 2001 einverstanden. Sie machte ihren (etwaigen) Pflichtteil nicht geltend. Der Erwerb des Kl&auml;gers aufgrund der Anwachsungsklausel wurde in Frankreich erbschaftsteuerrechtlich nicht erfasst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) setzte die Erbschaftsteuer gegen den Kl&auml;ger durch den weiterhin nach &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;1 der Abgabenordnung (AO) unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung stehenden &Auml;nderungsbescheid vom 15.&nbsp;November 2004 auf &#8230;&nbsp;EUR fest. Das FA ermittelte dabei den Wert des Erwerbs von &#8230;&nbsp;EUR, indem es den Wert der von E stammenden Anteile des Kl&auml;gers an den Grundst&uuml;cken mit dem halben Grundst&uuml;ckswert (&#8230;&nbsp;EUR) und f&uuml;r den auf den Kl&auml;ger &uuml;bergegangenen Anteil der E am Restverm&ouml;gen der GbR (ohne Grundst&uuml;cke und Gesellschaftsbeteiligungen) einen Betrag von &#8230;&nbsp;EUR ansetzte und hiervon Erbfallkosten von &#8230;&nbsp;EUR abzog. Der vom FA angesetzte steuerpflichtige Erwerb von &#8230;&nbsp;EUR ergab sich durch Ber&uuml;cksichtigung eines Freibetrags von 128.000&nbsp;EUR und eines Bewertungsabschlags von &#8230;&nbsp;EUR nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 und 2 des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes (ErbStG) in der seinerzeit geltenden Fassung (ErbStG a.F.) sowie des in &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 ErbStG a.F. vorgesehenen Freibetrags von 1.100&nbsp;EUR und durch Abrundung nach &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;5 ErbStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Durch &Auml;nderungsbescheid vom 7.&nbsp;Juni 2006 setzte das FA die Steuer auf &#8230;&nbsp;EUR fest. Es wich dabei von dem Bescheid vom 15.&nbsp;November 2004 insoweit ab, als es zus&auml;tzlich f&uuml;r den Erwerb der Beteiligungen der E an der AG, der F-GmbH und der A-GmbH &#8230;&nbsp;EUR, &#8230;&nbsp;EUR und &#8230;&nbsp;EUR ansetzte und den Bewertungsabschlag nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;2 ErbStG a.F. auf &#8230;&nbsp;EUR erh&ouml;hte. Den Bewertungsabschlag errechnete das FA, indem es die sich auf &#8230;&nbsp;EUR belaufende Summe aus den Werten der auf den Kl&auml;ger &uuml;bergegangenen Beteiligungen der E an den Kapitalgesellschaften (&#8230;&nbsp;EUR) und der GbR (&#8230;&nbsp;EUR) um den in &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 ErbStG a.F. vorgesehenen Freibetrag von 128.000&nbsp;EUR verminderte und vom Unterschiedsbetrag 40&nbsp;% ansetzte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA wies den Einspruch als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck. Die aufgrund der Anwachsungsklausel erfolgte Anwachsung des Verm&ouml;gens der E beim Kl&auml;ger unterliege nach &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 ErbStG der Erbschaftsteuer. Zu besteuern sei gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 ErbStG i.V.m. &sect;&nbsp;121 des Bewertungsgesetzes (BewG) das Inlandsverm&ouml;gen, n&auml;mlich die Anteile der E an den inl&auml;ndischen Grundst&uuml;cken, an den Kapitalgesellschaften und am &uuml;brigen Betriebsverm&ouml;gen der GbR. Die im Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Franz&ouml;sischen Republik zur Regelung der Saarfrage (SaarVtr) vom 27.&nbsp;Oktober 1956 (BGBl II 1956, 1589) enthaltenen Vorschriften zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Erbschaftsteuer seien zwar aufgrund von Weisungen des saarl&auml;ndischen Finanzministeriums weiter anwendbar und w&uuml;rden auch von Frankreich beachtet, wiesen aber das Besteuerungsrecht im Streitfall dem Saarland zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Klage beantragte der Kl&auml;ger, die Erbschaftsteuer auf &#8230;&nbsp;EUR herabzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die Klage durch das in Entscheidungen der Finanzgerichte 2010, 1711 ver&ouml;ffentlichte Urteil mit der Begr&uuml;ndung ab, die von der Anwachsungsklausel erfassten Wirtschaftsg&uuml;ter seien dem Kl&auml;ger mit dem Tod der E zugewachsen. Dieser Erwerb des Kl&auml;gers unterliege als Erwerb von Todes wegen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 ErbStG der Erbschaftsteuer. Es k&ouml;nne auf sich beruhen, ob die Anwachsungsklausel nur f&uuml;r die in Frankreich belegenen unbeweglichen Sachen oder f&uuml;r alle den Eheleuten geh&ouml;renden Wirtschaftsg&uuml;ter mit Ausnahme der inl&auml;ndischen Grundst&uuml;cke vereinbart worden sei. Da alle beteiligten Personen und Stellen die Vereinbarung so angewandt und umgesetzt h&auml;tten, als ob die Anwachsungsklausel f&uuml;r das gesamte Verm&ouml;gen der Eheleute mit Ausnahme der inl&auml;ndischen Grundst&uuml;cke gelten solle, bleibe es nach &sect;&nbsp;41 Abs.&nbsp;1 AO bei dieser Beurteilung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zu dem der beschr&auml;nkten Steuerpflicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 ErbStG unterliegenden Inlandsverm&ouml;gen (&sect;&nbsp;121 BewG) geh&ouml;rten neben den auf den Kl&auml;ger entsprechend der Erbquote &uuml;bergegangenen Anteilen der E an den im Inland gelegenen Grundst&uuml;cken die Beteiligungen der E an der AG, der F-GmbH und der A-GmbH sowie ihr Anteil am Restverm&ouml;gen der GbR. Die GbR sei aufgrund der mit der AG als Betriebsunternehmen bestehenden Betriebsaufspaltung gewerblich t&auml;tig gewesen und habe im Inland auf dem an die AG vermieteten Grundst&uuml;ck, ihrer einzigen wesentlichen Betriebsgrundlage, eine Betriebsst&auml;tte gehabt. Die GbR habe in ihren Feststellungserkl&auml;rungen als inl&auml;ndische Anschrift den Gesch&auml;ftssitz der AG angegeben. F&uuml;r die GbR bestimmte Post sei an diese Adresse versandt worden. Der Kl&auml;ger habe dort als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der AG ein B&uuml;ro gehabt und T&auml;tigkeiten f&uuml;r die GbR vorgenommen. Im &Uuml;brigen habe die AG durch ihre st&auml;ndige T&auml;tigkeit f&uuml;r die GbR als deren Vertreter im Inland fungiert. Der Kl&auml;ger und seine Berater h&auml;tten somit die GbR zu Recht seit jeher als einen Gewerbebetrieb behandelt, mit dessen Eink&uuml;nften die Gesellschafter im Inland der beschr&auml;nkten Einkommensteuerpflicht unterlegen h&auml;tten (&sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a des Einkommensteuergesetzes).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>V&ouml;lkerrechtliche Vereinbarungen st&uuml;nden der Besteuerung nicht entgegen. Beim Tod der E habe es kein die Erbschaftsteuer betreffendes Doppelbesteuerungsabkommen mit Frankreich gegeben. Die in Art.&nbsp;19 i.V.m. Anlage&nbsp;4 SaarVtr enthaltenen &quot;Bestimmungen &uuml;ber die Ausschaltung von Doppelbesteuerungen&quot; seien mit Ablauf der in Art.&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 i.V.m. Art.&nbsp;3 SaarVtr vereinbarten &Uuml;bergangszeit und somit am 5.&nbsp;Juli 1959, 24&nbsp;Uhr, au&szlig;er Kraft getreten (vgl. den durch Bekanntmachung vom 30.&nbsp;Juni 1959 ver&ouml;ffentlichten Briefwechsel vom 25.&nbsp;Juni 1959, BGBl I 1959, 401). Die weitere Anwendung des Art.&nbsp;19 i.V.m. Anlage&nbsp;4 SaarVtr habe nicht durch ministerielle Weisungen angeordnet werden k&ouml;nnen. Vielmehr h&auml;tte es dazu einer Entscheidung des Gesetzgebers bedurft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt der Kl&auml;ger die Verletzung von &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 ErbStG, &sect;&nbsp;121 Nr.&nbsp;3 BewG, Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes (GG) wegen Nichtanwendung der Regelungen des SaarVtr zur Vermeidung von Doppelbesteuerungen sowie von Unionsrecht. Der g&uuml;terrechtliche Anwachsungserwerb nach franz&ouml;sischem Recht unterliege im Inland nicht der Erbschaftsteuer. Das FG habe eine unzul&auml;ssige steuerversch&auml;rfende Analogie vorgenommen. Das franz&ouml;sische Steuerrecht erkenne die g&uuml;terrechtlichen Wirkungen der Vereinbarung einer G&uuml;tergemeinschaft mit Anwachsungsklausel auf den Todesfall steuerrechtlich an. Ohne ausdr&uuml;ckliche Regelung im franz&ouml;sischen Erbschaftsteuerrecht folge die Rechtsprechung in Frankreich der zivilrechtlichen Beurteilung, dass die Anwachsung von Verm&ouml;gen aufgrund der g&uuml;terrechtlichen Anwachsungsklausel keine Schenkung sei. Das deutsche Erbschaftsteuerrecht k&ouml;nne hiervon nicht abweichen (vgl. erg&auml;nzend Gottschalk, Zeitschrift f&uuml;r Erbrecht und Verm&ouml;gensnachfolge 2006, 99). Dies ergebe sich auch aus der unionsrechtlich gew&auml;hrleisteten Kapitalverkehrsfreiheit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Davon abgesehen sei der auf ihn &#8211;den Kl&auml;ger&#8211; &uuml;bergegangene Anteil der E am Restverm&ouml;gen der GbR (ohne Grundst&uuml;cke und Gesellschaftsbeteiligungen) kein der beschr&auml;nkten Erbschaftsteuerpflicht unterliegendes inl&auml;ndisches Verm&ouml;gen. Es handle sich dabei nicht um inl&auml;ndisches Betriebsverm&ouml;gen i.S. des &sect;&nbsp;121 Nr.&nbsp;3 BewG. Die GbR habe im Inland keine Betriebsst&auml;tte unterhalten. Sie habe im Inland weder eine feste Gesch&auml;ftseinrichtung noch die St&auml;tte ihrer Gesch&auml;ftsleitung gehabt. Der Mittelpunkt ihrer gesch&auml;ftlichen Oberleitung habe sich aufgrund der langj&auml;hrigen schweren Krankheit der E am gemeinsamen Wohnsitz der Eheleute in Frankreich befunden. Unerheblich sei, dass die GbR in Frankreich nicht aktiv wirtschaftlich t&auml;tig gewesen sei. Die AG sei nicht st&auml;ndiger Vertreter der GbR im Inland i.S. des &sect;&nbsp;13 AO gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dar&uuml;ber hinaus seien die Regelungen im SaarVtr zur Vermeidung einer Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Erbschaftsteuer trotz Ablaufs der &Uuml;bergangszeit aufgrund der ergangenen ministeriellen Weisungen weiter anwendbar, und zwar aufgrund der Verpflichtung der Finanzbeh&ouml;rden gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 und Art.&nbsp;20 Abs.&nbsp;3 GG zur gesetzm&auml;&szlig;igen und gleichm&auml;&szlig;igen Steuerfestsetzung und zur Gew&auml;hrung gebotenen Vertrauensschutzes (Selbstbindung durch nachhaltiges Verwaltungshandeln), und st&uuml;nden der Besteuerung hinsichtlich der von ihm &#8211;dem Kl&auml;ger&#8211; erworbenen Anteile der E an den Kapitalgesellschaften entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt, die Vorentscheidung aufzuheben und die Erbschaftsteuer unter &Auml;nderung des Steuerbescheids vom &#8230;&nbsp;Juni 2006 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom &#8230;&nbsp;M&auml;rz 2007 auf &#8230;&nbsp;EUR herabzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und war daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat die Rechtm&auml;&szlig;igkeit des angefochtenen Erbschaftsteuerbescheids zutreffend bejaht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das FG hat zu Recht angenommen, dass der Erwerb des Kl&auml;gers aufgrund der nach Art.&nbsp;1524 Abs.&nbsp;1 CC vereinbarten Anwachsungsklausel dem Grunde nach gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 ErbStG als Erwerb von Todes wegen der Erbschaftsteuer unterliegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Ein nach ausl&auml;ndischem Recht erfolgter Erwerb von Todes wegen kann nach &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 ErbStG der inl&auml;ndischen Erbschaftsteuer unterliegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Erbschaftsteuer unterliegt der Erwerb von Todes wegen (&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 ErbStG). Nach &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 ErbStG gilt als Erwerb von Todes wegen der Erwerb durch Erbanfall (&sect;&nbsp;1922 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs &#8211;BGB&#8211;), durch Verm&auml;chtnis (&sect;&sect;&nbsp;2147&nbsp;ff. BGB) oder aufgrund eines geltend gemachten Pflichtteilsanspruchs (&sect;&sect;&nbsp;2303&nbsp;ff. BGB). Weitere Tatbest&auml;nde sind in &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 bis Nr.&nbsp;4 und Abs.&nbsp;2 ErbStG geregelt. Die Vorg&auml;nge, die als Erwerb von Todes wegen in Betracht kommen, sind in &sect;&nbsp;3 ErbStG abschlie&szlig;end aufgez&auml;hlt. Nicht im Katalog des &sect;&nbsp;3 ErbStG genannte Erwerbsgr&uuml;nde unterliegen nicht der Erbschaftsteuer. F&uuml;r die Annahme eines Erwerbs von Todes wegen reicht es auch nicht aus, dass der Erwerb lediglich im Zusammenhang mit einem Erbfall steht (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 4.&nbsp;Mai 2011 II&nbsp;R&nbsp;34\/09, BFHE 233, 184, BStBl II 2011, 725).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Verweisungen in &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 ErbStG auf das BGB sind indes nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH nicht so zu verstehen, dass die Vorschrift nur solche Erwerbe von Todes wegen der Erbschaftsteuer unterwerfe, die auf den in ihr genannten Vorschriften des BGB beruhen. Vielmehr kann auch ein nach ausl&auml;ndischem Recht erfolgter Erwerb von Todes wegen der Erbschaftsteuer nach dem ErbStG unterliegen (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 19.&nbsp;Oktober 1956 III&nbsp;128\/55&nbsp;U, BFHE 63, 431, BStBl III 1956, 363; vom 15.&nbsp;Mai 1964 II&nbsp;177\/61&nbsp;U, BFHE 79, 481, BStBl III 1964, 408; vom 12.&nbsp;Mai 1970 II&nbsp;52\/64, BFHE 105, 44, BStBl II 1972, 462; vom 2.&nbsp;Februar 1977 II&nbsp;R&nbsp;150\/71, BFHE 121, 500, BStBl II 1977, 425; vom 28.&nbsp;Februar 1979 II&nbsp;R&nbsp;165\/74, BFHE 127, 432, BStBl II 1979, 438, und vom 7.&nbsp;Mai 1986 II&nbsp;R&nbsp;137\/79, BFHE 147, 70, BStBl II 1986, 615; vgl. auch zur Verm&ouml;gensteuer BFH-Urteil vom 8.&nbsp;Juni 1988 II&nbsp;R&nbsp;243\/82, BFHE 153, 422, BStBl II 1988, 808).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Beruht der Erwerb auf ausl&auml;ndischem Recht, so ist, sofern die deutsche Erbschaftsteuer &uuml;berhaupt Platz greift (&sect;&nbsp;2 ErbStG), die Besteuerung unproblematisch, soweit im Einzelfall die Institutionen des ausl&auml;ndischen Erbrechts denen des deutschen Erbrechts entsprechen. Trifft das nicht zu, k&ouml;nnen die Begriffe des ausl&auml;ndischen Rechts den Begriffen des deutschen b&uuml;rgerlichen Rechts nicht gleichgesetzt werden. In diesem Fall ist nicht die formale Gestaltung des ausl&auml;ndischen Rechts ma&szlig;gebend, weil dessen Konsequenzen im Einzelfall andere sein k&ouml;nnen, als sie die ungef&auml;hr vergleichbare Rechtsfigur des deutschen Rechts vorsieht; ma&szlig;gebend ist in diesem Falle vielmehr die wirtschaftliche Bedeutung dessen, was das ausl&auml;ndische Recht f&uuml;r den Einzelfall vorschreibt (BFH-Urteile in BFHE 63, 431, BStBl III 1956, 363; in BFHE 79, 481, BStBl III 1964, 408, und in BFHE 105, 44, BStBl II 1972, 462). Nur soweit der Verm&ouml;gensanfall in seiner wirtschaftlichen Bedeutung einem durch das ErbStG erfassten Erwerb gleichkommt, sind die Voraussetzungen eines Tatbestands erf&uuml;llt, an den das ErbStG die Leistungspflicht kn&uuml;pft (&sect;&nbsp;38 AO). Sieht das deutsche b&uuml;rgerliche Recht mehrere Strukturen vor, die dem nach ausl&auml;ndischem Recht verwirklichten Sachverhalt in ihrem wirtschaftlichen Ergebnis gleichkommen, und sind deshalb mehrere Zuordnungen der sich nach ausl&auml;ndischem Recht bestimmenden Nachlassfolge gleicherma&szlig;en m&ouml;glich, muss bezogen auf die Steuerklasse die jeweils mildere Besteuerung Platz greifen; denn nur in Bezug auf diesen Mindestsatz hat das deutsche Recht die Besteuerung eindeutig vorgeschrieben (BFH-Urteile in BFHE 105, 44, BStBl II 1972, 462, und in BFHE 147, 70, BStBl II 1986, 615). Zur Begr&uuml;ndung verwies der BFH (Urteile in BFHE 63, 431, BStBl III 1956, 363, und in BFHE 105, 44, BStBl II 1972, 462) u.a. auf die &#8211;inzwischen durch Art.&nbsp;96 Nr.&nbsp;5 des Einf&uuml;hrungsgesetzes zur Abgabenordnung (BGBl I 1976, 3341, 3380) aufgehobenen&#8211; Vorschriften des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 und 3 des Steueranpassungsgesetzes (StAnpG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) An dieser Rechtsprechung ist im Ergebnis auch nach der Aufhebung des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 und 3 StAnpG festzuhalten (ebenso J&uuml;licher in Troll\/Gebel\/J&uuml;licher, ErbStG, &sect;&nbsp;2 Rz&nbsp;3, 91&nbsp;ff.; Geck in Kapp\/Ebeling, &sect;&nbsp;1 ErbStG Rz&nbsp;79&nbsp;ff.; W&auml;lzholz in Viskorf\/Knobel\/Schuck, Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz, Bewertungsgesetz, 3.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;3 ErbStG Rz&nbsp;4&nbsp;ff.; J&uuml;ptner in Fischer\/J&uuml;ptner\/Pahlke\/Wachter, ErbStG, 4.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;2 Rz&nbsp;22&nbsp;f.; Meincke, Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz, Kommentar, 16.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;2 Rz&nbsp;4; Weinmann in Moench\/Weinmann, &sect;&nbsp;2 ErbStG Rz&nbsp;3; H&ouml;gl in G&uuml;rsching\/Stenger, Bewertungsrecht, &sect;&nbsp;2 ErbStG Rz&nbsp;2).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies ergibt sich aus den Regelungen des &sect;&nbsp;2 ErbStG &uuml;ber die pers&ouml;nliche Steuerpflicht. Diese Regelungen kn&uuml;pfen nicht an einen Erwerb nach inl&auml;ndischem Zivilrecht an und w&uuml;rden in gro&szlig;em Umfang leerlaufen, wenn man &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 ErbStG so verst&uuml;nde, dass nur ein Erwerb nach den ausdr&uuml;cklich genannten Vorschriften des BGB erfasst werde. &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 ErbStG h&auml;tte bei einer solchen engen Auslegung zur Folge, dass in zahlreichen F&auml;llen, in denen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 oder 3 ErbStG die unbeschr&auml;nkte oder beschr&auml;nkte Steuerpflicht gegeben ist, die Besteuerung ausgeschlossen w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>So ordnet beispielsweise &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 ErbStG die unbeschr&auml;nkte Steuerpflicht f&uuml;r den gesamten Verm&ouml;gensanfall an, wenn der Erblasser zur Zeit seines Todes ein Inl&auml;nder war. Als Inl&auml;nder gelten gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a ErbStG nat&uuml;rliche Personen, die im Inland einen Wohnsitz oder ihren gew&ouml;hnlichen Aufenthalt haben, ohne dass es auf die Staatsangeh&ouml;rigkeit ankommt (BFH-Urteil vom 18.&nbsp;April 1962 II&nbsp;272\/60&nbsp;U, BFHE 75, 18, BStBl III 1962, 276). Bei ausl&auml;ndischen Staatsangeh&ouml;rigen unterliegt die Rechtsnachfolge von Todes wegen hingegen zivilrechtlich nach dem Grundsatz des Art.&nbsp;25 Abs.&nbsp;1 des Einf&uuml;hrungsgesetzes zum B&uuml;rgerlichen Gesetzbuch (EGBGB) dem Recht des Staates, dem der Erblasser im Zeitpunkt seines Todes angeh&ouml;rte (vgl. z.B. J&uuml;licher, a.a.O., &sect;&nbsp;2 Rz&nbsp;91; Palandt\/Thorn, B&uuml;rgerliches Gesetzbuch, 71.&nbsp;Aufl., Art.&nbsp;25 EGBGB Rz&nbsp;1&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&uuml;rde man die Anwendung des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 ErbStG auf Erwerbe von Todes wegen beschr&auml;nken, die auf den Vorschriften des BGB beruhen, k&ouml;nnte demnach in allen F&auml;llen, in denen die Rechtsnachfolge von Todes wegen nach einem ausl&auml;ndischen Staatsangeh&ouml;rigen dem Recht des Staates unterliegt, dem dieser im Zeitpunkt seines Todes angeh&ouml;rte, die Festsetzung von Erbschaftsteuer nicht darauf gest&uuml;tzt werden, dass der Erblasser einen Wohnsitz oder seinen gew&ouml;hnlichen Aufenthalt im Inland hatte und deshalb gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a ErbStG als Inl&auml;nder gilt. Bei der Ankn&uuml;pfung an einen Erwerb nach dem BGB w&auml;re regelm&auml;&szlig;ig auch eine Besteuerung nach &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 ErbStG ausgeschlossen. Eine solche Einschr&auml;nkung des durch &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 und 3 ErbStG bestimmten Anwendungsbereichs der Erbschaftsteuer wird durch &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 ErbStG nicht bezweckt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Die Steuerbarkeit eines auf einem Todesfall beruhenden Erwerbs nach ausl&auml;ndischem Recht kann allerdings nicht allein auf eine wirtschaftliche Betrachtungsweise gest&uuml;tzt werden; denn dies w&auml;re mit der Tatbestandsm&auml;&szlig;igkeit der Besteuerung nicht vereinbar. Vielmehr ist dar&uuml;ber hinaus die zivilrechtliche Analyse des Erwerbs nach ausl&auml;ndischem Recht erforderlich (so zutreffend Fischer in Fischer\/J&uuml;ptner\/Pahlke\/Wachter, ErbStG, 4.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;3 Rz&nbsp;62&nbsp;f.). Ein Erwerb nach ausl&auml;ndischem Recht unterliegt demgem&auml;&szlig; bei Vorliegen der allgemeinen Voraussetzungen f&uuml;r die Steuerbarkeit im Inland dann der Erbschaftsteuer, wenn sowohl die Rechtsfolgen als auch das wirtschaftliche Ergebnis einem der in &sect;&nbsp;3 ErbStG ausdr&uuml;cklich genannten inl&auml;ndischen Tatbest&auml;nde entsprechen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Ein Erbanfall i.S. des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 ErbStG ist somit gegeben, wenn nach dem ma&szlig;gebenden ausl&auml;ndischen Recht der Tod einer Person unmittelbar kraft Gesetzes zu einer Gesamtrechtsnachfolge in ihr Verm&ouml;gen f&uuml;hrt. Ist dies der Fall, entspricht dies sowohl hinsichtlich der Rechtsfolgen als auch des wirtschaftlichen Ergebnisses einem Erwerb durch Erbfolge gem&auml;&szlig; &sect;&sect;&nbsp;1922 und 1967 BGB. Unerheblich ist, wie das ausl&auml;ndische Recht den Erwerb zivilrechtlich qualifiziert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nicht erforderlich ist auch, dass sich die Gesamtrechtsnachfolge auf das gesamte Verm&ouml;gen des Erblassers erstreckt. Auch bei einem Erwerb durch Erbanfall (&sect;&nbsp;1922 BGB) k&ouml;nnen Verm&ouml;gensgegenst&auml;nde, die dem Erblasser geh&ouml;rt hatten, vom &Uuml;bergang auf die Erben durch Gesamtrechtsnachfolge ausgeschlossen sein, so bei einer Schenkung auf den Todesfall (&sect;&nbsp;2301 BGB, &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 ErbStG), wenn die Rechtsfolgen des Erf&uuml;llungsgesch&auml;ftes mit dem Tode des Schenkers ohne weitere Rechtshandlungen eintreten (vgl. BFH-Urteil vom 5.&nbsp;Dezember 1990 II&nbsp;R&nbsp;109\/86, BFHE 163, 223, BStBl II 1991, 181), oder wenn aufgrund eines vom Erblasser geschlossenen Vertrags bei dessen Tode ein Dritter einen Verm&ouml;gensvorteil unmittelbar erwirbt (vgl. &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 ErbStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ff) Bei dieser Auslegung des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 ErbStG handelt es sich entgegen der Ansicht des Kl&auml;gers nicht um eine unzul&auml;ssige steuerversch&auml;rfende Analogie, sondern um eine Auslegung der Vorschrift im Lichte des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 und 3 ErbStG, der Verfassungsrecht nicht entgegensteht. Es geht nicht um eine au&szlig;errechtliche wirtschaftliche Beurteilung rechtlicher Sachverhaltsgestaltungen, sondern um die an den spezifischen Zielen der steuerrechtlichen Regelung ausgerichtete steuerrechtliche Beurteilung, ob der bewirkte wirtschaftliche Erfolg einen Steuertatbestand erf&uuml;llt und die Belastung mit der Steuer daher gerechtfertigt ist (vgl. zur Grunderwerbsteuer Kammerbeschluss des Bundesverfassungsgerichts &#8211;BVerfG&#8211; vom 27.&nbsp;Dezember 1991&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;72\/90, BStBl II 1992, 212).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>gg) Die unionsrechtlich gew&auml;hrleistete Kapitalverkehrsfreiheit (Art.&nbsp;56 Abs.&nbsp;1 des Vertrags zur Gr&uuml;ndung der Europ&auml;ischen Gemeinschaft in der im Jahr 2002 geltenden Fassung, nunmehr Art.&nbsp;63 Abs.&nbsp;1 des Vertrags &uuml;ber die Arbeitsweise der Europ&auml;ischen Union) steht dieser Auslegung des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 ErbStG ebenfalls nicht entgegen. Die Kapitalverkehrsfreiheit sch&uuml;tzt die Steuerpflichtigen nicht davor, dass bei einem im Todesfall nach ausl&auml;ndischem Recht erfolgenden Erwerb Erbschaftsteuer festgesetzt wird, wenn die in &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 und 3 ErbStG bestimmten Voraussetzungen der unbeschr&auml;nkten oder beschr&auml;nkten Steuerpflicht erf&uuml;llt sind und der Verm&ouml;gensanfall in seiner rechtlichen und wirtschaftlichen Bedeutung einem durch das ErbStG erfassten Erwerb nach inl&auml;ndischem Recht gleichkommt. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um den mit dem Tod eines deutschen Staatsangeh&ouml;rigen durch Gesamtrechtsnachfolge eintretenden Erwerb inl&auml;ndischen Verm&ouml;gens durch einen anderen deutschen Staatsangeh&ouml;rigen handelt und die Gesamtrechtsnachfolge nur deshalb nicht auf &sect;&nbsp;1922 BGB beruht, weil die deutschen Staatsangeh&ouml;rigen die Anwendung ausl&auml;ndischen Rechts vereinbart haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Erwerb des Kl&auml;gers aufgrund der durch den Vertrag vom &#8230;&nbsp;Dezember 2001 nach Art.&nbsp;1524 Abs.&nbsp;1 CC vereinbarten Anwachsungsklausel unterliegt demnach als Erwerb von Todes wegen dem Grunde nach gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 ErbStG der Erbschaftsteuer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Erwerb entspricht in seinen f&uuml;r die Erbschaftsteuer ma&szlig;gebenden rechtlichen und wirtschaftlichen Folgen einem Erwerb durch Erbanfall (&sect;&nbsp;1922 BGB; vgl. BFH-Urteil in BFHE 63, 431, BStBl III 1956, 363). Der Kl&auml;ger ist aufgrund der Anwachsungsklausel unmittelbar mit dem Tod der E bez&uuml;glich der Anteile der E an den zur G&uuml;tergemeinschaft geh&ouml;renden aktiven Verm&ouml;gensgegenst&auml;nden und Schulden wie ein Erbe Gesamtrechtsnachfolger der E geworden. Diese Anteile sind nicht zun&auml;chst in den Nachlass gefallen und mussten daher auch nicht von den Erben auf den Kl&auml;ger &uuml;bertragen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der erbschaftsteuerrechtlichen Gleichstellung des Kl&auml;gers mit einem Erben steht nicht entgegen, dass sich die vereinbarte G&uuml;tergemeinschaft und somit auch die Anwachsungsklausel nicht auf das gesamte Verm&ouml;gen der E erstreckten. Es spielt auch keine Rolle, ob die Eheleute durch den Vertrag vom &#8230;&nbsp;Dezember 2001 f&uuml;r das davon erfasste Verm&ouml;gen das Pflichtteilsrecht ihrer Tochter ausschlie&szlig;en konnten. Entscheidend ist der Eintritt der Gesamtrechtsnachfolge mit dem Tod der E. Sollte sich das Pflichtteilsrecht der Tochter auf das durch den Vertrag vom &#8230;&nbsp;Dezember 2001 erfasste Verm&ouml;gen der E bezogen haben, w&uuml;rde ein Abzug als Nachlassverbindlichkeit nach &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;5 Nr.&nbsp;2 ErbStG dessen Geltendmachung voraussetzen (zu den Anforderungen an die Geltendmachung vgl. BFH-Urteile vom 19.&nbsp;Juli 2006 II&nbsp;R&nbsp;1\/05, BFHE 213, 122, BStBl II 2006, 718, und vom 31.&nbsp;M&auml;rz 2010 II&nbsp;R&nbsp;22\/09, BFHE 229, 374, BStBl II 2010, 806). Das FG hat in diesem Zusammenhang festgestellt, dass T den Pflichtteil nicht geltend gemacht hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Dass der Erwerb des Kl&auml;gers aufgrund der Anwachsungsklausel dem Grunde nach der Erbschaftsteuer unterliegt, entspricht auch den Wertungen des Gesetzgebers in &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 ErbStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 ErbStG gilt als der Erbschaftsteuer unterliegende Schenkung auf den Todesfall auch der auf dem Ausscheiden eines Gesellschafters beruhende &Uuml;bergang des Anteils oder des Teils eines Anteils eines Gesellschafters einer Personengesellschaft oder Kapitalgesellschaft bei dessen Tode auf die anderen Gesellschafter oder die Gesellschaft, soweit der Wert, der sich f&uuml;r seinen Anteil zur Zeit seines Todes nach &sect;&nbsp;12 ErbStG ergibt, Abfindungsanspr&uuml;che Dritter &uuml;bersteigt. Dies betrifft beispielsweise eine Personengesellschaft, bei der der Gesellschaftsvertrag abweichend von &sect;&nbsp;727 Abs.&nbsp;1 BGB vorsieht, dass sie durch den Tod eines der Gesellschafter nicht aufgel&ouml;st wird, und bei der der Anteil des verstorbenen Gesellschafters am Gesellschaftsverm&ouml;gen im Todesfall den anderen Gesellschaftern zuw&auml;chst (&sect;&nbsp;738 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 BGB).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Der Gesetzgeber nimmt auf einem Todesfall beruhende Erwerbe auch nicht allein deshalb von der Erbschaftsteuer aus, weil die Rechtsgrundlage f&uuml;r den Erwerb nicht zum Erbrecht, sondern zum ehelichen G&uuml;terrecht geh&ouml;rt. Die Vereinbarung einer G&uuml;tergemeinschaft durch Ehevertrag gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1415 BGB f&uuml;hrt nicht dazu, dass das zum Gesamtgut geh&ouml;rende Verm&ouml;gen (&sect;&nbsp;1416 BGB) beim Tod eines der Ehegatten von der Erbschaftsteuer ausgenommen wird. Der Tod eines der Ehegatten hat regelm&auml;&szlig;ig zur Folge, dass der Anteil des verstorbenen Ehegatten am Gesamtgut zum Nachlass geh&ouml;rt (&sect;&nbsp;1482 Satz&nbsp;1 BGB). Der verstorbene Ehegatte wird gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1482 Satz&nbsp;2 BGB nach den allgemeinen Vorschriften beerbt. Erbschaftsteuerrechtliche Besonderheiten ergeben sich in diesem Fall nicht. F&uuml;r Lebenspartner gilt Entsprechendes (&sect;&nbsp;7 des Lebenspartnerschaftsgesetzes i.V.m. &sect;&sect;&nbsp;1415&nbsp;ff. BGB).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wird die G&uuml;tergemeinschaft nach dem Tod eines Ehegatten (oder Lebenspartners) mit den Abk&ouml;mmlingen fortgesetzt (&sect;&sect;&nbsp;1483&nbsp;ff. BGB), ist der Anteil des verstorbenen Ehegatten am Gesamtgut zwar nicht Bestandteil des Nachlasses (&sect;&nbsp;1483 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Halbsatz&nbsp;1 BGB), wird aber gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 ErbStG erbschaftsteuerrechtlich so behandelt, als w&auml;re er ausschlie&szlig;lich den anteilsberechtigten Abk&ouml;mmlingen angefallen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Es spielt danach entgegen der Ansicht des Kl&auml;gers keine Rolle, wie die Anwachsung des Verm&ouml;gens eines verstorbenen Ehegatten auf den &uuml;berlebenden Ehegatten bei einer nach franz&ouml;sischem Recht vereinbarten G&uuml;tergemeinschaft mit Anwachsungsklausel f&uuml;r den Todesfall nach franz&ouml;sischem Erbschaftsteuerrecht beurteilt wird. Das deutsche Erbschaftsteuerrecht ist in seiner Auslegung und Anwendung nicht an Beurteilungen nach franz&ouml;sischem Erbschaftsteuerrecht gebunden. Es entspricht vielmehr der auch verfassungsrechtlich gebotenen Besteuerung nach der Leistungsf&auml;higkeit, wenn die mit dem Tod eines Ehegatten eintretende Gesamtrechtsnachfolge des anderen Ehegatten unabh&auml;ngig davon der Erbschaftsteuer unterworfen wird, ob sie auf Erbrecht oder einer Anwachsungsklausel nach ausl&auml;ndischem Eheg&uuml;terrecht beruht (vgl. Fischer, a.a.O., &sect;&nbsp;3 Rz&nbsp;62). Die verfassungsrechtlich gebotene Ausrichtung der Steuerlast am Prinzip der finanziellen Leistungsf&auml;higkeit betrifft auch die Erbschaftsteuer (BVerfG-Beschluss vom 21.&nbsp;Juli 2010&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;611, 2464\/07, BVerfGE 126, 400, unter B.I.2.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Revisionsrechtlich nicht zu beanstanden ist auch, dass das FG den im Wortlaut widerspr&uuml;chlichen Vertrag vom &#8230;&nbsp;Dezember 2001 &uuml;bereinstimmend mit der Handhabung durch den Kl&auml;ger selbst, T und die beteiligten Stellen so verstanden hat, dass sich die vereinbarte G&uuml;tergemeinschaft auf das gesamte Verm&ouml;gen der Eheleute mit Ausnahme der inl&auml;ndischen Grundst&uuml;cke bezogen habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das FG hat auch den Umfang des der beschr&auml;nkten Steuerpflicht nach &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 ErbStG unterliegenden Verm&ouml;gensanfalls zutreffend bestimmt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die in &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 ErbStG bestimmten Voraussetzungen f&uuml;r eine unbeschr&auml;nkte Steuerpflicht sind nicht erf&uuml;llt, weil die Eheleute seit mehr als f&uuml;nf Jahren vor dem Erbfall im Inland weder einen Wohnsitz (&sect;&nbsp;8 AO) noch ihren gew&ouml;hnlichen Aufenthalt (&sect;&nbsp;9 AO) hatten. Der Kl&auml;ger hatte nicht deshalb im Inland seinen gew&ouml;hnlichen Aufenthalt, weil er als Vorstandsvorsitzender und alleiniger Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der AG im Inland t&auml;tig war. Sogenannte Grenzg&auml;nger, d.h. Arbeitnehmer, die sich an jedem Arbeitstag von ihrem Wohnort im Ausland &uuml;ber die Grenze an ihre Arbeitsst&auml;tte begeben und nach Arbeitsschluss regelm&auml;&szlig;ig wieder an ihren Wohnort zur&uuml;ckkehren, haben im Inland nicht schon deswegen ihren gew&ouml;hnlichen Aufenthalt, weil sie sich w&auml;hrend der Arbeitszeit im Inland aufhalten (BFH-Urteile vom 20.&nbsp;April 1988 I&nbsp;R&nbsp;219\/82, BFHE 154, 38, BStBl II 1990, 701, und vom 25.&nbsp;Januar 1989 I&nbsp;R&nbsp;205\/82, BFHE 158, 210, BStBl II 1990, 687, je m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">b) Die beschr&auml;nkte Erbschaftsteuerpflicht bezieht sich nach &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 ErbStG auf den Verm&ouml;gensanfall, der in Inlandsverm&ouml;gen i.S. des &sect;&nbsp;121 BewG besteht. Zum Inlandsverm&ouml;gen i.S. des &sect;&nbsp;121 BewG geh&ouml;ren u.a.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">das inl&auml;ndische Grundverm&ouml;gen (&sect;&nbsp;121 Nr.&nbsp;2 BewG),<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">das inl&auml;ndische Betriebsverm&ouml;gen. Als solches gilt das Verm&ouml;gen, das einem im Inland betriebenen Gewerbe dient, wenn hierf&uuml;r im Inland eine Betriebsst&auml;tte unterhalten wird oder ein st&auml;ndiger Vertreter bestellt ist (&sect;&nbsp;121 Nr.&nbsp;3 BewG), und<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Anteile an einer Kapitalgesellschaft, wenn die Gesellschaft Sitz oder Gesch&auml;ftsleitung im Inland hat und der Gesellschafter entweder allein oder zusammen mit anderen ihm nahestehenden Personen i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 des Au&szlig;ensteuergesetzes in der jeweils geltenden Fassung am Grund- oder Stammkapital der Gesellschaft mindestens zu einem Zehntel unmittelbar oder mittelbar beteiligt ist (&sect;&nbsp;121 Nr.&nbsp;4 BewG). Es reicht dabei gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 ErbStG aus, wenn der Erblasser zur Zeit seines Todes entsprechend &sect;&nbsp;121 Nr.&nbsp;4 BewG am Grund- oder Stammkapital der inl&auml;ndischen Kapitalgesellschaft beteiligt war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Betriebsst&auml;tte ist nach &sect;&nbsp;12 Satz&nbsp;1 AO jede feste Einrichtung oder Anlage, die der T&auml;tigkeit eines Unternehmens dient. Als Betriebsst&auml;tte ist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;12 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 AO insbesondere auch die St&auml;tte der Gesch&auml;ftsleitung anzusehen. Diese Begriffsbestimmung gilt auch f&uuml;r den Begriff der Betriebsst&auml;tte i.S. des &sect;&nbsp;121 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 BewG (BFH-Urteil vom 30.&nbsp;Oktober 1996 II&nbsp;R&nbsp;12\/92, BFHE 181, 356, BStBl II 1997, 12).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die feste Einrichtung oder Anlage muss dem Gewerbebetrieb <em>unmittelbar<\/em> dienen. Der Betriebsinhaber muss die tats&auml;chliche Verf&uuml;gungsgewalt &uuml;ber die betrieblichen Einrichtungen oder Anlagen haben. Diese Verf&uuml;gungsmacht darf nicht nur von vor&uuml;bergehender Art sein (BFH-Urteile vom 3.&nbsp;Februar 1993 I&nbsp;R&nbsp;80-81\/91, BFHE 170, 263, BStBl II 1993, 462; in BFHE 181, 356, BStBl II 1997, 12, und vom 4.&nbsp;Juni 2008 I&nbsp;R&nbsp;30\/07, BFHE 222, 14, BStBl II 2008, 922).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine hinreichende Verf&uuml;gungsmacht besteht nur dann, wenn der Steuerpflichtige eine Rechtsposition innehat, die ihm ohne seine Mitwirkung nicht mehr ohne weiteres entzogen oder die ohne seine Mitwirkung nicht ohne weiteres ver&auml;ndert werden kann. Ob sie auf Eigentum oder auf einer entgeltlichen oder unentgeltlichen Nutzungs&uuml;berlassung beruht, ist gleichg&uuml;ltig. Die blo&szlig;e Berechtigung zur Nutzung eines Raumes im Interesse eines anderen sowie eine rein tats&auml;chliche Nutzungsm&ouml;glichkeit gen&uuml;gen jedoch nicht. Die in Frage kommende Rechtsposition muss allerdings weder ausdr&uuml;cklich vereinbart noch auf einen bestimmten Raum oder Arbeitsplatz bezogen sein; es gen&uuml;gt vielmehr, wenn aus tats&auml;chlichen Gr&uuml;nden anzunehmen ist, dass dem Unternehmer irgendein f&uuml;r seine T&auml;tigkeit geeigneter Raum zur st&auml;ndigen Nutzung zur Verf&uuml;gung steht. F&uuml;r die Begr&uuml;ndung einer Betriebsst&auml;tte ist letztlich entscheidend, ob eine unternehmerische T&auml;tigkeit in einer Gesch&auml;ftseinrichtung oder Anlage mit fester &ouml;rtlicher Bindung ausge&uuml;bt wird und sich in der Bindung eine gewisse &quot;Verwurzelung&quot; des Unternehmens mit dem Ort der Aus&uuml;bung der unternehmerischen T&auml;tigkeit ausdr&uuml;ckt (BFH-Urteil in BFHE 222, 14, BStBl II 2008, 922, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Besitz von Grundst&uuml;cken oder Geb&auml;uden allein reicht indes nicht, um eine Betriebsst&auml;tte zu begr&uuml;nden. Hinzukommen muss vielmehr, dass dort eine eigene gewerbliche T&auml;tigkeit ausge&uuml;bt wird. Lediglich vermietete oder verpachtete Grundst&uuml;cke oder Geb&auml;ude oder Geb&auml;udeteile begr&uuml;nden keine Betriebsst&auml;tte. Insbesondere reichen die &uuml;blichen mit der Pachtzinsvereinnahmung und mit der Erhaltung der Pachtobjekte verbundenen Verwaltungsarbeiten f&uuml;r die Annahme einer Betriebsst&auml;tte am Ort des Pachtobjekts nicht aus, da sie durch die Verp&auml;chterseite von der Betriebsst&auml;tte des Verwaltungssitzes aus vorgenommen werden. Gleiches gilt, soweit sich der Verp&auml;chter ein Recht zum Betreten der Pachtr&auml;ume zur Pr&uuml;fung von Gesch&auml;ftsvorf&auml;llen oder sogar eine Kontrolle des gesamten Betriebsablaufs vorbehalten hat (BFH-Urteil vom 10.&nbsp;Februar 1988 VIII&nbsp;R&nbsp;159\/84, BFHE 153, 188, BStBl II 1988, 653).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies gilt auch dann, wenn zwischen dem Verpachtungsunternehmen als Besitzunternehmen einerseits und dem pachtenden Unternehmen als Betriebsunternehmen andererseits eine Betriebsaufspaltung besteht. Besitz- und Betriebsunternehmen einer Betriebsaufspaltung bleiben ertragsteuerrechtlich jeweils rechtlich selbst&auml;ndige Unternehmen, ohne dass die T&auml;tigkeit des Betriebsunternehmens dem Besitzunternehmen zugerechnet w&uuml;rde; dieses erzielt vielmehr Eink&uuml;nfte aus einer gewerblich qualifizierten Vermietung bzw. Verpachtung, wobei zum notwendigen Betriebsverm&ouml;gen des Besitzunternehmens die der Betriebsgesellschaft zur Nutzung &uuml;berlassenen Wirtschaftsg&uuml;ter geh&ouml;ren (BFH-Urteil vom 10.&nbsp;Dezember 1998 III&nbsp;R&nbsp;50\/95, BFHE 188, 176, BStBl II 1999, 607).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Anteile der E an den inl&auml;ndischen Grundst&uuml;cken und ihre Beteiligungen an der AG, der F-GmbH und der A-GmbH geh&ouml;ren danach zum Inlandsverm&ouml;gen i.S. des &sect;&nbsp;121 BewG. Sollte &sect;&nbsp;121 Nr.&nbsp;3 BewG nicht eingreifen, ergibt sich dies aus &sect;&nbsp;121 Nr.&nbsp;2 und 4 BewG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Das FG hat zu Recht angenommen, dass auch das &uuml;brige Verm&ouml;gen der GbR nach &sect;&nbsp;121 Nr.&nbsp;3 BewG Inlandsverm&ouml;gen war. Aus den tats&auml;chlichen Feststellungen des FG (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) l&auml;sst sich &uuml;bereinstimmend mit der ertragsteuerrechtlichen Behandlung, der die Eheleute nicht widersprochen haben, entnehmen, dass die GbR im Inland nicht nur ihren Sitz, sondern auch eine Betriebsst&auml;tte hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies ergibt sich zwar nicht bereits aus der zwischen der GbR als Besitzunternehmen und der AG als Betriebsunternehmen bestehenden Betriebsaufspaltung. Die GbR hatte aber am inl&auml;ndischen Sitz der AG deshalb eine Betriebsst&auml;tte, weil sie die R&auml;umlichkeiten der AG f&uuml;r ihre gewerbliche T&auml;tigkeit st&auml;ndig nutzen konnte und auch tats&auml;chlich genutzt hat. Unerheblich ist, ob die Nutzung auf einem vertraglich einger&auml;umten Nutzungsrecht beruhte (BFH-Urteile vom 23.&nbsp;Februar 2011 I&nbsp;R&nbsp;52\/10, BFH\/NV 2011, 1354 Rz&nbsp;35&nbsp;f., und vom 24.&nbsp;August 2011 I&nbsp;R&nbsp;46\/10, BFHE 234, 339 Rz&nbsp;23). Entscheidend ist vielmehr, dass der Kl&auml;ger nicht nur Gesellschafter und Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der GbR, sondern auch mit h&auml;lftiger Beteiligung neben E Gesellschafter der AG und deren Vorstandsvorsitzender und alleiniger Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer war und deshalb die R&auml;umlichkeiten der AG auch f&uuml;r die GbR nutzen konnte, ohne dass ihm diese Nutzungsm&ouml;glichkeit entzogen werden konnte. Von dieser Nutzungsm&ouml;glichkeit machte er auch Gebrauch. Denn die GbR hatte am Sitz der AG eine inl&auml;ndische Adresse. Unter dieser Anschrift wurden ihr die Steuerbescheide und die diesen zugrunde liegenden Feststellungs-, Einheitswert- und Grundsteuermessbescheide bekannt gegeben. Der Kl&auml;ger bringt im &Uuml;brigen nicht vor, dass er die im Zusammenhang mit der GbR anfallenden T&auml;tigkeiten ausschlie&szlig;lich in Frankreich ausge&uuml;bt habe oder habe aus&uuml;ben lassen. Auf die vom FG offen gelassene Frage, wo sich die St&auml;tte der Gesch&auml;ftsleitung der GbR befand, kommt es danach ebenso wenig an wie auf das Vorhandensein eines im Inland bestellten st&auml;ndigen Vertreters der GbR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Die Revision h&auml;tte im &Uuml;brigen auch dann nicht teilweise Erfolg, wenn das Verm&ouml;gen der GbR beim Eintritt des Erbfalls abweichend von der ertragsteuerrechtlichen Behandlung kein Betriebsverm&ouml;gen, sondern Privatverm&ouml;gen gewesen w&auml;re. Das Restverm&ouml;gen der GbR im Wert von &#8230;&nbsp;EUR w&auml;re dann zwar nicht als Inlandsverm&ouml;gen anzusetzen. Zugleich entfiele aber der vom FA gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;2 ErbStG a.F. ber&uuml;cksichtigte Bewertungsabschlag auf das Restverm&ouml;gen und das Grundverm&ouml;gen der GbR in H&ouml;he von 40&nbsp;%.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Wie das FG ferner zutreffend angenommen hat, stehen der Besteuerung die Vorschriften des SaarVtr zur Vermeidung einer Doppelbesteuerung ebenfalls nicht entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Diese Vorschriften (Art.&nbsp;19 i.V.m. Anlage&nbsp;4 SaarVtr) waren Bestandteil der in Kapitel&nbsp;II 1.&nbsp;Abschn. SaarVtr enthaltenen Regelungen &uuml;ber die w&auml;hrend der &Uuml;bergangszeit (Art.&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 SaarVtr) bestehende Zoll- und W&auml;hrungsunion zwischen dem Saarland und Frankreich und galten nach Art.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 SaarVtr nur w&auml;hrend dieser &Uuml;bergangszeit. Die &Uuml;bergangszeit endete mit Ablauf des 5.&nbsp;Juli 1959, 24&nbsp;Uhr (vgl. den durch Bekanntmachung vom 30.&nbsp;Juni 1959 ver&ouml;ffentlichten Briefwechsel vom 25.&nbsp;Juni 1959, BGBl I 1959, 401).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Verwaltungserlasse, durch die die Finanzverwaltung angeordnet hat, die Vorschriften des SaarVtr zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Erbschaftsteuer &uuml;ber den gesetzlich angeordneten Zeitpunkt ihres Au&szlig;erkrafttretens hinaus anzuwenden, haben keine Rechtsnormqualit&auml;t und sind daher f&uuml;r die Gerichte nicht verbindlich (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 13.&nbsp;Januar 2011 V&nbsp;R&nbsp;12\/08, BFHE 232, 261, BStBl II 2012, 61, unter II.4.c, und vom 7.&nbsp;Juli 2011 V&nbsp;R&nbsp;21\/10, BFHE 234, 531, BFH\/NV 2012, 143, unter II.1.g&nbsp;dd). Die Erlasse sind darauf gerichtet, ohne gesetzliche Grundlage f&uuml;r bestimmte, auf das Saarland bezogene Sachverhalte Ausnahmen von der durch das ErbStG vorgeschriebenen Besteuerung zuzulassen, und versto&szlig;en dadurch gegen die Pflicht der Finanzbeh&ouml;rden, die Steuer nach Ma&szlig;gabe der Gesetze gleichm&auml;&szlig;ig festzusetzen und zu erheben (Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 und Art.&nbsp;20 Abs.&nbsp;3 GG, &sect;&nbsp;85 Satz&nbsp;1 AO). Jede (partielle) Nichtfestsetzung gesetzlich entstandener Steuern muss durch Gesetz besonders zugelassen sein (S&ouml;hn in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect;&nbsp;85 AO Rz&nbsp;32) und kann daher nicht durch blo&szlig;e Verwaltungserlasse angeordnet werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Eine die Gerichte bindende Wirkung der Verwaltungserlasse k&ouml;nnte wegen deren Unvereinbarkeit mit den verfassungsrechtlichen Anforderungen an eine den Gesetzen entsprechende, gleichm&auml;&szlig;ige Besteuerung sowie mit &sect;&nbsp;85 Satz&nbsp;1 AO auch nicht angenommen werden, wenn &#8211;was weder das FG festgestellt noch der Kl&auml;ger substantiiert vorgetragen hat&#8211; die Vorschriften des Art.&nbsp;19 i.V.m. Anlage&nbsp;4 SaarVtr abweichend von der dem angefochtenen Steuerbescheid zugrunde liegenden Ansicht bei Sachverhalten der vorliegenden Art bei der Besteuerung anderer Steuerpflichtiger zu deren Gunsten angewandt worden sein sollten. Eine Selbstbindung der Verwaltung, wie sie etwa durch eine allgemeine Verwaltungsanweisung entstehen kann, kann au&szlig;erhalb eines konkreten Rechtsverh&auml;ltnisses nur in Betracht kommen, soweit die Verwaltung nach der Rechtsordnung Entscheidungsfreiheit f&uuml;r den Einzelfall oder f&uuml;r Gruppen von Einzelf&auml;llen hat (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 13.&nbsp;Mai 1987 VII&nbsp;R&nbsp;37\/84, BFHE 150, 108, BStBl II 1987, 606, unter 3.; zur grunds&auml;tzlichen Verbindlichkeit von Sch&auml;tzungsrichtlinien der Verwaltung vgl. BFH-Urteil vom 22.&nbsp;Juli 2010 IV&nbsp;R&nbsp;30\/08, BFHE 230, 397, BStBl II 2011, 210 Rz&nbsp;28). Eine solche Entscheidungsfreiheit steht der Finanzverwaltung bei der Festsetzung von Erbschaftsteuer nach dem ErbStG nicht zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen vermittelt Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG keinen Anspruch auf Anwendung einer rechtswidrigen Verwaltungspraxis und gebietet keine &quot;Gleichheit im Unrecht&quot; (BFH-Urteil vom 11.&nbsp;Januar 2006 II&nbsp;R&nbsp;12\/04, BStBl II 2006, 615, m.w.N.; BFH-Beschl&uuml;sse vom 13.&nbsp;Februar 2007 II&nbsp;B&nbsp;32\/06, BFH\/NV 2007, 966, und vom 26.&nbsp;September 2007 V&nbsp;B&nbsp;8\/06, BFHE 219, 245, BStBl II 2008, 405, unter II.2.d).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Der Kl&auml;ger beruft sich zu Unrecht auf Vertrauensschutz.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Verdr&auml;ngung gesetzten Rechts durch den Grundsatz von Treu und Glauben kann nur in besonders liegenden F&auml;llen in Betracht kommen, in denen das Vertrauen des Steuerpflichtigen in ein bestimmtes Verhalten der Verwaltung nach allgemeinem Rechtsgef&uuml;hl in einem so hohen Ma&szlig;e schutzw&uuml;rdig ist, dass demgegen&uuml;ber die Grunds&auml;tze der Gesetzm&auml;&szlig;igkeit der Verwaltung zur&uuml;cktreten m&uuml;ssen. In diesem Zusammenhang verlangt der Grundsatz von Treu und Glauben einen Vertrauenstatbestand, aufgrund dessen der Steuerpflichtige disponiert hat. Der Vertrauenstatbestand besteht in einer bestimmten Position oder einem bestimmten Verhalten des einen Teils, aufgrund dessen der andere bei objektiver Beurteilung annehmen konnte, jener werde an seiner Position oder seinem Verhalten konsequent und auf Dauer festhalten. Die Anwendung des Grundsatzes von Treu und Glauben setzt nach der Rechtsprechung des BFH regelm&auml;&szlig;ig voraus, dass sich der Steuerpflichtige und die Verwaltungsbeh&ouml;rde als Partner eines konkreten Rechtsverh&auml;ltnisses (&sect;&sect;&nbsp;33&nbsp;ff. AO) gegen&uuml;berstehen (BFH-Urteile vom 7.&nbsp;Oktober 2010 V&nbsp;R&nbsp;17\/09, BFH\/NV 2011, 865, und vom 13.&nbsp;Dezember 2011 II&nbsp;R&nbsp;26\/10, BFH\/NV 2012, 537, unter II.2.a&nbsp;aa).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>61<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Diese Voraussetzungen f&uuml;r Vertrauensschutz sind im Streitfall nicht erf&uuml;llt. Vor dem Tod der E bestand hinsichtlich der Erbschaftsteuer kein konkretes Rechtsverh&auml;ltnis mit dem FA. Der Kl&auml;ger macht auch nicht geltend, dass E oder er selbst im Hinblick auf die angenommene weitere Anwendbarkeit der Regelungen des SaarVtr zur Vermeidung einer Doppelbesteuerung bestimmte Dispositionen getroffen h&auml;tten. Zudem hat weder das FG festgestellt noch der Kl&auml;ger substantiiert vorgetragen, dass die Finanzverwaltung die Vorschriften des Art.&nbsp;19 i.V.m. Anlage&nbsp;4 SaarVtr abweichend von der dem angefochtenen Steuerbescheid zugrunde liegenden Ansicht bei Sachverhalten der vorliegenden Art bei der Besteuerung anderer Steuerpflichtiger zu deren Gunsten angewandt habe. Abgesehen davon ist es im Streitfall tats&auml;chlich nicht zu einer Doppelbesteuerung gekommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>62<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Das Abkommen vom 12.&nbsp;Oktober 2006 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Franz&ouml;sischen Republik zur Vermeidung der Doppelbesteuerung der Nachl&auml;sse, Erbschaften und Schenkungen (BGBl II 2007, 1402) ist im vorliegenden Fall nicht anwendbar. Es findet nach seinem Art.&nbsp;19 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Anwendung auf die Nachl&auml;sse von Personen, die am oder nach dem Tag des Inkrafttretens des Abkommens sterben, und auf Schenkungen, die am oder nach dem Tag des Inkrafttretens des Abkommens ausgef&uuml;hrt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>63<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Nicht zu beanstanden ist auch, dass das FA lediglich den in &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 ErbStG a.F. vorgesehenen Freibetrag von 1.100&nbsp;EUR und nicht den Freibetrag nach &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 ErbStG und den besonderen Versorgungsfreibetrag (&sect;&nbsp;17 ErbStG) angesetzt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>64<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Gesetzgeber hat den unionsrechtlichen Anforderungen (Urteil des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union vom 22.&nbsp;April 2010 C-510\/08, Mattner, Slg. 2010, I-3553, BFH\/NV 2010, 1212) dadurch Rechnung getragen, dass der Steuerpflichtige in den in &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;3 ErbStG genannten F&auml;llen bei beschr&auml;nkter Steuerpflicht beantragen kann, dass der Verm&ouml;gensanfall insgesamt als unbeschr&auml;nkt steuerpflichtig behandelt wird. &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;3 ErbStG wurde durch Art.&nbsp;11 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b des Beitreibungsrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BeitrRLUmsG) vom 7.&nbsp;Dezember 2011 (BGBl I 2011, 2592) in das ErbStG eingef&uuml;gt und ist auf Antrag gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;7 Satz&nbsp;2 ErbStG (Art.&nbsp;11 Nr.&nbsp;8 BeitrRLUmsG) bei noch nicht bestandskr&auml;ftigen Steuerbescheiden auch auf Erwerbe anwendbar, f&uuml;r die die Steuer vor dem 14.&nbsp;Dezember 2011 entstanden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>65<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Von dieser Antragsm&ouml;glichkeit hat der Kl&auml;ger keinen Gebrauch gemacht, obwohl er im Schriftsatz des FA vom 24.&nbsp;Januar 2012 sowie in der m&uuml;ndlichen Verhandlung darauf aufmerksam gemacht wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 4.7.2012, II R 38\/10 Erbschaftsteuer bei Erwerb aufgrund ausl&auml;ndischen Rechts (hier: Anwachsungsklausel nach franz&ouml;sischem Eheg&uuml;terrecht) &#8211; Vorschriften des Saarvertrags zur Vermeidung einer Doppelbesteuerung seit 6. Juli 1959 nicht mehr anwendbar &#8211; Keine Bindung an Beurteilung nach ausl&auml;ndischem Recht &#8211; Gew&ouml;hnlicher Aufenthalt bei sog. Grenzg&auml;nger &#8211; Betriebsst&auml;tte bei Betriebsaufspaltung &#8211; Unzul&auml;ssigkeit einer Anordnung &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-38-10-erbschaftsteuer-bei-erwerb-aufgrund-auslaendischen-rechts-hier-anwachsungsklausel-nach-franzoesischem-ehegueterrecht-vorschriften-des-saarvertrags-zur-vermeidung-einer-doppelbesteuerung-sei\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">II&nbsp;R&nbsp;38\/10 &#8211; Erbschaftsteuer bei Erwerb aufgrund ausl&auml;ndischen Rechts (hier: Anwachsungsklausel nach franz&ouml;sischem Eheg&uuml;terrecht) &#8211; Vorschriften des Saarvertrags zur Vermeidung einer Doppelbesteuerung seit 6. Juli 1959 nicht mehr anwendbar &#8211; Keine Bindung an Beurteilung nach ausl&auml;ndischem Recht &#8211; Gew&ouml;hnlicher Aufenthalt bei sog. Grenzg&auml;nger &#8211; Betriebsst&auml;tte bei Betriebsaufspaltung &#8211; Unzul&auml;ssigkeit einer Anordnung der Nichtfestsetzung gesetzlich entstandener Steuern durch blo&szlig;e Verwaltungserlasse &#8211; Selbstbindung der Verwaltung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-1147","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1147","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1147"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1147\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1147"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1147"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1147"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}