{"id":11483,"date":"2012-12-07T04:21:05","date_gmt":"2012-12-07T02:21:05","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=11483"},"modified":"2012-12-07T04:21:05","modified_gmt":"2012-12-07T02:21:05","slug":"iv-r-14-08-buchwertabspaltung-bei-der-entnahme-von-zuckerruebenlieferrechten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-14-08-buchwertabspaltung-bei-der-entnahme-von-zuckerruebenlieferrechten\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;14\/08 &#8211; Buchwertabspaltung bei der Entnahme von Zuckerr&uuml;benlieferrechten"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 9.9.2010, IV R 14\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Buchwertabspaltung bei der Entnahme von Zuckerr&uuml;benlieferrechten<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) war Inhaberin eines verpachteten landwirtschaftlichen Betriebs. Zum Betriebsverm&ouml;gen geh&ouml;rten neben zwei bebauten Fl&auml;chen mehrere Ackerfl&auml;chen sowie Zuckerr&uuml;benlieferrechte und mit weiteren Lieferrechten verbundene Aktien an der Zuckerfabrik. Mit notarieller Erkl&auml;rung vom 24. Juni 1991 ver&auml;u&szlig;erte die Kl&auml;gerin zwei Ackerfl&auml;chen ohne Zuckerr&uuml;benlieferrechte, woraus sie einen Gewinn von insgesamt 5.277.592 DM erzielte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 4. Juli 1991 erkl&auml;rte die Kl&auml;gerin die Betriebsaufgabe. Dabei ergab sich f&uuml;r die &uuml;brigen Ackerfl&auml;chen, deren Buchwert nach &sect; 55 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) bewertet war, ein Verlust. Die Kl&auml;gerin ermittelte einen Aufgabegewinn von insgesamt 5.676.314 DM, wovon auf die Ackerfl&auml;chen 5.277.592 DM und auf die Aktien 20.832 DM entfielen. Den Buchverlust f&uuml;r die &uuml;brigen Ackerfl&auml;chen lie&szlig; die Kl&auml;gerin gem&auml;&szlig; &sect; 55 Abs. 6 EStG unber&uuml;cksichtigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) ging dagegen nach einer Au&szlig;enpr&uuml;fung von einem Entnahmegewinn f&uuml;r die Zuckerr&uuml;benlieferrechte von 180.480 DM und f&uuml;r die Aktien von 60.208 DM aus (68.208 DM abz&uuml;glich Buchwert von 8.000 DM). Insgesamt kam er zu einem Aufgabegewinn von 5.939.670 DM.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dagegen erhob die Kl&auml;gerin nach erfolglosem Einspruchsverfahren Klage. Das Finanzgericht (FG) holte im Hinblick auf die Senatsurteile vom 15. April 2004 IV R 51\/02 (BFH\/NV 2004, 1393) und vom 11. September 2003 IV R 53\/02 (BFHE 203, 454, BStBl II 2010, 184) ein Sachverst&auml;ndigengutachten ein. Der Gutachter untersuchte zun&auml;chst Angebote auf dem Anzeigenmarkt im Zeitraum von 1968 bis 2004, kam dabei aber zu dem Ergebnis, dass die Marktdaten unzul&auml;nglich seien; deshalb sei der ma&szlig;gebliche Zeitpunkt durch Anwendung des Ertragswertverfahrens zu ermitteln. Danach k&ouml;nne von einer Verfestigung der Zuckerr&uuml;benlieferrechte zu einem selbstst&auml;ndigen Wirtschaftsgut mit einem Teilwert von 10 DM\/dt und einer entsprechenden Buchwertabspaltung auf den 1. Januar 1976 ausgegangen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG gab der Klage im Wesentlichen statt. Nach den Grunds&auml;tzen der Senatsurteile in BFH\/NV 2004, 1393 und in BFHE 203, 454, BStBl II 2010, 184 habe sich das Zuckerr&uuml;benlieferrecht zum 1. Januar 1976 zu einem selbstst&auml;ndigen Wirtschaftsgut verfestigt, wie sich aus dem Gutachten ergebe. Der Entnahmewert des Zuckerr&uuml;benlieferrechts betrage unstreitig 180.480 DM. Auch die Wertermittlung durch den Sachverst&auml;ndigen sei im Wesentlichen nicht zu beanstanden. Allerdings sei die r&uuml;benf&auml;hige Fl&auml;che wegen eines Wassergrabens um 754 m&sup2; zu vermindern, wie das FA geltend gemacht habe. Dadurch vermindere sich der abzuspaltende Buchwert auf 78.282 DM; au&szlig;erdem betr&uuml;gen die Anschaffungskosten f&uuml;r die Zucker-Aktien nur 5.760 DM, wie zwischenzeitlich unstreitig sei. Der Aufgabegewinn betrage deshalb 5.863.628 DM.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dagegen richtet sich die Revision des FA, mit der es eine Verletzung des &sect; 55 EStG r&uuml;gt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es beantragt sinngem&auml;&szlig;,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>das angefochtene Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt sinngem&auml;&szlig;,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des FA ist unbegr&uuml;ndet. Sie war daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Die Entscheidung des FG, dass der Entnahmewert f&uuml;r die nicht an Aktien gebundenen Zuckerr&uuml;benlieferrechte um einen von dem Buchwert des Grund und Bodens abzuspaltenden Buchwert zu vermindern ist, entspricht der Rechtsprechung des erkennenden Senats (u.a. Urteile vom 24. Juni 1999 IV R 33\/98, BFHE 189, 132, BStBl II 2003, 58; in BFHE 203, 454, BStBl II 2010, 184, und in BFH\/NV 2004, 1393) und ist daher nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Zuckerr&uuml;benlieferrechte sind selbstst&auml;ndige immaterielle Wirtschaftsg&uuml;ter (Senatsurteil vom 16. Oktober 2008 IV R 1\/06, BFHE 226, 37, BStBl II 2010, 28, unter II.2. der Gr&uuml;nde, m.w.N.). Diese hatten sich unstreitig bereits vor dem Zeitpunkt der Betriebsaufgabe zu selbstst&auml;ndigen Wirtschaftsg&uuml;tern verfestigt, wie durch das Sachverst&auml;ndigengutachten best&auml;tigt wird. Demzufolge war f&uuml;r die Zuckerr&uuml;benlieferrechte im Zuge der Ermittlung des Aufgabegewinns ein Entnahmewert anzusetzen. Auch dessen H&ouml;he steht zwischen den Beteiligten au&szlig;er Streit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Entnahmewert f&uuml;r die Zuckerr&uuml;benlieferrechte war &#8211;wie das FG unter Ber&uuml;cksichtigung der Senatsurteile in BFHE 203, 454, BStBl II 2010, 184 und in BFH\/NV 2004, 1393 zutreffend entschieden hat &#8211;um einen anteiligen Buchwert zu vermindern, der von dem Buchwert des Grund und Bodens abzuspalten war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Ausgangspunkt der Senatsrechtsprechung zu den Zuckerr&uuml;benlieferrechten ist ein Vergleich mit den Milchlieferrechten (vgl. Senatsurteil in BFHE 189, 132, BStBl II 2003, 58, unter 2.b der Gr&uuml;nde).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Buchwert der Milchlieferrechte ist nach der Rechtsprechung des Senats von dem nach &sect; 55 Abs. 1 EStG zum 1. Juli 1970 festgestellten Wert des Grund und Bodens abzuspalten (vgl. u.a. Senatsurteil vom 24. August 2000 IV R 11\/00, BFHE 192, 547, BStBl II 2003, 64, unter 1.b und 4. der Gr&uuml;nde, m.w.N.). Die Finanzverwaltung ist dieser Beurteilung (sp&auml;ter) gefolgt (vgl. Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen &#8211;BMF&#8211; vom 14. Januar 2003 IV A 6 -S 2134- 52\/02, BStBl I 2003, 78).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Dem liegt die Ansicht zu Grunde, dass die M&ouml;glichkeit, Milch zu erzeugen und zu vermarkten, als Teil der Ertragsf&auml;higkeit des Grund und Bodens in dem mit dem Zweifachen des Ausgangswerts angesetzten Wirtschaftsgut Grund und Boden (&sect; 55 Abs. 1 Satz 1 EStG) mitbewertet worden sei. Diese M&ouml;glichkeit habe sich dann aber durch die Milch-Garantiemengen-Verordnung vom 25. Mai 1984 (BGBl I 1984, 720) als Milchreferenzmenge (Milchlieferrecht) zu einem immateriellen Wirtschaftsgut verselbstst&auml;ndigt (Senatsurteil vom 25. November 1999 IV R 64\/98, BFHE 190, 214, BStBl II 2003, 61, unter 1.a der Gr&uuml;nde). Dadurch habe der Grund und Boden an Wert verloren (Senatsurteile vom 5. M&auml;rz 1998 IV R 8\/95, BFHE 185, 434, BStBl II 2003, 54, unter 1. der Gr&uuml;nde; in BFHE 192, 547, BStBl II 2003, 64, unter 1.b der Gr&uuml;nde). Das entnommene oder ver&auml;u&szlig;erte Wirtschaftsgut &quot;Grund und Boden&quot; sei nicht identisch mit dem Wirtschaftsgut, das mit dem Zweifachen des Ausgangswerts (entsprechend dem Achtfachen der Ertragsmesszahl, vgl. &sect; 55 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 Satz 1 EStG) angesetzt worden sei; denn dieser Wert sei nur teilweise auf den &quot;nackten&quot; Grund und Boden entfallen (Senatsurteil in BFHE 190, 214, BStBl II 2003, 61, unter 2. der Gr&uuml;nde).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Der Senat ist deshalb zu der Auffassung gelangt, dass nur die Einbeziehung des auf die Milchreferenzmengen entfallenden Teils des Ver&auml;u&szlig;erungspreises in die Ermittlung des nicht abziehbaren Verlusts gem&auml;&szlig; &sect; 55 Abs. 6 Satz 1 EStG dem Sinn und Zweck dieser Vorschrift entspreche. Soweit dies nicht gew&auml;hrleistet sei, enthalte &sect; 55 Abs. 6 EStG eine verdeckte Regelungsl&uuml;cke (Senatsurteil in BFHE 185, 434, BStBl II 2003, 54, unter 3. der Gr&uuml;nde). Denn &sect; 55 Abs. 6 EStG sei lediglich eine konsequente Erg&auml;nzung zur pauschalen Wertermittlung des Grund und Bodens nach &sect; 55 Abs. 1 EStG und solle verhindern, dass es zur Ber&uuml;cksichtigung von Verlusten komme, die sich allein deshalb erg&auml;ben, weil der Teilwert des Grund und Bodens nicht konkret, sondern pauschal ermittelt und deshalb zu hoch angesetzt worden sei (Senatsurteil in BFHE 190, 214, BStBl II 2003, 61, unter 1.c der Gr&uuml;nde). Wertminderungen des Grund und Bodens, die eindeutig auf die rechtliche Verselbstst&auml;ndigung bodengebundener Befugnisse wie der Milchreferenzmengen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren seien, seien daher bei Anwendung des &sect; 55 Abs. 6 EStG zu ber&uuml;cksichtigen (Senatsurteil in BFHE 192, 547, BStBl II 2003, 64, unter 2.b der Gr&uuml;nde). Dazu sei der zum 1. Juli 1970 festgestellte Wert des Grund und Bodens im selben Verh&auml;ltnis aufzuteilen, in dem sich die Marktpreise f&uuml;r die Milchreferenzmengen einerseits und den &quot;nackten&quot; Grund und Boden andererseits nach Entstehung des Wirtschaftsguts Milchreferenzmenge gegen&uuml;berst&uuml;nden (Senatsurteil in BFHE 192, 547, BStBl II 2003, 64, unter 4. der Gr&uuml;nde; BMF-Schreiben in BStBl I 2003, 78, Tz. 8).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Bei der Beurteilung der Frage, ob auch f&uuml;r Zuckerr&uuml;benlieferrechte ein anteiliger Buchwert von dem Pauschalwert f&uuml;r den Grund und Boden abzuspalten ist, hat der Senat an diese rechtliche Beurteilung angekn&uuml;pft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) In dem Urteil in BFHE 189, 132, BStBl II 2003, 58 (unter 3.a der Gr&uuml;nde) &#8211;das im ersten Rechtsgang in dem mit Urteil vom 09. September 2010 entschiedenen Verfahren IV R 2\/10, BFHE 230, 453 ergangen ist&#8211; hat der Senat unter Bezugnahme auf die Senatsurteile vom 5. M&auml;rz 1998 IV R 23\/96 (BFHE 185, 435, BStBl II 2003, 56) und in BFHE 185, 434, BStBl II 2003, 54 entschieden, dass eine verdeckte Regelungsl&uuml;cke in &sect; 55 Abs. 6 EStG bei der Ver&auml;u&szlig;erung oder Entnahme von Zuckerr&uuml;benlieferrechten nur dann zu bejahen ist, wenn sich der Wert der Anbaufl&auml;chen f&uuml;r Zuckerr&uuml;ben nach Einf&uuml;hrung der Pauschalwerte f&uuml;r den Grund und Boden (nach &sect; 55 Abs. 1 EStG) infolge der Quotenregelung nachhaltig vermindert hat. Deshalb habe das FG festzustellen, ob sich die Zuckerr&uuml;benlieferrechte bereits am 1. Juli 1970 zu einem selbstst&auml;ndigen immateriellen Wirtschaftsgut verfestigt h&auml;tten, so dass sie bei Bemessung der Pauschalwerte des &sect; 55 EStG Ber&uuml;cksichtigung finden, aber auch Einfluss auf den Wert der Anbaufl&auml;chen nehmen konnten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Das daraufhin im zweiten Rechtsgang jenes Verfahrens ergangene Urteil des Nieders&auml;chsischen FG vom 28. August 2002&nbsp;&nbsp;2 K 683\/99 (Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2002, 1607) hat der Senat aufgehoben (Urteil in BFHE 203, 454, BStBl II 2010, 184), weil das FG die dem Urteil in BFHE 189, 132, BStBl II 2003, 58 zu Grunde liegende rechtliche Beurteilung nicht beachtet habe. Soweit das FG von einem Wertverlust des Grund und Bodens durch die Einf&uuml;hrung der Zuckerr&uuml;benquoten ausgegangen sei, fehlten nachvollziehbare Feststellungen. Das FG m&uuml;sse feststellen, ob der Kl&auml;ger aufgrund der vertraglichen Beziehungen mit der von ihm belieferten Zuckerfabrik bereits vor dem 1. Juli 1970 ein &uuml;bertragbares und am Markt selbstst&auml;ndig bewertetes Wirtschaftsgut besessen habe. Nur dann h&auml;tte sich die durch die Zuckermarktordnung &#8211;ZMO&#8211; (Verordnung Nr. 1009\/67\/EWG des Rates vom 18. Dezember 1967 &uuml;ber die gemeinsame Marktorganisation f&uuml;r Zucker, Amtsblatt &#8211;ABl&#8211; 1967, Nr. B 308, 1) auf die Zuckerfabriken entfallende Zuckerquote zu einem selbstst&auml;ndigen Zuckerr&uuml;benlieferrecht verfestigen k&ouml;nnen (Senatsurteil in BFHE 203, 454, BStBl II 2010, 184, unter II.2. der Gr&uuml;nde).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG m&uuml;sse die Feststellungen dazu, ob die R&uuml;benlieferrechte des Kl&auml;gers sich bereits vor dem 1. Juli 1970 zu selbstst&auml;ndigen Wirtschaftsg&uuml;tern verfestigt h&auml;tten, durch Einholung eines Sachverst&auml;ndigengutachtens nachholen. Lasse sich zum 1. Juli 1970 die selbstst&auml;ndige Bewertbarkeit der Lieferrechte nicht feststellen, komme es f&uuml;r die Ermittlung des vom Pauschalwert des Grund und Bodens abzuspaltenden anteiligen Buchwerts der R&uuml;benlieferrechte darauf an, in welchem Verh&auml;ltnis die Teilwerte dieser Lieferrechte zum Zeitpunkt ihrer Verfestigung am Markt zu den Teilwerten f&uuml;r die r&uuml;benf&auml;higen Fl&auml;chen st&uuml;nden, die bereits am 1. Juli 1970 zum Betriebsverm&ouml;gen des Kl&auml;gers geh&ouml;rt h&auml;tten (Senatsurteil in BFHE 203, 454, BStBl II 2010, 184, unter II.3. der Gr&uuml;nde; ebenso Senatsurteil vom 11. September 2003 IV R 25\/02, BFH\/NV 2004, 617, unter 2. der Gr&uuml;nde).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Auch im Urteil in BFH\/NV 2004, 1393 hat der Senat an dieser Beurteilung festgehalten (unter 3. der Gr&uuml;nde). Er hat darin dem FG u.a. aufgegeben ggf. festzustellen, wie hoch der auf die Zuckerr&uuml;benlieferrechte entfallende anteilige Aufgabegewinn ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Zwar ist diese Rechtsprechung auf erhebliche Kritik gesto&szlig;en (vgl. Felsmann, Einkommensbesteuerung der Land- und Forstwirte, B Rz 576n ff.). Der erkennende Senat h&auml;lt daran jedoch fest. Zu ber&uuml;cksichtigen ist dabei der hohe Stellenwert, der der Einheitlichkeit und Kontinuit&auml;t der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung zukommt (vgl. zu Letzterem u.a. Beschluss des Gro&szlig;en Senats des Bundesfinanzhofs vom 17. Dezember 2007 GrS 2\/04, BFHE 220, 129, BStBl II 2008, 608, unter D.IV.2.a der Gr&uuml;nde). Hinzu kommt, dass die ZMO nach jetzigem Stand mit Ablauf des Zuckerwirtschaftsjahrs 2014\/2015 am 30. September 2015 ausl&auml;uft (Verordnung (EG) Nr. 318\/2006 des Rates vom 20. Februar 2006 &uuml;ber die gemeinsame Marktorganisation f&uuml;r Zucker, ABl der Europ&auml;ischen Union 2006, Nr. L 58, 1).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Frage, ob eine Abspaltung des Buchwerts auch tats&auml;chlich vorzunehmen ist, wenn die nachzuholenden Feststellungen ergeben w&uuml;rden, dass sich die Zuckerr&uuml;benlieferrechte erst nach dem 1. Juli 1970 am Markt zu einem selbstst&auml;ndig bewerteten Wirtschaftsgut verfestigt hatten, ist in den Urteilen in BFH\/NV 2004, 1393 und in BFHE 203, 454, BStBl II 2010, 184 nicht offen geblieben. Denn auf die Verh&auml;ltnisse an diesem f&uuml;r den Ansatz der Pauschalwerte nach &sect; 55 Abs. 1 Satz 1 EStG ma&szlig;geblichen Stichtag kam es nur dann an, wenn ggf. eine Buchwertabspaltung zu erfolgen hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Aus demselben Grund rechtfertigt auch der Einwand des FA, die r&uuml;benf&auml;higen Ackerfl&auml;chen h&auml;tten keinen dem Wert der entstandenen Zuckerr&uuml;benlieferrechte entsprechenden Wertverlust erlitten, keine andere Beurteilung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Zwar trifft es zu, dass der Senat im Urteil in BFHE 189, 132, BStBl II 2003, 58 (unter 3.b der Gr&uuml;nde) die Auffassung vertreten hat, dass eine verdeckte Regelungsl&uuml;cke in &sect; 55 Abs. 6 EStG nur dann zu bejahen sei, wenn sich der Wert der Anbaufl&auml;chen f&uuml;r Zuckerr&uuml;ben nach Einf&uuml;hrung der Pauschalwerte f&uuml;r den Grund und Boden infolge der Quotenregelung nachhaltig vermindert habe. Auch hat er im zweiten Rechtsgang jenes Verfahrens der vorinstanzlichen Entscheidung entgegengehalten, dass der dort vertretenen Auffassung, durch die Einf&uuml;hrung der Zuckerr&uuml;benquoten im Jahr 1968 sei ein Wertverlust beim Grund und Boden eingetreten, keine nachvollziehbaren Feststellungen zu Grunde l&auml;gen (Urteil in BFHE 203, 454, BStBl II 2010, 184, unter II.1. der Gr&uuml;nde).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Gleichwohl hat der Senat f&uuml;r die Verfestigung der Zuckerr&uuml;benlieferrechte zu einem selbstst&auml;ndigen Wirtschaftsgut nur auf deren Verselbstst&auml;ndigung abgestellt und dem FG aufgegeben, zu dieser Frage ein Sachverst&auml;ndigengutachten einzuholen. Allein entscheidend ist nach dem Urteil in BFHE 189, 132, BStBl II 2003, 58 (unter 4.b der Gr&uuml;nde), dass im Pauschalwert die durch die M&ouml;glichkeit der Lieferrechte gesteigerte Ertragsf&auml;higkeit des Grund und Bodens mitbewertet worden sei, so dass sich auch bei der Aufgabe bzw. Ver&auml;u&szlig;erung des Betriebs gedanklich ein Teil des Pauschalwerts aufwandsm&auml;&szlig;ig durch die steuerpflichtige Ver&auml;u&szlig;erung des zwischenzeitlich zu einem selbstst&auml;ndigen Wirtschaftsgut erstarkten Lieferrechts verbraucht habe. Der Senat ist somit davon ausgegangen, dass sich &#8211;abstrakt gesehen&#8211; die Verselbstst&auml;ndigung der Zuckerr&uuml;benlieferrechte korrespondierend wertmindernd auf den Grund und Boden auswirkt, eine derartige Wirkung aber durch andere wertbeeinflussende Faktoren &uuml;berlagert sein kann. Unter dieser Voraussetzung kam es auf Feststellungen zur tats&auml;chlichen Wertentwicklung des Grund und Bodens nicht an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) F&uuml;r diese Einsch&auml;tzung spricht im &Uuml;brigen, dass sich den Grundst&uuml;ckspreisen nicht ohne weiteres entnehmen l&auml;sst, ob damit auch Lieferrechte abgegolten wurden. Denn die Anerkennung der Lieferrechte als immaterielles Wirtschaftsgut setzt deren selbstst&auml;ndige Verkehrsf&auml;higkeit nicht voraus (Senatsurteil in BFH\/NV 2004, 1393, unter 1. der Gr&uuml;nde). Best&auml;tigt wird diese Einsch&auml;tzung durch das vom FG eingeholte Sachverst&auml;ndigengutachten. Danach haben die Gutachteraussch&uuml;sse eine gesonderte Erfassung von Kaufpreisen f&uuml;r Zuckerr&uuml;benlieferrechte erst sp&auml;ter vorgenommen. Wenn &#8211;wie der Sachverst&auml;ndige weiter festgestellt hat&#8211; der Wert der Zuckerr&uuml;benlieferrechte zum Zeitpunkt ihrer Verfestigung zu einem immateriellen Wirtschaftsgut nicht durch Marktdaten feststellbar ist, d&uuml;rfte ein dem entsprechender Wertverlust der r&uuml;benf&auml;higen Ackergrundst&uuml;cke auch nicht nachzuweisen sein. Im &Uuml;brigen hat der Senat bereits im Urteil in BFHE 189, 132, BStBl II 2003, 58 (unter 4.b der Gr&uuml;nde) unter Hinweis auf die Milchreferenzmengen entschieden, dass es nicht Voraussetzung f&uuml;r das Absetzen eines anteiligen Buchwerts ist, dass der Teilwert des Grund und Bodens infolge der Einf&uuml;hrung der Milchreferenzmengen tats&auml;chlich unter den Teilwert vom 1. Juli 1970 gesunken ist; allein entscheidend sei, dass sich bei der Aufgabe bzw. Ver&auml;u&szlig;erung des Betriebs gedanklich ein Teil des Pauschalwerts aufwandsm&auml;&szlig;ig durch das zwischenzeitlich zu einem selbstst&auml;ndigen Wirtschaftsgut erstarkte Lieferrecht verbraucht habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Auch die Frage, ob die regional unterschiedliche Entwicklung und Ausgestaltung der Zuckerr&uuml;benlieferrechte es ausschlie&szlig;t, dass die damit verbundene gesteigerte Ertragsf&auml;higkeit vor der Verfestigung zu selbstst&auml;ndigen Wirtschaftsg&uuml;tern im Pauschalwert des Grund und Bodens mit bewertet wurde, ist bereits entschieden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Der Senat ist schon in dem Urteil in BFHE 189, 132, BStBl II 2003, 58 (unter 4.a der Gr&uuml;nde) davon ausgegangen, dass sich die R&uuml;benf&auml;higkeit einer Ackerfl&auml;che im Pauschalwert nach &sect; 55 Abs. 1 EStG niedergeschlagen hat. Er hat deshalb die Frage bejaht, ob der Teil des zum 1. Juli 1970 gebildeten Pauschalwerts, der auf die nat&uuml;rlichen Ertragsbedingungen des Bodens zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist, soweit er sp&auml;ter Eingang in ein selbstst&auml;ndiges immaterielles Wirtschaftsgut &quot;Zuckerr&uuml;benlieferrecht&quot; gefunden hat, bei der Ermittlung des steuerpflichtigen Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns abzusetzen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Dar&uuml;ber hinaus hat der Senat in dem Urteil in BFHE 203, 454, BStBl II 2010, 184 (unter II.2. der Gr&uuml;nde) die Rechtsansicht vertreten, dass es f&uuml;r die Frage der Verfestigung der Zuckerr&uuml;benlieferrechte am Markt und &#8211;daraus folgend&#8211; f&uuml;r die Buchwertabspaltung von dem Pauschalwert nach &sect; 55 Abs. 1 EStG auf die vertraglichen Beziehungen mit der belieferten Zuckerfabrik ankommt. Dabei ist er erkennbar davon ausgegangen, dass die M&ouml;glichkeit, Zuckerr&uuml;ben anzubauen und zu vermarkten, als Teil der Ertragsf&auml;higkeit des Grund und Bodens in dem Pauschalwert mit enthalten war, so dass dieser aufzuteilen ist, ebenso wie andererseits nach Verfestigung der Zuckerr&uuml;benlieferrechte zu einem selbstst&auml;ndigen Wirtschaftsgut bei Verkauf eines mit einem Lieferrecht verbundenen Grundst&uuml;cks ein einheitlicher Kaufpreis aufzuteilen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Der Auffassung des FA, dass der Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;s f&uuml;r die Zuckerr&uuml;benlieferrechte insoweit nicht um den abgespaltenen Buchwert gemindert werden k&ouml;nne, als darauf nicht abziehbare lineare Absetzungen f&uuml;r Abnutzung (AfA) vorzunehmen seien, folgt der Senat nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Zwar trifft es zu, dass betriebsgebundene Zuckerr&uuml;benlieferrechte grunds&auml;tzlich abnutzbare (immaterielle) Wirtschaftsg&uuml;ter sind (Senatsurteil in BFHE 226, 37, BStBl II 2010, 28), deren Nutzungsdauer auf 10 Jahre gesch&auml;tzt werden kann (Senatsurteil vom 17. M&auml;rz 2010 IV R 3\/08, BFHE 219, 159). Daraus folgt jedoch nach Ansicht des Senats nicht, dass deshalb der vom Buchwert des Grund und Bodens abgespaltene Buchwert betriebsgebundener Zuckerr&uuml;benlieferrechte wegen des Verlustabzugsverbots des &sect; 55 Abs. 6 EStG erfolgsneutral abzuschreiben w&auml;re, mit der Folge, dass die Bilanz des Steuerpflichtigen insoweit im Hinblick auf die Fehlerursache (vgl. Senatsurteil vom 6. August 1998 IV R 67\/97, BFHE 186, 402, BStBl II 1999, 14, unter 3. der Gr&uuml;nde) erfolgsneutral zu berichtigen w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Der abgespaltene Buchwert unterliegt nach Auffassung des Senats ebenso wenig wie der Buchwert des Grund und Bodens vor der Abspaltung einer AfA. Denn der Grund und Boden stellt ein nicht abnutzbares Wirtschaftsgut dar. Der abgespaltene Buchwert kann aber nicht losgel&ouml;st von seiner Entstehung beurteilt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Hinzu kommt, dass der nach &sect; 55 Abs. 1 EStG ermittelte pauschale Buchwert bei der Gewinnermittlung weder zu Verlusten f&uuml;hren darf noch einer Teilwertabschreibung zug&auml;nglich ist (&sect; 55 Abs. 6 EStG). Daran kann auch die Buchwertabspaltung nichts &auml;ndern. Denn der Senat hat die Buchwertabspaltung mit einer Regelungsl&uuml;cke bei der Ermittlung des nach &sect; 55 Abs. 6 EStG nicht abziehbaren Verlusts begr&uuml;ndet, die er darin gesehen hat, dass diese Vorschrift lediglich solche Wertminderungen ausschlie&szlig;en sollte, die auf dem pauschal ermittelten, (zu) hohen Buchwertansatz des Grund und Bodens beruhen, nicht jedoch Wertminderungen aufgrund der rechtlichen Verselbstst&auml;ndigung von Lieferrechten (s. oben unter II.2.a cc). Damit lie&szlig;en sich jedoch AfA auf den f&uuml;r die Lieferrechte abgespaltenen pauschalen Buchwert nicht vereinbaren. Dar&uuml;ber hinaus widerspr&auml;chen gewinnmindernde Abschreibungen auf den abgespaltenen Buchwert dem erkennbaren Ziel des Gesetzgebers, Wertverluste au&szlig;erhalb des Verfahrens zur h&ouml;heren Teilwertfeststellung nach &sect; 55 Abs. 5 EStG unber&uuml;cksichtigt zu lassen (vgl. dazu Senatsurteil vom 10. August 1978 IV R 181\/77, BFHE 126, 191, BStBl II 1979, 103, unter 2. der Gr&uuml;nde).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(4) Der &Uuml;berlegung des FA, dass die AfA den Gewinn im Rahmen der Gewinnermittlung zwar mindern k&ouml;nne, die Gewinnauswirkung aber au&szlig;erhalb der Gewinnermittlung zu korrigieren sei, schlie&szlig;t sich der Senat nicht an. Weder entspricht sie dem Wortlaut des &sect; 55 Abs. 6 Satz 1 EStG, wonach die Verluste &quot;bei der Ermittlung des Gewinns&quot; nicht ber&uuml;cksichtigt werden d&uuml;rfen, noch tr&auml;gt sie der Abspaltung vom Buchwert des nicht der AfA unterliegenden Grund und Bodens Rechnung. Eine solche Auffassung lie&szlig;e sich dar&uuml;ber hinaus auch nicht mit der bisherigen Rechtsprechung des Senats zu den Milch- und Zuckerr&uuml;benlieferrechten vereinbaren. Denn da sich die Lieferrechte zu weit zur&uuml;ckliegenden Zeitpunkten &#8211;die Zuckerr&uuml;benlieferrechte vorliegend zum 1. Januar 1976, Milchlieferrechte in der Regel zum 1. April 1984&#8211; zu selbstst&auml;ndigen Wirtschaftsg&uuml;tern verfestigt haben, erg&auml;be sich daraus in der Regel im Ergebnis eine der au&szlig;erbilanziellen Korrektur entsprechende Erh&ouml;hung der nicht abziehbaren Verluste. Das liefe jedoch auf das genaue Gegenteil der f&uuml;r die Senatsrechtsprechung zur Buchwertabspaltung ma&szlig;geblichen einschr&auml;nkenden Auslegung des &sect; 55 Abs. 6 EStG hinaus. Eine solche Wirkung st&uuml;nde dar&uuml;ber hinaus auch der R&uuml;ckg&auml;ngigmachung der Buchwertaufspaltung nach dem Wegfall der Lieferrechte (voraussichtlich im Jahr 2015, vgl. Senatsurteil in BFHE 229, 159, unter II.4.b aa der Gr&uuml;nde) entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Soweit das FA auf Folgeprobleme hinweist, die sich aus der Abspaltung eines anteiligen Buchwerts f&uuml;r die Lieferrechte aus dem Pauschalwert des Grund und Bodens gem&auml;&szlig; &sect; 55 EStG ergeben k&ouml;nnen, ist dar&uuml;ber im vorliegenden Verfahren nicht zu entscheiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das angefochtene Urteil entspricht der Rechtsprechung des Senats (Urteile in BFHE 203, 454, BStBl II 2010, 184, und in BFH\/NV 2004, 1393) und ist auch nicht zu beanstanden, soweit es sich auf das Sachverst&auml;ndigengutachten st&uuml;tzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Unerheblich ist, dass der Sachverst&auml;ndige die Untersuchung der Marktdaten f&uuml;r das Angebot von Zuckerr&uuml;benlieferrechten auf die Zeit nach Einf&uuml;hrung der ZMO beschr&auml;nkt hat. Denn es kann nicht davon ausgegangen werden, dass f&uuml;r fr&uuml;here Zeitr&auml;ume aussagekr&auml;ftige Daten feststellbar gewesen w&auml;ren. Das Urteil des FG Baden-W&uuml;rttemberg vom 13. Oktober 2005&nbsp;&nbsp;6 K 123\/03 (EFG 2006, 198; best&auml;tigt durch Senatsbeschluss vom 31. Januar 2007 IV B 140\/05, BFH\/NV 2007, 1105) erlaubt &#8211;entgegen der Auffassung des FA&#8211; keine andere Beurteilung. Denn zum einen betrifft es an Aktien gebundene Lieferrechte, die insofern nicht vergleichbar sind (vgl. Urteil des FG Baden-W&uuml;rttemberg in EFG 2006, 198, unter 3. der Gr&uuml;nde; Senatsurteil in BFH\/NV 2004, 617, unter 2. der Gr&uuml;nde; Senatsbeschluss in BFH\/NV 2007, 1105, unter 3. der Gr&uuml;nde). Zum anderen lassen sich die f&uuml;r die fr&uuml;here Verfestigung zu einem selbstst&auml;ndigen Wirtschaftsgut in S&uuml;ddeutschland ma&szlig;geblichen Gesichtspunkte nicht auf den Streitfall &uuml;bertragen (vgl. Senatsurteil in BFHE 203, 454, BStBl II 2010, 184, unter II.2. der Gr&uuml;nde).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Weitere konkrete Einw&auml;nde gegen die Einzelheiten der Ermittlung des f&uuml;r die Zuckerr&uuml;benlieferrechte abzuspaltenden Buchwerts in der Vorentscheidung auf der Grundlage des Sachverst&auml;ndigengutachtens hat das FA &uuml;ber die vom FG vorgenommene Korrektur hinaus nicht geltend gemacht. Insbesondere ist auch die Ermittlung des Teilwerts der Zuckerr&uuml;benlieferrechte zum Zeitpunkt der Verfestigung am Markt auf der Grundlage der ermittelten Deckungsbeitr&auml;ge nicht zu beanstanden (vgl. Senatsurteil in BFH\/NV 2004, 617, unter 3. der Gr&uuml;nde).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 9.9.2010, IV R 14\/08 Buchwertabspaltung bei der Entnahme von Zuckerr&uuml;benlieferrechten Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) war Inhaberin eines verpachteten landwirtschaftlichen Betriebs. Zum Betriebsverm&ouml;gen geh&ouml;rten neben zwei bebauten Fl&auml;chen mehrere Ackerfl&auml;chen sowie Zuckerr&uuml;benlieferrechte und mit weiteren Lieferrechten verbundene Aktien an der Zuckerfabrik. Mit notarieller Erkl&auml;rung vom 24. Juni 1991 ver&auml;u&szlig;erte &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-14-08-buchwertabspaltung-bei-der-entnahme-von-zuckerruebenlieferrechten\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;14\/08 &#8211; Buchwertabspaltung bei der Entnahme von Zuckerr&uuml;benlieferrechten<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-11483","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11483","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11483"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11483\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11483"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11483"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11483"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}