{"id":11552,"date":"2012-12-19T16:13:40","date_gmt":"2012-12-19T14:13:40","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=11552"},"modified":"2020-09-14T10:46:14","modified_gmt":"2020-09-14T08:46:14","slug":"vi-r-11-09-aufwendungen-fuer-eine-immunbiologische-krebsabwehrtherapie-als-aussergewoehnliche-belastung-abgrenzung-der-krankheitskosten-von-vorbeugenden-aufwendungen-nachweis-der-medizinischen-indikat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-11-09-aufwendungen-fuer-eine-immunbiologische-krebsabwehrtherapie-als-aussergewoehnliche-belastung-abgrenzung-der-krankheitskosten-von-vorbeugenden-aufwendungen-nachweis-der-medizinischen-indikat\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;11\/09 &#8211; Aufwendungen f&uuml;r eine immunbiologische Krebsabwehrtherapie als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung &#8211; Abgrenzung der Krankheitskosten von vorbeugenden Aufwendungen &#8211; Nachweis der medizinischen Indikation"},"content":{"rendered":"<p class=\"ueberschrift\">BUNDESFINANZHOF Urteil vom 2.9.2010, VI R 11\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">Aufwendungen f\u00fcr eine immunbiologische Krebsabwehrtherapie als au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastung &#8211; Abgrenzung der Krankheitskosten von vorbeugenden Aufwendungen &#8211; Nachweis der medizinischen Indikation<\/p>\n<p style=\"font-weight: bold;\">Leits\u00e4tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Krankheitskosten, denen es objektiv an der Eignung zur Heilung oder Linderung mangelt, k\u00f6nnen zwangsl\u00e4ufig erwachsen, wenn der Steuerpflichtige an einer Erkrankung mit einer nur noch begrenzten Lebenserwartung leidet, die nicht mehr auf eine kurative Behandlung anspricht.<\/p>\n<p>2. Dies gilt selbst dann, wenn sich der Steuerpflichtige f\u00fcr eine aus schulmedizinischer oder naturheilkundlicher Sicht nicht anerkannte Heilmethode entscheidet.<\/p>\n<p>3. Ihre Grenze findet die Abzugsf\u00e4higkeit von Aufwendungen f\u00fcr Au\u00dfenseitermethoden nach \u00a7 33 EStG allerdings, wenn die Behandlung von einer Person vorgenommen wird, die nicht zur Aus\u00fcbung der Heilkunde zugelassen ist.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight: bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>1<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist, ob Aufwendungen f\u00fcr eine immunbiologische Krebsabwehrtherapie als au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastungen abzugsf\u00e4hig sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>2<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Kl\u00e4ger und Revisionskl\u00e4ger (Kl\u00e4ger) wurde im Streitjahr (2006) mit seiner mittlerweile verstorbenen Ehefrau H zur Einkommensteuer zusammen veranlagt. Im August 2006 wurde bei H eine Krebserkrankung der Bauchspeicheldr\u00fcse diagnostiziert und bereits am 21. August 2006 eine Bauchoperation zur chirurgischen Entfernung des Tumors und seiner region\u00e4ren Lymphknotenmetastasen durchgef\u00fchrt. Im Anschluss an die Operation entschied sich H an Stelle der ihr von dem Krankenhaus angebotenen konventionellen Chemotherapie f\u00fcr eine immunbiologische Krebsabwehrtherapie mit dem Pr\u00e4parat Ukrain und in Kombination mit einer Sauerstoff-Mehrschritttherapie sowie einer Ozon-Sauerstoffbehandlung. Hierf\u00fcr zahlten die Eheleute im Veranlagungszeitraum 2006\u00a0\u00a030.000 EUR an den behandelnden Hausarzt Dr. B &#8211; einem Facharzt f\u00fcr Allgemeinmedizin, Chirotherapie und Naturheilverfahren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>3<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Ausweislich einer Stellungnahme des B war eine nach internationaler Therapieempfehlung in der Situation der H durchzuf\u00fchrende Kombinationschemotherapie infolge ihres operationsbedingt geschw\u00e4chten Gesundheitszustandes und einer Tumorkachexie nicht m\u00f6glich. B bescheinigte der H zudem, dass sich ihr Allgemeinzustand unter der Behandlung zunehmend verbessere und die Durchf\u00fchrung der immunbiologischen Krebsabwehrtherapie weiterhin medizinisch notwendig sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>4<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die bei der <a title=\"Krankenkassenvergleich\" href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/krankenversicherung-vorsorgeaufwendungen.html\">Krankenkasse<\/a> beantragte Erstattung der Aufwendungen wurde unter Bezugnahme auf eine Stellungnahme des Medizinischen Dienstes der <a title=\"Krankenversicherung\" href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/krankenversicherung-vorsorgeaufwendungen.html\">Krankenversicherungen<\/a> vom 14. November 2006 abgelehnt. Eine im Rahmen des Einspruchsverfahrens vorgelegte amts\u00e4rztliche Stellungnahme vom 26. Juni 2007 erl\u00e4uterte die Situation der H und stellte die kritischen Positionen in der Fachwelt in Bezug auf die durchgef\u00fchrte Behandlung mit Ukrain kurz dar. Unter Hinweis auf &#8222;eine ungew\u00f6hnlich hohe Anzahl von Untersuchungen &#8230;, die den Grundlagen einer wissenschaftlichen Untersuchungsmethode durchaus entsprechen&#8220;, kam der Amtsarzt zu folgendem Ergebnis:<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>5<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>&#8222;Diese Untersuchungen legen die M\u00f6glichkeit sehr nahe, dass Ukrain zuk\u00fcnftig m\u00f6glicherweise eine interessante Medikation f\u00fcr die Onkologie werden k\u00f6nnte. &#8230; Soweit sich jemand bei fraglicher Effektivit\u00e4t schulmedizinischer Behandlungsm\u00f6glichkeiten auch zur Vermeidung Lebensqualit\u00e4t reduzierender Nebenwirkungen dann f\u00fcr einen alternativ medizinischen Behandlungsweg einer immunbiologischen Krebsabwehrtherapie entscheidet, sehe ich amts\u00e4rztlicherseits vergleichbar die Voraussetzungen f\u00fcr die Anerkennung einer au\u00dfergew\u00f6hnlichen Belastung im Sinne des \u00a7 33 Einkommensteuergesetz als gegeben an.&#8220;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>6<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) lehnte gleichwohl eine Anerkennung der Aufwendungen als au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastung sowohl im Einkommensteuerbescheid als auch in der Einspruchsentscheidung ab. Das Finanzgericht (FG) wies die Klage &#8211;nach Einholung eines klinisch-pharmakologischen Sachverst\u00e4ndigengutachtens&#8211; mit den in Entscheidungen der Finanzgerichte 2009, 752 ver\u00f6ffentlichten Gr\u00fcnden ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>7<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r\u00fcgt der Kl\u00e4ger die Verletzung materiellen Rechts. Au\u00dferdem sei dem FG mangelnde Sachaufkl\u00e4rung vorzuwerfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>8<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Kl\u00e4ger beantragt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>das Urteil des Nieders\u00e4chsischen FG vom 8. Januar 2009\u00a0\u00a011 K 490\/07 und die Einspruchsentscheidung vom 19. Oktober 2007 aufzuheben und die Einkommensteuer unter Ber\u00fccksichtigung von Aufwendungen f\u00fcr eine immunbiologische Krebsabwehrtherapie in H\u00f6he von 30.000 EUR als au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastung herabzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>9<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>die Revision zur\u00fcckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight: bold;\">Entscheidungsgr\u00fcnde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>10<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>II. 1. Die Revision des Kl\u00e4gers ist begr\u00fcndet. Das angefochtene Urteil ist aufzuheben und der Klage stattzugeben (\u00a7 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Entgegen der Ansicht der Vorinstanz sind die streitbefangenen Aufwendungen f\u00fcr die immunbiologische Krebsabwehrtherapie als au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastung abzugsf\u00e4hig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>11<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Nach \u00a7 33 Abs. 1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) wird die Einkommensteuer auf Antrag erm\u00e4\u00dfigt, wenn einem Steuerpflichtigen zwangsl\u00e4ufig gr\u00f6\u00dfere Aufwendungen als der \u00fcberwiegenden Mehrzahl der Steuerpflichtigen gleicher Einkommensverh\u00e4ltnisse, gleicher Verm\u00f6gensverh\u00e4ltnisse und gleichen Familienstands (au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastung) erwachsen. Zwangsl\u00e4ufig erwachsen dem Steuerpflichtigen Aufwendungen dann, wenn er sich ihnen aus rechtlichen, tats\u00e4chlichen oder sittlichen Gr\u00fcnden nicht entziehen kann und soweit die Aufwendungen den Umst\u00e4nden nach notwendig sind und einen angemessenen Betrag nicht \u00fcbersteigen (\u00a7 33 Abs. 2 Satz 1 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>12<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>aa) In st\u00e4ndiger Rechtsprechung geht der Bundesfinanzhof (BFH) davon aus, dass Krankheitskosten &#8211;ohne R\u00fccksicht auf die Art und die Ursache der Erkrankung&#8211; dem Steuerpflichtigen aus tats\u00e4chlichen Gr\u00fcnden zwangsl\u00e4ufig erwachsen. Allerdings werden nur solche Aufwendungen als Krankheitskosten ber\u00fccksichtigt, die zum Zwecke der Heilung einer Krankheit (z.B. Medikamente, Operation) oder mit dem Ziel get\u00e4tigt werden, die Krankheit ertr\u00e4glich zu machen, beispielsweise Aufwendungen f\u00fcr einen Rollstuhl (BFH-Urteile vom 17. Juli 1981 VI R 77\/78, BFHE 133, 545, BStBl II 1981, 711; vom 13. Februar 1987 III R 208\/81, BFHE 149, 222, BStBl II 1987, 427, und vom 20. M\u00e4rz 1987 III R 150\/86, BFHE 149, 539, BStBl II 1987, 596).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>13<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>bb) Aufwendungen f\u00fcr die eigentliche Heilbehandlung werden typisierend als au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastung ber\u00fccksichtigt, ohne dass es im Einzelfall der nach \u00a7 33 Abs. 2 Satz 1 EStG an sich gebotenen Pr\u00fcfung der Zwangsl\u00e4ufigkeit des Grundes und der H\u00f6he nach bedarf (BFH-Urteile vom 1. Februar 2001 III R 22\/00, BFHE 195, 144, BStBl II 2001, 543, und vom 3. Dezember 1998 III R 5\/98, BFHE 187, 503, BStBl II 1999, 227, m.w.N.). Eine derart typisierende Behandlung der Krankheitskosten ist zur Vermeidung eines unzumutbaren Eindringens in die Privatsph\u00e4re geboten (BFH-Urteil in BFHE 195, 144, BStBl II 2001, 543). Dies gilt aber nur dann, wenn die Aufwendungen nach den Erkenntnissen und Erfahrungen der Heilkunde und nach den Grunds\u00e4tzen eines gewissenhaften Arztes zur Heilung oder Linderung der Krankheit angezeigt (vertretbar) sind und vorgenommen werden (vgl. BFH-Urteil vom 18. Juni 1997 III R 84\/96, BFHE 183, 476, BStBl II 1997, 805), also medizinisch indiziert sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>14<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>cc) Vorbeugende Aufwendungen, die der Gesundheit allgemein dienen, und solche, die auf einer medizinisch nicht indizierten Behandlung beruhen, z\u00e4hlen hingegen nicht zu den Krankheitskosten. Es handelt sich insoweit vielmehr um Aufwand, der nicht aus tats\u00e4chlichen Gr\u00fcnden zwangsl\u00e4ufig i.S. des \u00a7 33 Abs. 2 Satz 1 EStG entsteht, sondern auf einer freien Willensentschlie\u00dfung beruht und deshalb gem\u00e4\u00df \u00a7 12 Nr. 1 EStG den nicht abzugsf\u00e4higen Kosten der Lebenshaltung zuzurechnen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>15<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>dd) F\u00fcr die mitunter schwierige Trennung von echten Krankheitskosten einerseits und lediglich gesundheitsf\u00f6rdernden Vorbeuge- oder Folgekosten andererseits fordert der BFH seit dem Urteil vom 14. Februar 1980 VI R 218\/77 (BFHE 130, 54, BStBl II 1980, 295, betr. Badekur auf Ibiza) in st\u00e4ndiger Rechtsprechung regelm\u00e4\u00dfig die Vorlage eines zeitlich vor der Aufwendung erstellten amts- oder vertrauens\u00e4rztlichen Gutachtens bzw. eines Attestes eines anderen \u00f6ffentlich-rechtlichen Tr\u00e4gers, aus dem sich die Krankheit und die medizinische Indikation der den Aufwendungen zugrundeliegenden Behandlung zweifelsfrei entnehmen l\u00e4sst (vgl. BFH-Urteile in BFHE 133, 545, BStBl II 1981, 711, betr. Frischzellenbehandlung; vom 11. Januar 1991 III R 70\/88, BFH\/NV 1991, 386, betr. Frischzellenbehandlung und rezeptfreie Arzneimittel; vom 11. Dezember 1987 III R 95\/85, BFHE 152, 131, BStBl II 1988, 275, betr. Heilkur; in BFHE 149, 222, BStBl II 1987, 427, betr. Gruppensitzung bei den Anonymen Alkoholikern; in BFHE 195, 144, BStBl II 2001, 543, betr. Ayur-Veda-Behandlung; BFH-Beschluss vom 15. November 2007 III B 205\/06, BFH\/NV 2008, 368, betr. Delfintherapie). Auch bei Aufwendungen f\u00fcr Ma\u00dfnahmen, die ihrer Art nach nicht eindeutig nur der Heilung oder Linderung einer Krankheit dienen k\u00f6nnen und deren medizinische Indikation deshalb schwer zu beurteilen ist, verlangt der BFH diesen formalisierten Nachweis (beispielsweise BFH-Urteile vom 9. August 1991 III R 54\/90, BFHE 165, 272, BStBl II 1991, 920, betr. Bett mit motorgetriebener Oberk\u00f6rperaufrichtung; vom 9. August 2001 III R 6\/01, BFHE 196, 492, BStBl II 2002, 240, betr. Asbestsanierung der Au\u00dfenfassade eines Wohnhauses; vom 23. Mai 2002 III R 52\/99, BFHE 199, 287, BStBl II 2002, 592, betr. Neuanschaffung von Mobiliar wegen Formaldehydemission; vom 21. April 2005 III R 45\/03, BFHE 209, 365, BStBl II 2005, 602, betr. Unterbringung in einer sozialtherapeutischen Wohngruppe; vom 15. M\u00e4rz 2007 III R 28\/06, BFH\/NV 2007, 1841, betr. Beseitigung von Birken; BFH-Beschl\u00fcsse vom 10. Dezember 2004 III B 56\/04, juris, betr. Asbestbeseitigung; vom 24. November 2006 III B 57\/06, BFH\/NV 2007, 438, betr. Aufwendungen f\u00fcr Fettabsaugung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>16<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>ee) Der Senat kann dahinstehen lassen, ob an diesem formalisierten Nachweisverlangen stets festzuhalten ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>17<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Denn im Streitfall geht es ersichtlich nicht um die Abgrenzung echter Krankheitskosten von nur allgemein gesundheitsf\u00f6rdernden oder vorbeugenden Ma\u00dfnahmen. Vielmehr ist die schwerwiegende Erkrankung der zwischenzeitlich verstorbenen Ehefrau des Kl\u00e4gers v\u00f6llig unstreitig (vgl. insoweit BFH-Beschluss vom 15. November 1999 III B 76\/99, BFH\/NV 2000, 697). Auch liegt die in Frage stehende immunbiologische Krebsabwehrtherapie nicht auf der Ebene von Geister- oder Wunderheilern; F\u00e4lle, in denen die Rechtsprechung einen zielgerichteten Eingriff zur Heilbehandlung verneint hat (vgl. BFH-Urteil vom 18. April 1990 III R 38\/86, BFH\/NV 1991, 27, m.w.N.). Es handelt sich vielmehr um eine gezielte therapeutische Ma\u00dfnahme, die durch eine gesetzlich zur Aus\u00fcbung der Heilkunde zugelassene Person, einen Facharzt f\u00fcr Allgemeinmedizin, Chirotherapie und Naturheilverfahren, durchgef\u00fchrt worden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>18<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>ff) Ebenfalls offenlassen kann der Senat im Streitfall, ob bei Behandlungen mit wissenschaftlich umstrittenen Methoden der Nachweis der medizinischen Indikation durch eine amts- oder vertrauens\u00e4rztliche Begutachtung unerl\u00e4sslich ist (vgl. BFH-Beschluss in BFH\/NV 2008, 368).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>19<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Denn in F\u00e4llen wie dem vorliegenden stellt sich jedenfalls die Frage nach der objektiven Eignung einer medizinischen Ma\u00dfnahme zur Heilung oder Linderung der Krankheit nicht mehr.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>20<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Leidet der Steuerpflichtige &#8211;wie hier die Ehefrau des Kl\u00e4gers&#8211; so schwer an einer Erkrankung mit einer nur noch begrenzten Lebenserwartung, die soweit fortgeschritten ist, dass sie nicht mehr auf eine kurative Behandlung anspricht, wird diese letzte Lebensphase von dem Konflikt zwischen der schicksalhaften Realit\u00e4t, dem Wunsch nach Heilung und der Hoffnung des Patienten, seine eigene Erkrankung m\u00f6ge prinzipiell anders verlaufen als nach den statistisch gewonnenen Erfahrungen zu erwarten ist, gepr\u00e4gt. In dieser notstands\u00e4hnlichen Situation erwachsen Patienten, die mit den heute verf\u00fcgbaren schulmedizinischen Verfahren nicht oder nicht mehr zu heilen sind, auch Aufwendungen f\u00fcr Ma\u00dfnahmen, denen es objektiv an der Eignung zur Heilung oder Linderung der Krankheit mangeln mag, tats\u00e4chlich zwangsl\u00e4ufig. Dies gilt selbst dann, wenn der Steuerpflichtige die notstands\u00e4hnliche Zwangslage zwischen Realit\u00e4t und Wunsch nach Heilung durch Kontakte mit \u00e4rztlichen Au\u00dfenseitern zu l\u00f6sen sucht und sich &#8211;nach intensiver Beratung \u00fcber palliative Behandlungsm\u00f6glichkeiten&#8211; f\u00fcr eine aus schulmedizinischer oder naturheilkundlicher Sicht nicht anerkannte Heilmethode entscheidet. Nicht die medizinische Notwendigkeit der Ma\u00dfnahme begr\u00fcndet in diesen F\u00e4llen die tats\u00e4chliche Zwangsl\u00e4ufigkeit, sondern die Ausweglosigkeit der Lebenssituation, die den &#8222;Griff nach jedem Strohhalm&#8220; gebietet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>21<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>gg) Ihre Grenzen findet die Abzugsf\u00e4higkeit von Aufwendungen f\u00fcr Au\u00dfenseitermethoden nach \u00a7 33 EStG allerdings, wenn Ma\u00dfnahmen &#8211;anders als im Streitfall&#8211; von Personen vorgenommen werden, die nicht zur Aus\u00fcbung der Heilkunde zugelassen sind (vgl. BFH-Beschluss in BFH\/NV 2000, 697; Kanzler in Herrmann\/ Heuer\/Raupach, &#8211;HHR&#8211;, \u00a7 33 EStG Rz 93, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>22<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Damit sind die streitgegenst\u00e4ndlichen Aufwendungen f\u00fcr die immunbiologische Krebsabwehrtherapie als au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastung zu ber\u00fccksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>23<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Wer von den Ehegatten diese der Kl\u00e4gerin aus tats\u00e4chlichen Gr\u00fcnden zwangsl\u00e4ufig entstandenen Kosten wirtschaftlich getragen hat, ist f\u00fcr den Abzug als au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastung bei Ehegatten, die &#8211;wie vorliegend&#8211; zusammen zur Einkommensteuer veranlagt worden sind, ohne Bedeutung. Denn nach \u00a7 26b EStG werden die Eheleute insoweit gemeinsam als Steuerpflichtiger behandelt (sog. Einheitsgedanke, HHR\/Kanzler, \u00a7 33 EStG Rz 21; Seiler in Kirchhof, EStG, 9. Aufl., \u00a7 26b Rz 8; Schneider, in: Kirchhof\/S\u00f6hn\/Mellinghoff, EStG, \u00a7 26b Rz B 76).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>24<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>2. Der Einkommensteuerbescheid f\u00fcr das Jahr 2006 ist deshalb dahingehend zu \u00e4ndern, dass bei der Einkommensteuerfestsetzung weitere Aufwendungen in H\u00f6he von 30.000 EUR als au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastung zu ber\u00fccksichtigen sind. Die Neuberechnung der Steuer wird dem FA \u00fcbertragen (\u00a7 100 Abs. 2 Satz 2, \u00a7 121 Satz 1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p><!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 2.9.2010, VI R 11\/09 Aufwendungen f\u00fcr eine immunbiologische Krebsabwehrtherapie als au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastung &#8211; Abgrenzung der Krankheitskosten von vorbeugenden Aufwendungen &#8211; Nachweis der medizinischen Indikation Leits\u00e4tze 1. Krankheitskosten, denen es objektiv an der Eignung zur Heilung oder Linderung mangelt, k\u00f6nnen zwangsl\u00e4ufig erwachsen, wenn der Steuerpflichtige an einer Erkrankung mit einer nur noch begrenzten &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-11-09-aufwendungen-fuer-eine-immunbiologische-krebsabwehrtherapie-als-aussergewoehnliche-belastung-abgrenzung-der-krankheitskosten-von-vorbeugenden-aufwendungen-nachweis-der-medizinischen-indikat\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VI&nbsp;R&nbsp;11\/09 &#8211; Aufwendungen f&uuml;r eine immunbiologische Krebsabwehrtherapie als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung &#8211; Abgrenzung der Krankheitskosten von vorbeugenden Aufwendungen &#8211; Nachweis der medizinischen Indikation<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[1365],"class_list":["post-11552","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online","tag-krankheitskosten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11552","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11552"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11552\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11552"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11552"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11552"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}