{"id":1156,"date":"2012-07-11T00:00:00","date_gmt":"2012-07-10T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=1156"},"modified":"2012-11-14T05:46:02","modified_gmt":"2012-11-14T03:46:02","slug":"i-s-8-12-anhoerungsruege-ablehnungsgesuch-akteneinsicht-rechtliches-gehoer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-s-8-12-anhoerungsruege-ablehnungsgesuch-akteneinsicht-rechtliches-gehoer\/","title":{"rendered":"I&nbsp;S&nbsp;8\/12 &#8211; Anh&ouml;rungsr&uuml;ge; Ablehnungsgesuch; Akteneinsicht; Rechtliches Geh&ouml;r"},"content":{"rendered":"<p class=\"ueberschrift\">BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 11.7.2012, I S 8\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Anh\u00f6rungsr\u00fcge; Ablehnungsgesuch; Akteneinsicht; Rechtliches Geh\u00f6r<\/p>\n<p style=\"font-weight: bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>1<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>I. Mit Beschluss vom 9.\u00a0Januar 2012 I\u00a0B\u00a066\/11 (nicht ver\u00f6ffentlicht) hat der angerufene Senat die Beschwerde der Kl\u00e4gerin, Beschwerdef\u00fchrerin und R\u00fcgef\u00fchrerin (Kl\u00e4gerin) wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts K\u00f6ln vom 10.\u00a0Februar 2011\u00a0\u00a013\u00a0K\u00a01698\/05 aufgrund des versp\u00e4teten Eingangs der Begr\u00fcndung als unzul\u00e4ssig verworfen. Die Kl\u00e4gerin wendet sich gegen den ihr am 8.\u00a0M\u00e4rz 2012 zugegangenen Beschluss mit der Anh\u00f6rungsr\u00fcge. Der entsprechende Schriftsatz ist am 22.\u00a0M\u00e4rz 2012 beim Bundesfinanzhof (BFH) eingegangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>2<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Mit Schriftsatz vom 23.\u00a0Juni 2012 beantragte die Kl\u00e4gerin unter vorsorglicher Geltendmachung der Besorgnis der Befangenheit gegen ggf. noch zu benennende Mitglieder des Senats Einsicht in den gerichtsinternen Schriftverkehr und andere gerichtsinterne Vorg\u00e4nge, die die Gesch\u00e4ftsstelle betreffen. Die Besorgnis der Befangenheit k\u00f6nne dadurch begr\u00fcndet sein, dass die Entscheidungen zweier Senate des BFH \u00fcber Nichtzulassungsbeschwerden im Abstand von nur einer Woche zugestellt wurden, dadurch eine \u00dcberschneidung der nur zweiw\u00f6chigen Frist zur Erhebung der Anh\u00f6rungsr\u00fcgen eingetreten sei und die Verteidigung in beiden gleichzeitig zu f\u00fchrenden R\u00fcgeverfahren wesentlich erschwert worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight: bold;\">Entscheidungsgr\u00fcnde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>3<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>II. 1. Der Senat entscheidet \u00fcber die Anh\u00f6rungsr\u00fcge in seiner nach dem Gesch\u00e4ftsverteilungsplan vorgesehenen Besetzung, da kein wirksames Ablehnungsgesuch vorliegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>4<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Nach \u00a7\u00a051 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 der Finanzgerichtsordnung (FGO) i.V.m. \u00a7\u00a042 Abs.\u00a02 der Zivilprozessordnung (ZPO) kann ein Richter wegen Besorgnis der Befangenheit abgelehnt werden, wenn ein Grund vorliegt, der geeignet ist, Misstrauen gegen dessen Unparteilichkeit zu rechtfertigen. Die Ablehnung erfordert zur Geltendmachung des Ablehnungsgrundes ein Ablehnungsgesuch (vgl. \u00a7\u00a044 Abs.\u00a01 ZPO i.V.m. \u00a7\u00a051 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>5<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das Ablehnungsgesuch ist eine Prozesshandlung (BFH-Beschluss vom 12.\u00a0August 1998 III\u00a0B\u00a023\/98, BFH\/NV 1999, 476). Aus Gr\u00fcnden der Prozessklarheit und angesichts des verfassungsrechtlichen Grundsatzes des gesetzlichen Richters (Art.\u00a0101 Abs.\u00a01 Satz\u00a02 des Grundgesetzes &#8211;GG&#8211;) muss sich aus der Erkl\u00e4rung eindeutig ergeben, dass es sich um ein Ablehnungsgesuch handelt. Ein abgelehnter Richter darf bis zur Erledigung des Ablehnungsgesuches nur noch unaufschiebbare Amtshandlungen vornehmen (vgl. \u00a7\u00a047 ZPO i.V.m. \u00a7\u00a051 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 FGO). Schon diese eingeschr\u00e4nkte Handlungskompetenz des abgelehnten Richters macht es unerl\u00e4sslich, dass insoweit Klarheit besteht, ob ein Ablehnungsgesuch vorliegt. Gleicherma\u00dfen ist diese Klarheit erforderlich, um einen Verlust des Ablehnungsrechtes nach \u00a7\u00a043 ZPO i.V.m. \u00a7\u00a051 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 FGO sicher feststellen zu k\u00f6nnen (vgl. BFH-Beschl\u00fcsse vom 18.\u00a0Oktober 1994 VIII\u00a0S\u00a011\/93, BFH\/NV 1995, 540; in BFH\/NV 1999, 476).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>6<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Die vorsorgliche Geltendmachung der Besorgnis der Befangenheit f\u00fcr ggf. noch zu benennende Mitglieder des Senats erf\u00fcllt diese Voraussetzungen nicht. Die Erkl\u00e4rung l\u00e4sst nicht erkennen, welcher Richter bzw. welche Richter abgelehnt werden. Es handelt sich auch nicht um eine Ablehnung des gesamten Spruchk\u00f6rpers. Die \u00c4u\u00dferung stellt vielmehr eine blo\u00dfe Ank\u00fcndigung eines Ablehnungsgesuches dar und f\u00fchrt nicht zum Ausschluss eines Richters (vgl. BFH-Beschluss vom 24. Mai 2007 VII\u00a0S\u00a022\/06 (PKH), BFH\/NV 2007, 1903).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>7<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>2. Die Anh\u00f6rungsr\u00fcge ist unbegr\u00fcndet und deshalb durch Beschluss zur\u00fcckzuweisen (\u00a7\u00a0133a Abs.\u00a04 S\u00e4tze\u00a02 und 3 FGO). Der Anspruch der Kl\u00e4gerin auf Gew\u00e4hrung rechtlichen Geh\u00f6rs wurde im Beschwerdeverfahren nicht verletzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>8<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Art.\u00a0103 Abs.\u00a01 GG gew\u00e4hrleistet den Beteiligten eines gerichtlichen Verfahrens das Recht, vor Gericht Antr\u00e4ge zu stellen und Ausf\u00fchrungen zu machen. Dem entspricht die Pflicht des Gerichts, die Ausf\u00fchrungen der Verfahrensbeteiligten zur Kenntnis zu nehmen und bei seiner Entscheidung in Erw\u00e4gung zu ziehen, sofern das Vorbringen nicht nach den Prozessvorschriften ausnahmsweise unber\u00fccksichtigt bleiben muss oder kann (st\u00e4ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 30.\u00a0April 2009 VI\u00a0S\u00a08\/09, juris).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>9<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Grunds\u00e4tzlich ist davon auszugehen, dass das Gericht das Vorbringen eines Beteiligten auch zur Kenntnis genommen und in Erw\u00e4gung gezogen hat, wenngleich es nach Art.\u00a0103 Abs.\u00a01 GG nicht verpflichtet ist, sich mit jedem Vorbringen in der Begr\u00fcndung seiner Entscheidung ausdr\u00fccklich zu befassen. Der Umstand allein, dass sich die Entscheidungsgr\u00fcnde mit einem bestimmten Gesichtspunkt nicht ausdr\u00fccklich auseinandersetzen, rechtfertigt grunds\u00e4tzlich nicht die Annahme, das Gericht habe den Gesichtspunkt unter Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh\u00f6r \u00fcbergangen. Dieses Recht wird auch nicht dadurch verletzt, dass das Gericht der Rechtsansicht eines Beteiligten nicht folgt. Denn die Anh\u00f6rungsr\u00fcge dient nicht dazu, die angegriffene Entscheidung in der Sache in vollem Umfang nochmals zu \u00fcberpr\u00fcfen. Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh\u00f6r liegt daher nur dann vor, wenn sich aus den besonderen Umst\u00e4nden des einzelnen Falles deutlich ergibt, dass das Gericht ein tats\u00e4chliches Vorbringen entweder \u00fcberhaupt nicht zur Kenntnis genommen oder doch bei seiner Entscheidung ersichtlich nicht in Erw\u00e4gung gezogen hat (vgl. BFH-Beschl\u00fcsse vom 26.\u00a0M\u00e4rz 2007 II\u00a0S\u00a01\/07, BFH\/NV 2007, 1094, m.w.N.; vom 30.\u00a0August 2007 IX\u00a0S\u00a06\/07, BFH\/NV 2007, 2324).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>10<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Nach diesen Grunds\u00e4tzen liegen im Streitfall keine Anhaltspunkte f\u00fcr eine Geh\u00f6rsverletzung vor. Der Senat hat in seinem Beschluss vom 9.\u00a0Januar 2012 die von der Kl\u00e4gerin vorgebrachten Einwendungen umfassend gepr\u00fcft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>11<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>aa) Soweit die Kl\u00e4gerin vorbringt, der Senat habe die Schilderungen des Tagesablaufs des 14.\u00a0Juli 2011 unbeachtet gelassen, kann dem nicht gefolgt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>12<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Senat hat vielmehr die Schilderung des Tagesablaufs des 14.\u00a0Juli 2011 ersichtlich bei seiner Entscheidung ber\u00fccksichtigt. Denn er hat sich in seinem Beschluss unter 2.c der Gr\u00fcnde ausdr\u00fccklich mit den von der Kl\u00e4gerin geschilderten Umst\u00e4nden auseinandergesetzt. Letztlich kommt der Senat zu dem Ergebnis, dass die Schilderungen des Tagesablaufs des Prozessbevollm\u00e4chtigten der Kl\u00e4gerin eine Arbeits\u00fcberlastung des Prozessbevollm\u00e4chtigten nahelegen. Anhaltspunkte daf\u00fcr, dass die Arbeits\u00fcberlastung nicht vorhersehbar war und aufgrund unbeeinflussbarer Umst\u00e4nde eingetreten ist, waren weder vorgetragen noch f\u00fcr den Senat ersichtlich. Im Kern enthalten die Ausf\u00fchrungen der Kl\u00e4gerin damit den Vorwurf, der Senat habe in der Sache fehlerhaft entschieden. Mit diesem Vorbringen kann die Kl\u00e4gerin aber im Rahmen des \u00a7\u00a0133a FGO &#8211;wie dargelegt&#8211; nicht geh\u00f6rt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>13<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>bb) Soweit die Kl\u00e4gerin vortr\u00e4gt, der Sachverhalt &#8222;Spazierengehen mit dem Hund&#8220; sei vom Senat unzutreffend ber\u00fccksichtigt worden, wird darauf verwiesen, dass nach den Schilderungen der Kl\u00e4gerin im Schriftsatz vom 12.\u00a0August 2011 auf Blatt\u00a03 im Absatz\u00a04 von einem Ausf\u00fchren des Hundes berichtet wird. Der Vorwurf, dass ein Spazierengehen mit dem Hund nicht stattgefunden habe und dies h\u00e4tte ber\u00fccksichtigt werden m\u00fcssen, geht damit fehl. Es ist zudem darauf hinzuweisen, dass unter 2.c der Gr\u00fcnde lediglich beispielhaft (&#8222;u.a.&#8220;) einzelne Umst\u00e4nde aus dem Tagesablauf des 14.\u00a0Juli 2011 herausgegriffen wurden. Weder die Umst\u00e4nde des Tagesablaufs im Gesamten noch die einzelnen geschilderten Umst\u00e4nde vermochten den Senat davon zu \u00fcberzeugen, dass der Prozessbevollm\u00e4chtigte der Kl\u00e4gerin aufgrund dieser geschilderten Umst\u00e4nde gehindert war, mit der \u00dcbermittlung des fristgebundenen Schriftsatzes so rechtzeitig zu beginnen, dass unter gew\u00f6hnlichen Umst\u00e4nden mit dem Abschluss des \u00dcbermittlungsvorgangs noch vor Fristablauf zu rechnen war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>14<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>cc) Schlie\u00dflich kann die Kl\u00e4gerin auch nicht damit geh\u00f6rt werden, dass der Senat sich nur unzureichend mit verfassungsrechtlichen Erw\u00e4gungen und dem Vorhalt verfassungsrechtlicher Verletzungen auseinandergesetzt habe. Das Verfahrensgrundrecht des rechtlichen Geh\u00f6rs ist von diesem Vorbringen nicht erfasst (vgl. auch BFH-Beschluss vom 11.\u00a0M\u00e4rz 2009 VI\u00a0S\u00a010\/08, BFH\/NV 2009, 1129).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>15<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>3. Der Antrag auf Akteneinsicht hat keinen Erfolg. Der Prozessbevollm\u00e4chtigte der Kl\u00e4gerin hat bereits am 8.\u00a0Juni 2012 die Akten eingesehen. Die nunmehr begehrte Einsicht in den gerichtsinternen Schriftverkehr und andere gerichtsinterne Vorg\u00e4nge ist nicht m\u00f6glich. Hierbei handelt es sich um Entw\u00fcrfe zu Beschl\u00fcssen und Verf\u00fcgungen und Arbeiten zu ihrer Vorbereitung, die gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a078 Abs.\u00a03 FGO weder vorgelegt noch abschriftlich mitgeteilt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>16<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung folgt aus \u00a7\u00a0135 Abs.\u00a02 FGO. F\u00fcr diese Entscheidung wird eine Geb\u00fchr von 50\u00a0EUR erhoben (vgl. Nr.\u00a06400 des Kostenverzeichnisses in Anlage\u00a01 zu \u00a7\u00a03 Abs.\u00a02 des Gerichtskostengesetzes).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p><!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 11.7.2012, I S 8\/12 Anh\u00f6rungsr\u00fcge; Ablehnungsgesuch; Akteneinsicht; Rechtliches Geh\u00f6r Tatbestand 1 I. Mit Beschluss vom 9.\u00a0Januar 2012 I\u00a0B\u00a066\/11 (nicht ver\u00f6ffentlicht) hat der angerufene Senat die Beschwerde der Kl\u00e4gerin, Beschwerdef\u00fchrerin und R\u00fcgef\u00fchrerin (Kl\u00e4gerin) wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts K\u00f6ln vom 10.\u00a0Februar 2011\u00a0\u00a013\u00a0K\u00a01698\/05 aufgrund des versp\u00e4teten Eingangs der Begr\u00fcndung als &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-s-8-12-anhoerungsruege-ablehnungsgesuch-akteneinsicht-rechtliches-gehoer\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;S&nbsp;8\/12 &#8211; Anh&ouml;rungsr&uuml;ge; Ablehnungsgesuch; Akteneinsicht; Rechtliches Geh&ouml;r<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[1298,1257],"class_list":["post-1156","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online","tag-akteneinsicht","tag-anhorungsruge"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1156","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1156"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1156\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1156"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1156"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1156"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}